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‘Jehovas würdig wandeln’Der Wachtturm 1978 | 15. November
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Wille“ eine Resolution, in der sie unter anderem folgendes erklärten: „DASS wir, bildlich gesprochen, unsere Schwerter zu Pflugscharen und unsere Speere zu Winzermessern umgeschmiedet haben und daß wir, obwohl wir aus vielen Nationen stammen, nicht das Schwert gegeneinander erheben werden, weil wir als Christen Brüder und Glieder der e i n e n Familie Gottes sind; und daß wir auch nicht mehr lernen werden, gegeneinander Krieg zu führen, sondern in Frieden, Einheit und brüderlicher Liebe auf Gottes Wegen wandeln wollen.“ Jehovas Zeugen haben im Einklang mit dieser Resolution gehandelt, und das hat bewirkt, daß sich viele friedliebende Menschen von dem wahren Christentum angezogen fühlten (Jes. 2:2-4). Außerdem hat ‘Jehova sein Volk mit Frieden gesegnet’ (Ps. 29:11). Sie sind ‘um nichts ängstlich besorgt, sondern lassen durch Gebet ihre Bitten bei Gott bekanntwerden’, was zur Folge hat, daß ‘der Friede Gottes, der alles Denken übertrifft, ihr Herz und ihre Denkkraft durch Christus Jesus behütet’ (Phil. 4:6, 7).
13. Was schließt der Ausdruck Langmut alles ein, und wieso ist es vorteilhaft, langmütig zu sein?
13 Langmut ist ebenfalls eine Frucht des Geistes. Langmütig sein bedeutet langsam zum Zorn, geduldig oder nachsichtig sein, eine Beleidigung oder etwas, was Ärger oder Verdruß erregt, ertragen in der Hoffnung, daß sich das gestörte Verhältnis wieder bessert. Jehova ist „langsam zum Zorn“ oder langmütig (2. Mose 34:6). Gottes Geduld läßt den Menschen Zeit, zu bereuen und der Vernichtung zu entgehen (2. Petr. 3:8-18). Während Jehova Langmut übt, versammelt er „ein Volk für seinen Namen“, durch das er auf der ganzen Erde verherrlicht wird (Apg. 15:14; Röm. 9:22-24). Die Glieder seines Namensvolkes sind bestrebt, ‘gegen alle langmütig zu sein’ (1. Thess. 5:14). Das trägt nicht nur dazu bei, daß sie sich mit ihren Glaubensbrüdern besser verstehen, sondern es ermöglicht es ihnen auch, anderen geduldig zu helfen, Jehova kennenzulernen, um schließlich seinen Willen zu tun und ewiges Leben zu erlangen (1. Tim. 4:16; Hebr. 6:11-15). Auch in dieser Hinsicht des Namens Jehovas würdig zu wandeln gibt Gottes Dienern zudem die Befriedigung, ihm schon heute zu gefallen, und verleiht ihnen die Hoffnung auf ewigwährende Segnungen.
14. Was ist unter Freundlichkeit zu verstehen, und was bewirkt sie?
14 Freundlichkeit ist ebenfalls eine Frucht des Geistes Gottes. Freundlich zu sein bedeutet, am Wohle anderer interessiert zu sein. Jehova ist sogar „freundlich gegenüber allen undankbaren und bösen Menschen“, ja er fordert sie auf zu bereuen (Luk. 6:35, Bruns; Röm. 2:4). Folglich sollten sich Christen als „Nachahmer Gottes“ ‘mit Freundlichkeit kleiden’ (Eph. 5:1; Kol. 3:12). Sie befolgen daher den biblischen Rat: „Werdet ... freundlich gegeneinander, voll zarten Erbarmens, indem ihr einander bereitwillig vergebt, so, wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat“ (Eph. 4:32). Freundlichkeit ruft Freundlichkeit hervor und wirkt anziehend. Sie nützt somit dem Freundlichen selbst, aber auch dem, der freundlich behandelt wird, und dem, der sich zu Gottes Dienern hingezogen fühlt, weil er sieht, was die Freundlichkeit unter ihnen bewirkt.
15. Was ist Güte, und wie kann sie entwickelt werden?
15 Güte oder gut sein ist eine weitere Frucht des Geistes. Man versteht darunter sittliche Vortrefflichkeit oder Tugend. „Gut und gerade ist Jehova“ (Ps. 25:8). Christen, die Güte entwickeln möchten, sollten an Gott die Bitte richten: „Lehre mich, gut sein, Zucht und Erkenntnis; denn deinen Geboten glaube ich“ (Ps. 118:66, Allioli [119:66, NW]). Güte entwickelt man auch dadurch, daß man den Geboten Jehovas gehorcht. Das Bewußtsein, durch die Güte, die man Glaubensbrüdern und anderen Menschen erweist, Jehova nachzuahmen, erfüllt einen mit Befriedigung. Diese Güte kann bewirken, daß sich Menschen zum wahren Christentum hingezogen fühlen (Gal. 6:10).
16. (a) Wie wird der Begriff Glaube erklärt? (b) Wie kann es sich auf andere auswirken, wenn wir diese Frucht des Geistes hervorbringen?
16 Glaube, die an siebenter Stelle angeführte Frucht des Geistes, ist für alle, die ‘Jehovas würdig wandeln’ möchten, sehr wichtig. Ohne diese Eigenschaft ist es unmöglich, Jehovas Freund zu sein und ihm zu gefallen (Hebr. 11:6). „Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht“ (Hebr. 11:1). Er ist keine unbegründete Hoffnung, sondern eine gut fundierte Erwartung. Er beruht auf Beweisen, die erforderlich sind, damit man von unsichtbaren Wirklichkeiten überzeugt sein kann. Zum Beispiel sind Sonne, Mond und Sterne für denkende Menschen ein Beweis für die Existenz Gottes, des Schöpfers (Röm. 1:20-23; Hebr. 11:3). Wer beweist, daß er Glauben an Jehova hat, gibt seinen christlichen Glaubensbrüdern ein gutes Beispiel. Sein unerschütterlicher Glaube an Jehova mag ihren Glauben stärken. Ein solcher Glaube kann auch Ungläubige veranlassen, ihr Vertrauen auf Jehova Gott zu setzen.
17. Was ist Milde, und wie wirkt es sich aus, wenn Nachahmer Jehovas diese Eigenschaft bekunden?
17 Milde, eine weitere Frucht des Geistes, ist gleichbedeutend mit Sanftheit oder Güte, hinter der sich Stärke verbirgt. Jesus Christus sagte: „Ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig“ (Matth. 11:29). Jehova, der dafür gesorgt hat, daß wir uns ihm durch Christus nahen können, ist kein grausamer oder brutaler, sondern ein milder Gott. Wer daher seines Namens würdig wandeln möchte, braucht sich nicht zu fürchten, sich ihm im Gebet zu nahen (Hebr. 4:16; 1. Joh. 4:17, 18). Als Nachahmer Jehovas und seines Sohnes lassen Christen im Umgang mit allen Menschen Milde walten, und das wirkt sich vorteilhaft aus. Der „stille und milde Geist“ einer christlichen Ehefrau kann zum Beispiel dazu beitragen, daß ihr ungläubiger Mann für den wahren Glauben gewonnen wird (1. Petr. 3:1-4). Milde wirkt sich auf die zwischenmenschlichen Beziehungen auch dann günstig aus, wenn Schwierigkeiten entstehen, denn „eine Antwort, wenn milde, wendet Grimm ab“ (Spr. 15:1).
18. Was ist unter Selbstbeherrschung zu verstehen, und was kann sie bewirken?
18 Selbstbeherrschung wird als letzte Frucht des Geistes erwähnt. Selbstbeherrschung zu üben bedeutet, sich in der Gewalt zu haben, seine Zunge zu zügeln und beherrscht zu handeln. Jehova „übte fortwährend Selbstbeherrschung“, bis die Zeit für ihn kam, die Babylonier, die Jerusalem zerstört hatten, zu bestrafen (Jes. 42:14, 15). Als „Nachahmer Gottes“ bemühen sich Christen, in jeder Lage Selbstbeherrschung zu üben, und sie können Jehova vertrauensvoll darum bitten, ihnen zu helfen, diese Eigenschaft zu entwickeln (1. Kor. 9:25). Die Selbstbeherrschung ist sowohl ein Segen für den, der sie übt, als auch für seine Umgebung. Auch diese Eigenschaft mag — wie die übrigen Früchte des Geistes — bewirken, daß sich Menschen, die sie beobachten, zum Christentum hingezogen fühlen.
WAS GOTT VERLANGT
19. Wieviel verlangt Jehova von uns?
19 Jehova freut sich, wenn seine Diener ihn darum bitten, ihnen zu helfen, die Früchte des Geistes hervorzubringen. Wenn wir uns von ihm leiten lassen und uns unserer Verantwortung ihm gegenüber völlig bewußt sind, wird er uns bestimmt die Kraft geben, in seinen Wegen zu wandeln. Paulus sagte: „Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht“ (Phil. 4:13). In seiner liebenden Güte hilft uns Jehova sehr viel, verlangt aber verhältnismäßig wenig. „Er hat dir mitgeteilt, o Erdenmensch, was gut ist“, schrieb Micha. „Und was fordert Jehova von dir zurück, als Recht zu üben und Güte zu lieben und bescheiden zu wandeln mit deinem Gott?“ (Micha 6:8).
20. Warum können wir das Vertrauen haben, daß Jehova uns beschützt und uns hilft?
20 Während wir Recht üben, Güte lieben und bescheiden wandeln mit Jehova, sind wir dem gegenwärtigen feindlichen System der Dinge nicht hilflos preisgegeben. Nein, wir können das Vertrauen haben, daß Jehova Gott uns als sein Volk beschützen und uns helfen wird, ja daß er uns in seine verheißene neue Ordnung bringen wird, sofern wir fortfahren, seiner würdig zu wandeln. Der Prophet Samuel erklärte einmal: „Jehova wird sein Volk um seines großen Namens willen nicht im Stich lassen, weil Jehova es auf sich genommen hat, euch zu seinem Volk zu machen“ (1. Sam. 12:22).
21. Welche Aussicht haben die, die jetzt des Namens Jehovas würdig wandeln?
21 Wenn wir die Verantwortung, die wir Jehova
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Ein abenteuerliches, aber befriedigendes LebenDer Wachtturm 1978 | 15. November
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[Bild von George Gibb auf Seite 24]
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