-
Die „lieblichen Füße“ der BotenDer Wachtturm 1964 | 1. April
-
-
dessen, der gute Botschaft bringt, der Frieden hören läßt, der eine gute Botschaft von etwas Besserem bringt, der Rettung hören läßt, der zu Zion spricht: ‚Dein Gott ist König geworden!‘“ (Jes. 52:7, NW) Dieser Bote ist Gottes Bote mit der Kunde von der Befreiung.
16 Die gute Botschaft, der verheißene Frieden, die gute Botschaft von etwas Besserem, die angekündigte Rettung und die Kunde, daß Gott König geworden sei — all das betraf das verödete Zion. Wie lieblich mußten ihm doch die Füße dieses Boten erschienen sein! Die Nachricht, sein Gott sei König geworden, bedeutete, daß Babylon, die Sklavenhalterin, gefallen war und die gefangenen Israeliten von Kores dem Großen (537 v. Chr.) befreit worden waren, damit sie ihren Glauben wieder ausüben konnten.
17. Wann waren die Boten der Befreiung ebenfalls sehr willkommen?
17 Die christlichen Boten, die Jahrhunderte später, in den Tagen der Apostel, zu den Übriggebliebenen der geistigen Kinder Zions gesandt wurden, sahen ebenso lieblich aus. (Röm. 10:15) Solche Boten mit lieblichen Füßen wurden aber auch später, besonders vom Jahre 1919 an, wieder ausgesandt. Wie lieblich erschienen sie doch damals den Übriggebliebenen des Samens Zions, die das Königreich Jehovas, ihres Gottes, liebten und sich danach sehnten, frei zu werden, um dieses Königreich anzukündigen. Sie freuten sich auf die Wiederherstellung der sichtbaren Organisation Gottes, damit sein Königreich weltweit verkündigt werden könne.
18. Auf welche guten Dinge wies die neuzeitliche Befreiungsbotschaft unter anderem hin?
18 Die gute Botschaft, die ihnen übermittelt wurde, stimmte mit der guten Botschaft überein, die einst dem alten Zion übermittelt worden war. Sie besagte unter anderem, daß Groß-Babylon gefallen sei und sein Eroberer, der größere Kores, Jesus Christus, der seit 1914, dem Ende der Zeiten der Nationen, regierte, seinen Erlaß herausgegeben habe. Durch diesen seien die Übriggebliebenen des Samens Zions, die bis dahin von Groß-Babylon gefangengehalten worden, nun aber unter eine neue, siegreiche Herrschaft gekommen waren, frei geworden. Sie kündigte ferner an, daß der Erde etwas Besseres bevorstehe, daß Gottes sichtbare Organisation wiederaufgebaut und für seinen Dienst besser ausgerüstet werden sollte, ja daß die Glieder der Tempelklasse, die symbolischen „lebendigen Steine“, aufgerichtet werden sollten, um dem allein wahren und lebendigen Gott auf eine reinere Art zu dienen, als sie es bis dahin getan hatten. Gemäß der guten Botschaft bestätigte der Sturz Groß-Babylons, daß es nicht mehr die große Herrin war, wenigstens nicht mehr über sie, sondern daß Gott, Zions Gott, ihr regierender König geworden war. Er war sogar über Gebiete König geworden, die Groß-Babylon beherrscht hatte. Nun mußte die Botschaft von seinem Königreich als Befreiungsbotschaft auf der ganzen bewohnten Erde weiter gepredigt werden.
FREUDE
19. Zeige, wie sich die Freude aller weggeführten Kinder Zions in der Freude seiner Wächter widerspiegelt.
19 Zion freut sich, seine weggeführten Kinder wiederaufzunehmen und nach siebzigjähriger Verödung wieder eine Stadt zu werden, in der es von Anbetern Jehovas, seines Gottes, wimmelt. Seine Freude spiegelt sich in der Freude seiner Wächter wider, die auf seine geistigen Interessen achthaben. Wer führt die Gefangenen zurück? Wer steht ihnen unterwegs bei? Jehova, ihr Gott. Die Wächter Zions erkennen darin so eindeutig Jehovas Hand, als sähen sie ihn von Angesicht zu Angesicht, während sich die aus Babylon zurückkehrenden Gefangenen unter seiner unsichtbaren Leitung der Stadt nähern und nun von ihren Wächtern gesehen werden können. „Horch“, sagt die Prophezeiung Jesajas (52:8, Parallel-Bibel) zu dem verwüsteten Zion, „deine Wächter! sie erheben die Stimme zumal, sie jubeln, denn Auge an Auge sehen sie zu [von Angesicht zu Angesicht werden sie sehen, NW], wie Jehova Zijon wiederbringt [indem er seine Gefangenen zurückführt].“
20, 21. Was erkannten die Befreiten als das Wichtigste, nachdem es sich deutlich gezeigt hatte, daß Jehova ihr Befreier war, und was taten sie darum im Jahre 1931?
20 Daß die „Übriggebliebenen ihres Samens“ vom Jahre 1919 an wieder zu Gottes freiem „Weib“, nach Zion, gebracht wurden, war offensichtlich das Werk Jehovas und seines inthronisierten Sohnes, Jesus Christus, des größeren Kores. Dank ihrer Scharfsichtigkeit und ihrem Weitblick erkannte die leitende Körperschaft der christlichen Zeugen Jehovas diese Tatsache. Diese geistigen Wächter freuten sich und jubelten gemeinsam, als sie sahen, wie der Zug der aus der Gefangenschaft Groß-Babylons Zurückkehrenden immer größer wurde. Da sie mit den Augen ihres geistigen Wahrnehmungsvermögens Jehovas barmherzigen Blick sahen und erkannten, daß er ihre Befreiung bewirkt hatte, erlangte er in der sichtbaren Organisation seines befreiten Volkes immer größere Bedeutung. Sein Name wurde zu Recht als wichtiger angesehen als der Name Jesu, seines Sohnes. Er sollte mehr geehrt werden als sein Sohn Jesus Christus. Seine universelle Souveränität sollte gerechtfertigt und von aller Schmach gereinigt werden, ja seine universelle Souveränität stand im Mittelpunkt der wichtigsten Streitfrage, die vor der ganzen lebenden Schöpfung entschieden werden sollte.
21 Als dann im Jahre 1931 praktisch alle Glieder des Überrests des Samens des Weibes Gottes von Jehova nach Zion zurückgebracht worden waren, nahmen sie daher den Namen „Jehovas Zeugen“ an, um sich von denen zu unterscheiden, die nur dem Namen nach Christen waren. — Jes. 43:10-12, 21; 44:8.
22. Wozu forderte Jehova sein befreites Volk nach Jesaja 52:9, 10 auf?
22 Da Jehova der Stadt Zion ihre Gefangenen zurückgebracht hatte, erhielten sie und ihre Umgebung ein anderes Aussehen. Sie war wie in einem Paradies. Sie hatte allen Grund, zu jubeln und glücklich zu strahlen. Nach Jesaja 52:9, 10 fordert Gott sein ganzes getröstetes Volk, seine ganze erlöste Organisation auf, für das, was er getan hat, dankbar zu sein: „Brechet in Jubel aus, jauchzet insgesamt, ihr Trümmer Jerusalems! denn Jehova hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst [wiedererkauft, NW; so daß es wieder sein Eigentum ist]. Jehova hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung unseres Gottes.“
23. Wie hat Jehovas Volk bewiesen, daß es aus der Gefangenschaft Groß-Babylons befreit worden ist?
23 Jehova entblößte seinen allmächtigen heiligen Arm vor den Augen Groß-Babylons und aller Nationen, indem er den Überrest, der zerschlagenen Geistes und gebrochenen Herzens war, im Jahre 1919 befreite und dadurch tröstete. Die Glieder des treuen Überrests machten ihre Rettung aus Groß-Babylon bekannt, indem sie bis an die Enden der Erde gingen, um als seine christlichen Zeugen zu dienen und die gute Botschaft von seinem seit 1914 im Himmel regierenden, messianischen Königreich zu predigen. Wären sie die Gefangenen Groß-Babylons geblieben, so hätten sie das nicht tun können. Heute, im Jahre 1964, wird die Königreichsbotschaft unter der Leitung der getrösteten und wiedererkauften Übriggebliebenen des Samens Zions in 194 Ländern gepredigt. Die Tatsache, daß sie Gottes Königreich überall predigen, ist ein sichtbarer, hörbarer Beweis dafür, daß Jehova sie befreit hat. Auf diese Weise haben „alle Enden der Erde“ gesehen, daß Gott sie gerettet hat. Sie sind seine Boten der Befreiung.
24, 25. (a) Was mußten die Glieder des Volkes Jehovas tun, damit sie als Boten der Befreiung dienen konnten? (b) Was bewies das in bezug auf Groß-Babylon, und wie ging der Auszug aus Babylon vor sich?
24 Damit die Übriggebliebenen des Samens Zions, die noch auf der Erde waren, im Interesse aller, die wirklich Gott frei dienen wollten, in der ganzen Welt als Gottes Boten der Befreiung dienen konnten, mußten sie nach 1919 Gottes Botschaft der Befreiung, die sein größerer Kores, Jesus Christus, herbeigeführt hatte, erst selbst befolgen. Sie mußten dem Befehl ihres Gottes gehorchen: „Weichet, weichet, gehet von dannen hinaus, rühret nichts Unreines an! Gehet hinaus aus ihrer Mitte, reiniget euch, die ihr die Geräte Jehovas traget! Denn nicht in Hast sollt ihr ausziehen, und nicht in Flucht weggehen: denn Jehova zieht vor euch her, und eure Nachhut ist der Gott Israels.“ — Jes. 52:11, 12.
25 Bevor dieser Befehl erlassen und befolgt werden konnte, mußte Groß-Babylon erst fallen, und dann mußte sein Eroberer, der größere Kores, seinen Befreiungserlaß herausgeben. Groß-Babylon ist gefallen! Deshalb begannen sich die gesalbten Übriggebliebenen des Samens Zions im Jahre 1919 von ihm abzuwenden, und heute sind sie vollzählig versammelt. Sie wollen nichts Unreines mehr anrühren und sich nicht mehr in seiner Mitte aufhalten. Sie wollen in religiöser Hinsicht rein bleiben, damit sie in den Augen Jehovas, ihres Gottes, als reine, unbefleckte, annehmbare Anbeter dastehen. Statt der babylonischen religiösen Bräuche und Überlieferungen sowie der Lehren von Dämonen haben sie die reinen Geräte der Anbetung Jehovas mitgebracht, die durch die heiligen Geräte dargestellt wurden, die die Babylonier im Jahre 607 v. Chr. bei der Zerstörung Jerusalems aus dem Tempel Jehovas gestohlen hatten. Sie haben Groß-Babylon nicht wie radikale Elemente dieser Welt in wilder Flucht und Verwirrung verlassen, sondern in theokratischer Ordnung, unter göttlicher Leitung. Jehova, ihr Gott, ist vor ihnen hergezogen. Der Feind verfolgte sie zwar, aber Jehova Gott war ihre schützende Nachhut. Deshalb sind sie heute, im Jahre 1964, nicht mehr in Groß-Babylon. Sie sind hier und dienen Gott als freie Boten der Befreiung!
26. Wer hat sich nun dem befreiten Überrest angeschlossen, und was tun sie, um zu beweisen, daß sie Gott als freie Menschen dienen möchten?
26 Sie sind aber nicht allein! Zufolge ihrer furchtlosen Verkündigung der guten Botschaft von Gottes Königreich der Befreiung haben „alle Enden der Erde“ die Rettung gesehen, die Gott für Zion und den Überrest seiner geistigen Kinder bewirkt hat. Im Jahre 537 v. Chr. zogen mindestens 7537 Sklaven und Berufssänger mit dem israelitischen Überrest aus Babylon aus. Heute sehen wir etwas Ähnliches. Eine „große Volksmenge“, die aus Gebieten von „allen Enden der Erde“ stammt, hat Jehovas Rettung des treuen Überrests der geistigen Israeliten beobachtet und sich ehrfurchtsvoll der Anbetung dieses glorreichen Gottes der Befreiung zugewandt. Diese Menschen sind dem Überrest der geistigen Israeliten aus Groß-Babylon gefolgt, haben sich von jeder Befleckung gereinigt und sich mutig der reinen, heiligen Anbetung Jehovas Gottes hingegeben. (Esra 2:64, 65; Neh. 7:66, 67; Offb. 7:9-17) Nun genießen auch sie in religiöser Hinsicht wahre Freiheit. Sie haben sich bereit erklärt, mit dem Überrest zusammen als Boten der Befreiung zu dienen, und Gott hat sie angenommen und sie ausgesandt.
27. Wie lange wird das Befreiungswerk noch fortgesetzt, und zu wessen Nutzen wird es getan?
27 Babylon die Große ist also gefallen und geht nun ihrer furchtbaren Vernichtung entgegen. Wer sie jetzt nicht verläßt, wird für ihre Sünden mitverantwortlich und wird daher mit ihr vernichtet werden. Bis zu ihrer Vernichtung durch Jehova Gott, gegen den sie gesündigt hat, muß jedoch im Interesse derer, die noch in ihrer Mitte sind, sich aber danach sehnen, den allein wahren und lebendigen Gott in Freiheit anzubeten, ein Befreiungswerk durchgeführt werden. Diese Menschen halten nach den lieblichen Füßen der Boten einer guten Botschaft Ausschau. Die Zeit ist kurz. Ans Werk deshalb, ihr freien Boten der Befreiung!
-
-
„Unbeugsamer Mut“Der Wachtturm 1964 | 1. April
-
-
„Unbeugsamer Mut“
Richard Mathison schreibt in seinem Buch God is a Millionaire (Gott ist ein Millionär) über Jehovas Zeugen folgendes: „Im Koreakrieg haben viele, die aus dem bequemen Protestantismus, aus unseren Militärschulen und unseren höheren Schulen hervorgegangen sind, kläglich versagt ... Eine Untersuchung des Pentagons führte zu folgender beschämender Feststellung: Die wenigen Zeugen Jehovas, die in die Kriegsgefangenschaft kamen, ... hielten den ausgeklügelten, psychologischen Methoden, die man anwandte, um sie zum Kommunismus zu bekehren, durchweg besser stand als viele patriotische West-Point-Absolventen [West Point ist die amerikanische Militärakademie].“
-