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  • Ist die heutige Nahrungsmittelknappheit eine Erfüllung biblischer Prophezeiungen?
    Der Wachtturm 1974 | 1. Juli
    • ein so bedeutendes Problem wie den Bevölkerungszuwachs auf der Erde in den Griff bekäme, dürfte man dann wirklich damit rechnen, daß niemand mehr hungern müßte? Man überlege folgendes:

      Haben die Staaten, die eine hohe Nahrungsmittelerzeugung aufweisen, ihre Nahrungsmittel großzügig verteilt, als die Situation hinsichtlich des Bevölkerungsproblems nicht so kritisch war? Nein. Haben die wohlhabenderen Staaten die Hungernden und Armen in ihrem eigenen Land ausreichend versorgt? Nein. Weshalb sollte man also annehmen, daß alle Menschen plötzlich genug zu essen hätten, sobald der Mensch das Bevölkerungsproblem gelöst hätte? Die Habsucht des Menschen würde es vereiteln.

      Durch das, was wir heute in bezug auf die Nahrungsmittelknappheit beobachten, erfüllen sich tatsächlich biblische Prophezeiungen. Aus diesen Prophezeiungen geht aber auch hervor, daß das weltweite selbstsüchtige System in Kürze für immer aus dem Wege geräumt wird. Gottes Wort verheißt, daß die Erde danach zu einem Paradies gestaltet wird, das für alle gerechten Menschen in reichlichem Maße Nahrung liefert. Du hast die Möglichkeit, zu der Zeit zu leben, wenn, wie die Bibel sagt, ‘Jehova der Heerscharen bestimmt für alle Völker auf diesem Berge ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen wird, ein Festmahl von Hefenweinen, von Gerichten, reich an Öl, mit Mark gefüllt, von gefilterten Hefenweinen’ (Jes. 25:6).

  • Läßt du dich von Menschenfurcht beeinflussen?
    Der Wachtturm 1974 | 1. Juli
    • Läßt du dich von Menschenfurcht beeinflussen?

      DIE meisten Menschen würden wahrscheinlich auf die Frage: „Läßt du dich von Menschenfurcht beeinflussen?“ mit „Nein“ antworten. Und in gewisser Hinsicht stimmt das. Dein Nachbar schreibt dir nicht vor, was du essen, welche Kleidung du tragen und welches Auto du fahren sollst, und gewöhnlich auch nicht, was du zu glauben hast.

      Wie steht es aber damit, gemäß dem zu handeln, was du glaubst, deinen Glauben also auszuleben? Ja, hier ergibt sich eine Prüfung, besonders dann, wenn die meisten Menschen deiner Gemeinde oder Nachbarschaft ein und derselben Kirche angehören. Wenn du in einem solchen Falle ängstlich bist und dich davor fürchtest, was deine Nachbarn denken oder sagen mögen, kann für dich eine mißliche Lage entstehen.

      Häufig spielt es in der Gemeinde keine Rolle, wenn jemand eine andere Religion annimmt, solange es sich um eine „angesehene“ Religion der Christenheit oder des betreffenden Landes handelt. Handelt es sich aber um den Glauben der Zeugen Jehovas, so mag man mit Gegnern zu rechnen haben, die sogar in Raserei geraten können.

      Erlangt jemand eine genaue Erkenntnis über die biblischen Anforderungen und Gebote, von deren Beachtung unser Leben abhängt, so stellen die Menschen merkliche Änderungen in seiner Lebensweise fest. Liefern aber diese Veränderungen anderen Menschen stichhaltige Gründe für ihre Gegnerschaft? Nein, denn tatsächlich macht die Wahrheit aus Männern bessere Ehemänner, ehrlichere Geschäftsleute, zuverlässigere Arbeitnehmer. Frauen werden bessere Ehefrauen und Mütter, bessere Nachbarn, glücklichere Menschen. Das ist darauf zurückzuführen, daß sie ‘zuerst das Königreich und Gottes Gerechtigkeit suchen’ und ihre Persönlichkeit gemäß den hohen Grundsätzen der Bibel umgestalten (Matth. 6:33; Röm. 12:2).

      Es gibt Tausende von Beispielen dafür, daß Personen aufgrund eines Studiums der Bibel und der Gemeinschaft mit Jehovas Zeugen ihr Leben in Ordnung gebracht und schlechte Gewohnheiten wie geschlechtliche Unsittlichkeit, Drogenmißbrauch, Stehlen und ähnliches aufgegeben haben. Trotzdem leisten ihnen Personen, die ihnen nahestehen, und selbst ihre eigenen Angehörigen Widerstand. Warum? Weshalb sind diese Menschen nicht statt dessen froh darüber, daß aus dem Betreffenden in den Augen Gottes und der Menschen ein besserer Mensch geworden ist?

      WESHALB EINIGE GEGNERISCH EINGESTELLT SIND

      In vielen Fällen ist die Gegnerschaft auf Unwissenheit seitens der Gegner zurückzuführen. Sie lernen selbst nicht die Bibel kennen und verstehen daher nicht, weshalb jemand bewogen wird, seine Lebensweise zu ändern. Sie meinen, er verlasse seine früheren Freunde. Wieder andere sind aufgrund falscher Informationen gegnerisch eingestellt. Man hat ihnen Lügen über Jehovas Zeugen erzählt, wie zum Beispiel, sie seien fanatische Leute, könnten nur über die Bibel reden, seien umstürzlerisch, haßten andere oder glaubten nicht an Christus. Solche falsch unterrichteten Personen mögen in aller Aufrichtigkeit gegnerisch eingestellt sein. Dadurch, daß ein Christ unerschütterlich und standhaft bleibt, kann er ihnen vielleicht helfen, die Wahrheit zu erkennen.

      Der Apostel Petrus hob einen weiteren Grund dafür hervor, weshalb jemand mit Gegnerschaft seitens früherer Freunde rechnen muß, als er denen, die Christen geworden waren, erklärte: „Daß ihr diesen Lauf zu demselben Tiefstand der Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzt, befremdet sie, und sie reden fortgesetzt lästerlich von euch. Diese Leute werden aber dem Rechenschaft geben, der bereit ist, die Lebenden und die Toten zu richten“ (1. Petr. 4:4, 5). Die Wahrheit verurteilt die falsche Handlungsweise vieler, und das lieben diese Menschen nicht. Doch die Furcht vor solchen Lästerungen ist für einen Christen wahrhaftig kein stichhaltiger Grund, sich erneut auf das niedrige Niveau, das er verlassen hat, zu begeben.

      Denke auch daran, daß du eine andere Regierung für die Erde unterstützt — eine himmlische Regierung, die das gegenwärtige böse System der Dinge vernichten wird —, denn du hast den Namen Jehovas angenommen und sprichst mit anderen über das Königreich unter Jesus Christus (Apg. 17:31; Dan. 2:44). Deshalb wirst du dir zwangsläufig die Feindschaft dieser Welt zuziehen. Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen sein“ — also nicht einfach um des Namens „Christ“ willen, sondern um des Namens Christi willen, des „Königs der Könige“, dessen Königreich die Erde in Gerechtigkeit regieren wird (Matth. 24:9; Offb. 19:16).

      WORAN DU DENKEN SOLLTEST

      Vielleicht studierst du zur Zeit mit Jehovas Zeugen die Bibel, oder du hast dich vor kurzem taufen lassen. Fürchtest du dich davor, wie man in deiner Gemeinde über dich denken mag, und fragst du dich deshalb, ob es dir möglich sein wird, Gott weiterhin zu dienen? Sei zuversichtlich. Gott ist an dir ebensosehr interessiert wie du an ihm, ja noch mehr. Er wünscht, daß du lebst, nicht, daß du stirbst. Er liebt dich und schätzt dein Leben hoch ein (Luk. 12:4-7; 21:16-19). Er hat gesagt: „Ich will dich keineswegs im Stiche lassen noch dich irgendwie verlassen“ (Hebr. 13:5). Deshalb wird er dir helfen, wenn du ihm treu bist und dich auf ihn verläßt. Er hat auch anderen, die standhaft blieben, geholfen (2. Petr. 2:7-9).

      Du kannst dich auch fragen: Sind meine Nachbarn auf dem Weg zu ewigem Leben? Was können sie mir bieten, das sicher und von Bestand ist? Welche Hoffnung hatte ich, solange ich mit ihnen Gemeinschaft pflegte und ihre Lebensweise nachahmte? Erfuhr ich durch sie etwas über Gott und über Gottes Vorkehrungen? Sollte ich, da ich nun weiß, wo die Wahrheit zu finden ist, nicht daran festhalten? (Joh. 6:68).

      Bedenke auch, daß der Zweck des Lebens eines Christen auf der Erde darin besteht, anderen zu helfen (Phil. 2:4). Es mag deinen Gegnern gefallen, wenn du nachgibst und auf den alten Weg zurückkehrst. Wirst du ihnen aber dadurch helfen? Sie mögen es als einen Sieg für sich verbuchen. Doch würde er für sie von Nutzen sein? Würdest du auf diese Weise ihnen gegenüber Liebe bekunden? Jesus begegnete in seiner Heimatstadt großem Widerstand und mußte selbst die spitzen Bemerkungen seiner ungläubigen Halbbrüder ertragen. Aber er wußte, daß er ihnen nur dann helfen konnte, wenn er den Weg einhielt, den Gott für ihn festgelegt hatte (Mark. 6:1-6; Joh. 7:3-5).

      Wozu hätte es geführt, wenn Jesus aufgegeben und den populären Weg eingeschlagen hätte? Für die ganze Menschheit wäre die Gelegenheit, Leben zu erlangen, verlorengegangen. Doch er liebte seine Nächsten, ja selbst seine Feinde, und hielt daher an der Wahrheit fest. Seine Treue wirkte sich zum größten Segen für die ganze Menschheit aus.

      Denke auch daran, was mit Jehovas Zeugen in Deutschland geschehen wäre, wenn sie ihre neutrale Stellung gegenüber Hitlers politischen und militärischen Bestrebungen aufgegeben hätten. Sie wären von diesem Regime verschlungen worden, und Tausende von Deutschen, die jetzt Gott dienen, hätten nicht die Gelegenheit gehabt, die Wahrheit zu hören.

      Außerdem achtet man Menschen, die Mut haben, doch verachtet man Personen, die furchtsam zurückweichen. Die wenigen Zeugen Jehovas, die während des Zweiten Weltkrieges ihren Glauben in einem deutschen Konzentrationslager verleugneten, wurden von den Beamten der Nationalsozialisten vor dem ganzen Lager verspottet und als Heuchler und Feiglinge geschmäht. Zu einigen von ihnen sagte man: „So, jetzt habt ihr euren Gott Jehova abgeleugnet.

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