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  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1953
Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1953
w53 1. 1. S. 24

Predigen in Westafrika

MISSIONARE, die ihr Heimatland und -volk verlassen, um die frohe Botschaft über Gottes Königreich in den „fernen Ecken der Erde“ unter ungewöhnlichen Verhältnissen zu predigen, werden mit vielen gesegneten Erfahrungen reich belohnt. Schenken wir zum Beispiel unsere Aufmerksamkeit folgenden Abschnitten aus einem Bericht, der von einem Missionar aus Accra, Goldküste, Westafrika, einging, als dieser auf einer zweiwöchigen Reise in Britisch-Togo war.

„Während ich in einem Hause des Dorfes Klefe Zeugnis gab, kam ein gebildeter Mann herein und setzte sich leise nieder. Nachdem ich das Zeugnis gegeben hatte, fragte der Mann, ob wir nicht irgendwo anders hingehen könnten, um dort zu sprechen. Er nahm mich dann mit sich zu seiner Schule. Er erzählte mir, daß er ein presbyterianischer Lehrer sei, der weder für die Bibel noch für irgendeines unserer bibelerklärenden Bücher Verwendung gehabt hätte. Heute jedoch sei aus der Bibel auf eine Weise gelehrt worden, wie er es noch nie zuvor gehört hätte. ‚Religion ist nutzlos‘, sagte er. Nach einer Unterhaltung, die wir über die Echtheit der Bibel hatten, nahm er das Buch ‚Gott bleibt wahrhaftig‘ und bat, daß doch jemand kommen sollte, der dieses Buch mit ihm studieren werde. Dafür wurden Vorkehrungen getroffen.

In Peki machte ich einen Nachbesuch bei einer Frau, die Interesse bekundet hatte. Sie sagte, daß das, was ich ihr erzählte, die Wahrheit sein müsse: denn ein Weißer würde niemals in ihr bescheidenes Heim kommen, um sich mit ihr zusammenzusetzen und die Bibel zu besprechen, und noch dazu aus einem fernen Lande, wenn es sich nicht um die Wahrheit handelte. ‚Von klein auf wurde ich in der presbyterianischen Kirche gelehrt; aber in all den Jahren habe ich niemals einen weißen Prediger dieser Kirche von Haus zu Haus gehen sehen, um zu verkündigen‘, sagte sie. Als ich sie fragte, ob sie mit uns verkündigen gehen würde, sagte sie: ‚Warum nicht? Sie haben mir doch gezeigt, daß ich predigen muß. Ich werde gehen.‘

In Toh bliesen wir in ein großes Horn, um die Leute für einen öffentlichen Vortrag zusammenzurufen. Die Farmer waren gerade von harter Arbeit in der heißen Sonne zurückgekehrt und nahmen auf den Wurzeln eines großen schattigen Baumes Platz. Nach dem Vortrag, der von 106 Personen gehört wurde, drückten die Häuptlinge des Dorfes ihr Bedauern darüber aus, daß wir unser Kommen nicht im voraus bekanntgemacht hätten, so daß mehr Einwohner hätten zuhören können. Einer von ihnen war besonders erstaunt daß ein Weißer in ihre Mitte gekommen war, der mit ihnen auf Baumwurzeln saß und mit ihnen sprach wie ein Schwarzer.

Ein eingeborener Bruder gab einem katholischen Priester ein Zeugnis über das Thema ‚Hölle‘, indem er seine Punkte aus der Douay-Version bewies. Der Priester bat dann den Bruder, wegen einer weiteren Unterhaltung in sein Haus zu kommen. Obwohl er die theologischen Seminare in Akropong und Kumasi besucht hatte, hatte er, wie er bemerkte, nie eine solche Darlegung über das Thema ‚Hölle‘ gehört. Woher hatte der Bruder ein solches Wissen? Als ihm erzählt wurde, daß es im Buch ‚Gott bleibt wahrhaftig‘ zu finden ist, nahm er sofort ein Exemplar, aber warnte den Bruder, indem er sagte: ‚Erzählen Sie niemandem, daß ich dieses Buch gekauft habe.‘ Eine fast gleiche Erfahrung wurde mit einem katholischen Religionslehrer gemacht.

Vor zwei Jahren besuchte ein europäischer Bruder vom Zweigbüro die Kolonie der Aussätzigen, die nicht weit von Ho entfernt liegt, wo unter den 200 Aussätzigen ein Bruder lebt. Zu jener Zeit brachte der europäische katholische Verwalter in seiner voreingenommenen Einstellung viel Verfolgung über diesen Bruder, indem man ihm sogar mit der Entfernung von der Kolonie drohte. Während ich jetzt dort war, hatte ich das Vorrecht, 34 Aussätzigen, deren Körper durch Aussatz so schlimm aufgezehrt waren, daß sie ein schreckliches Bild abgaben, eine Botschaft wirklicher Hoffnung zu geben. Es kostete Überwindung, sie anzusehen. Mit Erlaubnis des neuen europäischen Verwalters, der erfreut drei Bibelstudiumhilfen als Spende für seine Bibliothek entgegennahm, wurde die Ansprache in einem kürzlich neuerrichteten Auditorium gehalten. Der Bruder, dessen Finger schon durch Aussatz ganz abgefressen waren, hatte eine erstaunliche Fertigkeit beim Umblättern der Seiten, während er las. Als ausgebildeter Baumeister ist er als vollverantwortlicher Aufseher der Bauarbeiten in der Kolonie eingesetzt worden. Er ist sehr glücklich trotz seiner Leiden.

In Ho wurden zwei öffentliche Vorträge mit einer Gesamtzuhörerzahl von 288 abgehalten, in Dene hörten 74 Zuhörer die öffentliche Ansprache. Wir brauchten für die drei Meilen über den Paß des Gebirges eineinhalb Stunden zu Fuß, um nach Tsito zu gelangen, wo wir außer dem Predigen von Haus zu Haus auch einen öffentlichen Vortrag vor 60 Zuhörern hielten. Auf dem Rückwege in der Nähe von Avetile-Peki versammelten sich 260 und in Jaki 320 Personen zum öffentlichen Vortrag. In diesen zwei Wochen hörten somit 1 142 den Ruf ‚Gefangene: Gehet hinaus!‘“

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