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    Erwachet! 1982 | 8. September
    • Kinder brauchen seiner Ansicht nach Erwachsene, die sich für sie interessierten, die Zeit hätten und sich die Zeit nähmen, Kinder intensiv kennenzulernen, und die sich ihrerseits den Kindern zu erkennen gäben.

      Staatsbegräbnis nach 2 000 Jahren

      ◆ Mit militärischen Ehren sind jetzt in Israel die bei archäologischen Ausgrabungen gefundenen Gebeine von 25 Streitern des „Bar-Kochba-Aufstandes“ beigesetzt worden. Die Rebellen hatten am letzten jüdischen Aufstand gegen die Soldaten des römischen Kaisers Hadrian teilgenommen (132 bis 135 u. Z.). Viele Archäologen blieben dem Zeremoniell fern, um gegen die von den Rabbinern erwirkte Erlaubnis für die rund 600 000 Mark teure Beisetzung zu protestieren. Israels Klerus hat auch durchgesetzt, daß alle Ausgrabungsarbeiten im Land abgebrochen werden müssen, sobald Menschenknochen gefunden werden. Die Teilnehmer an der Feier, unter ihnen Ministerpräsident Menachem Begin, mußten mit Hubschraubern an den nicht anders zugänglichen Ort an den Berghängen der Wildnis von Judäa gebracht werden.

      „Natürliche“ Geburt

      ◆ Dr. Wulf und Grete Schiefenhövel (Humanethnologen von der Max-Planck-Gesellschaft) haben zwischen 1974 und 1981 bei dem Eingeborenenstamm der Eipo im entlegenen Bergland von West-Neuguinea sieben Geburten miterlebt und dokumentiert. Ihre Erkenntnisse könnten die Diskussion über die „natürliche“ Geburt, so schreibt die Medical Tribune, „versachlichen“. Alle Frauen dieses Naturvolkes bevorzugen während der Eröffnungs- und Austreibungsperiode vertikale Körperhaltungen (Stehen, Knien, Sitzen, Hocken). Dadurch leistet die Schwerkraft „Geburtshilfe“. Das Fachblatt schreibt: „Sie gebären — im Freien, selbst bei Regen — an einem Ort, der ihnen gut vertraut ist. Das wirkt angstlösend. Betreut wird die Kreißende von Mutter, Schwiegermutter und anderen ihr bekannten Frauen mit eigener Geburtserfahrung. Das beruhigt sie. Und: Die Eipo-Kinder gleiten aus dem Uterus direkt auf den Boden, ohne daß die Mutter oder eine der Frauen sie berührt. Dann reinigt die Mutter mit Farnblättern das Neugeborene und durchtrennt nach Austritt der Plazenta die Nabelschnur mit einem Bambusmesser ohne Unterbindung.“ Das Forscherehepaar weist darauf hin, daß Blutungen aus dem Nabelstumpf trotzdem nur selten vorkommen. Wesentliche Komplikationen des Geburtsverlaufs wurden in keinem Fall beobachtet.

      Joga-Meditation verändert Nervenaktivität

      ◆ Drei buddhistische Mönche ließen sich nach einer Aufforderung ihres religiösen Oberhauptes, des Dalai-Lama, von amerikanischen Wissenschaftlern bei ihren Meditationsübungen untersuchen. Ihre Körpertemperatur wurde mit kleinen Thermistoren gemessen, die mit Klebestreifen an der Hautoberfläche befestigt wurden. Während einer 55minütigen Joga-Meditation erwärmten sich die Finger bei einem der Mönche um 7,2 Grad und die Zehen um 4 Grad. Gleichzeitig stieg die Raumtemperatur in der Klause von 16 auf 19,2 Grad. Nach Angaben der Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature (295/82) wurde die Erhöhung der Körpertemperatur der Mönche durch Gefäßerweiterung hervorgerufen. Joga-Meditationen können im sympathischen Nervensystem Veränderungen hervorrufen — beispielsweise eine Herabsetzung seiner Aktivität.

      Zähe Insekten

      ◆ Heute sind die relativen Ernteschäden durch Insektenbefall in den USA doppelt so hoch wie zu Beginn der DDT-Ära. Dabei werden allein über amerikanischen Wäldern und Feldern jährlich 450 000 Tonnen Insektizide versprüht — hundertmal soviel wie damals. Nach vier Jahrzehnten chemischer Schädlingsbekämpfung scheinen die Erfolgsaussichten geringer denn je zu sein. Wie Insektenkundler der Cornell-Universität (Ithaca, New York) errechneten, werden ungefähr 10 bis 15 Prozent der möglichen Erträge von Schädlingen zerstört. Etwa 400 Insektenarten sind bereits gegen mehrere chemische Sprühmittel unempfindlich. Zehn der Hauptschädlinge, darunter Hausfliege, Moskito und Pfirsichblattlaus, überleben heute jede Giftattacke.

      Heuschnupfen und Asthma durch Pilzsporen

      ◆ Durch die winzigen Sporen mancher Speisepilze können allergische Reaktionen der Atemwege ausgelöst werden. Dies wurde auf einer Versammlung der amerikanischen Akademie für Allergie und Immunologie in Montreal berichtet. Wie das Journal of the American Medical Association meldet, riefen auf die Haut aufgebrachte Pilzsporen bei Versuchspersonen, die gewöhnlich unter Heuschnupfen oder saisonalem Asthma leiden, allergische Hautausschläge hervor. Da die Pilze meist erst spät im Jahr reifen und ihre Sporen abgeben, könnte dies eine Erklärung dafür sein, daß manche Menschen noch im Herbst an Heuschnupfen und allergischem Asthma leiden, obwohl zu dieser Zeit kaum noch Pollen in der Luft sind. Als Trost für die Allergiker bleibt, daß die Pilze ohne nachteilige Folgen verspeist werden können.

      Waldboden verbessert

      ◆ Die Lüneburger Förster haben mit einfachen Mitteln aus der Not eine Tugend gemacht: Der sogenannte Schlagabraum oder „Abfall“ des Holzeinschlages — Astwerk, Zweige, Wurzeln usw. — muß kein Störfaktor im Wald sein, sondern kann erheblich zu einer Verbesserung der Bodenqualität beitragen wenn er sinnvoll behandelt wird. Bislang mußte der wirtschaftlich nicht verwertbare Schlagabraum nach dem Holzeinschlag entweder verbrannt werden oder verrottete im Laufe von Jahrzehnten in freigeschlagenen Schneisen. Die bis mannshohen Schlagabraumwälle bildeten nicht nur „Zündschnüre“ bei Waldbränden, sondern waren auch Brutstätten für schädliches Ungeziefer. Man hat nun folgende Methode erfolgreich erprobt: Mit einem Mulchgerät — das ohnehin zum Handwerkszeug der Forstwirtschaft gehört und mit dem üblicherweise Wege und Schneisen von Buschwerk und Gestrüpp freigehalten werden — zerraspelte man Äste, Zweige und knorrige Wurzelreste zu fingerdicken Spänen und mischte diese Biomasse in den Waldboden. Schon ein Jahr nach dem Einsatz des Mulchgeräts, so ist den Bremer Nachrichten zu entnehmen, war auf den Versuchsflächen der in den Boden eingearbeitete Schlagabraum vollständig verrottet. Auf dem vermulchten Waldboden sproßten doppelt so viele Pflanzenarten wie auf den unbehandelten Waldböden.

      Stillen schützt

      ◆ Kinder, die von der Mutter gestillt werden, haben ein geringeres Risiko, an Diarrhö, Masern und Atemwegsinfektionen zu sterben, als flaschenernährte Kinder. Zu dieser Schlußfolgerung führte gemäß der Fachzeitschrift diagnostik eine Studie an 2 339 Kindern unter zwei Jahren in der afrikanischen Stadt Kigali (Rwanda). „Die Zahl der Todesfälle der brusternährten Kinder lag ... unter denen der entwöhnten Kinder“, schreibt die Zeitschrift

      „Abrüstung“ der Spielautomaten?

      ◆ Der hemmungslosen Vermehrung der sogenannten „Killerautomaten“ soll Einhalt geboten werden. Das deutsche Bundeskabinett hat eine entsprechende Novelle des Jugendschutzgesetzes verabschiedet. Die elektronischen Spielgeräte, die kriegerische Brutalitäten zum Gegenstand des Zeitvertreibs machen, üben eine große Faszination vor allem auf Kinder und Jugendliche aus. Die Neue Ruhr Zeitung stellt fest: „In einem einzigen Spieldurchgang geben selbst Kinder mindestens fünf bis zehn Mark aus, nicht selten zwanzig Mark.“ Für den Mattscheibenkrieg und auch für „harmlosere“ Späße an den Automaten haben, wie der niedersächsische Kultusminister Werner Remmers erklärte, einzelne Jugendliche bis zu 400 Mark pro Wochenende „verpulvert“. „Schon hat der Spieltrieb manche junge Leute auf die schiefe Bahn der Beschaffungskriminalität abgleiten lassen“, bemerkt die Zeitung. Die Automaten und Spielhöllenlobby hatte zugesagt, keine neuen Versionen von „Killergeräten“ aufzustellen und ein wenig „abzurüsten“. Das neue Jugendschutzgesetz pocht jedoch „auf die Ächtung des Kriegsspielzeuges in allen seinen Formen“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Spiele, „die Gewalttätigkeit gegen Menschen darstellen oder die einer Verherrlichung und Verharmlosung des Krieges Vorschub leisten könnten“, darf es künftig nur noch in Spielhallen für mindestens Achtzehnjährige geben.

  • Was uns hilft, unter Leiden auszuharren
    Erwachet! 1982 | 8. September
    • Was uns hilft, unter Leiden auszuharren

      Es gibt Zeiten im Leben, da braucht man dringend Hilfe. Wenn in schneller Reihenfolge ein Unglücksschlag nach dem anderen über uns käme, könnten wir sehr leicht in hoffnungslose Verzweiflung versinken. Wir könnten das Empfinden haben, daß wir die Last nicht mehr tragen können. Wie gut ist es doch, in einer solchen Zeit Hilfe zu erhalten!

      Lesen Sie das 192seitige gebundene Buch Wähle den besten Lebensweg, und Sie werden erfahren, wo Sie solche Hilfe erhalten können.

      Senden Sie mir bitte das Buch Wähle den besten Lebensweg. Ich lege 2 DM (30 lfrs) in Briefmarken bei.

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