-
Freilassung im Gange bis an die Enden der ErdeDer Wachtturm 1952 | 1. Februar
-
-
werden? Doch so spricht der Herr [Jehova]: ‚Sollten auch die Gefangenen eines Kriegshelden genommen und die Beute eines Tyrannen befreit werden, so werde ich doch deine Gegner befehden, und deine Kinder werde ich retten. Ich werde deine Bedrücker ihr eigenes Fleisch essen lassen, und sie werden trunken sein von ihrem eigenen Blut wie von neuem Wein; dann wird alles Fleisch erkennen, dass ich, der Herr [Jehova], dein Erretter bin, und dass ich, der Mächtige Jakobs, dein Erlöser bin.‘“ — Jes. 49:24-26, AÜ; Mo.
23. Durch welche Mittel und Methoden geht also das Werk weiter und breitet sich das Werk der Freilassung bis an die Enden der Erde aus?
23 Möge also niemand sagen: „Es kann nicht getan werden! Das kann nicht andauern!“ Diese militarisierte Welt mit ihren Aushebungs- und universellen Militärdrill-Gesetzen kann das Werk des Knechtes Jehovas, das Werk der Freilassung der Gefangenen, nicht verhindern, noch können es die bedrückenden totalitären Diktatoren, sei es hinter dem „eisernen Vorhang“ oder ausserhalb desselben. Die Befreiung derer, welchen sie auflauern und die sie gefangengehalten haben, findet direkt unter ihren Augen statt, sei es durch unterirdische oder offen sichtbare Methoden. Die öffentlichen Dienste, welche alle diese Herrscher dem Volke leisten und wofür wir gerechterweise „dem Cäsar die Dinge des Cäsars zurückzahlen“, gebraucht die Knecht-Klasse, um Jehovas Werk fortzusetzen und seine „anderen Schafe“ jetzt auf der Seite seiner theokratischen Herrschaft zu versammeln. Noch mehr Raum wird nötig für Zions Kinder, und dieser wird erworben, jedoch nicht durch militärischen Angriff und ungerechte Übergriffe, indem man gewaltsam in die Ländereien anderer Menschen einfiele und diese an sich risse. Nein, sondern durch eine friedliche Ausdehnung, mit Hilfe der guten Botschaft des Friedens. Somit ziehen jene, die das Empfinden haben, es sei für sie nicht Raum genug, als Heimmissionare und Auslandsmissionare in andere Gebiete und andere Länder und gründen dort Niederlassungen der Anbetung Jehovas. Auf diese Weise breitet sich das Werk der Freilassung bis an die Enden der Erde aus.
24. Was zu tun wird Jehova seine Gegner veranlassen, und was wird er sie und auch uns über ihn erkennen lassen?
24 Jehova Gott hat die Verheissung gegeben, dass er denen widerstehe, die uns widerstehen. Dies bedeutet, dass er auf unserer Seite ist und uns stützt. In der Schlacht von Harmagedon wird er unsere Bedrücker und Gegner verwirren. Er wird sie so manövrieren, dass sie sich gegenseitig bekämpfen und so einander vernichten. So wird es geschehen, dass sie das Fleisch voneinander essen und das Blut voneinander trinken, und dies wird nicht etwa durch eine medizinische Bluttransfusion geschehen, in dem Versuch, ihr Leben zu retten. Die endgültige Schlussfolgerung ist, dass alles Fleisch — unsere Feinde, während sie noch im Fleische leben, und auch wir — zu sehen gezwungen wird, dass Jehova der einzige Retter seines Volkes, also derer, die nach Zion kommen, ist. Wenn wir uns an ihn halten und mit Christus Jesus, seinem grossen Knechte, dienen, werden wir bestimmt schliesslich völlige Befreiung erlangen. Keine teuflische Macht kann dies verhindern, ehe wir das Vorrecht gehabt haben, die andern befreien zu helfen.
25. Welche hohe Ehre ist somit jetzt unser Teil, und in welchem Ausmass sollten wir daran teilnehmen?
25 Welche Ehre, Jehovas Volk aus dem Gefängnis zu befreien! Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges mögen sich die Truppen der Alliierten bevorrechtet und hochgeehrt gefühlt haben, die Opfer aus den Nazi-Konzentrationslagern und Gefängnissen zu befreien. Ein wieviel grossartigeres Vorrecht und eine wieviel grössere Ehre ist es nun aber, die Opfer aus Babylons Gefängnis zu befreien, und zwar durch friedsame Mittel, durch das Königreich, und all dies, damit sie Jehova Gott am Berge Zion anbeten und ihm dienen! Mögen daher die Glieder der Knecht-Klasse und ihre loyalen Gefährten mit tiefer Wertschätzung und mutigem Vertrauen auf Gott, den Allmächtigen, im Werke des Befreiens vorwärtsgehen, selbst bis an die Enden der Erde! Der schliessliche Triumph Zions über alle Feinde und Gegner ist unbedingt zugesichert und dazu eine gerechte neue Welt von endloser Freiheit.
-
-
Weltliches Wissen gegen die Erkenntnis GottesDer Wachtturm 1952 | 1. Februar
-
-
Weltliches Wissen gegen die Erkenntnis Gottes
Ich kam schliesslich in der Stadt Neuyork an, und dann ging es per Autobus und Taxi hinüber nach Paterson, New Jersey, zu meiner Nichte und ihrem Mann. Es war mir daran gelegen, ihnen ein gutes Zeugnis vom Königreich Jehovas zu geben, und als wir uns nach dem Mittagessen alle behaglich im schönen Wohnzimmer niedergelassen hatten, gab mir ihr Mann Gelegenheit dazu. So erzählte ich ihnen denn von den drei Welten, dem biblischen Beweis über die Zeiten, in denen wir leben, dass dieses Evangelium vom Königreich gepredigt werden müsse, dem Königreich, worum alle Christen gebetet hätten usw.
Am nächsten Tag besuchten wir die neue Druckerei der Watch Tower Society und sahen ihr neues Bethelheim. Wir vier waren einfach überwältigt vor Erstaunen, wie diese Druckerei läuft. Der Mann, der selbst Ingenieur ist, hatte grosse Wertschätzung für die wunderbare Organisation, welche die Gesellschaft dort hat. Nachdem wir den Rundgang durch die Druckerei beendet hatten und ins Büro zurückkehrten, verschaffte er sich eine Anzahl biblischer Hilfsmittel und abonnierte auch die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! Darauf besuchten wir das neue Bethelheim, wo die Wachtturm-Arbeiter untergebracht sind. Die moderne Ausstattung in der Küche, die Wäscherei und die prächtigen Wandmalereien hinterliessen einen tiefen Eindruck. In meinem ganzen Leben war ich nie so glücklich, als nun all dies selbst zu sehen und dazu den Eindruck beobachten zu dürfen, den dieser Besuch auf die Mitgekommenen machte. Ich erkannte, dass Gott ihnen das Vorrecht schenkte, die Wahrheit anzunehmen.
Dieser Mann ist einer der berühmten Männer mit Doktorgrad, welche der Regierung der Vereinigten Staaten Urankern 238, die Atombombe, gaben. Er kann nachts nicht schlafen im Gedanken, wieviel Elend seine Erfindung und Entdeckung verursacht hat. Er hat genug von allem. Er ist vom [amerikanischen] Kongress hochgeehrt worden, weiss aber, dass er dem Teufel gedient hat. Von nun an will er die Bibel studieren.
Ich fragte ihn: „Kannst du sehen, warum diese Brüder und Schwestern, alle Prediger des Evangeliums vom Königreiche, in der ganzen Welt mit den Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! an den Strassenecken stehen?“ „Onkel John“, sagte er, legte seine Hände auf meine Schultern und blickte mir in die Augen: „Gott gebe es, dass ich selbst eines Tages in naher Zukunft gut genug sei, dieses Vorrecht zu erhalten, öffentlich sein Diener zu sein. Es gibt vieles zu überwinden, aber ich weiss bestimmt, dass diese Leute gesegnet und wahrhaftig sind.“ — J. J., Colorado.
-