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„Laßt eure Netze zu einem Fang hinab“Der Wachtturm 1968 | 15. Februar
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die unbrauchbaren aber warf man weg. So wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten trennen und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird ihr Weinen und ihr Zähneknirschen sein.“ — Matth. 13:47-50.
4. (a) Wen stellen die „vortrefflichen“ Fische dar, die in Gefäße gesammelt werden? (b) Wen stellen die „unbrauchbaren“ dar, die weggeworfen werden?
4 Jesu Gleichnisse des Königreiches der Himmel beziehen sich alle auf Personen, die mit ihm Erben im himmlischen Königreich sein werden. Die „vortrefflichen“ Fische, die man in Gefäße sammelte, um sie zu verwenden, stellen deshalb diejenigen aus der Menschheit dar, die sich als brauchbar erweisen, mit Jesus Christus im Königreich der Himmel zu herrschen. (Offb. 7:1-8; 14:1-5) Gottes Königreich der Himmel ist am Ende der Zeiten der Nationen, im Jahre 1914, aufgerichtet worden. Die treuen Apostel und viele andere treue Jünger Jesu Christi waren schon vor diesem Zeitpunkt gestorben. Wer sind denn die symbolischen Fische die beim Abschluß des Systems der Dinge, den wir nun erreicht haben, gefangen, ausgesondert und gleichsam in Gefäße gesammelt werden? Es können nur die Glieder des Überrestes der Königreichserben sein, die heute die Klasse des „treuen und verständigen Sklaven“ bilden. (Matth. 24:45:47) Die „unbrauchbaren“ symbolischen Fische, die zur Vernichtung in den symbolischen Feuerofen geworfen werden, sind die Christen, die der himmlischen Berufung nicht treu nachkommen, also „böse“ werden und es verdienen, vernichtet zu werden.
5. Wen stellen die mit dem Schleppnetz ausgerüsteten Fischer dar, und warum?
5 Wer sind in der Erfüllung des Gleichnisses vom Schleppnetz aber die Fischer, die das Schleppnetz an den Strand ziehen und dann die Fische sortieren? Es sind die Engel. Sicherlich sondern nicht die gesalbten Christen auf der Erde die vortrefflichen Fische von den unbrauchbaren aus und werfen dann letztere in den symbolischen Feuerofen. Sie sind nicht ermächtigt worden, zu entscheiden, wer für Gottes himmlisches Königreich brauchbar ist und wer für immer vernichtet werden soll. Sie sind nicht die Richter der gesalbten Diener Gottes. (Röm. 14:4) Die Engel, die den verherrlichten Jesus Christus begleiten, wenn er am Ende der Zeiten der Nationen in sein himmlisches Königreich kommt, führen dieses Trennungswerk unter seiner Leitung durch. (Matth. 13:40, 41; 24:30, 31; 25:31, 32) Was stellt denn das Schleppnetz dar?
6. Was stellt das Schleppnetz deshalb dar?
6 Wie das Gleichnis Jesu zeigt, bringt ein Schleppnetz unterschiedslos jede Art von Fischen und Meertieren zusammen. Den Juden, die als Nation in einem Bund mit Jehova Gott standen, war der Genuß gewisser Fische und Meertiere verboten. (3. Mose 11:9-12) Jüdische Fischer mußten also die Fische, die sie mit dem Schleppnetz heraufholten, sortieren. Diejenigen, die ihnen von Gottes Gesetz verboten waren, warfen sie weg. Demnach müßte das Schleppnetz ein Werkzeug versinnbildlichen, das von den heiligen Engeln unter der Leitung Jesu Christi gebraucht wird. Das Schleppnetz versinnbildlicht daher die irdische Organisation, die sich als Gottes Versammlung ausgibt, die in dem durch den Mittler Jesus Christus mit Gott geschlossenen neuen Bund steht. Sie behauptet, das geistige Israel oder die heilige Nation zu sein, die mit Gottes Geist gesalbt ist, um mit Jesus Christus im himmlischen Königreich zu herrschen. Sie schließt die wahren und die angeblichen oder untreuen Bekenner ein. Folglich schließt sie auch die Hunderttausende von angeblichen Christen ein, die zu den Hunderten sogenannter christlicher Sekten gehören.
7. Wer muß unter der Leitung der Engel beschäftigt werden damit das sinnbildliche Schleppnetz Fische von jeder Art zusammenbringt, und wie sind die vortrefflichen „Fische“ gesammelt worden?
7 Das sinnbildliche Schleppnetz wird zwar von den Engeln gehandhabt, die wie ein Team zusammenarbeiten. Damit aber mit dem „Schleppnetz“ sinnbildliche Fische von jeder Art zusammengebracht werden, müssen Personen, die zur „Schleppnetz“-Organisation gehören, arbeiten. Sie müssen im Namen des Christentums ein Einsammlungswerk auf der Erde durchführen. Die Engel im Himmel wirken nur unsichtbar, während die Glieder der „Schleppnetz“-Organisation die unmittelbare, sichtbare Arbeit leisten. Nur eine Minderheit dieser „Schleppnetz“-Organisation fischt wirklich gemäß den durch Christus erteilten göttlichen Anweisungen und gemäß den biblischen Grundsätzen. Demnach bringen nur die Arbeiter wahre christliche „Fische“ zusammen, die für das himmlische Königreich brauchbar sind. Diese Tatsache haben die unter der Leitung Christi wirkenden Engel seit dem Jahre 1914, dem Ende der Zeiten der Nationen und dem Beginn des „Abschlusses des Systems der Dinge“, kundgemacht. Sie haben seither die vortrefflichen „Fische“ in sinnbildliche Gefäße gesammelt.
8. Wie gerieten in den Jahren 1914 bis 1918 die vortrefflichen „Fische“ in die Gefangenschaft Groß-Babylons?
8 Mehrere Jahre vor dem Jahre 1914, dem Beginn des „Abschlusses des Systems der Dinge“, begannen die „Fische“ von echter christlicher Art sich von der Christenheit zu trennen. Sie gründeten hier und dort, über die ganze Erde verstreut, von der Christenheit getrennte Versammlungen. Doch dann kam der Erste Weltkrieg, der in den Jahren 1914 bis 1918 tobte und an dem vorwiegend Nationen der Christenheit beteiligt waren. Während dieses Krieges gerieten diese von der Christenheit getrennten Versammlungen wahrer, Gott hingegebener und getaufter Christen in die Knechtschaft der Christenheit. Da die Christenheit der einflußreichste Teil des religiösen Groß-Babylon ist, kamen sie in eine Gefangenschaft, die mit der Gefangenschaft verglichen werden könnte, in die die Juden kamen, als sie nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 607 v. u. Z. nach Babylon weggeführt wurden. Sollten sie aber in diesem Zustand bleiben?
9. Wieso war der „Abschluß des Systems der Dinge“ nicht die Zeit, in der die vortrefflichen „Fische“ in der Gefangenschaft Groß-Babylons bleiben sollten?
9 Nein. Die Zeiten der Nationen waren im Jahre 1914, in dem Jahr, in dem der Erste Weltkrieg ausbrach, abgelaufen, und demzufolge hatte der „Abschluß des Systems der Dinge“ begonnen. Jesu Gleichnis vom Schleppnetz läßt erkennen, daß diese Epoche die Zeit war, in der diejenigen, die sich als gesalbte Erben des „Königreiches der Himmel“ ausgeben, voneinander geschieden werden sollten. Es war die Zeit, in der die Engel unter der Leitung Christi beginnen sollten, das sinnbildliche Schleppnetz an den Strand zu ziehen und die unbrauchbaren „Fische“ wegzuwerfen, die „vortrefflichen“, von Gottes Gesetz anerkannten dagegen in „Gefäße“ zu sammeln, das heißt, zu Versammlungen zusammenzubringen. Das taten sie auch.
10. (a) Wann kamen die vortrefflichen „Fische“ aus dieser babylonischen Gefangenschaft heraus, und wie? (b) Was tun die unbrauchbaren „Fische“ jetzt schon, und warum?
10 Vom Frühling des Jahres 1919 an kamen die wahren Christen aus der Gefangenschaft Groß-Babylons heraus. Vom Himmel her erging die Aufforderung: „Geht aus ihr hinaus mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden, und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt.“ (Offb. 18:4) Das religiöse Groß-Babylon ist das Weltreich der falschen, babylonischen Religion und schließt auch die Christenheit ein, die versucht hat, das Christentum mit der babylonischen Religion zu vermischen. Die vom Himmel ausgehende Aufforderung bedeutet also auch, aus der Christenheit hinauszugehen. Die Millionen und aber Millionen „unbrauchbaren“ sinnbildlichen Fische, die in der Christenheit bleiben, werden nun bald in den symbolischen „Feuerofen“ geworfen und endgültig vernichtet. Die heuchlerischen Christen befinden sich bereits auf dem Weg dorthin, denn sie haben bereits mit ‘ihrem Weinen und ihrem Zähneknirschen’ begonnen. (Matth. 13:50) Weshalb? Weil sie nicht aus Babylon der Großen hinausgegangen sind, wie es Gottes wahre Diener tun müssen. Sie haben deshalb an ihren Sünden teil und verspüren bereits die ersten Anzeichen der vernichtenden Plagen, die über sie kommen. Sie werden binnen kurzem, zu der von Gott bestimmten Zeit, mit Babylon der Großen und ihren politischen Liebhabern vernichtet werden.
11. Wie viele Bekenner des Christentums kamen aus Babylon der Großen heraus, und wie wurden sie in „Gefäße“ gesammelt?
11 In auffallendem Gegensatz zu den Freunden Groß-Babylons folgten die gesalbten christlichen Zeugen Jehovas im Jahre 1919 der himmlischen Aufforderung. Es handelte sich dabei nur um eine Minderheit der Bekenner des Christentums, um einen Überrest der wahren Christenversammlung, die Jesus Christus im Laufe der vergangenen neunzehn Jahrhunderte aufgebaut hatte. (Matth. 16:18; Apg. 2:1-42) Unter der Leitung der Engel wurden diese befreiten Christen gleichsam in „Gefäße“ gesammelt, das heißt zu Versammlungen zusammengebracht, um Jehova, dem Gott und Vater Jesu Christi, zu dienen.
12. Warum wurde dieser Überrest „vortrefflicher“ sinnbildlicher Fische nicht sogleich in den Himmel genommen?
12 Obwohl die Glieder dieses Überrestes der „vortrefflichen“ sinnbildlichen Fische die Hoffnung haben, am „Königreich der Himmel“ teilzuhaben, wurden sie nicht sogleich in den Himmel genommen, wie sie es eigentlich erwartet hatten. Sie sollten in dieser Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“, also noch bevor das Ende über Babylon die Große und ihre politischen Liebhaber und deren Armeen hereinbricht, ein Werk auf der Erde durchführen.
13. (a) Was wird durch die Verkündigung des Königreiches, abgesehen von dem Zeugnis, das gegeben wird, noch erreicht? (b) Warum mußte das Werk, das in den Tagen der Apostel begonnen worden war, nach dem Jahre 1919 fortgesetzt werden?
13 Heute weiß man auf der ganzen Erde, worin das echt christliche Werk des Überrestes besteht, denn er hat es bis an das Ende der Erde durchgeführt und damit die Worte Jesu erfüllt: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis.“ (Matth. 24:14) Dieses Zeugnis ist jedoch nicht alles, was die Königreichsprediger durch ihre Tätigkeit erreichen. Ihr Predigen des Königreiches bewirkt auch eine Scheidung, die unter der Leitung der Engel vor sich geht. (Matth. 24:30, 31, 40-42) Das Scheidungswerk wurde in dem Befreiungsjahr 1919 nicht gleich zu Ende geführt. Nein, damit die vorherbestimmte Zahl von 144 000 Königreichserben von der Erde erkauft wurde, mußten noch weitere „vortreffliche“ sinnbildliche Fische gefangen und in die „Gefäße“ — die Versammlungen — gesammelt werden. Das Werk des Fischens, das Jesus Christus in den Tagen seiner zwölf Apostel begonnen hatte mußte beim „Abschluß des Systems der Dinge“ fortgesetzt werden. Es sollte noch ein großer Fang gemacht werden!
EIN WUNDERBARER FISCHFANG!
14. (a) Welchen Beruf übten einige Jünger von Johannes dem Täufer aus, und wie lernte Jesus vier von ihnen am Galiläischen Meer kennen? (b) Welche Zeit war für ihre Beschäftigung am günstigsten?
14 Einige der Apostel Jesu, die vor neunzehnhundert Jahren lebten, waren Berufsfischer auf dem Galiläischen Meer. Sie waren Jünger von Johannes dem Täufer, und Jesus Christus hatte sie im Herbst des Jahres 29 u. Z., einige Tage nach seiner Taufe, im oberen Jordantal kennengelernt. (Joh. 1:35-44) Einige Monate später, im darauffolgenden Jahr, begegnete Jesus diesen Berufsfischern am Galiläischen Meer. Johannes der Täufer war damals auf Veranlassung des Königs Herodes bereits gefangengesetzt worden, und Jesus hatte die Botschaft des Johannes aufgenommen und zu verkündigen begonnen: „Bereut, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht.“ (Matth. 4:12-17) Eines Tages predigte Jesus das Königreich Gottes den Volksmengen, die sich am Ufer des Galiläischen Meeres versammelt hatten, unweit der Stelle, wo sich vier Berufsfischer mit ihren Netzen abmühten. Die Juden benutzten beim Fischen damals meist das Netz. Sie hatten verschiedene Arten von Fischernetzen, und vier davon werden in der Bibel erwähnt. (Hab. 1:15, 16; Pred. 9:12; Ps. 33:7, 8, NW) Die Nacht, das heißt die Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, galt als die günstigste Zeit zum Fischen.
15, 16. (a) Bei welcher Gelegenheit sagte Jesus zu Simon und zu dessen Gefährten, sie sollten ihre Netze zu einem Fang hinablassen? (b) Was löste das, was daraufhin geschah, aus?
15 „Einmal“, so lesen wir in Lukas 5:1-10, „als sich die Volksmenge dicht an ihn herandrängte und auf das Wort Gottes hörte, stand er am See Genezareth [am Galiläischen Meer]. Und er sah zwei Boote am Ufer des Sees liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Er bestieg eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande wegzufahren. Dann setzte er sich nieder und begann vom Boot aus die Volksmenge zu lehren. Als er mit Reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: ‚Fahre hinaus zu einer Stelle, wo es tief ist, und laßt eure Netze zu einem Fang hinab.‘ Simon aber gab ihm zur Antwort: ‚Unterweiser, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen, doch auf dein Geheiß hin will ich die Netze hinablassen.‘ Als sie das nun taten, umschlossen sie eine große Menge Fische. Ja, ihre Netze begannen zu zerreißen.
16 Daher winkten sie ihren Mitgenossen in dem anderen Boot, daß sie kommen und ihnen beistehen möchten; und sie kamen und sie füllten beide Boote, so daß diese zu sinken begannen. Als Simon Petrus dies sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: ‚Geh von mir weg, denn ich bin ein sündiger Mann, Herr.‘ Denn über den Fischfang, den sie gemacht hatten, ergriff ihn und alle, die bei ihm waren, Staunen, und desgleichen auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Teilhaber waren.“
17, 18. (a) Als was erkannten die vier Fischer das, was geschehen war? (b) Warum tat Jesus das nicht, was Simon ihn zu tun bat? Was tat er jedoch?
17 Bei Simon Petrus waren noch andere im Boot, vor allem Andreas, sein Bruder, und möglicherweise auch Johannes, ihr Vater. Jakobus und Johannes waren mit ihrem Vater, Zebedäus, und einigen Lohnarbeitern in dem Boot, das zu Hilfe kam. Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes erkannten, daß Jesus ein Wunder gewirkt hatte, denn sonst hätten sie an der Stelle, an der sie die ganze Nacht vergeblich gefischt hatten, nicht plötzlich einen solch großen Fang gemacht.
18 Sie schätzten Jesus Christus, den sie bereits gekannt hatten, von nun an noch höher ein. Petrus, der sich noch nie so sündhaft vorgekommen war wie jetzt, da er einen solch heiligen Mann Gottes in seinem Boot hatte, bat den Herrn Jesus, von ihm wegzugehen. Jesus dachte jedoch nicht daran, das Boot allein zu verlassen. Die Zeit war nun gekommen, da er in buchstäblichem Sinne ständige, anerkannte Nachfolger haben sollte. Jesus beschwichtigte daher Petrus, der wegen seiner Sündhaftigkeit Bedenken hatte. Der Bericht lautet: „Jesus aber sprach zu Simon: ‚Fürchte dich nicht mehr. Von nun an wirst du Menschen lebendig fangen.‘“ Durch diesen Ausspruch verglich Jesus Menschen mit Fischen. Mit wem zusammen sollte Petrus jedoch Menschen fangen wie Fische? Nun, mit Christus Jesus selbst, er forderte Petrus jetzt auf, ihm nachzufolgen, um größere „Fische“, nämlich „Menschen“, lebendig zu fangen. Jesus lud auch Andreas, den Bruder des Petrus, ein, ihm nachzufolgen und diese neue Beschäftigung aufzunehmen. Beide taten es.
19. Womit hatten Jakobus und Johannes inzwischen begonnen, und wie lange blieben sie an dieser Arbeit?
19 Da ihre Netze bei dem wunderbaren Fischfang, durch den ihre Boote beinahe überladen worden wären, zerrissen waren, hatten Jakobus und Johannes und Zebedäus, ihr Vater, die Teilhaber am Fischereibetrieb des Petrus in Galiläa waren, inzwischen mit dem Ausbessern der Netze begonnen. Dann kam Jesus, gefolgt von Petrus und Andreas, dem Seeufer entlang und forderte auch Jakobus und Johannes, die noch in ihren Booten waren, auf, ihm nachzufolgen und sich mit ihm an einem größeren Fischzug zu beteiligen. Das taten sie, denn der Bericht lautet: „Da brachten sie die Boote an Land zurück und verließen alles und folgten ihm.“ — Luk. 5:10, 11.
20. Wie beschreiben Matthäus und Markus die Berufung der vier Fischer?
20 Der Apostel Matthäus und der Jünger Markus beschreiben die Berufung der vier Fischer in kürzerer Form; aber beide zeigen, daß Jesus alle vier direkt einlud, Menschenfischer zu werden. Der Bericht nach Markus 1:16-20 lautet: „Während er am Galiläischen Meer entlangwanderte, sah er Simon und Andreas, den Bruder Simons, die ihre Netze in das Meer auswarfen, denn sie waren Fischer. Da sagte Jesus zu ihnen: ‚Kommt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen.‘ Und sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm. Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, als sie gerade in ihrem Boot waren und ihre Netze ausbesserten; und ohne Zögern rief er sie. Darauf ließen sie ihren Vater Zebedäus mit den Lohnarbeitern im Boot und gingen ihm nach.“ — Matth. 4:18-20.
21. (a) Wieso konnte Jesus, der von Beruf Zimmermann gewesen war, diese vier Männer über das Fischen von Menschen belehren? (b) Wessen Beispiel gab ihnen die Gewißheit, daß sie sich als Menschenfischer keine Sorgen um ihren Lebensunterhalt zu machen brauchten?
21 Jesus fing dort vier menschliche Fische. Obwohl er kein Berufsfischer, sondern ein ehemaliger Zimmermann aus der im Landesinnern gelegenen Stadt Nazareth war, wußte er, wie man sinnbildliche Fische von menschlicher Art fängt. Hier begann er mit dieser Tätigkeit, sechs Monate nachdem er im Jordan getauft und dann mit Gottes heiligem Geist gesalbt worden war. Als erfahrener Mann wußte er auch, wie man andere lehrt, Menschen zu fischen und lebendig zu fangen. Er forderte deshalb die vier Berufsfischer auf, ihm nachzufolgen, um geschult zu werden. Das setzte voraus, daß sie ihren Fischereibetrieb am Galiläischen Meer aufgaben. Ein gewöhnlicher Fischer kann die Fische, die er fängt, verkaufen und sich so seinen Lebensunterhalt verdienen. Ein Menschenfischer dagegen kann die Menschen, die er fängt, nicht verkaufen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wovon sollten denn Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes als Menschenfischer leben, wenn sie nun fortan dem Herrn Jesus Christus, dem größten Fischer, folgten? Nun, Jesus hatte selbst alles verlassen, als er zu Johannes dem Täufer gegangen war, und er nahm das Zimmermannshandwerk nie mehr auf. Jehova Gott sorgte für ihn, den Menschenfischer.
KEIN GRUND ZUR SORGE UM LEBENSUNTERHALT
22. (a) Warum hatten sie keinen Grund, daran zu zweifeln, daß sie als Menschenfischer Erfolg haben würden? (b) Warum wurde das Werk, das darin bestand, Menschen zu fischen, nicht lahmgelegt, als Jesus starb?
22 Diese ehemaligen Fischer hatten keinen Grund, daran zu zweifeln, daß sie als Menschenfischer Erfolg haben würden, solange sie unter der Leitung Jesu Christi, des Hauptfischers, wirkten. Auf sein Geheiß hatten Petrus und Andreas damals glaubensvoll ihre Netze an einer Stelle in das Galiläische Meer zu einem Fang hinabgelassen, an der es anscheinend keine Fische gab, und dennoch zogen sie eine solche Menge herauf, daß sie ihre Gefährten Jakobus und Johannes bitten mußten, ihnen zu Hilfe zu kommen. Darauf begannen ihre Netze zu zerreißen und die Menge der Fische, die sie damit an Bord zogen, belasteten die beiden Boote so sehr, daß sie zu sinken drohten. Wenn Jesus so erfolgreich war im Fangen von schuppigen, mit Flossen versehenen Wassertieren, dann mußte er auch erfolgreich sein im Fangen von sinnbildlichen, menschlichen Fischen. Als er etwa drei Jahre später am Marterpfahl starb, wurde dieses weit wichtigere Werk, das darin bestand, Menschen zu fischen, nicht lahmgelegt oder für immer unterbunden. Er wurde am dritten Tag von den Toten auferweckt und konnte die Tätigkeit seiner treuen Nachfolger, die sie als Menschenfischer ausübten, wiederbeleben.
23. (a) War es für die Apostel schwieriger, Menschen zu fischen, weil Jesus als Geistgeschöpf auferstanden war? (b) Wie kam es, daß nach der Auferstehung Jesu eines Tages sieben Jünger am Galiläischen Meer beisammen waren?
23 Jesus war nun zwar nicht mehr im Fleische bei ihnen, da er als unsterblicher Geistsohn Gottes von den Toten auferweckt worden war und sich fortan auf das unsichtbare, geistige Reich beschränkte. Doch das ermöglichte es ihm erst recht, dafür zu sorgen, daß das Werk des Menschenfischens weltweit mit Erfolg durchgeführt wurde. Seine ermunternden Worte, die er mehr als eine Woche nach seiner Auferstehung (am Sechzehnten des Mondmonats Nisan des Jahres 33 u. Z.) bei einer bestimmten Gelegenheit äußerte, boten hierfür die Gewähr. Durch Engel, die am Auferstehungsmorgen gewissen Jüngern erschienen waren, hatte er seinen treuen Aposteln sagen lassen, sie sollten Jerusalem und die Provinz Judäa verlassen und nordwärts in die Provinz Galiläa gehen. Dort würde er ihnen erscheinen und ihnen weitere Anweisungen geben. (Matth. 26:32; 28:7-10, 16; Mark. 16:6, 7) So kam es, daß eines Tages sieben Jünger Jesu in der Nähe des Galiläischen Meeres, das auch Meer von Tiberias genannt wurde, beisammen waren.
24, 25. (a) Was mußten die sieben, nachdem sie eine Zeitlang gefischt hatten, einem Fragesteller am Ufer antworten? (b) Was hieß er sie darauf zu tun, und wie gelangten sie danach ans Ufer?
24 Als Petrus sagte, er gehe fischen, erwiderten die sechs anderen, sie würden mit ihm gehen. Sie fischten die ganze Nacht, fingen aber nichts. Bei Tagesanbruch sahen sie einen Mann am Ufer stehen. Er rief ihnen übers Wasser zu und seine Stimme drang bis zu ihrem kleinen Boot: „Kindlein, habt ihr nichts zu essen?“ Sie riefen zurück: „Nein!“ Sagte er ihnen nun, sie sollten es aufgeben?
25 Wir lesen: „Er sprach zu ihnen: ‚Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet welche finden.‘ Da warfen sie es aus, vermochten es aber wegen der Menge der Fische nicht mehr einzuziehen. Daher sagte jener Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: ‚Es ist der Herr!‘ Als daher Simon Petrus hörte, daß es der Herr sei, gürtete er sein Oberkleid um, denn er war nackt und warf sich ins Meer. Die anderen Jünger aber kamen in dem kleinen Boot, denn sie waren nicht weit vom Lande weg, nur etwa neunzig Meter, und sie schleppten das Netz mit den Fischen nach. Als sie jedoch an das Land stiegen, sahen sie dort ein Kohlenfeuer liegen und Fisch darauf gelegt, und Brot. Jesus sprach zu ihnen: ‚Bringt einige von den Fischen, die ihr soeben gefangen habt.‘ Simon Petrus ging daher an Bord und zog das Netz voll großer Fische, deren hundertdreiundfünfzig, ans Land. Und obwohl es so viele waren, riß das Netz nicht.“
26. (a) Warum mochte bei dieser Gelegenheit in ihnen die Frage aufsteigen, wer er war? (b) Wieso war dies das dritte Mal, daß er seinen Jüngern nach seiner Auferstehung erschien?
26 Bei dieser Gelegenheit tat sich Jesus nicht in demselben materialisierten Leib kund wie bei früheren Gelegenheiten. Wir lesen daher: „Jesus sprach zu ihnen: ‚Kommt und frühstückt.‘ Keiner von den Jüngern hatte den Mut, sich bei ihm zu erkundigen: ‚Wer bist du?‘, denn sie wußten, daß es der Herr war. Jesus kam und nahm das Brot und gab es ihnen und ebenso den Fisch. Das war nun das dritte Mal, daß Jesus den Jüngern erschien, nachdem er von den Toten auferweckt worden war.“ (Joh. 21:1-14) Mit anderen Worten, das war das dritte Mal, daß Jesus seinen Aposteln erschien, während sie alle oder mehr als die Hälfte von ihnen beisammen waren. Beim ersten Mal, am Abend des Sonntags, an dem er auferstanden war, hatte er sich verkörpert und gebratenen Fisch gegessen, um seinen Aposteln zu beweisen, daß sie keinen Geist sahen. — Luk. 24:22-43; Joh. 20:19-25.
27. Warum war es sehr passend, daß Jesus seine Macht kundtat, indem er die Netze seiner Apostel zweimal durch ein Wunder mit Fischen füllte?
27 Es war sehr passend, daß Jesus Christus zweimal seine Macht kundtat, indem er die Netze seiner Apostel durch ein Wunder mit Fischen füllte. Er ist der „letzte Adam“, und der erste Adam im Garten Eden hatte in einer gewissen Hinsicht „mit dem Ähnlichkeit ..., welcher kommen sollte“. (1. Kor. 15:45; Röm. 5:14) Dem ersten Adam und seiner Frau hatte Gott, der Schöpfer, geboten ‘sich die Fische des Meeres und die übrigen Tiere der Erde untertan zu halten’. (1. Mose 1:26-28, NW) Durch die Worte nach Psalm 8:4-8 war vorhergesagt worden, daß sich auch der „letzte Adam“, Jesus Christus, die Fische untertan halten sollte, und die Aufzeichnungen über ihn bestätigen, daß er diese Gewalt zur Förderung der Interessen des Königreiches Gottes gebrauchte. (Hebr. 2:5-9) So sagte er zum Beispiel, als er die Tempelsteuer bezahlen sollte, zu Simon Petrus: „Geh an das Meer, wirf einen Angelhaken aus und nimm den ersten Fisch, der heraufkommt, und wenn du sein Maul öffnest, wirst du einen Stater (eine Münze) finden. Nimm ihn und gib ihnen denselben für mich und dich.“ — Matth. 17:24-27.
28. (a) Was konnten sie angesichts dieser wunderbaren Fischzüge hinsichtlich des Fischens von Menschen vernünftigerweise annehmen? (b) Warum brauchte Jesus sie nach diesem zweiten Fischfang nicht mehr einzuladen, Menschenfischer zu werden?
28 Die beiden wunderbaren Fischzüge müssen den Glauben der Apostel, die sich daran erinnerten, daß Jesus sie zu Menschenfischern berufen hatte, sehr gestärkt haben. Da sie ihre Netze auf das Geheiß Christi, des Hauptfischers, nicht umsonst zu einem Fang hinabgelassen hatten, nahmen sie vernünftigerweise an, daß ihre Netze auch nicht leer bleiben würden, wenn sie sie auf sein Geheiß hinabließen, um Menschen zu fangen; es würden einige da sein, die für das Königreich der Himmel eingebracht würden. Nach dem zweiten wunderbaren Fischfang auf dem Galiläischen Meer brauchte sie Jesus jedoch nicht nochmals einzuladen, ihm zu folgen, um sich fortan nicht mehr als buchstäbliche Fischer, sondern als Menschenfischer zu betätigen. Der auferstandene Jesus ging deshalb nun zu einem anderen Sinnbild über, denn nun galt es, die Eigenschaft der Liebe zu berücksichtigen. Wir lesen daher in Johannes 21:15-17 folgendes:
29. Welches Gespräch, das in Frage und Antwort verlief, führten Jesus und Petrus dann?
29 „Als sie nun gefrühstückt hatten, sprach Jesus zu Simon Petrus: ‚Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?‘ Er sagte zu ihm: ‚Ja, Herr, du weißt, daß ich Zuneigung zu dir habe.‘ Er sprach zu ihm: ‚Weide meine Lämmer.‘ Wiederum, ein zweites Mal, sprach er zu ihm: ‚Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?‘ Er sagte zu ihm: ‚Ja, Herr, du weißt, daß ich Zuneigung zu dir habe.‘ Er sprach zu ihm: ‚Hüte meine Schäflein.‘ Er sagte zum dritten Mal zu ihm: ‚Simon, Sohn des Johannes, hast du Zuneigung zu mir?‘ Petrus wurde betrübt, daß er zum dritten Mal zu ihm sagte: ‚Hast du Zuneigung zu mir?‘ Somit sprach er zu ihm: ‚Herr, du weißt alles; du erkennst, daß ich Zuneigung zu dir habe.‘ Jesus sagte zu ihm: ‚Weide meine Schäflein.‘“
30, 31. (a) Warum ist es schwierig, zu wissen, was Jesus mit dem Pronomen „diese“ meinte, das er in seiner ersten Frage an Petrus gebrauchte? (b) Wie geben darum einige neuzeitliche Übersetzer die Frage wieder?
30 Fischer haben keine Liebe zu den Fischen. Hirten dagegen — besonders jene in dem Land, in dem sich Jesus einst aufhielt — lieben ihre Schafe. Ein Hirt fühlt sich für die ihm anvertrauten Schafe auch verantwortlich. Was Jesus meinte, als er Petrus fragte: „Liebst du mich mehr als diese?“, läßt sich nicht genau sagen. Im griechischen Bibeltext steht das Demonstrativpronomen „diese“ im Genitiv Plural, und im Griechischen wird dieses Pronomen bei allen drei Geschlechtern — Maskulinum, Femininum und Neutrum — gleichgebeugt. K. S. Wuest gibt in seiner Übersetzung des Neuen Testaments (1961) diesen Text zum Beispiel wie folgt wieder: „Hast du mehr Liebe zu mir ... als diese (Fische)?“ Demnach hätte Jesus also Petrus gefragt, ob er ihn mehr liebe als den gewerbsmäßigen Fischfang auf dem Galiläischen Meer. Den gleichen Gedanken bringt G. M. Lamsa (1957) zum Ausdruck. Seine Wiedergabe dieses Textes lautet: „Liebst du mich mehr als diese Dinge?“
31 Die Luther-Bibel (rev. Text 1956) bringt einen anderen Gedanken zum Ausdruck. Sie gibt den Text wie folgt wieder: „Hast du mich lieber, als mich diese haben?“ (Siehe auch die Übersetzungen von Hans Bruns und Theodor Schlatter.) In der Nacht, in der Jesus an seine Feinde verraten worden war, hatte sich Simon Petrus damit gebrüstet, daß er Jesus mehr liebe, als ihn die anderen Apostel liebten; doch kurz danach versäumte er, diese größere Liebe zu beweisen. (Matth. 26:31-35, 55, 56, 69-75) Dort am Galiläischen Meer rühmte sich Petrus jedoch nicht, größere Liebe zu Jesus zu haben als die anderen Apostel. Eine neue englische Übersetzung (The New English Bible, Neues Testament, 1961) hingegen gibt den Text wie folgt wieder: „Liebst du mich über alles?“
32. Welche Eigenschaften mußte Petrus bekunden, um Menschen zu gewinnen, und welche Eigenschaft mußte er beweisen, um die, die er gewonnen hatte, zu behalten?
32 Was immer das Pronomen „diese“ hier bedeutet, wollte Jesus dem Apostel Petrus zeigen, wie er seine Liebe zu seinem unsichtbaren Herrn und Meister beweisen könne, nämlich dadurch, daß er sich der „Schafe“ seines Herrn auf der Erde liebevoll annehmen würde. Um Menschen für Gott zu gewinnen, mußte Petrus die Eigenschaften eines Fischers bekunden; damit aber diejenigen, die in die Organisation hineingebracht wurden, darin blieben, mußte er die innige Liebe beweisen, die ein Unterhirt zu den Schafen seines Herrn hat.
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Anweisungen für den weltweiten FischzugDer Wachtturm 1968 | 15. Februar
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Anweisungen für den weltweiten Fischzug
1. Wo erschien der auferstandene Jesus danach seinen Aposteln wiederum, und was sagte er gemäß dem Bericht des Matthäus zu ihnen?
OFFENBAR kurz danach erschien der auferstandene Jesus seinen Jüngern wieder in Galiläa, diesmal jedoch allen elf treuen Aposteln, aber nicht am See, sondern auf einem Berg. Der Apostel Matthäus war dabei, und er schreibt darüber: „Die elf Jünger dagegen gingen nach Galiläa zu dem Berge, wohin Jesus sie bestellt hatte, und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm, einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen, indem er sagte: ‚Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. Geht daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, indem ihr sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes tauft und sie lehrt, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.‘“
2. (a) Sollten nur die elf treuen Apostel Jünger machen, und wie begründest du deine Antwort? (b) In welchen „Fischgründen“ sollte das Werk fortgesetzt werden?
2 Wahrscheinlich waren weit mehr als nur die elf treuen Apostel dort auf dem Berg. (Matth. 28:16-20) Möglicherweise war dies die Begebenheit, auf die sich der Apostel Paulus später mit den Worten bezog: „Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt übriggeblieben sind, einige aber sind im Tode entschlafen.“ (1. Kor. 15:6) Ohne Zweifel sollten nicht nur die elf treuen Apostel Jünger machen, und die späteren Aufzeichnungen in der Bibel zeigen auch, daß dieses Werk nicht auf sie beschränkt war. Alle Jünger sollten sich als Menschenfischer betätigen, auch die neu hinzukommenden Jünger, und Jesu Gleichnis vom Schleppnetz bestätigt dies. Der Fischzug sollte sich nicht nur auf ein kleines „Gewässer“, auf die natürlichen Juden, beschränken, sondern sollte auf das ganze Meer der Menschheit, auf die „Menschen aller Nationen“, ausgedehnt werden. Er sollte bis zum „Abschluß des Systems der Dinge“, den wir nun erreicht haben, fortgesetzt werden.
3. (a) Wie viele „Fische“ hatte Jesus während seines Fischzuges auf der Erde bis zum Pfingstfest des Jahres 33 u. Z. gefangen? (b) Wie groß war der Fang an jenem Tag, und wer beteiligte sich daran?
3 Durch den Fischzug, den Jesus mit der Hilfe seiner Apostel und der Evangelisten durchführte, wurden nur etwa hundertzwanzig Jünger „gefangen“. So viele fanden sich mindestens am Pfingstfestmorgen des Jahres 33 u. Z. im Obersaal ein. Wo waren die übrigen der fünfhundert, die Zeugen seiner Erscheinung auf dem Berg in Galiläa gewesen waren? (Apg. 1:15 bis 2:4) Vor diesem denkwürdigen Pfingstfest hatte Jesus Christus seine Nachfolger nicht zusammengebracht und sie zu christlichen Versammlungen organisiert, die von der jüdischen Synagoge getrennt gewesen wären. Doch nun, am Sechsten des Mondmonats Siwan des Jahres 33 u. Z., begannen die von Jesus geschulten Menschenfischer mit dem Fischen. Alle hundertzwanzig, die im Obersaal in Jerusalem durch Christus mit Gottes heiligem Geist gesalbt worden waren, beteiligten sich an dem Fischzug, wie wenn sie gewissermaßen ein gemeinsames Netz benutzt hätten. Wie bei den beiden Malen, bei denen sich die auf dem Galiläischen Meer fischenden Jünger besonders abgemüht hatten, wurde auch bei dieser Gelegenheit ein wunderbarer Fang, allerdings von sinnbildlichen Fischen, gemacht. Etwa dreitausend solcher Fische wurden an jenem Tag gefangen, denn so viele ließen sich damals im Namen des Herrn Jesus Christus im Wasser taufen. Sie blieben in der Nähe der apostolischen Fischer und hielten Zusammenkünfte ab. — Apg. 2:5-47.
4. Wann wurde mit dem Fischen in internationalen Gewässern begonnen, und was für Fische wurden damals zum erstenmal gefangen?
4 Etwa drei Jahre, vier Monate und zehn Tage später, im Herbst des Jahres 36 u. Z., wurde das christliche Fischernetz unter der Leitung des himmlischen Fischers, des verherrlichten Jesus Christus, zum erstenmal in internationalen Gewässern hinabgelassen. Damals wurde der Fischer Petrus zusammen mit sechs treuen christlichen Juden in die Hafenstadt Cäsarea gesandt, um den italischen Hauptmann Kornelius und den übrigen Heiden, die sich in seinem Haus versammelt hatten, die Königreichsbotschaft zu predigen. Gott segnete jenen Fischzug des Petrus, denn er goß durch den verherrlichten Jesus Christus heiligen Geist auf die heidnischen Gläubigen aus. Auf diese Weise wurden die ersten heidnischen „Fische“ für das Königreich der Himmel gefangen. — Apg. 10:1 bis 11:12.
WÄHREND DES „ABSCHLUSSES DES SYSTEMS DER DINGE“
5. Welchem sinnbildlichen Gegenstand kommen wir, gemäß Jesu Gleichnis vom Schleppnetz, jetzt immer näher, und wie verhält es sich mit dem geistigen Fischzug?
5 Seitdem der nichtjüdische Kornelius von Cäsarea mit dem christlichen Netz gefangen wurde, haben die christlichen Menschenfischer ihren Fischzug in allen Gewässern fortgesetzt und setzen ihn auch heute, in der Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“, fort. (Matth. 28:20) Wir sind dem sinnbildlichen „Feuerofen“, in den Christi heilige Engel die unbrauchbaren sinnbildlichen Fische werfen werden, sehr nahe gekommen. (Matth. 13:47-50) Die Zeiten werden von Tag zu Tag kritischer. Der geistige Fischzug muß jedoch fortgesetzt werden!
6. (a) Welche Eigenschaft war notwendig, um im Jahre 1919 die Netze hinabzulassen? (b) Wie wurde die Organisation im Jahre 1919 wiederbelebt, und hatte diese Wiederbelebung einen Zweck?
6 Wie die Apostel Jesu in zwei Fällen auf dem Galiläischen Meer großen Glauben haben mußten, so mußten auch die wahren Menschenfischer im Jahre 1919 großen Glauben haben, um dem Gebot Christi nachzukommen und ihre Netze hinabzulassen. Jenes Jahr war das erste Jahr nach dem Ersten Weltkrieg. Im Frühling jenes Jahres wurden die drei Vorstandsmitgliedera und fünf weitere führende Mitglieder der Watch Tower Bible & Tract Society of Pennsylvania aus der Bundesstrafanstalt in Atlanta (Georgia, USA) entlassen, und die Einschränkungen, die der International Bible Students Association auferlegt worden waren, wieder aufgehoben. Die Organisation dieser Gott hingegebenen, getauften Christen, die im Ersten Weltkrieg durch religiöse Verfolgungen und durch Maßnahmen militaristischer Regierungen schwer mitgenommen worden war, wurde wiederhergestellt. Es war, als ob diese Gott hingegebenen Christen — wie einst der Prophet Jona — von einem großen Fisch ausgespien worden wären, um weiter zu prophezeien. Wozu diese geistige Auferweckung? Sie sollten ihren Fischzug fortsetzen! Obwohl die Zeiten der Nationen im Frühherbst des Jahres 1914 abgelaufen waren, war das weltweite Werk, durch das Menschen gefischt wurden, noch nicht zu Ende. Die Netze mußten erneut hinabgelassen werden!
7. Wie wurde damals dem Sinne nach geboten, die Netze hinabzulassen, und wie wurden sie hinabgelassen?
7 Aus diesem Grund erschienen in den englischen Ausgaben des Wachtturms vom 1. und 15. August 1919 (deutsch: Oktober-November-Ausgabe) Artikel über das Thema „Glückselig die Furchtlosen“. Anfang September wurde in Cedar Point (Ohio, USA) die erste Hauptversammlung durchgeführt, der Tausende beiwohnten, und vom 1. Oktober 1919 an wurde in Englisch (in Deutsch vom 1. Oktober 1922 an) eine neue Zeitschrift, Das Goldene Zeitalter, veröffentlicht. Dem Sinne nach wurde diesen Gott hingegebenen christlichen Bibelforschern damals geboten: „Laßt eure Netze zu einem Fang hinab.“ Sie predigten die „gute Botschaft vom Königreich“ überall intensiver und ließen so ihre Netze gehorsam und furchtlos auch an Stellen des Meeres der Menschheit hinab, die während des Ersten Weltkrieges ziemlich fischarm gewesen waren. (Matth. 24:14) Machten sie einen Fang?
8. Welchen Bericht über den „Fang“ brachte der Wacht-Turm im Sommer 1925?
8 Die Zahlenberichte über jene Nachkriegsjahre und die Ausbreitung der Tätigkeit antworten mit Ja! Im Wacht-Turm vom 15. September 1925 (S. 287) wurde zum Beispiel über den Besuch der weltweit durchgeführten Abendmahlfeier gesagt: „Es freut uns zu sehen, daß die Zahl derer, welche an der Gedächtnisfeier teilnahmen, so groß ist, weil sie ein großes Interesse an der Wahrheit überall offenbart, und dies ist, wie es sein sollte. Die Gesamtzahl der Teilnehmer, soweit berichtet ist, beträgt 90 434, was 25 329 mehr ist als vor einem Jahr berichtet wurde.“
9. Wer sollte durch diesen Fischzug zuerst gefangen werden, und welchen Namen anzunehmen, erklärten sich die Fischer bereit?
9 Nach dem Jahre 1919 führten diese christlichen Fischer ihren Fischzug über zwölf Jahre vorwiegend deshalb durch, um sinnbildliche Fische für das Königreich der Himmel zu fangen, Menschen, die Miterben Jesu Christi im himmlischen Königreich werden sollten. Im Jahre 1931 nahm der Überrest dieser Königreichserben den biblischen Namen „Jehovas Zeugen“ an, indem rund 10 000 von ihnen, die sich in Columbus (Ohio) zu einem internationalen Kongreß versammelt hatten, am Sonntag, dem 26. Juli 1931, einer Resolution zugunsten der Annahme des auf Jesaja 43:10-12 fußenden Namens zustimmten. Versammlungen dieser Königreichserben auf der ganzen Erde nahmen danach diese Resolution ebenfalls an.
10, 11. (a) Wann waren offenbar alle „Fische“ gefangen, die für das Königreich brauchbar waren? (b) Was sollten die Fischer danach tun, da der „Abschluß des Systems der Dinge“ noch nicht vorüber war?
10 In den neunzehnhundert Jahren, die seit Pfingsten des Jahres 33 u. Z. verflossen sind, sollten durch die Tätigkeit der Engel in Verbindung mit dem Fischzug schließlich insgesamt 144 000 Königreichs-„Fische“ zusammengebrachtwerden. (Offb. 7:4-8; 14:1-5) Die letzten dieser Königreichs-„Fische“ sollten gemäß dem in Matthäus 13:47-50 aufgezeichneten Gleichnis in der Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“, in der wir seit 1914, dem Ende der Zeiten der Nationen, leben, mit dem Schleppnetz gefangen werden. Alle zu diesem Überrest Gehörenden, die die Engel durch ihre Tätigkeit „fingen“, wurden wie die Apostel, die Jesus von ihrem Fischzug auf dem Galiläischen Meer weggeholt hatte, zu Menschenfischern gemacht.b (Matth. 4:18, 19; Luk. 5:10) Bis zu den Jahren 1931 bis 1935 waren offenbar alle sinnbildlichen Fische gefangen, die für das Königreich der Himmel brauchbar und nötig waren, um die vorherbestimmte Zahl der 144 000 Miterben Christi zu vervollständigen. (Matth. 22:10, 11) Hätten die Glieder des gesalbten Überrestes nun mit dem Fischen aufhören sollen? Hätten sie ihre Fischernetze wegwerfen und einfach warten sollen, bis sie in den Himmel genommen worden wären? Wäre das in Übereinstimmung mit der Bibel gewesen? Wir leben immer noch in der Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“. Wir dürfen nicht vergessen, daß Jesus zu seinen Nachfolgern sagte:
11 „Geht daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, indem ihr sie ... tauft und sie lehrt, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“
12. (a) Gab Jesus gemäß seinen Worten in Matthäus 28:19, 20 einen bestimmten Zeitpunkt an, zu dem damit aufgehört werden sollte, für ihn Jünger zu machen? (b) Wie viele beteiligten sich laut Berichten im Jahre 1938 am Fischen, und wen schloß diese Zahl bestimmt ein?
12 Als Jesus diese in Matthäus 28:19, 20 aufgezeichneten Worte sprach, gab er der Fischerklasse, an die er sich damit richtete, keinen bestimmten Zeitpunkt an, zu dem sie während des Abschlusses des Systems der Dinge aufhören sollte, Jünger zu machen. Auch Menschen, die nicht deshalb gefangen werden, um am Königreich der Himmel teilzuhaben, können Jünger Jesu Christi werden, obwohl sie keine himmlischen Hoffnungen haben, sondern sich auf ewiges Leben in einem irdischen Paradies unter der Herrschaft des himmlischen Königreiches Gottes freuen. Es ist eine unverhohlene Tatsache, daß die christlichen „Menschenfischer“ seit dem Jahre 1935 ihre Aufmerksamkeit besonders auf die Menschen gerichtet haben, die Gott zu Erben des irdischen Paradieses machen wird. Diese Menschen haben die Aussicht, im Krieg von Harmagedon bewahrt zu werden und die gerechte neue Ordnung auf der Erde unter Gottes himmlischem Königreich zu erleben.c Im Jahre 1938 beteiligten sich laut Berichten im Durchschnitt 47 143 Personen in 52 Ländern am Fischen. Bestimmt schloß diese Zahl viele Gott hingegebene Christen ein, die hoffen, eines Tages im irdischen Paradies zu leben.
13. Wie berührte der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges das Werk des Fischens im Meer der Menschheit? Warum konnte es aber trotzdem fortgesetzt werden?
13 Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, im September 1939, wurde das Werk, durch das Jünger Jesu Christi gefischt wurden, stark behindert. Damals mußte in unruhigen Gewässern gefischt werden; doch die „Menschenfischer“ mühten sich trotz des Krieges und grausamer Verfolgung gleichsam die ganze Nacht hindurch ab. In einigen Ländern wurde ihr Werk des geistigen Fischens von den Regierungen verboten. Jehovas „Menschenfischer“ haben ihren „Fischereischein“ oder das Recht zu „fischen“ jedoch nicht von den Herrschern dieser Welt erhalten. Gemäß Psalm 95:3-5 wird ihnen gesagt: „Ein großer Gott ist Jehova, ... dessen das Meer ist, e r hat es ja gemacht.“ Auch das Meer der Menschheit gehört ihm, und er hat den ihm hingegebenen, getauften Zeugen das Recht gegeben, in allen Gewässern zu fischen, ungeachtet der Einschränkungsbestimmungen, die Menschen für gewisse Gebiete erlassen mögen. So setzten sie ihr Werk des Fischens im Interesse des Königreiches unermüdlich fort, selbst wenn sie es heimlich tun mußten. Im Jahre 1941 wurde die Königreichsbotschaft, die die sinnbildlichen Fische anzog, in gedruckter Form und mündlich in 88 Sprachen verkündigt.
14. Warum mußte kurz nach dem Eintritt Amerikas in den Zweiten Weltkrieg ein neuer Präsident der Watch Tower Society eingesetzt werden?
14 Am 7. Dezember 1941 wurden die Vereinigten Staaten von Amerika, das Land, in dem sich die Zentrale dieses Werkes befand, in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen. Zweiunddreißig Tage später starb der betagte Präsident der Organisation am Hauptsitz in Brooklyn (New York). Mitten in dem weltumspannenden Krieg mußte also ein neuer Präsident eingesetzt werden, und so wurde am 13. Januar 1942 die mit diesem Amt verbundene Verantwortung einem Gott hingegebenen Mann übertragen, der nur halb so alt war wie der verstorbene Präsident.
15. Welche Aufforderung, die 1942 erging, bewies, daß die Organisation Jehovas nicht mutlos und verzagt war, und wie reagierte man darauf?
15 Während viele Menschen verzweifelt waren über die Schrecken des bis dahin größten Krieges, wurde Jehovas „Menschenfischer“-Organisation nicht mutlos oder verzagt. Von ihrer irdischen Zentrale aus erging an die „Menschenfischer“ in allen Gewässern die Aufforderung: „Laßt eure Netze zu einem Fang hinab.“ Das geschah besonders durch einen Hauptartikel, der in der englischen Wachtturm-Ausgabe vom 1. Februar 1942 (deutsch: November 1944) erschien und dem die Worte nach Jeremia 16:16 zugrunde lagen: „Siehe, ich will zu vielen Fischern senden, spricht Jehova, daß sie sie fischen; und danach will ich zu vielen Jägern senden, daß sie sie jagen von jedem Berge und von jedem Hügel und aus den Felsenklüften.“d Im Absatz 28 (Seite 11) dieses aufrüttelnden Artikels wurde auf die an die „Menschenfischer“ gerichtete Aufforderung hingewiesen, über die in Matthäus 4:18-22 und Lukas 5:1-11 berichtet wird. Ungeachtet dessen, ob die Fischgründe in dem vom Krieg aufgewühlten Meer der Menschheit fischarm waren oder nicht, wurden die Netze zuversichtlich und in vollem Vertrauen zu Jesus Christus, dem Hauptfischer, ins Wasser hinabgelassen.
16. (a) Wurde in jenem Kriegsjahr (1942) ein „Fang“ gemacht? (b) Worin zeigte sich die Entschlossenheit, das Werk des Fischens fortzusetzen und auszudehnen?
16 Ob es nun ein Wunder war oder nicht, es wurde jedenfalls ein Fang gemacht. Obwohl es nicht möglich war, von allen Fischern, die in dem düsteren Kriegsjahr 1942 tätig gewesen waren, einen Bericht zu erhalten, konnte berichtet werden, daß sich in jenem Jahr über 100 000 an dem geistigen Fischzug beteiligt hatten; 7624 von ihnen waren Pioniere, die ihre ganze Zeit als „Menschenfischer“ einsetzten. (1943 Yearbook of Jehovah’s Witnesses, Seite 221) Es wurden wieder reisende Beauftragte ausgesandt, die die Versammlungen der „Menschenfischer“ in den verschiedenen als Zonen bezeichneten Gebieten besuchten. Vom 18. bis 20. September 1942 wurde der Theokratische Neue-Welt-Kongreß durchgeführt. Cleveland (Ohio) war die Hauptkongreßstadt, und 51 weitere amerikanische Städte waren mit ihr verbunden. Auch in 26 ausländischen Städten wurde das gleiche Programm dargeboten. Im öffentlichen Vortrag über das Thema „Weltfriede — ist er von Bestand?“ wurde nicht nur der Friede vorhergesagt, der im Jahre 1945 dem Zweiten Weltkrieg folgen sollte, sondern auch die Wiederbelebung der internationalen Organisation für den Weltfrieden und die Weltsicherheit, die heutige Organisation der Vereinten Nationen. Im Jahre 1942 wurden ferner Pläne zum Bau einer neuen Druckerei in Brooklyn und zur Gründung der Bibelschule Gilead gefaßt, in der Fischer für Missionargebiete ausgebildet werden sollten.
17. Was ließ erkennen, daß trotz des Zweiten Weltkrieges, der 1945 endete, ein „Fang“ gemacht wurde?
17 Alle diese Pläne wurden verwirklicht. Das Hinablassen der Fischernetze führte zu einem Fang, der alle Erwartungen übertraf. Im Jahre 1939 warfen in der ganzen Welt 61 589 „Menschenfischer“ ihre Netze aus; im Jahre 1945, in dem im September der Zweite Weltkrieg endete, waren laut den damals immer noch unvollständigen Berichten jedoch jeden Monat regelmäßig 127 478 Fischer tätig; von diesen waren 6719 Vollzeitpionierfischer. Die meisten der in jenen Jahren gefangenen sinnbildlichen Fische wurden Jünger Christi, die ein irdisches Paradies erhoffen.
18. Was zeigte im Jahre 1947, daß die meisten, die nun gefangen wurden, irdische Hoffnungen hatten?
18 Die Zahl derer, die durch das Zeugnis des Geistes Gottes die Hoffnung auf Leben im himmlischen Königreich erhalten hatten, begann nun jährlich abzunehmen. Auch war es selbstredend, daß, nachdem die Zahl der „Menschenfischer“ auf der Erde die Zahl der 144 000 Königreichserben überstiegen hatte, die sinnbildlichen Fische, die nun gefangen wurden, Jünger waren, die die Hoffnung hatten, für immer unter Gottes himmlischem Königreich auf der Erde zu leben. Diese Tatsache trat im Jahre 1947, also vor zwanzig Jahren, offen zutage, denn in jenem Jahr hatten 181 071 Fischer in 86 Ländern regelmäßig Bericht erstattet.
19. (a) Haben wir seit 1945 unsere Netze umsonst hinabgelassen? (b) Warum wird die günstige Zeit zum Fischen nun bald vorüber sein?
19 Wir haben unsere Netze auf das Geheiß Jesu Christi, des Hauptfischers, nicht umsonst hinabgelassen. In den seit 1945 verflossenen Nachkriegsjahren, sind Hunderttausende sinnbildliche Fische gefangen worden. Bis heute sind über eine Million von ihnen Gott hingegebene, getaufte Jünger Christi und ordinierte „Menschenfischer“ geworden. Bald wird die günstige Zeit zum Fischen vorüber sein. Das Ende dieser Zeit wird durch den „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, den Krieg von Harmagedon, gekennzeichnet sein, in dem alle „unbrauchbaren“ Fische wie in einem „Feuerofen“ vernichtet werden. (Offb. 16:14-16) Der „Abschluß des Systems der Dinge“, die Zeit, während der Jehovas Hauptfischer, Jesus Christus, zusammen mit seinen heiligen Engeln das Auswerfen der Fischernetze lenkt, muß zu einem Ende kommen. Gemessen an den biblischen und den weltlichen Beweisen, rückt dieses furchtbare Ende immer näher. Das ist für uns „Menschenfischer“ kein Grund, an Land zu gehen, unsere Netze aufzuhängen und das uns übertragene Werk des Fischens einzustellen.
20. (a) Was wird durch das zuversichtliche Hinablassen der Netze erreicht, obwohl die Fischgründe schon ziemlich ausgebeutet und erschöpft zu sein scheinen? (b) Wohin können sich Fischer begeben, die in solchen Gebieten leben?
20 Einige Fischgründe mögen schon ziemlich ausgebeutet und erschöpft sein. An solchen Stellen mögen zwar weniger Fische heraufgeholt werden, aber da durch das Predigen und Lehren der Königreichsbotschaft und das damit verbundene Schulungswerk die Netze immer wieder zuversichtlich hinabgelassen werden, werden ständig neue „Fische“ gefangen, die Gott hingegebene, getaufte Jünger Jesu Christi, des Hauptfischers, werden. Das scheint sogar in einigen nationalen Fischgründen der Fall zu sein, in denen die Zahl der Fische innerhalb der Organisation nicht zunimmt oder sogar abnimmt. Mögen deshalb alle, die dazu in der Lage sind, mit ihren „Booten“ unberührte Fischgründe ansteuern oder sich in Gebiete begeben, in denen noch mehr „Menschenfischer“ gebraucht werden, die sich an dem großen Fang, der möglicherweise noch gemacht werden wird, beteiligen können.
21. Wer führt immer noch die Aufsicht über den Fischzug, und warum sollten wir ‘unsere Netze weiterhin zu einem Fang hinablassen’?
21 Jesus Christus, der uns zu dieser Beschäftigung berufen hat, führt die Aufsicht. Er weiß, wohin er uns lenkt. Er kann unsere anscheinend fruchtlosen Bemühungen mit einem überraschend guten Fang segnen. Er wird bestimmt alle seine „Fische“, die zu seinen Gott hingegebenen, getauften Jüngern werden, fangen lassen, bevor die unbrauchbaren Geschöpfe aus dem Meer der Menschheit in Harmagedon in den „Feuerofen“ geworfen werden, während die treuen, beharrlichen „Menschenfischer“ in Gottes neuer Ordnung unter seinem himmlischen Königreich des Friedens und des Glücks mit ewigem Leben und den damit verbundenen Vorrechten belohnt werden. Bis zu dieser Zeit der Vollstreckung des göttlichen Urteils sollten wir jedoch der Aufforderung nachkommen: „Laßt eure Netze zu einem Fang hinab.“
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