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Jehova segnet die, die sein Königreich allem voranstellenDer Wachtturm 1965 | 15. November
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segnet? Es hat das alles nicht aus eigener Kraft, sondern durch Gottes heiligen Geist getan. „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft“, lesen wir, „sondern durch meinen Geist, spricht Jehova der Heerscharen.“ — Sach. 4:6.
JEHOVA SEGNET JEDEN EINZELNEN
20. Welche biblischen Grundsätze sind auf die Verantwortung und die Belohnung der Diener Jehovas anzuwenden?
20 Wenn Jehova Gott die Organisation, die sein Königreich allem voranstellt, in einem solchen Ausmaß segnet, müßte man da nicht vernünftigerweise annehmen, daß er auch die einzelnen Glieder dieser Organisation segnet, die das ebenfalls tun? Ganz bestimmt, und die Tatsachen bestätigen, daß er es tut. Diese Christen dienen in verschiedenen Stellungen, von denen jede mit bestimmten Segnungen verbunden ist, die den Betreffenden zuteil werden, je nachdem, wie sie die Gelegenheiten nutzen, die sich ihnen dadurch bieten. Das entspricht auch den von Jesus geäußerten Grundsätzen: „In der Tat, von jedem, dem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen“, und: „Beglückender ist Geben als Empfangen.“ — Luk. 12:48; Apg. 20:35.
21, 22. (a) Aus welchen stichhaltigen Gründen können nicht alle im Vollzeitpredigtdienst stehen? (b) Welche Segnungen werden jedoch allen zuteil, die Gottes Königreich in ihrem Leben den ersten Platz einräumen?
21 Weitaus die meisten dieser Christen, die sich am Predigen der ewigen guten Botschaft von Gottes Königreich beteiligen, können dieser Tätigkeit nur einen kleinen Teil ihrer Zeit widmen, weil sie vielleicht als Väter und Mütter Familienpflichten haben oder weil sie vielleicht noch sehr jung oder schon sehr alt oder vielleicht auch krank sind. Sechsundneunzig Prozent der etwa einen Million Prediger, die sich an diesem Werk beteiligen, sind daher aus diesem oder jenem Grund solche Teilzeitprediger oder Versammlungsverkündiger, die sich bemühen, das ihnen empfohlene Ziel — monatlich 10 Stunden am Predigtdienst teilzunehmen — zu erreichen.
22 Ihre Zeit ist bemessen. Ihrer Liebe, ihrer Hingabe und ihrem Eifer dagegen sind keine Grenzen gesetzt. Sie nutzen daher jede Gelegenheit, die sich ihnen bietet, gut aus. Sie predigen nicht nur von Haus zu Haus, sondern sprechen auch mit Handwerkern oder Händlern, die in ihr Haus kommen mögen, sowie mit Geschäftsfreunden und Arbeitskollegen und machen dabei viele interessante Erfahrungen. Da sie Gottes Königreich den ersten Platz in ihrem Leben einräumen, werden sie von Jehova reich gesegnet. So widmet zum Beispiel in Südamerika ein Vater von zehn Kindern der Verkündigung der ewigen guten Botschaft monatlich über fünfzig Stunden. Er führt wöchentlich fünf Bibelstudien durch und gibt auch jede Woche eine Menge bibelerklärende Schriften ab. Doch ob sich diese Teilzeitprediger nun fünfzig oder fünf Stunden am Predigtdienst beteiligen können, so werden sie alle durch den biblischen Grundsatz getröstet, daß Gott von einem jeden verlangt, daß er nach dem gibt, „was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat“. — 2. Kor. 8:12, Lu.
DER VOLLZEITPREDIGTDIENST
23. Welche Segnungen genießen die im Vollzeitdienst stehenden reisenden Vertreter der Wachtturm-Gesellschaft?
23 In jeder Hinsicht besser daran sind jene, deren Verhältnisse ihnen gestatten, ihren Eifer und ihre Wertschätzung dadurch zu bekunden, daß sie als Vollzeitdiener tätig sind. Zu ihnen gehören unter anderem etwa 2000 Prediger, die als reisende Vertreter der Wachtturm-Gesellschaft dienen. Sie genießen viele Vorrechte und erleben viele Freuden, während sie die verschiedenen Versammlungen und Kreise besuchen, den einzelnen Predigern helfen, zur Reife voranzuschreiten, und den Versammlungen des Volkes Jehovas bei seinen kleineren und größeren Zusammenkünften dienen. Sie werden ohne Zweifel von Jehova gesegnet und haben ein inhaltsreiches, sinnvolles Leben, weil sie Gottes Königreich allem voranstellen.
24. Welche besonderen Segnungen genießen die Vollzeitprediger, die in Bethelheimen dienen?
24 Etwa 1500 christliche Prediger haben das Vorrecht, in sogenannten Bethelheimen zu dienen, die Zweigbüros angeschlossen sind. Sie arbeiten wöchentlich mindestens 48 Stunden im Büro oder in der Druckerei, um die christlichen Prediger mit Bibeln und bibelerklärenden Schriften zu versorgen oder ihnen anderswie beizustehen. Andere kochen für ihre in diesen Institutionen beschäftigten Brüder, nehmen sich der Kranken an oder sind im Haushalt beschäftigt. Auch sie genießen viele Segnungen, denn sie leben in einer christlichen Umgebung, sind Glieder einer christlichen Familie, zu der vielleicht nur eine Handvoll oder auch mehr als 700 Personen gehören. Sie können ihre ganze Kraft zur Förderung des Königreiches Gottes einsetzen, ohne sich um ihre materiellen Bedürfnisse kümmern zu müssen. Gleichzeitig können sie sich in größerem Maß dem Predigtdienst widmen als die meisten ihrer Brüder.
25. (a) Wie viele dienen als Missionare und Sonderpioniere? (b) Welchen Anforderungen müssen sie entsprechen, und welche Segnungen werden ihnen zuteil?
25 Eine weitere Gruppe sind die sogenannten Pioniere, die als Vollzeitprediger wirken. Etwa 7900 von ihnen widmen im Monat mindestens 150 Stunden dem Predigtdienst. Sie sind ungebunden und können irgendwo dienen, wo sie benötigt werden. Sie erhalten auch eine finanzielle Unterstützung, damit sie soviel Zeit wie möglich für den Predigtdienst verwenden können, sei es als Missionare oder als Sonderpioniere. Sie haben unter anderem die Freude, im Ausland oder in einem Gebiet, in dem es noch keine organisierte Versammlung gibt, zu dienen, das heißt also, wie der Apostel Paulus buchstäblich als Pioniere zu wirken, oder aber in Verbindung mit ihrem Predigtdienst schwachen Versammlungen zu helfen. — 2. Kor. 10:16.
26. Wie viele dienen als allgemeine Pioniere, welches Stundenziel streben sie an, und wie werden sie gesegnet?
26 Die meisten Vollzeitprediger — über 35 000 — sind jedoch Pionierverkündiger, die jeden Monat mindestens 100 Stunden dem Predigtdienst widmen und gewöhnlich nebenbei durch eine Teilzeitbeschäftigung für ihren Lebensunterhalt sorgen oder — wie zum Beispiel Hausfrauen, die als Pioniere dienen — ihren Familienpflichten nachgehen. Auch sie werden in ihrer Tätigkeit reich gesegnet. Sie gehen täglich von Haus zu Haus, machen Nachbesuche, führen Heimbibelstudien durch, schulen weniger erfahrene Verkündiger und haben als Aufseher oder Dienstamtgehilfen oft noch der Versammlung gegenüber Pflichten zu erfüllen. — Phil. 1:1.
DER FERIENPIONIERDIENST
27, 28. (a) Durch welche Vorkehrung ist es Teilzeitpredigern möglich, sich vorübergehend am Vollzeitpredigtdienst zu beteiligen, und welche Voraussetzungen müssen sie erfüllen? (b) Wer hat besonders Gelegenheit, an diesem Dienst teilzunehmen?
27 Ein weiteres gesegnetes Vorrecht, das immer mehr Zeugen wahrnehmen, ist der Ferienpionierdienst, der Teilzeitverkündigern Gelegenheit gibt, einen oder mehrere Monate die Freuden und Segnungen des Vollzeitpredigtdienstes zu erleben. Wer diesen Dienst aufnehmen möchte, muß getauft und mindestens sechs Monate lang ein aktiver Prediger gewesen sein. Er muß in dem betreffenden Monat in zwei Wochen fünfzig Stunden und in den übrigen zwei Wochen mindestens fünfundzwanzig Stunden dem Predigtdienst widmen können. Die meisten Ferienpioniere sind hundert Stunden im Predigtdienst tätig, und einen großen Teil dieser Zeit verwenden sie für den Dienst von Haus zu Haus.
28 Schon viele haben sich diese Vorkehrung zunutze gemacht, während sie fünf Tage in der Woche täglich acht Stunden einer weltlichen Beschäftigung nachgingen. Der Ferienpionierdienst ist jedoch ein Vorrecht, das besonders Jugendlichen empfohlen wird, die noch zur Schule gehen und Ferien haben, ferner Hausfrauen, Saisonarbeitern und Personen, die im Ruhestand leben, also allen, die die Möglichkeit haben, auf diese Weise „die gelegene Zeit“ auszukaufen. Schon manche haben dieses Vorrecht wahrgenommen, während sie vorübergehend arbeitslos waren oder wegen eines Streiks die Arbeit niederlegen mußten. Andere haben das Vorrecht, an diesem Dienst teilzunehmen, während der Zeit wahrgenommen, da ein reisender Vertreter der Gesellschaft, wie der Kreisdiener, ihre Versammlung besuchte.
29, 30. Wie viele Ferienpioniere dienten im April 1965 in den Vereinigten Staaten, und inwiefern war ihre Tätigkeit ihnen selbst und anderen zum Nutzen?
29 Im April 1965 waren allein in den Vereinigten Staaten 25 448 solche Ferienpioniere tätig. Diese gesteigerte Tätigkeit, durch die Gottes Interessen allem vorangestellt wurden, wirkte sich zum Nutzen aller aus. Viele dieser Ferienpioniere waren nachher in der Lage, dem Predigtdienst mehr Zeit zu widmen, so zum Beispiel jener Verkündiger, der seinen früheren Durchschnitt von 9,6 Stunden im Monat auf 21 Stunden erhöhen konnte. Sie verbesserten dadurch aber auch die Qualität ihres Dienstes. Andere haben aufgrund ihres Ferienpionierdienstes das Vorrecht erkannt, den allgemeinen Vollzeitpionierdienst aufzunehmen. Schon vielen Jugendlichen, die während ihrer Schulzeit Ferienpionierdienst leisteten, fiel es leicht, nach ihrer Schulentlassung den Vollzeitpredigtdienst aufzunehmen.
30 Der Ferienpionierdienst hat vielen Verkündigern auch Gelegenheit gegeben, ihren Mitverkündigern in der Versammlung zu helfen. Sie konnten andere schulen und sie zu vermehrtem Dienst anspornen, so daß diese eifrigere und bessere Verkündiger wurden. Das bewirkte, daß ganze Versammlungen in allen Zweigen des Königreichsdienstes große Fortschritte machten. Besonders gute Ergebnisse wurden in den Versammlungen erzielt, in denen der Versammlungsaufseher diesen Dienstzweig ganzherzig unterstützte.
31. Wie beweist Jehova, daß er seine Verheißungen erfüllt und sich an seine Grundsätze hält?
31 Jehova erfüllt seine Verheißungen; darüber besteht kein Zweifel. Er sagt in seinem Wort, wer segensreich säe, werde auch segensreich ernten, und die Erfahrungen die seine Königreichsverkündiger in unseren Tagen machen, bestätigen dies voll und ganz. Er versichert uns auch, daß er von einem jeden von uns nur das erwartet, was er gemäß dem geben kann, was er hat, und nicht gemäß dem, was er nicht hat. Die zwei Münzen von ganz geringem Wert, die die Witwe in den Schatzkasten des Tempels in Jerusalem einwarf, während Jesus zuschaute, waren Gott genauso annehmbar wie die vielen Dollars, Mark oder Pfunde eines Wohlhabenden von heute. Dieser Grundsatz ist auch auf unsere Zeit und unsere Kraft anwendbar. (Luk. 21:1-4) Wenn jemand gemäß dem, was er geben kann, gibt, kann er erwarten, von Jehova gesegnet zu werden, und „der Segen Jehovas, er macht reich, und keinen Kummer fügt er neben ihm hinzu“. Die vielen christlichen Prediger, die auf diese Weise miteinander dienen, bilden eine Organisation, die Jehova nicht nur in Zukunft, sondern auch heute schon segnet. — Spr. 10:22, Fußnote.
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Wahre Anbetung bedeutet TätigkeitDer Wachtturm 1965 | 15. November
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Wahre Anbetung bedeutet Tätigkeit
WAS bedeutet deine Religion für dich? Betrachtest du sie lediglich als etwas Gutes, was man haben muß, was aber dein übriges Tun und Lassen — zum Beispiel geschäftliche oder gesellschaftliche Angelegenheiten — nicht weiter berührt? Findest du, es gehöre einfach zum guten Ton, sonntags in die Kirche zu gehen und sie oder ihre Wohlfahrtseinrichtungen durch Geldspenden zu unterstützen oder dich hier und da an Gemeinschaftsaktionen zu beteiligen, die unter ihrer Leitung durchgeführt werden? Wenn das deine Ansicht über Religion ist, dann kann mit deiner Anbetung etwas nicht stimmen. Wenn du von deiner Religion nicht völlig durchdrungen bist, wenn sie nicht vierundzwanzig Stunden am Tag alles, was du tust, beeinflußt und dich nicht dazu antreibt, tatkräftig zu handeln, dann fehlt ihr etwas, denn die wahre Anbetung Gottes, des Allmächtigen, ist belebend, sie treibt an, ja sie bedeutet ständige Tätigkeit. Weißt du, daß du ein Verkündiger sein mußt, wenn du zu denen gehören möchtest,
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