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Gottes Wort ein sicherer FührerDer Wachtturm 1952 | 15. Juli
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voraus, dass es nämlich Kores, dem Perser, anheimfalle, zu einer Zeit, da Assyrien als die zweite Macht noch stand und Babylon noch nicht einmal Weltmacht geworden war. (Jes. 44:28; 45:1) Als Babylon die dritte Macht war, sagte Daniel den Sturz der kommenden vierten und fünften Macht voraus sowie das Aufkommen der sechsten. (Dan. 8:20-25) Und als Rom die sechste Macht war, sagte Johannes das Aufkommen und den Sturz der siebenten und das Nahen der achten an, die ein internationaler Zusammenschluss von Herrschermächten sei, welcher untergehen, zurückkehren und dann ins Verderben gehen werde. (Off. 17:8-14) Dieser internationale Zusammenschluss kam als Völkerbund auf, ging unter und kehrte als die Vereinigten Nationen zurück. Sein endgültiger Sturz wird spätestens in Harmagedon folgen. Gott kennt die menschliche Regierung vorwärts und rückwärts. Aus den Ergebnissen zu schliessen, kennen menschliche Herrscher nur den Rückwärtsgang.
Jehova Gott hält auf eine reine Regierung, auf die Regierung Christi, die eine theokratische Herrschaft ist. Gott wird sich nicht mit einer Regierung identifizieren, wo Spieler an den Drähten ziehen und Politiker als Marionetten dienen und auf Geheiss tanzen. Heute scheint es, dass der hohe Entschluss der Ansprache [v. Präs. Lincoln] in Gettysburg, dass „eine Regierung des Volkes durch das Volk für das Volk nicht von der Erde verschwinden soll“, ersetzt worden ist durch den Entschluss der Verteidiger der politischen Marionettenspieler, welcher neue Entschluss zu lauten scheint, dass „die Regierung der Korruption durch die Korrumpierten für die Korrumpierenden nicht von der Erde verschwinden soll“. Sie wird aber verschwinden. Wir hoffen es, wir glauben es, wir wissen es, weil Gott es sagt: „In den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, welches ewiglich nicht zerstört, und dessen Herrschaft keinem anderen Volke überlassen werden wird; es wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber ewiglich bestehen.“ — Dan. 2:44.
Dies wird eine Regierung Gottes durch Gott und für die Anbeter Gottes sein, und sie wird nicht von der Erde verschwinden, sondern wird solange bestehen, als die Sonne scheint, und wird eine Fülle von Frieden geben, solange der Mond besteht. Der König, Christus Jesus, wird richten zwischen vielen Völkern und wird starke Nationen zurechtweisen, und Schwerter werden in Pflugscharen umgeschmiedet und Speere in Winzermesser. Nation wird nicht mehr das Schwert erheben wider Nation, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen. Sein Königreich ist ein ewiges Königreich, und seine Herrschaft währt durch alle Generationen hindurch. Durch ihn öffnet Gott seine Hand und befriedigt den Wunsch alles Lebendigen, denn dann wird alles, was Leben und Odem hat, Jehova lobpreisen. Er wird dem Menschen Gesundheit und Heilung bringen und wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz. Nichts wird in jener ganzen gesegneten neuen Welt verletzen oder vernichten, denn die früheren Dinge dieser alten Welt werden vorbei und vergessen sein, nachdem Jehova alles neu gemacht hat. — Ps. 72:7, 8; 145:13, 16; 150:6; Jes. 11:6-9; Jer. 33:6; Micha 4:1-4; Off. 21:1-5.
So müssen wir denn die falschen Führer der Menschen und ihre falschen Religionen meiden, die schwatzenden Psychologen, die wortreichen Psychiater und die befleckten Politiker, die sich alle einen solch grossartigen Namen gemacht haben — als solche, die grossartig versagten! Schaut auf den Schlamassel, den sie angerichtet haben, erkennt sie an ihren schlechten Früchten, verwerft sie wegen ihrer Früchte. Erkennet Gott als Führer durch seine Früchte und nehmet ihn wegen dieser Früchte an. Möchtet ihr in die neue Welt hinein geleitet werden, so sicher wie die Sterne auf ihrer Bahn gelenkt werden? Dann nehmet ihren Führer zu euerm Führer. Möchtet ihr so sicher geführt werden wie die Zugvögel auf ihren Flügen? Dann macht ihren Führer zu euerm Führer. Möchtet ihr, um den symbolischen Winter von Harmagedon zu überleben, in euern Vorbereitungen ebenso sicher geleitet werden wie Vögel und Tiere und Insekten in ihren Vorbereitungen geleitet werden, um den buchstäblichen Winter zu überleben? Dann macht ihren Führer zu euerm Führer!
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1952 | 15. Juli
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Fragen von Lesern
● Wenn in 5. Mose 22:5 gesagt wird, eine Frau solle nicht Männerkleider tragen, bedeutet dies, dass Frauen nie lange Hosen tragen dürften? — J. P., Pennsylvanien.
In 5. Mose 22:5 heisst es: „Es soll nicht Mannszeug auf einem Weibe sein, und ein Mann soll nicht das Gewand eines Weibes anziehen; denn wer irgend solches tut, ist ein Greuel für Jehova, deinen Gott.“ Dieser Text wurde bestimmt nicht in dem Gedanken aufgezeichnet, moderne Frauen daran zu hindern, lange Hosen zu tragen. Männer trugen zur Zeit, da dies aufgezeichnet wurde, nicht Hosen, sondern etwas, was wir heute als Röcke betrachten würden. In Gegenden des Orients trugen die Männer in der Tat rockartige Gewänder, und die Frauen trugen pijamaähnliche Hosen von verschiedener Art. Somit ist das Tragen von Hosen oder gar von Arbeitshosen, zum Beispiel auf einer Farm, durch diesen Text nicht verboten und ist etwas rein Persönliches. Die Frauen können ein gutes Urteil an den Tag legen in bezug auf Zeit und Ort und Ansicht dessen, was in der Gegend, wo sie wohnen, als recht erachtet wird. In einigen Gegenden, wo der Winter streng ist, tragen manche Frauen Hosen, Skianzüge oder ähnliche Kleider, die sie bedecken und ihre Beine schützen. Dies ist gemäss der Schrift nicht verkehrt.
In 5. Mose 22:5 behandelt die Bibel weder Kleidermoden, noch verbreitet sie sich über verschiedene Aufmachungen, sondern anscheinend verbietet sie hier Personen des einen Geschlechts, zum Zwecke der Täuschung die Kleider des andern Geschlechts zu tragen, um als eine Person vom andern Geschlecht zu erscheinen und so den eigentlichen Tatbestand zu verbergen. Die Männer sollten sich nicht zur Täuschung wie Frauen zu kleiden suchen, um die Tatsache zu verhehlen, dass sie Männer sind; noch sollten sich Frauen in Männeranzüge zu kleiden suchen, um die Tatsache zu verhehlen, dass sie Frauen sind. Um noch deutlicher zu werden: die Bibel scheint hier der Sünde der Sodomie einen Schlag zu versetzen. Es war eine Schande, wenn eine Frau ihr Haar gleich dem eines Mannes scheren liess, und es war eine Unehre, wenn ein Mann das Haar so lang wachsen liess wie eine Frau. (1. Kor. 11:6, 14) Die Frau sollte sich nicht eine männliche Note geben, indem sie ihr Haar kurz trug wie ein Mann, oder indem sie Kleider trug wie ein Mann. Dies mochte andern den Gedanken eingeben, sie sei für widernatürlichen geschlechtlichen Gebrauch zur Verfügung. Ebenso der Mann. Wenn er langes Haar trug wie eine Frau oder sich in Frauengewänder hüllte, hätte er bestimmt das Aussehen eines Weichlings und wäre Anträgen von Männern zu widernatürlichem Geschlechtsgebrauch ausgesetzt. Somit ist es dieser tiefere Sinn, der Gedanke an Sodomie, und nicht ein blosses Wechseln von Kleidern an sich, das so etwas zu tun verbietet und das strenge Gericht verdient: „Wer irgend solches tut, ist ein Greuel für Jehova, deinen Gott.“
● Die Verse 4 und 5 von Sprüche 26 scheinen sich zu widersprechen. Welche Erklärung gibt es dafür? — T. L., North Carolina.
Gemäss der Moffatt-Übersetzung lauten diese Verse: „Nie antworte einem Toren gemäss seiner Torheit, damit du ihm nicht gleich werdest: antworte einem Toren gemäss seiner Torheit, damit er sich nicht einbilde, weise zu sein.“ Oder gemäss der Übersetzung von Fenton: „Antworte keinem Toren nach seiner Torheit, sonst machst du dich ihm gleich. Erwidere einem Toren, wie es seine Torheit verlangt, damit er nicht weise zu sein scheine in seinen eigenen Augen.“ Der Schlüssel zur richtigen Verbindung dieser sich scheinbar widersprechenden Anweisungen findet sich in der Warnung, die in jedem Fall erteilt wird. Der Unterschied in der Warnung ist es, der über den Sinn Aufschluss gibt, welcher den Anweisungen hinsichtlich der Antwort an Toren zugrunde liegt.
Wenn du einem Toren gemäss seiner Torheit antwortest, in dem Sinne, dass du in Übereinstimmung mit seiner Torheit oder gemäss derselben antwortest, so stellst du dich in Übereinstimmung mit dem Toren. Die Vernunftschlüsse und Folgerungen des Toren sind ungesund, und deine Antwort sollte nicht in Übereinstimmung sein mit den Ansichten des Toren. Der Tor mag Torheit bekunden in der unwürdigen oder
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