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  • Was bringt die Zukunft deinem Kind?
    Der Wachtturm 1975 | 1. November
    • Was bringt die Zukunft deinem Kind?

      BIST du als liebevoller, gewissenhafter Vater oder als liebevolle, gewissenhafte Mutter an der Zukunft deines Kindes interessiert? Wenn ja, dann möchtest du doch bestimmt, daß es eine gute Ausbildung erhält, um im Leben voranzukommen, eine glückliche Familie gründen zu können und ein sicheres Auskommen zu haben.

      Besteht jedoch Aussicht auf eine solche Zukunft? Leben wir heute nicht in unsicheren Zeiten? Beabsichtigst du, dein Kind studieren zu lassen? Ist eine Umgebung, in der Promiskuität und Drogensucht gang und gäbe sind, eine günstige Voraussetzung für eine gute Ausbildung? Dazu kommt noch, daß man sich an vielen Hochschulen gar nicht darum zu kümmern scheint, ob die Studenten etwas lernen oder nicht. Gewissenhafte Eltern sind über diese Verhältnisse sehr beunruhigt.

      Denken wir auch an die Laufbahn nach dem Studium. Was stellt die Welt deinem Sohn in Aussicht? Möchte er Rechtsanwalt werden? Welche Enttäuschungen muß aber eine solche Laufbahn mit sich bringen, wenn man bedenkt, daß viele Rechtsanwälte offen zugeben, daß man im allgemeinen kaum noch eine gerechte Rechtsprechung erwarten kann? Oder bereitet sich dein Sohn darauf vor, Arzt zu werden? Die Tatsachen zeigen, daß ein tüchtiger Facharzt immer mehr damit rechnen muß, auf Schadenersatz verklagt zu werden. Und welche Aussicht bietet eine kaufmännische Laufbahn angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftslage? Alles in dieser alten Welt befindet sich im Umbruch. Können wir damit rechnen, daß die Zukunft etwas Besseres bringt?

      Es steht zweifellos fest, daß die Zukunft, die die gegenwärtige Welt deinem Kind in Aussicht stellt, düster aussieht. Man sollte aber, wenn man an die Zukunft denkt, Gott nicht außer acht lassen. Ja, es gibt einen Gott im Himmel, ein höchstes Wesen. Wie sonst hätte das erstaunliche Universum samt der Erde und dem Menschen entstehen können? (Röm. 1:20). Gott ist an den Vorgängen auf der Erde genauso interessiert, wie ein Erfinder am Erfolg seiner Erfindung interessiert ist und wie Eltern an der Zukunft ihres Kindes interessiert sind. Was er mit der Erde und der Menschheit vorhat, erklärt er in seinem Wort, der Bibel. Aus der Bibel erfahren wir, daß Gott die Erde erschuf, damit sie bewohnt werde (Jes. 45:18). Ferner geht daraus hervor, daß sein liebevoller Vorsatz darin besteht, Verhältnisse herbeizuführen, unter denen die Menschen in Frieden, Gerechtigkeit und Glück ewig leben können. Der Apostel Johannes erhielt eine Vorschau auf die Zeit, in der Gottes Vorsatz in Verbindung mit der Erde endgültig verwirklicht wird. Er sah sich durch eine Vision in die Zeit versetzt, in der Gott ‘jede Träne von den Augen abwischen wird und der Tod nicht mehr sein wird, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein wird. Die früheren Dinge sind vergangen’ (Offb. 21:4). Ist das nicht etwas, was du für dein Kind wünschst?

      Können wir aber davon überzeugt sein, daß Gott diese Verhältnisse herbeiführen wird? Jawohl, denn sein Wort gibt uns die Zusicherung, daß er „nicht lügen kann“ (Tit. 1:2). Darüber hinaus weist es darauf hin, daß Gottes Vorsätze erfolgreich verwirklicht werden. Bestätigt nicht die ganze Schöpfung, daß Gott allwissend, allweise und allmächtig ist? (Jes. 55:10, 11). Wir können daher zuversichtlich dem Tag entgegensehen, an dem diese Verhältnisse auf der ganzen Erde herrschen werden. „Doch wann wird dies sein?“ magst du fragen. Wie die biblischen Prophezeiungen — besonders die von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, stammenden — zeigen, wird die Generation, die die seit 1914 herrschenden schlimmen Verhältnisse miterlebt hat, diesen Wechsel erleben. „Diese Generation“, sagte Jesus, „[wird] auf keinen Fall vergehen ..., bis alle diese Dinge geschehen“ (Matth. 24:34).

      Stell dir vor, was das bedeutet! Alles, wovon die Menschheit jetzt heimgesucht wird — Kriege, Hungersnöte, Erdbeben, Krankheiten, Ungerechtigkeiten, wirtschaftliche Not und Armut —, wird es dann nicht mehr geben. Dieser Wechsel wird, wie die Bibel vorhersagt, durch eine von Gott bewirkte Katastrophe herbeigeführt werden, die so gewaltig sein wird, daß Jesus sie mit der Sintflut verglich. In Offenbarung 16:14, 16 wird der Höhepunkt dieser großen Drangsal als der „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, Har-Magedon, bezeichnet.

      Was müßt ihr, dein Kind und du, jetzt tun, um diese Katastrophe zu überleben und in die gerechte, friedliche und glückliche Welt zu gelangen? Gottes Prophet antwortet: „Suchet Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde ... Suchet Gerechtigkeit, suchet Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tage des Zornes Jehovas geborgen werden“ (Zeph. 2:3).

      Wenn du dieser Aufforderung folgst und deinem Kind zeigst, wie es dies ebenfalls tun kann, könnt ihr beide hoffen, den Tag des Zornes Gottes zu überleben und in dieses neue System der Dinge zu gelangen. Bestimmt könntest du deinem Kind keine bessere Zukunft wünschen!

      Wie verhält es sich aber mit Kindern, die noch zu klein sind, um ihren Glauben zu beweisen, wenn diese Zeit kommt? Die Bibel zeigt, daß Gott Kindern gläubiger Eltern die gleiche Aufmerksamkeit schenkt wie ihren Eltern (1. Kor. 7:14). Ihre Aussicht zu überleben hängt also davon ab, ob ihre Eltern etwas tun, um ihren Glauben zu beweisen (Jak. 2:26). Das sollte zum Nachdenken veranlassen.

      Man sollte aber die Fähigkeit kleiner Kinder, Grundsätze über Recht und Unrecht zu erfassen und Glauben an Gott und sein Wort auszuüben, nicht unterschätzen. Sie sollten darüber belehrt werden. Die Herausgeber des Wachtturms erhalten oft Briefe von sechs- bis achtjährigen Kindern, die ihre Wertschätzung für das, was sie über Gott und sein Wort lernen, zum Ausdruck bringen. Sie könnten mit Timotheus, einem christlichen Diener Gottes aus dem ersten Jahrhundert, verglichen werden, der von frühester Kindheit an über Gottes Wort belehrt worden war. Ja, wenn — wie die Zeitungen berichten — Kinder schon im zarten Alter Erwachsene nachahmen können, indem sie die verschiedensten Verbrechen verüben, dann können Kinder im zarten Alter bestimmt auch Erwachsene nachahmen, die rechtschaffen handeln (2. Tim. 3:14).

      Was kann aber ein Jugendlicher tun, dessen Eltern das Gebot, ‘Jehova, Gerechtigkeit und Sanftmut zu suchen’, nicht befolgen? Kann er von sich aus etwas unternehmen? Selbstverständlich! Es gibt sogar viele Zehn- bis Zwölfjährige, die unabhängig von ihren Eltern für Gott und die Gerechtigkeit Stellung bezogen haben.

      Die gegenwärtige Welt kann deinem Kind also offensichtlich keine schöne Zukunft in Aussicht stellen. Gottes Wort tut es aber, und zwar nicht nur deinem Kind, sondern allen — ob jung oder alt —, die ‘Jehova, Gerechtigkeit und Sanftmut suchen’. Um diesem Gebot nachzukommen, mußt du jetzt die Zeit auskaufen und dich darüber informieren, was Gott von dir verlangt, und mußt dann die so erworbene Kenntnis im täglichen Leben anwenden. Zur Zeit sind etwa zwei Millionen christliche Zeugen Jehovas ihren Mitmenschen behilflich, dies zu tun, und wenn du es wünschst, werden die Zeugen an deinem Wohnort auch dir gern behilflich sein.

  • Gottes Unterstützung macht von Furcht frei
    Der Wachtturm 1975 | 1. November
    • Gottes Unterstützung macht von Furcht frei

      WIE wäre dir zumute, wenn Gott, der Allmächtige, dir eine Arbeit aufgetragen hätte, dir dann aber die Ausführung dieser Arbeit durch eine behördliche Verfügung untersagt würde? Was würdest du tun, wenn die Verfügung sogar von der zur Zeit herrschenden Weltmacht erlassen worden wäre? Würdest du vor Furcht zittern, vor allem, wenn die Arbeit vor aller Öffentlichkeit getan werden müßte? Würdest du sie einstellen, oder würdest du sie mutig fortsetzen?

      Christen, die die gute Botschaft von Gottes Königreich verkündigen, sind schon oft und an vielen Orten in einer solchen Lage gewesen. Sie wissen, daß sie den Auftrag zu predigen von Gott erhalten haben. Ihr Führer, Jesus Christus, der nur das redete, was er von Gott gehört hatte, sagte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“ Ferner sagte er: „Macht Jünger aus Menschen aller Nationen, ... lehrt sie“ (Matth. 24:14; 28:19, 20; Joh. 8:28, 29). In einigen Ländern ist diese Predigttätigkeit aber unterbunden worden, ja gewisse Großmächte haben sogar Gesetze erlassen, um sie zu verbieten. Wahre Christen haben jedoch trotz solchen Widerstandes mutig weitergepredigt. Wie konnten sie dies zuversichtlich tun?

      EINE PROPHETISCHE VERANSCHAULICHUNG

      Vor Jahrhunderten wurde dies prophetisch veranschaulicht. Es war während der Herrschaft Persiens, der vierten Weltmacht der biblischen Geschichte. Gott hatte durch Cyrus, den König von Persien, Babylons Macht gebrochen und Israel aus der Sklaverei Babylons befreit. Alle, die nach Jerusalem zurückkehren wollten, um den Tempel Jehovas wieder aufzubauen und die wahre Anbetung wiederherzustellen, durften dies tun. Etwa 50 000 Israeliten unter der Führung ihres Statthalters Serubbabel bewiesen ihren Glauben und ihren Eifer, indem sie die lange Reise machten. Nach ihrer Ankunft errichteten sie einen Altar, und danach legten sie den Grund für den Tempel. Die Nachbarvölker erhoben aber energisch dagegen Einspruch. In Persien war inzwischen ein neuer Herrscher an die Macht gekommen, und so gelang es diesen Feinden, eine königliche Verfügung zu erwirken, nach der die Arbeiten am Tempel unverzüglich eingestellt werden mußten (Esra 3:8-10; 4:17-22).

      Von Furcht erfüllt, brachen die Tempelbauleute ihre Arbeit ab. Etwa sechzehn Jahre wurde nicht mehr weitergebaut. Doch der Befehl zum Bau war gegeben worden, und zwar nicht von einer irdischen Macht, sondern von Jehova Gott, dem Souverän des ganzen Universums. Würde er zulassen, daß sein Befehl wegen der Furcht seiner Diener nicht ausgeführt würde? Oder würde er sie stärken und sie mit seiner Kraft unterstützen?

      Gott war geduldig mit seinem Volk, denn er sah, welch heftigem Widerstand es gegenüberstand. Die Israeliten hätten sich jedoch nicht einschüchtern lassen und nicht aufhören sollen, den ihnen von Gott erteilten Auftrag auszuführen. Damit sein Vorsatz verwirklicht wurde

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