-
Das heutige Hungerproblem — seine eigentliche Ursache und endgültige LösungErwachet! 1973 | 22. September
-
-
sie ihm die Frage: „Was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ Darauf sagte Jesus Dinge voraus, die sich auf der Erde ereignen und die anzeigen würden, daß er „gegenwärtig“ sei, daß er vom Himmel her regiere. Er sagte voraus, daß sich im Laufe einer „Generation“ vieles ereignen würde, ehe er das gegenwärtige System der Dinge vollständig vernichten werde. Man beachte, was gemäß den Worten Jesu unter anderem zu diesem Zeichen gehört:
„Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheit und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben. Alle diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen.“ — Matth. 24:3, 7, 8, 34.
Jesus sagte, wenn er zu regieren beginne, würde Krieg sein. Aus der Offenbarung geht hervor, daß es ein Weltkrieg sein würde, denn wir lesen darin, daß dem zweiten Reiter mit dem „großen Schwert“ gewährt wurde, „den Frieden von der Erde [nicht nur von ein paar Nationen] wegzunehmen“. Der erste dieser Weltkriege begann 1914. Ihm sollte eine weltweite Lebensmittelknappheit und eine schwere Teuerung folgen. Aus der Offenbarung geht auch hervor, daß nicht nur die Armen, sondern auch die Begüterten von diesem Nahrungsmangel betroffen würden. In der Prophezeiung werden sie davor gewarnt, zu sehr auf ihre Vorräte an ‘Olivenöl und Wein’ zurückzugreifen. (Offb. 6:5, 6) Alles das gehört zu den „schrecklichen Aussichten“, die wir für die Zeit von 1914 an zu erwarten hatten, Dinge, die deutlich erkennen lassen, daß wir in der „Zeit des Endes“ des gegenwärtigen verderbten Systems der Dinge leben. — Offb. 12:12.
Richtige Einstellung, wenn man Hunger leidet
Personen, die in Ländern leben, in denen es heute wenig zu essen gibt, können besonders deutlich sehen, daß sich die Worte Jesu bewahrheiten. Doch haben diese Verhältnisse leider viele Menschen verbittert, und nun wenden sie sich von Gott ab. Viel einsichtiger jedoch ist der Mensch, der in diesen Geschehnissen eine Erfüllung des Wortes Gottes sieht!
Gottes wahre Diener wissen aus Erfahrung, daß Gott für alle, die aufrichtig „zuerst das Königreich und Seine Gerechtigkeit“ suchen, sorgt. (Matth. 6:33) Doch das heißt nicht, daß Gott niemals zuläßt, daß sein Volk eine Zeitlang leidet, ja daß es hungern muß. Sogar Paulus, ein treuer Apostel Christi, schrieb, daß er, während er im christlichen Predigtdienst emsig tätig war, „Hunger und Durst“ litt. Dennoch war er zuversichtlich, daß ihn nichts, auch nicht Hunger, von der Liebe Gottes trennen könnte, die in Christus ist. (2. Kor. 11:27; Röm. 8:35-39; Phil. 4:11-13) Auch war der Apostel sicher, daß er sich, falls Gott es zulassen würde, daß er stürbe, auf die Verheißung, daß die Toten auferweckt werden, verlassen konnte. — Apg. 24:15.
Anstatt also im Glauben wankend zu werden, wenn man heute hungern muß, sollte man den Rat Jesu befolgen, der lautet: „Richtet euch auf.“ Warum? Weil „eure Befreiung naht“. (Luk. 21:28) Heute sehen wir, daß das, was Gottes Wort über die Lebensmittelknappheit in unserer Zeit vorausgesagt hat, eingetroffen ist; deshalb können wir sicher sein, daß sich auch die übrigen Verheißungen Gottes erfüllen werden.
Das bedeutet, daß Gottes neue Ordnung nahe herbeigekommen ist. Wenn der König Jesus Christus seinen „Sieg“ über das gegenwärtige böse System der Dinge vollendet haben wird, wird überall Gerechtigkeit herrschen. Dann wird es keinen entzweienden Nationalismus und keine korrupte Politik mehr geben, auch werden die Menschen nicht mehr unter einer selbstsüchtigen Geschäftswelt zu leiden haben. Unter dem Königreich Gottes wird die Erde ein Ort werden, auf dem das Leben eine Wonne sein wird. Eine der göttlichen Verheißungen lautet: „Er [Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein.“ Mangel- und Fehlernährung werden Dinge sein, die für immer der Vergangenheit angehören werden. Der Mensch vermag keine solchen Veränderungen herbeizuführen, Gott aber ist so etwas möglich; und er hat die Zusicherung gegeben, daß er alles das tun wird. — Offb. 21:3-5; 16:14, 16.
Unmäßigkeit meiden
Nicht nur die Armen müssen sich die Hoffnung auf Gottes neue Ordnung deutlich vor Augen halten. Wie wir in Lukas 21:34, 35 lesen, warnte Jesus alle, die nicht zu den Ärmsten der Armen gehören: „Gebt aber auf euch selbst acht, damit euer Herz niemals durch zuviel Essen und zuviel Trinken und Sorgen des Lebens beschwert werde und jener Tag plötzlich, in einem Augenblick, über euch komme wie eine Schlinge. Denn er wird über alle die kommen, die auf der ganzen Erdoberfläche wohnen.“
Wer daher in einem der „reichen Länder“ wohnt, wo es jetzt noch mehr als genug zu essen gibt, muß wachsam sein, daß ihm der materielle Wohlstand nicht zuviel bedeutet. Würde er ihm zuviel Wert beimessen, dann würde er die Bedeutung unserer Zeit nicht erkennen. Jeder Mensch, der in Gottes neuer Ordnung leben möchte, muß jetzt lernen, die Anbetung Jehovas an die erste Stelle im Leben zu setzen.
Denke einmal darüber nach: Eine unvergleichliche neue Ordnung steht vor der Tür. Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, hat verheißen, daß die Erde bald reichlich Nahrung hervorbringen wird und daß ihre Reichtümer zum Nutzen der gerechten Menschen und zur Ehre Gottes verwendet werden. Die heutige Gesellschaftsordnung, in der die eine Minderheit bildenden gutgenährten Menschen begünstigt und die Bedürfnisse der Mehrheit, die arm und hungrig ist, mißachtet werden, wird dann für immer verschwunden sein. Und Jehova „wird ... für alle Völker ... ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen, ein Festmahl von Hefenweinen, von Gerichten, reich an Öl, mit Mark gefüllt, von gefilterten Hefenweinen“. — Jes. 25:6.
Würde dir ein Leben unter solchen Verhältnissen, in einer Welt, in der Gerechtigkeit herrscht, gefallen? Wenn ja, dann solltest du jetzt die Verheißungen dafür kennenlernen und dich mit den Bedingungen vertraut machen, die jeder erfüllen muß, der darin leben möchte. Jehovas Zeugen werden dir dabei gern behilflich sein, und zwar unentgeltlich. Lade sie ein, dich zu einer Zeit, die dir paßt, zu besuchen, um mit dir über diese Verheißungen zu sprechen.
-
-
Die Überschwemmung des Mississippi — verheerende Auswirkungen auf den „Brotkorb“ AmerikasErwachet! 1973 | 22. September
-
-
Die Überschwemmung des Mississippi — verheerende Auswirkungen auf den „Brotkorb“ Amerikas
DIE diesjährige Überschwemmung des Mississippi und seiner Nebenflüsse gehört zu den größten Überschwemmungskatastrophen in der Geschichte Amerikas.
Es ist nichts Ungewöhnliches, daß der Mississippi im Frühjahr Hochwasser führt. Er entwässert mit seinen Nebenflüssen eine gewaltige, gut bewässerte, fruchtbare Ebene, die sich von den Rocky Mountains bis zu den Appalachen erstreckt. Doch die diesjährigen Hochwasser waren ganz anders als diejenigen anderer Jahre.
Die diesjährigen Überschwemmungen haben sich auf das Gebiet, das man als „Amerikas
-