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Die Kunst der FunkenprobeErwachet! 1976 | 22. August
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stachelförmige Explosionen zur Folge, wohingegen ein hoher Kohlenstoffgehalt viele sternförmige Explosionen bewirkt. Ein Blick auf die beiden Abbildungen zeigt dir einige der soeben erwähnten Unterschiede.
In dem Maße, wie der Kohlenstoffgehalt zunimmt, wird auch die Funkengarbe dichter. Das ist in ihrer Mitte zu beobachten. Auch diese Unterschiede sieht man in den beiden Abbildungen; doch vergiß nicht, daß das richtige Andrücken des Stahlstücks an die Schleifscheibe äußerst wichtig ist, um die Dichte beurteilen zu können.
Funkenproben bei legierten Stählen
Wenn man bei legierten Stählen die Funkenprobe macht, muß man auf besondere Faktoren achten, denn jedes Element und der Prozentsatz seines Anteils im Stahl rufen besondere Merkmale und Farbwirkungen der Funken hervor. Ein Faktor, den man als das „Warenzeichen“ jedes Elements bezeichnen könnte, ist seine Eigenschaft. Je höher der Gehalt des Legierungselements im Stahl ist, desto deutlicher zeigt sich die Eigenschaft dieses Elements in der Funkengarbe. Angenommen, man beobachtet beim Prüfen eines unbekannten Stahls, daß sich vom Ende jedes Hauptstrahls eine „Lanzenspitze“ löst, so bedeutet das, daß der Stahl Molybdän enthält. Beim Vorhandensein von Vanadium sieht das Ende jedes Hauptstrahls wie ein umgekehrter Regenschirm aus.
Ein anderer Faktor ist die Farbe. Es gilt die allgemeine Regel, daß Elemente, die leicht oxydieren, die Funkengarbe heller werden lassen, während sie durch Elemente, die schwer oxydieren, gewöhnlich dunkler wird. Bei den meisten Kohlenstoffstählen sind die Funken strohfarben. Legierte Stähle erzeugen zum größten Teil eine schmutziggelbe Farbe. Bei wolframhaltigen Schnellstählen kommt es zu einer roten oder tieforangefarbenen Funkengarbe.
Aus dieser kurzen Abhandlung erkennen wir, daß die Funkenprobe in der Industrie eine bedeutende Kunst ist, eine Kunst, die sehr nützlich ist, um Stahllegierungen und unbekannte Stahlgüten zu identifizieren. Wenn du auch nie ein „Funkenkünstler“ wirst, ist es doch gut, zu wissen, daß andere auf diesem Gebiet zu Fachleuten geworden sind. Denke einmal darüber nach, wenn du das nächste Mal Kochgeschirr aus rostfreiem Stahl benutzt oder in einem Schnellzug über glatte Stahlbänder fährst. (Eingesandt.)
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Er lernte, nach der Bibel zu lebenErwachet! 1976 | 22. August
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Er lernte, nach der Bibel zu leben
◆ Ein junger Jude, der in einer Stadt des Nahen Ostens wohnt, wurde von seinen Rabbinern ermuntert, sich zum Rabbiner ausbilden zu lassen, und das, obwohl sie wußten, daß er kein sittlich reines Leben führte. Während er über ihre drängenden Bitten nachdachte, sprachen Jehovas Zeugen bei ihm vor. Obwohl er die Hebräischen Schriften gut kannte, willigte er ein, mit ihnen die Bibel zu studieren. Bald wurde er sich darüber klar, daß es nicht genügt, nur zu wissen, was die Bibel lehrt, sondern daß es auch wichtig ist, es zu praktizieren. Nachdem er im Wachtturm einen Artikel gelesen hatte, in dem die christliche Ansicht über Freundschaften mit Personen vom anderen Geschlecht dargelegt wurde, war er überzeugt, daß seine Lebensweise Gott nicht wohlgefällig war. Er ging zu seinen Rabbinern und wies sie auf ihr Versagen hin, da sie ihn nicht gelehrt hatten, wie wichtig es ist, in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift zu leben. Die Rabbiner konnten keine befriedigenden Antworten geben.
Er kam zu dem Schluß, daß Jehovas Zeugen nicht nur die wahre Religion lehren, sondern auch danach leben. Daher setzte er sein Bibelstudium mit noch größerer Wertschätzung fort, und er begann, sein Leben zu ändern. Er suchte sogar alle Mädchen auf, mit denen er ein unerlaubtes Verhältnis unterhielt, setzte sich mit ihnen hin und las ihnen den Artikel über Freundschaften mit Personen vom anderen Geschlecht vor. Zwei dieser Mädchen befassen sich jetzt aktiv damit, anderen die biblische Wahrheit zu überbringen, und er selbst ist ein getaufter Jünger Jesu Christi geworden.
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