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Wie wird die Zukunft deiner Kinder aussehen?Erwachet! 1981 | 22. Oktober
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Wie wird die Zukunft deiner Kinder aussehen?
EIN kleiner Junge wurde gefragt, was er sein möchte, wenn er groß sei. Nach kurzer Überlegung platzte er mit der Antwort heraus: „Am Leben.“ Es gibt viele Kinder, die sich um die Zukunft ebenso Sorgen machen wie gutunterrichtete Eltern. Alle Eltern, die ihre Kinder wirklich lieben, möchten nur das Beste für sie. Doch die Zukunftsaussichten sind düster.
Sittlichkeit: „In den USA hat fast die Hälfte der Mädchen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren Sexerfahrung — und die Zahlen steigen ständig.“ Das ergab eine vor kurzem veröffentlichte Studie. Viele Jugendliche in der ganzen Welt sagen: „Wenn es einem gut erscheint, sollte man es tun. Jeder tut es. Man schuldet sich das einfach.“ Aber der Geschlechtsverkehr mit beliebigen Partnern sowie der Drogen- und der Alkoholmißbrauch haben bereits zahllose Leben zerstört — ja sogar zu Selbstmord geführt. Und in Zukunft wird sich die Situation noch verschlimmern.
Arbeitslosigkeit: Viele Eltern fragen sich, warum sie für die Ausbildung ihrer Kinder so viel Geld ausgegeben haben. Von ihren Kindern, die das Abitur gemacht haben, heißt es vielfach, sie seien für viele praktische Berufe „überqualifiziert“. Oder es fehlt an Arbeitsstellen. Die Jugendarbeitslosigkeit ist ein großes Problem. In der Bundesrepublik Deutschland hat der Anteil der arbeitslosen Jugendlichen an den Gesamtarbeitslosen in den letzten Jahren bei etwa 10 Prozent gelegen. In Italien sind von vier Jugendlichen drei ohne Arbeit.
Atomkrieg: „Ich bin 14 Jahre alt und habe Angst“, schrieb ein Mädchen, „Angst davor, daß es für mich keine Zukunft mehr geben wird, daß wir uns selbst vernichten werden, bevor ich aus der Schule komme.“ Ihre Angst ist berechtigt, wenn man an die Atomwaffenarsenale vieler Nationen denkt. Das Mädchen, das auch über die verschiedenen Krisenherde auf der Erde nachgedacht hatte, schloß mit den Worten: „Kümmert sich keiner darum, wie es seinen Kindern ergehen wird?“
Was für eine Hoffnung?
Zweifellos ist es dir nicht gleichgültig, wie es deinen Kindern ergehen wird. Aber dein Einfluß auf ihre Zukunft ist begrenzt. Du kannst deinen Kindern gute Sittennormen einprägen, und das wird ihnen vielleicht helfen, in Zukunft glücklicher zu leben. Aber wie steht es mit all den übrigen Gefahren, die ihre Zukunft bedrohen? Gibt es jemand, dem es nicht gleichgültig ist, wie die Zukunft deiner Kinder aussehen wird, und der mächtig genug ist, alles zum Guten zu wenden?
Die Existenz deiner Kinder ist ein Beweis für das Dasein einer übermenschlichen Intelligenz und Macht. Wieso? Denke nur einmal an das Ehrfurcht einflößende „Wunder“ der Empfängnis und der Geburt. Aus zwei mikroskopisch kleinen Zellen entwickelt sich ein Mensch mit allem, was dazugehört: Haut, Knochen, Augen, Muskeln und komplizierte innere Organe. In dem Buch Miracle of Birth (Wunder der Geburt) wird die Entwicklung des Kindes als eine „ungeheuer komplizierte Reihe von Ereignissen“ bezeichnet, die „zeitlich vollkommen abgestimmt sind, um das größte aller Werke zu vollbringen: die Bildung eines neuen Menschen“.
Diese wunderbare Entwicklung läßt Planung erkennen. Das führt logischerweise zu dem Schluß, daß es einen übermenschlichen Schöpfer geben muß, der diesen erstaunlichen Vorgang geplant hat. Die wunderbare Art und Weise, wie wir geschaffen sind, läßt zweifellos erkennen, daß wir dem Schöpfer nicht gleichgültig sind und daß er möchte, daß wir Freude am Leben haben. Er wird die gegenwärtigen Verhältnisse nicht für immer bestehenlassen, noch wird er zulassen, daß der Mensch sich selbst vernichtet.
Was für eine Zukunft verheißt uns Gott?
Seit Jahrhunderten beten viele Menschen zu ‘unserem Vater im Himmel’ und bitten flehentlich: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde“ (Matth. 6:10, Einheitsübersetzung). Gottes Königreich ist eine reale himmlische Regierung, die dafür sorgen wird, daß der Wille und der Vorsatz unseres fürsorglichen himmlischen Vaters ausgeführt werden wird. Aus der Bibel geht hervor, daß die Regierung des Königreiches Gottes der Erde Frieden bringen und jegliche Bedrückung und Ungerechtigkeit für immer beseitigen wird (Ps. 72:1, 3-7, 14, 16).
Dann wird es auf der Erde genauso aussehen, wie der Bibelschreiber Jesaja voraussagte. Er beschreibt die Verhältnisse, die herrschen werden, wenn Gott seinen Vorsatz in bezug auf sein Volk ausführen wird, wie folgt: „Sie werden Häuser bauen und selbst darin wohnen, sie werden Reben pflanzen und ihre Früchte genießen. Sie bauen nicht, damit ein anderer in ihrem Haus wohnt, und sie pflanzen nicht, damit ein anderer die Früchte genießt. In meinem Volk werden die Menschen so alt wie die Bäume. Was meine Auserwählten erarbeitet haben, werden sie selber verzehren. Sie arbeiten nicht mehr vergeblich, sie bringen nicht Kinder zur Welt, die ihnen der Tod wieder entreißt. Denn sie sind ein vom Herrn gesegnetes Volk und ebenso ihre Kinder“ (Jes. 65:21-23, EÜ). Welch eine Sicherheit! Welch ein Herzensfrieden! Wie schön wird es sein, wenn jeder eine sinnvolle Arbeit hat und weiß, daß der Tod ihm die Kinder nicht wieder entreißen wird. Diese Segnungen empfangen alle, die den Willen Gottes tun (1. Joh. 2:17).
Wird es noch zu Lebzeiten deiner Kinder so kommen?
Gemäß der Bibel muß diese Frage bejaht werden. Jesus prophezeite bestimmte Verhältnisse, die erkennen lassen würden, daß eine weltweite Änderung unmittelbar bevorstehe. Er sagte: „Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheit und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben. Alle diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen. Und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten“ (Matth. 24:7, 8, 12).
Seit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 hat sich alles das auf der Erde zugetragen. Jesus fügte noch hinzu: „Wahrlich, ich sage euch, daß diese Generation auf keinen Fall vergehen wird, bis alle diese Dinge geschehen.“ Bevor also die „Generation“, die den Beginn „dieser Dinge“ im Jahre 1914 sah, ‘vergangen sein wird’, wird Gott eine neue, gerechte Ordnung errichten. Da diejenigen, die dieser „Generation“ angehören, im Alter fortgeschritten sind, muß die vorhergesagte Änderung recht bald eintreten (Matth. 24:34).
Es gibt noch weitere Bestandteile dieses in der Bibel erwähnten „Zeichens“. Warum dich nicht mit Jehovas Zeugen in Verbindung setzen, um mehr darüber zu erfahren?
[Bild auf Seite 4]
Aus nur zwei mikroskopisch kleinen Zellen entwickelt sich im Mutterleib ein Mensch.
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Jung bleiben, während man älter wirdErwachet! 1981 | 22. Oktober
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Jung bleiben, während man älter wird
Vom „Awake!“-Korrespondenten in der Bundesrepublik Deutschland
TROTZ des beachtlichen Alters von 94 Jahren wirkte der Mann mit den leuchtenden Augen, der mir gegenübersaß, erstaunlich jung und rüstig. „Das ist genau der Richtige“, dachte ich, „der mein Manuskript lesen könnte, bevor ich es zur Veröffentlichung weiterreiche.“ Der Artikel trug den Titel „Jung bleiben, während man älter wird“. Aber vor allem wollte ich wissen, worin Wilhelm Hillmanns Geheimnis bestand, „jung“ zu bleiben. Ich fragte ihn danach und wartete auf die Antwort.
„Das Geheimnis, wie man jung bleibt?“ wiederholte er meine Frage nachdenklich. „Nun, es ist schön, daß du einen ,Alten Adler‘ wie mich darüber befragst.“
Ich wußte nicht, was er mit dem Ausdruck „Alter Adler“ meinte. Das sollte mir erst später klarwerden.
„Um jung zu bleiben, braucht man, glaube ich, in erster Linie ein Ziel im Leben. Ich hatte schon als Gymnasiast mein Ziel.“ Er hielt inne und sagte lächelnd: „Damals wußte ich nicht, daß sich meine Ziele ändern würden, daß ich mein wahres Ziel erst über 60 Jahre später finden würde. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, als Erwachsener einmal Segelschiffe zu bauen. Nach dem Abitur wurde ich Lehrling auf einer Segelschiffswerft in Bremerhaven. Im Jahre 1905 ging einer meiner Träume in Erfüllung. Ich durfte meine erste Seereise machen — nicht auf irgendeinem Schiff, sondern auf der Preußen, dem berühmtesten Segelschiff der damaligen Zeit und dem größten Fünfmaster, der je gebaut wurde.“
Er schob ein Bild auf dem Tisch zu mir. Es zeigte die Preußen — ein sehr imposantes Schiff.
„Wir mußten Salpeter von Chile holen“, fuhr er fort. „Wir segelten um Kap Hoorn. Die Hinreise dauerte 68 Tage und war wirklich ein Erlebnis für einen 19jährigen. Ich erinnere mich an die Stürme — der Wind und der Hagel schlugen uns das Gesicht fast blutig. Es war kein leichtes Unterfangen, die Segel unter Kontrolle zu halten. Einmal, als ich hoch oben in den Segeln mein Äußerstes
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