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    Erwachet! 1982 | 8. April
    • amerikanischen Franziskanerpater Alain Richard aus. Lenkt die Geistlichkeit durch solche Aktionen nicht die Aufmerksamkeit von Gottes Mittel für Frieden und Sicherheit ab? (Mat. 6:10).

      Der Biene abgeschaut

      ◆ Augenspezialisten aus Philadelphia (USA) haben eine neuartige Brille für Menschen mit einem Sehvermögen von nur zwei Prozent konstruiert. Der „Sehapparat“, der vor jedem Auge drei „Gläser“ in Form von Kameralinsen enthält, ist dem Auge der Honigbiene nachgebildet. Das Bienenauge verfügt über eine Anzahl von starren, nicht veränderlichen Linsen — im Gegensatz zum menschlichen Auge mit nur einer „Linse“, die veränderlich ist. Bei der neuartigen Brille ermöglichen die verschiedenen „Gläser“ vor jedem Auge ein besonders großes Sehfeld, weil jede der Linsen in eine unterschiedliche Richtung „zielt“. Das Gewicht einer solchen „Blindenbrille“ macht allerdings das Mehrfache einer normalen Brille aus.

      Schneller gewachsen

      ◆ Schon eine geringe Lichtmenge genügt, damit Tomaten oder andere Gemüsesorten auch des Nachts wachsen und an Masse zunehmen. Zu diesem „für den Gartenbau äußerst interessanten Ergebnis“ kommt gemäß der Frankfurter Rundschau der Wiener Dipl.-Ing. Leopold Puchinger. Durch die künstliche Beleuchtung werden die Pflanzen offenbar daran gehindert, ihr Wachstum in der Nacht „stillzulegen“. Nur ein Fünftel des normalen Tageslichts — so hat ein zwei Monate dauernder Versuch gezeigt — bei Nacht genügt, damit Tomaten schneller wachsen. Dipl.-Ing. Puchinger ist sich sicher, „daß die Störung des natürlichen Biorhythmus auf die Tomaten keine negativen Auswirkungen hat“. Die Zukunft wird lehren, ob er recht hat.

      Klagen über Großraumbüros

      ◆ Der Technische Überwachungsverein Rheinland hat sich im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums mit den Arbeitsbedingungen in Großraumbüros beschäftigt. „In den vor vier Jahren begonnenen Untersuchungen wurde festgestellt, daß die weitaus meisten der Beschäftigten über Störungen bei der Arbeit klagen, sich schlechter konzentrieren können und Gefahren für ihre Gesundheit sehen sowie sich auch gesundheitlich schlechter fühlen“, berichtet die Augsburger Allgemeine. In der Tat kann die Arbeit in Großraumbüros zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Verdauungsbeschwerden führen. Als sehr nachteilig wurde auch das Unvermögen gewertet, an den Arbeitsbedingungen, wie Klima, Akustik, Beleuchtung oder Raumgestaltung, etwas ändern zu können.

      Papier aus „Unkraut“

      ◆ In Indien ist man auf eine bemerkenswerte Methode gestoßen, ein Unkraut zu bekämpfen. Die schnellwachsende Wasserhyazinthe hat sich in vielen Gewässern Indiens pestartig ausgebreitet und gefährdet nicht nur Schiffahrt und Wasserkraftwerke, sondern fördert auch die Ausbreitung von Schädlingen. Gemäß einer Mitteilung in der Zeitschrift Kosmos will man die Wasserhyazinthe nun zur Papierherstellung nutzen. Am Regionalen Forschungslaboratorium des Indischen Rates für wissenschaftliche und industrielle Forschung in Hyderabad hat man aus den Blättern dieser Pflanze nicht nur Schreibpapier und Plakate, sondern sogar Einladungskarten hergestellt. Ohne aufwendige Maschinen und spezialisierte Facharbeiter könnte man in Indien jährlich mindestens 10 Millionen Tonnen Papier aus Wasserhyazinthen herstellen.

      Bäume pflanzen

      ◆ Jeder Chinese soll drei bis fünf Bäume pflanzen und die Pflege der Setzlinge übernehmen. Diese Anordnung wurde im Rahmen eines dringenden Aufforstungsprogramms getroffen. Gemäß der chinesischen Zeitung China Daily soll die Mißachtung bestraft, Mehrarbeit jedoch belohnt werden. Die Neupflanzungen sollen weitere Bodenerosionen verhindern. In den vergangenen 30 Jahren sind rund sechs Millionen Hektar Land versandet. Übermäßige Rodungen werden für die katastrophalen Überschwemmungen im letzten Jahr mitverantwortlich gemacht.

      Computer entlarvt Seeungeheuer

      ◆ Eine Warmluftschicht, die wenige Meter über der Wasseroberfläche des Meeres eine Kaltluftschicht verdrängt, könnte die Schnauze eines aus dem Wasser ragenden Wales oder den Kopf eines Walrosses als ein hoch aufgerichtetes Ungeheuer erscheinen lassen. Wie die Zeitschrift Umschau in Wissenschaft und Technik berichtet, haben Computer so Gegenstände abgebildet, als sie optische Verzerrungen als Folge unterschiedlich warmer Luftschichten nachvollziehen sollten. Aus dem nur vierzig Zentimeter hohen Kopf eines Walrosses wurde danach ein rund acht Meter hohes Monstrum. Kanadische Wissenschaftler haben mit diesem Untersuchungsergebnis vielleicht die Erklärung für die abenteuerlichen Schilderungen von Seeleuten aus dem Mittelalter über riesige Wassermänner und andere Meeresungeheuer gefunden. Es mag sein, daß die Seeleute einer optischen Täuschung zum Opfer gefallen sind. Interessanterweise sahen sie das Auftauchen von Meeresungeheuern wie dem „Wassermann“ als Vorbote eines Unwetters an. „Tödliche Stille“ sowie ein plötzlicher Temperaturanstieg wie häufig vor einem großen Sturm — das sind genau die Bedingungen für optische Verzerrungen.

      Bewässerung mit Meerwasser

      ◆ Das Wasser des Kaspischen Meeres ist für die Bewässerung von Pflanzungen nicht ungeeignet, obgleich es durchschnittlich 15 Gramm Salz je Liter enthält. Wie die Nachrichtenagentur ADN meldet, konnte in großangelegten Versuchen auf der sowjetischen Halbinsel Apscheron nachgewiesen werden, daß Strandkiefern und Tamarisken selbst dann gedeihen, wenn man sie mit dem unverdünnten Wasser des Kaspischen Meeres tränkt; Granatbäume tragen sogar regelmäßig Früchte. Wird das Meerwasser zur Hälfte mit Süßwasser verdünnt, eignet es sich zur Bewässerung von Ölbaum- und Gleditschienpflanzungen. Auf den Versuchsfeldern konnten tonnenweise Tomaten, Auberginen und Hirsegrünmasse geerntet werden. Die Pflanzen waren mit Meerwasser versorgt worden, das 9 Gramm Salz je Liter enthielt.

      Feuer unter Tage

      ◆ Gegenwärtig brennen in den USA mehr als 250 Feuer unter Tage. Das geht aus einer Meldung der New York Times hervor. Einige dieser Feuer haben schon die Massenevakuierung von Anwohnern zur Folge gehabt. Beispielsweise brennt seit 19 Jahren in Centralia (Pennsylvanien) ein unterirdisches Kohlenfeuer. Es hat sich seit 1962 entzündet, als man in einer Deponie, die über einem Kohlenflöz ausgehoben worden war, Müll verbrannte. Abgesehen von den Feuern haben giftige Gase und Erdeinbrüche beinahe Menschenleben gefordert. Ein 13jähriger Junge entkam nur knapp, als sich in einem Hof ein großes Loch öffnete und ihn fast verschlang. Ein Tankwart verlor beinahe sein Leben, als der Rauch eines unterirdischen Feuers ihm beim Schlafen den nötigen Sauerstoff raubte. Nachdem er bewußtlos aufgefunden worden war, konnte er mit einem Sauerstoffgerät gerettet werden. Die zuständige Behörde hat bereits etliche Millionen Dollar dafür ausgegeben, allein das Problem in Centralia zu lösen. Doch sind alle Versuche, das Feuer zu löschen, fehlgeschlagen. Einige Experten sehen die einzige sichere Lösung in der Ausgrabung des Feuers. Die 109 Wohnungen in dem betroffenen Gebiet müßten dann evakuiert werden.

      Studienplatz für Zehnjährige

      ◆ Die 10jährige Ruth Lawrence aus Huddersfield (England) hat sich einen Studienplatz für Mathematik an der Universität Oxford gesichert. Sie bestand mehrere Aufnahmeprüfungen, die von der Dekanin des St.-Hugh’s-College der Universität als „außerordentlich schwierig für 18jährige, geschweige denn eine Zehnjährige“ (Die Welt) beschrieben wurden. Bis vor kurzem — bevor sie einen Kursus an der Technischen Hochschule in Huddersfield belegte — hatte Ruth noch nie eine Schule besucht. Zusammen mit ihrer siebenjährigen Schwester wurde sie zu Hause von ihren Eltern unterrichtet, die Computerspezialisten sind. Ruth wird im Oktober 1983, wenn sie zwölf Jahre alt ist, ihr Studium beginnen.

  • Auf den Blickwinkel kommt es an
    Erwachet! 1982 | 8. April
    • Auf den Blickwinkel kommt es an

      Man spricht heute von einer sogenannten „Informationsflut“. Wir werden mit so vielen Informationen bombardiert, daß wir sie oft gar nicht verarbeiten können. Bei der Fülle der aktuellen Nachrichten kann leicht der Blick für die Zukunft verlorengehen.

      Hierbei kommt die halbmonatlich erscheinende Zeitschrift Erwachet! zu Hilfe. Sie versäumt nicht, immer wieder darauf hinzuweisen, welche Bedeutung die gegenwärtigen Ereignisse für die Zukunft haben. Sie hält den Blick auf die Zukunft gerichtet. Und auf den Blickwinkel kommt es ja schließlich an.

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