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Die richtige Einstellung ist ein SchutzDer Wachtturm 1974 | 15. Juli
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daß wir uns alle selbst prüfen, um uns des Geistes, den wir haben, zu vergewissern. Wenn wir getaufte Zeugen Jehovas geworden sind, wollen wir bestimmt keine negative Haltung gegenüber der herrlichen Stellung entwickeln, in der wir uns befinden. Diese großartige Gunst Jehovas sollte uns bewegen, lebhaftes Interesse an anderen zu haben und den Wunsch, ihnen zu helfen. Sie sollte uns antreiben, Jehova mit ganzer Seele zu dienen (Pred. 9:10). Da wir den Schatz der Wahrheit besitzen und uns die Gunst des christlichen Dienstes zuteil geworden ist, können wir es uns jetzt nicht leisten, uns unserer Verantwortung zu entziehen, indem wir auf apathische Weise Vernunftgründe oder Entschuldigungen vorbringen.
29. Was wird uns helfen, Jehovas „Tag“ mit freudiger Zuversicht entgegenzublicken?
29 Jehova ermuntert uns durch den Propheten Jesaja mit den Worten: „Siehe, ich lege als Grundlage in Zion einen Stein, einen erprobten Stein, die kostbare Ecke einer sicheren Grundlage. Keiner, der Glauben übt, wird in Panik geraten“ (Jes. 28:16). Damals, in den Tagen Jesajas, vertraute das Volk auf einen falschen Frieden und eine trügerische Sicherheit. Heute wissen wir, daß der König, Jesus Christus, herrscht und daß die glorreiche neue Ordnung wahren Friedens und der Sicherheit nahe herbeigekommen ist. Wenn wir Glauben üben, werden wir standhaft sein und uns nicht durch Zweifel erschüttern lassen. Es gibt keinen Zweifel über das, was von uns verlangt wird, damit wir in dieser neuen Ordnung leben können. Ein fester Glaube, gepaart mit „heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit“, wird uns die Rettung sichern. Dem ist so, weil wir gebilligt vor dem Sohn des Menschen stehen werden, wenn Jehovas feuriger „Tag“ kommt.
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Jehova öffnet HerzenDer Wachtturm 1974 | 15. Juli
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Jehova öffnet Herzen
Manchmal kommen Menschen durch ganz ungewöhnliche Umstände mit der Botschaft der Bibel in Berührung, und man kann erkennen, daß Jehova Gott tatsächlich ihr Herz öffnet, damit sie der Wahrheit Aufmerksamkeit schenken (Apg. 16:14).
Ein Zeuge Jehovas, der als Sonderpionierprediger in Australien dient, berichtet folgendes:
„Als wir in Coonamble eintrafen, hörten wir von einem jungen Mann, der an Gottes Wort interessiert sei. Sein Name war Tony, und er wohnte in einem Einmannzelt in dem 200 Kilometer entfernten Ort Lightning Ridge. Wir glaubten, wir hätten keinerlei Schwierigkeiten, ihn zu finden, bis wir Lightning Ridge sahen. Dort steht unter fast jedem Baum ein Einmannzelt. Wir fuhren eine Weile umher und faßten schließlich ein bestimmtes Zelt ins Auge. Als wir darauf zugingen, kam ein junger Mann heraus. Wir sagten ihm, wir würden einen jungen Mann suchen, der daran interessiert sei, mit uns die Bibel zu studieren. Er wurde sehr aufgeregt und sagte, er sei derjenige, den wir suchten.
Als dieser junge Mann bei Annarke durch ein altes, ausgetrocknetes Flußbett gelaufen war, um nach Saphiren zu suchen, hatte er ein kleines Buch gefunden, dessen Deckel so aufgeschwollen war, daß er abfiel, als er das Buch aufhob. Er las das Buch zweimal durch, übersetzte es ins Slowenische und schickte die Übersetzung an seine Eltern nach Europa. Es war das Buch Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt.
Zwei Monate lang besuchten wir Tony jeden Montagabend und studierten bei Kerzenlicht das Wahrheits-Buch. Dann entschloß er sich, das Opalsuchen aufzugeben, kam nach Coonamble und lebte dort mit uns neben dem Königreichssaal. Er studierte nicht nur, sondern arbeitete auch am Saal, reinigte ihn und reparierte ihn. Und da er von Beruf Elektriker ist, installierte er die ganze Beleuchtung im Königreichssaal.
Schließlich ließ er sich in dem Flüßchen taufen, das hinter unserem Saal vorbeifließt. Dazu mußte er jedoch zunächst ein Loch graben, das groß und tief genug für ihn war, denn der Fluß war fast trocken.“
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