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Christen benötigen genaue ErkenntnisDer Wachtturm 1959 | 15. Juli
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zu empfangen, die für ihren weiteren Fortschritt der Reife entgegen so wichtig ist. „Laßt uns denn in der Tat, solange wir noch Zeit haben, die dafür günstig ist, allen gegenüber Gutes wirken, besonders aber gegenüber unseren Glaubensverwandten.“ (Gal. 6:10, NW) Während wir ihnen fortgesetzt Hilfe leisten, werden wir die Freude erleben, zu sehen, wie sie ihre Verantwortung als christliche Zeugen auf sich nehmen und fähige Lehrer der Wahrheit werden. Sie werden weitere Dienstvorrechte ergreifen, während sie zuerst nach dem Königreich und nach Gottes Gerechtigkeit trachten.
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Unseren Predigtdienst ausdehnenDer Wachtturm 1959 | 15. Juli
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Unseren Predigtdienst ausdehnen
1. Welche Verantwortung wird denen zuteil, die die Wahrheit kennenlernen, und wie zeigte dies Jesus?
WENN jemand die Bibel studiert, erkennt er bald, daß ein wahrer Christ seinen Glauben nicht für sich behält. Die Wahrheit hat seinen Sinn erleuchtet, sein Leben mit Hoffnung erfüllt und hat sich als ‚ein Licht für seinen Pfad‘ erwiesen, so daß er in christlicher Lauterkeit wandeln kann. Wenn er das Licht schätzt, wird er es nicht selbstsüchtig für sich behalten. „Ihr seid das Licht der Welt“, sagte Jesus. „Eine Stadt, die oben auf einem Berge liegt, kann nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten [rechten, NW] Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ — Ps. 119:105; Matth. 5:14-16.
2. (a) Auf welche Weise gaben uns Jesus und Paulus ein Beispiel im Dienste, und was erweckt in uns den Wunsch, am Predigtwerke teilzunehmen? (b) Wie beschrieb der Psalmist die Tätigkeit der Glieder des Volkes Jehovas, und wie können sie ihre Fähigkeiten verbessern?
2 Als Jesus bei seinen Jüngern auf Erden weilte, schulte er sie zu Predigern der Wahrheit heran, und nachdem sie die Wahrheit kennengelernt und beobachtet hatten, wie Jesus den Predigtdienst durchführte, sandte er sie aus, anderen zu predigen. Vor seiner Himmelfahrt sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ihr werdet meine Zeugen sein … bis zum entferntesten Teil der Erde.“ Der Apostel Paulus schätzte das Vorrecht, das ihm eingeräumt wurde, und sagte: „Ich hielt mich nicht davon zurück, euch irgendwelche Dinge, die nützlich waren, kundzutun und euch öffentlich und von Haus zu Haus zu lehren.“ Und er spornt andere durch die Worte an: „Werdet meine Nachahmer, wie ich Christi [Nachahmer bin].“ Somit behalten jene, die auf den Rat des Wortes Gottes achten, die Wahrheit nicht für sich oder enthalten sie anderen vor. Sobald sie erkennen, welches Werk getan werden muß, treibt die Liebe zu Gott sie an, von Gott und seinem liebreichen Vorhaben zu sprechen. Wenn sie erkennen, daß diese alte Welt der Bosheit in der Schlacht von Harmagedon in die Vernichtung sinken wird, daß aber Personen, die Gottes Anforderungen entsprechen, in die neue Welt hinüberleben werden, fühlen sie sich durch ihre Liebe zum Nächsten gedrängt, hinzugehen und anderen davon zu erzählen und sie darauf hinzuweisen, daß Gott zu ihrer Bewahrung Vorkehrung getroffen hat. Der Psalmist beschrieb sie genau, als er sagte: „Von der Herrlichkeit deines Königtums werden sie sprechen und werden reden von deiner Macht.“ Sie bezeugen die Dinge, die ihnen bekannt sind; sie verbinden sich mit Jehovas Organisation und wünschen, sich jede Vorkehrung zunutze zu machen, die durch die Organisation getroffen wird, um ihnen zu helfen, ihre Fähigkeiten für den Dienst Gottes zu verbessern. — Apg. 1:8; 20:20; 1. Kor. 11:1; Ps. 145:11, NW.
3. Was will jemand tun, wenn sich seine Wertschätzung für die Wahrheit vertieft, und welche Gelegenheiten stehen ihm dazu offen?
3 Wenn sich ihre Wertschätzung für die Wahrheit vertieft, werden sie den Wunsch haben, am Dienste einen volleren Anteil zu nehmen. Da sie in der Wahrheit gefestigt worden sind und die Verantwortlichkeiten erkennen, die ihnen durch den Schritt der Hingabe erwachsen, werden sie bald größere Dienstgelegenheiten ergreifen wollen. Auf diese Weise sind viele in den Pionierdienst eingetreten. Es mag sein, daß sie dabei weiterhin in dem Gebiet ihres Heimatortes wohnen und wirken können, doch ordnen sie jetzt ihre Angelegenheiten so, daß sie monatlich mindestens hundert Stunden darauf verwenden, andere Menschen in der Wahrheit zu unterweisen, und dadurch wird ihr Anteil an dem Werke, das ihrem Herzen nahesteht, größer. So wie Jesus, sagen auch sie: „Deinen Willen zu tun, mein Gott, ist meine Lust gewesen, und dein Gesetz wohnt in meinem Innern.“ Einige von denen, die in Gebiete ziehen können, wo das Zeugnis noch nicht gegeben wird, um dort ihren Vollzeitdienst, nun vielleicht als Sonderpioniere, fortzusetzen, mögen dazu eingeladen werden. Oder sie mögen ausgesandt werden, um als Missionare in anderen Ländern neue Gebiete zu erschließen, oder sie mögen einen Dienstplatz in einem Bethelheim erhalten oder als reisende Vertreter der Gesellschaft oder zum Besuch der Versammlungen und alleinstehender Gruppen in der Eigenschaft als Kreis- und Bezirksdiener eingesetzt werden. Der Vollzeitdienst an irgendeinem dieser Dienstplätze bringt dem Betreffenden viel Freude. — Ps. 40:8, NW.
4. (a) Wie viele standen im Jahre 1958 im Pionierdienst, doch wie groß ist der Bedarf an Pionieren heute? (b) An wen ergeht die Einladung, in den Pionierdienst einzutreten, und was haben viele als eine ausgezeichnete Gelegenheit angesehen, in diesem Dienste einen Anfang zu machen?
4 Aus dem Bericht über das vergangene Jahr entnehmen wir, daß heute 23 772 Brüder und Schwestern im Pionierdienst stehen. Das macht 3 Prozent sämtlicher Verkündiger aus. Es gibt aber noch Platz für viele weitere. „Erhebt eure Augen und betrachtet die Felder, denn sie sind weiß zur Ernte.“ Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Ja, die Ernte ist groß, doch gibt es wenig Arbeiter. Bittet daher den Herrn [Meister] der Ernte, Arbeiter in seine Ernte auszusenden.“ (Joh. 4:35; Matth. 9:37, 38, NW) Hast du dich jemals gefragt: Kann ich Pionier werden? Du trittst dadurch in einen großartigen Wirkungskreis ein. Während die Versammlungsverkündiger wunderbare Arbeit leisten und die „anderen Schafe“ in den größeren Gemeinden einsammeln, gibt es doch immer noch viele Gelegenheiten für Verkündiger, die ihren Dienst innerhalb der Organisation Jehovas ausdehnen können. Wie viele der 693 316 regulären Versammlungsverkündiger haben sich unter Gebet überlegt, ob sie den Pionierdienst aufnehmen können? Hast du jemals den Ferienpionierdienst ins Auge gefaßt? Das ist ein guter Ausgangspunkt, und so erhältst du eine günstige Gelegenheit, zu kosten, wie gut dieser Dienst ist. Er mag dich sogar in den allgemeinen Pionierdienst führen!
5. Wie denken unsere Brüder hinter dem Eisernen Vorhang über ihren Predigtdienst, und wie sind sie dem Ruf zum Pionierdienste gefolgt?
5 In einem vor kurzem aus Polen eingetroffenen Brief sagte der für das Werk Verantwortliche: „Nachdem die Brüder, welche leitende Stellungen bekleidet hatten, aus dem Gefängnis entlassen und wieder in Freiheit waren, gaben sie den Brüdern zu bedenken, ob es jetzt, da der Druck nachgelassen habe und das Werk weitergehen könne, nicht gut wäre, daß sich jeder so eifrig ans Werk mache, als ob Harmagedon schon morgen käme.“ Die Brüder stellten sich tatsächlich so ein. Und nun ist Polen von allen Ländern der Welt eines der wenigen, die eine Verkündigerzunahme von über 30 Prozent erzielt haben. Die Brüder fühlen, daß ihnen eine Verantwortung obliegt, und wenn sie auch nicht alle Veröffentlichungen besitzen, die ihre Brüder in anderen Ländern haben, sind sie doch sehr lebendig, wachsam und auf der Hut und behalten ihre dienstamtlichen Kleider an; und sie predigen mit gewaltigem Erfolg. Sie kommen zusammen und studieren gemeinsam, so daß Neuinteressierte Hilfe
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