-
„Das ist das Land“ des Wortes der WahrheitDer Wachtturm 1968 | 15. Dezember
-
-
„Das ist das Land“ des Wortes der Wahrheit
„Jehova sprach zu ihm: Das ist das Land, welches ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinem Samen will ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen sehen lassen.“ — 5. Mose 34:4.
1. Wieso ist die Geographie für uns ein interessantes Wissensgebiet?
ALS glücklicher Bewohner des herrlichen Planeten Erde, der Wohnstätte des Menschen, hast du vielleicht auch ein gewisses Interesse an Geographie, denn an unserer Heimat sind wir doch alle interessiert. Die Geographie, die Wissenschaft von der Beschreibung der Erde und ihres Lebens, ist ein fesselndes Wissensgebiet. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit der Beschreibung der Landflächen und der von Wasser bedeckten Räume, der Meere und anderer Gewässer. Sie untersucht sowohl Klima und Verbreitung von Pflanzen, Tieren und Menschen als auch die natürlichen Reichtümer der Erde und bis zu einem gewissen Grad auch die Wirtschaft und macht statistische Angaben über diese verschiedenen Elemente und ihre Wechselbeziehungen.
2. Erkläre, welche zwei Möglichkeiten wir haben, gewisse Gebiete der Erde kennenzulernen.
2 Viele charakteristische Merkmale der Erde kann man durch eine unmittelbare Betrachtung kennenlernen. Es gibt aber auch genaue Landkarten. Man braucht also nicht unbedingt jedes Land zu bereisen, um es kennenzulernen. Man kann aber das, was man durch ein Studium gelernt hat, auf seine Richtigkeit prüfen, indem man eine Reise in die betreffenden Gebiete unternimmt und sie besichtigt. Das wäre der beste Geographieunterricht, ein Studium in Erdkunde an Ort und Stelle.
3. Auf welch ungewöhnliche Weise konnte man im Sommer 1967 seine geographischen Kenntnisse erweitern?
3 Manchmal lernt man gewisse Gebiete auch durch die Nachrichten über Tagesereignisse kennen. Im Sommer 1967 wurde zum Beispiel die Aufmerksamkeit der Welt auf einen kleinen Landstrich östlich des Mittelmeeres gelenkt. Im Juni jenes Jahres wurde ein kurzer unerbittlicher Krieg geführt, und die Weltpresse berichtete eingehend über diesen Konflikt und über das Gebiet, in dem er sich abspielte. In Verbindung mit diesen Berichten wurden auch Karten, Diagramme, Bilder, Photographien und Zeichnungen veröffentlicht, die der Leserschaft eine gewisse Vorstellung von der geographischen Struktur jenes Gebietes vermittelten und ihr halfen, ihre geographischen Kenntnisse über diesen Teil der Erde zu erweitern.
4, 5. (a) Welche Hinweise in den Berichten über den israelisch-arabischen Krieg zeigten, daß der Kampfplatz ein einzigartiges Gebiet war? (b) Wieso ist das für uns von besonderem Interesse?
4 Die Berichte über diesen israelisch-arabischen Konflikt, der sich schließlich zu einem Krieg entwickelte, welcher am 5. Juni 1967 ausbrach, wiesen ein Merkmal auf, das man in keinem Bericht über ein anderes Land findet. Sie enthielten nämlich unzählige Hinweise auf Einzelheiten, die nur auf dieses Gebiet zutreffen und die für dieses Gebiet besonders charakteristisch sind. Das ist sehr bedeutsam. Es bestätigt die Tatsache, daß dieses Land in der Vergangenheit der Schauplatz wichtiger Ereignisse war, die für dich von besonderer Bedeutung sind. Beachte, worauf in diesen Berichten unter anderem hingewiesen wurde:
5 Jerusalem wurde als die „historische Stadt“ bezeichnet, die „von Christen verehrt wird, weil sich dort die wichtigsten Ereignisse im Leben Jesu abgespielt haben“. Es war die Rede von den „alten biblischen Straßen zwischen (Tel Aviv) und Jerusalem“, von den „heiligen Stätten des Christentums“, vom Ölberg, vom Kalvarienberg, von der Stätte, wo einst der Tempel des Königs Salomo stand, von Bethlehem, dem Geburtsort Jesu, und von „Damaskus ... das von Uz, dem Sohn Arams, gegründet wurde ... und schon in den Tagen Abrahams eine Stadt war. ... Paulus wurde zum Christentum bekehrt, als er auf dem Weg in diese Stadt war.“
6. Führe weitere Tatsachen an, die besonders auf die Geschichte dieses Gebietes hinweisen.
6 Ein Rabbiner hob den historischen Charakter des Kampfplatzes hervor, indem er, wie berichtet wurde, begeistert ausrief: „Wir erleben die Erfüllung der zweitausendjährigen Träume der Juden! Wir sind in das messianische Zeitalter eingetreten.“ Das Gebiet wurde in den Kriegsberichten „das Land Kanaan“ genannt, „das von den Arabern mit dem römischen Namen Palästina bezeichnet und von den Juden Israel genannt“ werde, und die Kämpfenden bezeichnete man als die „Nachkommen Isaaks und die Nachkommen Ismaels“. „Als Semiten sind Juden und Araber durch eine 3 500 Jahre alte Geschichte miteinander verbunden. Die Juden stammen von Abraham über seinen Sohn Isaak und seinen Enkel Jakob ab. Die Araber behaupten ebenfalls, Nachkommen Abrahams zu sein, aber über Ismael, einen anderen Sohn.“
7, 8. (a) Auf welche strategischen Punkte lenkte eine Karte, die in einem Kriegsbericht veröffentlicht wurde, die Aufmerksamkeit? (b) Führe weitere Namen an, die in diesem Zusammenhang erwähnt wurden und die mit der biblischen Geschichte verbunden sind.
7 Über eine Karte, die in einem Kriegsbericht veröffentlicht wurde, hieß es unter anderem: „Anhand der Karte ... kann man mit e i n e m Blick das Ausmaß des israelischen Sieges erkennen. Die Stellungen, die Israel besetzt hat, ermöglichen es ihm, seine Grenzen künftig besser zu verteidigen, als dies in der Vergangenheit der Fall war, dazu gehören die Altstadt von Jerusalem und die Hügel von Judäa, die Hügel von Samaria in Jordanien, die Höhen von Golan in Syrien, der Gasastreifen, die Stellungen, die die Straße von Tirana beherrschen, und wichtige Verkehrsverbindungen zwischen der Sinaihalbinsel und dem Ostufer des Sueskanals.“
8 Die Klagemauer, der Ölberg, der Berg Scopus, das Tal Josaphat, Tiberias, das Galiläische Meer, das syrische Steilufer des Sees, in dem Petrus fischte, der Berg der Seligpreisungen, wo das Wunder mit den Broten und Fischen geschah, der Hermon — sie alle wurden in den Kriegsbeschreibungen erwähnt. Besonders eindrucksvoll war folgender Kommentar: „Gerade in diesem unwirtlichen und schönen Land predigte vor 2 000 Jahren ein Jude aus Nazareth zum erstenmal die Lehre, daß alle Menschen in Frieden leben und gegeneinander barmherzig sein sollten.“
9. Was sagt das Wort des Schöpfers über diesen besonderen Teil der Erde?
9 Jehova, der Schöpfer der Erde, lenkte die Dinge so, daß sich in diesem Teil der Erde, in einem verhältnismäßig kleinen Gebiet, Ereignisse abspielten, die auch für dich von größter Bedeutung sind. Von diesem Teil der Erde ist in 5. Mose 34:1-4 die Rede: „Und Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, den Gipfel des Pisga, der Jericho gegenüber ist. Und Jehova ließ ihn das ganze Land sehen: das Gilead bis Dan, und das ganze Naphtali und das Land Ephraim und Manasse, und das ganze Land Juda bis zum hinteren [westlichen, NW] Meere; und den Süden [Negeb, NW] und den Jordan-Kreis, die Niederung von Jericho, der Palmenstadt bis Zoar. Und Jehova sprach zu ihm: Das ist das Land, welches ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinem Samen will ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen sehen lassen, aber du sollst nicht hinübergehen.“
10. (a) Zeige anhand der in Josua 1:4 und 1. Mose 15:18-21 wiedergegebenen Beschreibung des Landes auf der nebenstehend abgedruckten Karte, welche Gebiete es einschloß und wie die Grenzen verliefen. (b) Was meinte Jehova also, als er zu Moses sagte: „Das ist das Land.“?
10 Eine weitere Beschreibung dieses Landes lautet: „Von der Wüste und dem Libanon dort bis an den großen Strom, den Euphratstrom, das ganze Land der Hethiter, bis zu dem großen Meer im Westen soll euer Gebiet reichen.“ (Josua 1:4, Me) Als Jehova Gott Moses das Land zeigte, erwähnte er die Verheißung, die er Abraham gegeben hatte. Wie er Abraham das Land beschrieben hatte, lesen wir in folgenden Worten: „An selbigem Tage machte Jehova einen Bund mit Abram [Abraham] und sprach: Deinem Samen gebe ich dieses Land vom Strome Ägyptens bis an den großen Strom, den Strom Phrat [Euphrat, NW]: die Keniter und die Kenisiter und die Kadmoniter und die Hethiter und die Perisiter und die Rephaim, und die Amoriter und die Kanaaniter und die Girgasiter und die Jebusiter.“ (1. Mose 15:18-21) Moses interessierte sich für dieses Land. Es war sein größter Wunsch, bis zum Norden des Landes der Verheißung, bis zum Libanongebirge, zu gelangen, aber Gott gestattete es ihm nicht. Er zeigte ihm das Land aber von einer günstigen Stelle aus auf dem Gipfel des Pisga, auf dem Berg Nebo. (5. Mose 3:23-28) Es handelte sich bei diesem Land also um ein ganz bestimmtes, genau beschriebenes Gebiet, das Jehova Gott für sein Vorhaben ausgewählt hatte, und dieses schöne Land gab er seinem Bundesvolk, den Israeliten. Dieses herrliche Land, das Verheißene Land, war der Schauplatz vieler Ereignisse, die in Gottes Wort, der Bibel, festgehalten sind, und in diesem Land wurde auch der größte Teil des Wortes der Wahrheit niedergeschrieben. Das Verheißene Land, von dem Jehova sagte: „Das ist das Land“, ist deshalb das Land des Wortes der Wahrheit, das Land der Bibel, des Buches, das heute die Glaubensquelle der Christen ist.
11. Inwiefern bestätigt das Land das Wort Gottes?
11 Das Land des Wortes der Wahrheit ist ein offenkundiger Beweis dafür, daß es vernünftig ist, sich auf Gottes Wort zu verlassen, denn es bestätigt dieses Wort. Manche Leute bezweifeln, daß gewisse Stätten, die in der Bibel erwähnt werden, existiert haben und daß gewisse Ereignisse, über die die Bibel berichtet, sich abgespielt haben. Das Vorhandensein der Bibel können sie nicht leugnen, weil wir diese Sammlung heiliger Schriften in Händen haben. Sie ziehen daher ihre Genauigkeit in Frage. Wollen sie etwa behaupten, es habe dieses Land nicht gegeben? Das können sie wohl kaum, denn dieses Land ist da!
12. Führe einige Gründe an, weshalb Christen an diesem Land heute besonders interessiert sind.
12 Welche Gebiete es einschließt, kann heute jeder selbst sehen. Die Bibel beschreibt das Verheißene Land nicht nur ungefähr. Im Gegenteil, sie gibt die Namen genau an und beschreibt gewisse Orte ganz genau. Da diese Einzelheiten zum Wort der Wahrheit gehören, sollten Christen daran interessiert sein. Jehovas Diener Josua sagte in seiner Abschiedsansprache: „Ich gehe heute den Weg der ganzen Erde; und ihr wisset mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, daß nicht e i n Wort dahingefallen ist von all den guten Worten, die Jehova, euer Gott, über euch geredet hat: sie sind euch alle eingetroffen, nicht e i n Wort davon ist dahingefallen.“ (Josua 23:14) Josua sprach in seinen Abschiedsworten von „diesem guten Lande, das Jehova, euer Gott, euch gegeben hat“. Christen stützen sich auf das Wort der Wahrheit, und eine Kenntnis des Landes des Wortes der Wahrheit hilft ihnen und stärkt sie.
13, 14. (a) Konnten die geographischen Angaben der Bibel stets gut verstanden werden? (b) Was sagte Martin Luther in diesem Zusammenhang? (c) Seit wann erst gibt es genaue Karten der biblischen Länder? (d) Was können wir über diese Länder alles wissen?
13 Die vielen Landschaftsmerkmale, die in der Beschreibung des Landes erwähnt werden, lassen erkennen, wie groß das Gebiet des Landes der Verheißung war. Wir lesen vom Euphrat, vom Mittel- oder Westmeer, vom Strom Ägyptens, vom Libanongebirge usw. Weißt du, wo sie alle zu finden sind? Das Land der Verheißung dehnt sich von der Küste am Ostende des Mittelmeeres nach Osten aus. Es ist heute auf jeder Weltkarte zu finden.
14 Bis zum vergangenen Jahrhundert war es nicht leicht, die geographischen Angaben der Bibel zu verstehen. Martin Luther, der von 1483 bis 1546 lebte, soll gesagt haben: „Es wäre schön, auch zu wissen, wo die (biblischen) Länder lagen, damit man beim Lesen nicht so sehr durch fremde, unbekannte Wörter und Namen gestört und einem das Verständnis nicht soviel Kopfzerbrechen bereiten würde.“ Die erste Karte der biblischen Länder, die als wirklich genau bezeichnet werden konnte, wurde wahrscheinlich um das Jahr 1880 veröffentlicht. Du kannst das Land der Verheißung also ohne weiteres genau kennenlernen. Wenn du dir die Kenntnisse, die man heute über dieses Land hat, aneignest, wirst du die Bibel besser verstehen. Dieses Land, der Schauplatz der Ereignisse, über die das Wort der Wahrheit berichtet, existiert tatsächlich, es ist nicht legendär. Es ist ein Land, das man heute besuchen kann.
15. (a) Welche zwei Gaben Jehovas sind zu unserem Nutzen heute noch vorhanden? (b) Inwiefern sind sie uns von Nutzen?
15 Die Bibel, das Wort der Wahrheit, ist eine kostbare Gabe Jehovas, eine Gabe, die nicht nur für die Israeliten bestimmt war, sondern allen Gläubigen zugehen sollte, die sich dafür interessieren. Diese beiden großen Gaben — das Wort Gottes und das Land — sind heute noch vorhanden. Keine von beiden kann aus dem Dasein ausgelöscht werden. Gottes Wort gebietet uns, diesem Land Aufmerksamkeit zu schenken. Palästina, das Land, in dem Jehova angebetet wurde, bedeutet Christen mehr als anderen Menschen. Da die Bibel gewisse Örtlichkeiten so häufig erwähnt, sind das Land und diese Örtlichkeiten für uns von besonderer Bedeutung. Das Aussehen des Landes mag sich im Laufe der Jahrhunderte geändert haben, aber das Land ist immer noch da, und wenn du die Orte findest, wo sich bestimmte Ereignisse abgespielt haben, bestätigt das dir die Zuverlässigkeit des Bibelberichts und macht das Wort der Wahrheit für dich lebendig.
16. Warum bringen wir Ereignisse und Orte miteinander in Verbindung?
16 Es ist natürlich und auch richtig, in der Bibel erwähnte Ereignisse mit dem Ort, an dem sie sich abgespielt haben, in Verbindung zu bringen, sofern er im Bericht erwähnt wird. Wenn wir den Rahmen eines Ereignisses kennen, wächst unser Interesse an diesem Ereignis, und wir verstehen dessen Bedeutung besser. Wir sollten aus verschiedenen Gründen das Land kennenlernen und möglichst genau wissen wollen, was Jehova meinte, als er zu seinem Diener Moses sagte: „Das ist das Land.“
EIN KLEINER SCHAUPLATZ, AUF DEM SICH GEWALTIGE EREIGNISSE ABSPIELTEN
17. Welche Beschreibung zeigt, daß dieses Land damals das reinste Paradies war?
17 „Jehova, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Niederung und im Gebirge entspringen; ein Land von Weizen und Gerste und Weinstöcken und Feigenbäumen und Granatbäumen; ein Land von ölreichen Olivenbäumen und Honig; ein Land, in welchem du nicht in Dürftigkeit Brot essen wirst, in welchem es dir an nichts mangeln wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind, und aus dessen Bergen du Erz hauen wirst. Und hast du gegessen und bist satt geworden, so sollst du Jehova, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat.“ (5. Mose 8:7-10) Nach der Beschreibung der Bibel war dieses Land damals also das reinste Paradies. Es diente als Vorbild für die Erde unter der Regierung des himmlischen Königreiches Jehovas unter Christus Jesus.
18. Beschreibe anhand der Karte auf Seite 747 das Verheißene Land noch weiter.
18 Welches Gebiet das damalige Land der Verheißung umfaßte, ist durch die erwähnten Beschreibungen bereits gezeigt worden. Auch aus dem Bericht in 4. Mose 34:1-12 geht dies hervor. Wir geben diesen Text hier nicht wieder, empfehlen dir aber, ihn in deiner Bibel nachzulesen. Auf der auf Seite 747 abgedruckten Karte siehst du, wie groß dieses Land war, das die kleine Bühne bildete, auf der sich wichtige Ereignisse abspielten. Genau gesagt, betrug seine Breite von Osten nach Westen nur etwa 55 Kilometer und seine Gesamtlänge von Norden nach Süden nur etwa 480 Kilometer. Von seiner ganzen Länge waren nur etwa 240 Kilometer oder ein Gebiet von annähernd 15 500 Quadratkilometern tatsächlich besiedelt. Das war in den Tagen des Königs Salomo: „Denn er herrschte über das ganze Land diesseits des Stromes, von Tiphsach bis Gasa, über alle Könige diesseits des Stromes; und er hatte Frieden auf allen Seiten ringsum. Und Juda und Israel wohnten in Sicherheit, ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerseba, alle Tage Salomos.“ — 1. Kö. 4:24, 25.
19. Wie groß war die Bühne, auf der sich die in der Bibel beschriebenen dramatischen Ereignisse abspielten?
19 Außer diesem Gebiet, das die Israeliten nach der obigen Beschreibung unter der Herrschaft Salomos bewohnten, besiedelten sie auch ein großes Gebiet östlich des Jordan, so daß sich das gesamte Gebiet über etwa 25 900 Quadratkilometer erstreckte. So groß war also die Bühne, auf der sich viele dramatische Ereignisse abspielten.
20. Führe anhand der Karte auf Seite 749 die wichtigsten Landschaftsmerkmale des Landes an der Mittelmeerküste an.
20 Es ist nicht schwer, sich die Vielfalt und die Gegensätze dieser Landschaft vorzustellen, und es ist gut, wenn man versucht, es zu tun. Das Verheißene Land weist einige wichtige Landschaftsmerkmale auf, die man leicht im Gedächtnis behalten kann. Das Land, das die Juden tatsächlich bewohnten, erstreckte sich vom Libanon, der auf der umseitig abgedruckten Karte im Norden angegeben ist, bis zur Wüste oder zum Negeb im Süden. Entlang dem West- oder dem Großen Meer, heute als das Mittelmeer bekannt, das die Westgrenze des Verheißenen Landes bildete, lagen mehrere Ebenen. Dieser Küstenstreifen schloß Cäsarea und Saron ein.
21. Welches charakteristische Landschaftsmerkmal finden wir als nächstes weiter östlich?
21 Östlich davon, zwischen der Küste und den Bergen, liegt die Schephela („Niederung“) oder das Hügelland. Auf der Karte findest du die Schephela gegen Süden, oberhalb des Negeb. In diesem Hügelland, der Schephela, siehst du auf der Karte die Stadt Lachis, die in der Bibel dreiundzwanzigmal erwähnt wird.
22. Wo befinden sich auf der Karte die hier genannten weiteren Örtlichkeiten?
22 Östlich der Schephela oder des Hügellandes liegen die Berge von Samaria und Juda. Dazu gehört auch das Gebiet, in dem die Stadt Jerusalem liegt. Du siehst Jerusalem, auch Zion genannt, auf der Karte westlich des nördlichen Endes des Toten Meeres. Auch den Ölberg und Bethanien siehst du dort. Nördlich davon liegen die Berge von Samaria, zu denen auch der Berg Gerisim gehört. Dort befinden sich das Dorf Sichar, die Stadt Samaria und Jakobs Quelle. Diese Gegend lag in dem Gebiet, das nach der Teilung der Nation Israel den zehn Stämmen gehörte.
23. Zeige, wo sich auf der Karte der Jordangraben und die in Verbindung damit erwähnten Örtlichkeiten befinden.
23 Von Jerusalem aus rechts, in nördlicher Richtung, das heißt nordöstlich von Jerusalem, siehst du die Stadt Jericho. Jericho liegt auf der Westseite des großen Jordangrabens, eines weiteren wichtigen Landschaftsmerkmals des Verheißenen Landes. Im Jordangraben, der von den Bergen im Norden zur Araba und zum Roten Meer im Süden zieht, befinden sich das Jordantal mit dem Jordan, das Galiläische Meer und das Salzmeer oder das Tote Meer.
24. Von wo aus überblickte Moses das Land?
24 Östlich des Jordan und östlich des Salzmeeres liegen die Hügel und Hochebenen von Moab. Auf der Karte siehst du den Berg Nebo und Pisga angegeben. Auf diesem Gipfel stand Moses und überblickte das Land in nördlicher, westlicher und südlicher Richtung bis zum Mittelmeer; er sah das große Gebiet und hörte, wie Jehova zu ihm sagte: „Das ist das Land.“
25. Beschreibe anhand der Karte nochmals die fünf wichtigsten Landschaftsmerkmale des Verheißenen Landes.
25 Du hast nun einige wichtige Landschaftsmerkmale des Verheißenen Landes kennengelernt: die Ebene an der Mittelmeerküste, das Hügelland oder die Schephela, die Berge von Samaria und Juda, wo Jerusalem liegt, den großen Jordangraben oder das Jordantal mit Jericho und dann die Hügel und Hochebenen östlich des Jordan, zu denen auch das Land Moab gehört.
26. Zeige, wo sich auf der Karte weitere in der Bibel erwähnte Landschaftsmerkmale befinden.
26 Auf dieser und auf anderen Karten sind noch viele weitere in der Bibel erwähnte Landschaftsmerkmale angegeben, unter anderem das Kidrontal, das Tal Hinnom, die Araba, der Arnon, der Jordan, der Ölberg, die Ebene Esdraelon (Jesreel), der Berg Karmel, der Berg Hermon und der Jabbok.
27. (a) Was ist für uns noch von besonderer Bedeutung? (b) Warum ist es von besonderer Bedeutung? (c) Was hat gewisse Kritiker zum Verstummen gebracht?
27 Von besonderer Bedeutung ist für uns ferner, daß in allen diesen Gebieten durch Ausgrabungen zahlreiche Beweise zutage gefördert worden sind, die bestätigen, daß gewisse in der Bibel, dem Wort der Wahrheit, erwähnte Orte tatsächlich existiert haben. Warum ist dies für uns von besonderer Bedeutung? Weil in der Bibel außer den Orten, deren Lage man im Laufe der Jahrhunderte ermitteln konnte, viele weitere Örtlichkeiten erwähnt werden, von denen man lange nicht wußte, wo sie gelegen hatten. Nach der Auffassung der Kritiker des Wortes Gottes war dies ein Beweis dafür, daß die biblischen Aufzeichnungen nicht stimmten und die Heilige Schrift daher nicht glaubwürdig sei. Die von der Archäologie gelieferten Beweise bestätigen deshalb in diesem Zusammenhang etwas sehr Wichtiges, nämlich, daß die Behauptung, in Gottes Wort seien Orte erwähnt, die es nie gegeben habe, nicht stimmt. Die Bibelkritik, die sich darauf stützte, daß gewisse biblische Stätten unauffindbar seien, kam besonders im 18. Jahrhundert auf. Der bekannte Archäologe William Foxwell Albright sagte darüber: „Die Erzvätererzählungen im ersten Buch Mose und die mosaische Überlieferung der übrigen Bücher des Pentateuchs sind durch die moderne Bibelkritik in Mißkredit gebracht worden ... Einige halten Moses für eine mythische Gestalt.“ Von dieser Kritik ist treffend gesagt worden, sie sei „die überkritische Einstellung, die früher vorherrschte“, die aber durch die in jüngster Zeit im Verheißenen Land gemachten Ausgrabungen zum Verstummen gebracht worden sei.
28, 29. Inwiefern ist das Land für Wahrheitssucher von Nutzen?
28 Heute ist es so, daß wir das Land vor uns haben; wir können es besuchen. Seine charakteristischen Landschaftsmerkmale sind deutlich sichtbar und können selbst vom gelegentlichen Besucher des Landes als die im Worte Gottes erwähnten Merkmale erkannt werden. Von gewissen Personen und Orten, die früher nur aus der Bibel bekannt waren, haben Kritiker, die gegen Gottes Wort waren und es in Mißkredit zu bringen suchten, behauptet, diese Personen und Orte seien erfunden, und daher sei der Bibelbericht legendär und unzuverlässig und könne nicht als sicherer Führer betrachtet werden.
29 Wir sagten, die archäologischen Beweise hätten bestätigt, daß diese Bibelkritiker im Irrtum waren. Möchtest du nicht auch einige dieser archäologischen Beweise, die die Bibel bestätigen, kennenlernen? Der nächste Artikel befaßt sich mit einigen davon.
-
-
Die Archäologie und das Land bestätigen das Wort der WahrheitDer Wachtturm 1968 | 15. Dezember
-
-
Die Archäologie und das Land bestätigen das Wort der Wahrheit
„Ihr wisset mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, daß nicht e i n Wort dahingefallen ist von all den guten Worten, die Jehova, euer Gott, über euch geredet hat: sie sind euch alle eingetroffen, nicht e i n Wort davon ist dahingefallen.“ — Josua 23:14.
1. Wem hat Jehova das Verheißene Land und sein Wort gegeben?
DAS Land der Verheißung, das Jehova Gott Israel, seinem Volk, einst gab, bestätigt und stützt die Bibel, sein Wort der Wahrheit, die kostbare Gabe, die er nicht nur den Israeliten verliehen hat, sondern die allen seinen Anbetern zugute kommen sollte. Sein Wort weist auf dieses Land hin, und das Land bestätigt sein Wort und bringt die schädigende Bibelkritik vor allem dank den hervorragenden Beweisen, die die Archäologie zutage gefördert hat, zum Verstummen. Bestimmt interessiert es dich, einiges über diese Beweise und die Kommentare maßgebender Archäologen zu hören.
2, 3. Führe Äußerungen maßgebender Gelehrter an, die zeigen, daß die schädigende Bibelkritik durch das Gute, das die Archäologie bewirkt hat, zum Verstummen gebracht worden ist.
2 J. A. Thompson schreibt in seinem Buch The Bible and Archaeology (Die Bibel und Archäologie) zum Beispiel: „Man kann wirklich mit Recht sagen, daß die biblische Archäologie viel dazu beigetragen hat, die Ende des letzten Jahrhunderts und zu Beginn des jetzigen Jahrhunderts vorherrschende Ansicht, daß die biblische Geschichte viele fragwürdige Stellen aufweise, zu korrigieren.“
3 „In Palästina werden in der Bibel oftgenannte Stätten und Städte wieder ans Tageslicht gehoben. Sie sehen genauso aus und liegen genau dort, wie es die Bibel beschreibt.“ So gibt Werner Keller in seinem Buch Und die Bibel hat doch recht seine Ansicht wieder und fügt noch hinzu: „[Mir] drängte sich ... immer wieder der eine Satz auf: Und die Bibel hat doch recht!“
4. Gibt es außerbiblische Beweise für die Sintflut?
4 Hast du auch schon gehört, daß der Bibelbericht über die Sintflut in Frage gezogen wurde? Bibelkritiker haben darüber gespottet und haben dadurch Gott und Christus Jesus entehrt und unter denen, die sich von ihnen beeinflussen ließen, viel Schaden gestiftet. Durch die Deutung archäologischer Ausgrabungen ist der Flutbericht der Bibel, der in 1. Mose, Kapitel 7 zu finden ist, jedoch bestätigt worden. Auch der Bericht über den „Turm, dessen Spitze an den Himmel“ reichen sollte, ist durch die Archäologie bestätigt worden. — 1. Mose 11:3, 4.
5. Zeige auf den Karten, wo sich die in diesem Absatz erwähnten Örtlichkeiten befinden.
5 Zu den in 1. Mose, Kapitel 10 und 11 erwähnten Orten, deren Lage man aufgrund von Berichten über archäologische Ausgrabungen heute kennt, gehören unter anderem die Städte Kalach, Erek, Ur in Chaldäa und Haran. Auf Keilschrifttafeln, die man in den Ruinen des Palastes von Mari gefunden hat, werden Personen, die in 1. Mose, Kapitel 11 genannt werden, erwähnt, nämlich Peleg, Serug, Nahor, Tarah und Haran. Auch die damalige Stadt Sichem und der Brunnen von Beerseba werden in solchen Berichten erwähnt.
6. Führe Einzelheiten über Jericho an, die bestätigt worden sind, und zeige auf einer unserer Karten, wo diese Stadt lag.
6 In Josua 6:20, 24 wird die Zerstörung der alten Stadt Jericho, die westlich des Jordangrabens lag, geschildert und über den übernatürlichen Einsturz der Mauern Jerichos und die Einnahme der Stadt durch die Hebräer unter der Führung Josuas berichtet. Als für diesen Bibelbericht noch keine archäologischen Beweise vorlagen, wurde einfach behauptet, er sei nicht wahr. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Die Archäologie hat den Bibelbericht über die Zerstörung dieser Stadt bestätigt. Mit den Ausgrabungen in Jericho wurde 1930 begonnen. Die Ausgräber stellten fest, daß die Doppelmauer, mit der die Stadt umgeben war, den Abhang hinabstürzte, wie wenn sie durch ein Erdbeben oder durch eine andere unsichtbare Kraft erschüttert worden wäre. Auf Balken, die die beiden Mauern oben miteinander verbanden, waren Häuser gebaut worden. Ein Stück der Mauer ist stehengeblieben. An dieser Stelle hätte Rahabs Haus stehen können, das nach dem Bibelbericht in dieser Katastrophe unversehrt blieb. Die Ausgräber fanden deutliche Spuren eines gewaltigen Brandes. Die Stadt war niedergebrannt worden. Es war kein gewöhnlicher Brand, denn die Aschenschicht war ungewöhnlich hoch, und allem Anschein nach war alles verfügbare Brennmaterial zusammengetragen worden, um eine gründliche Zerstörung herbeizuführen. Die Stadt war nicht geplündert worden, und sie wurde auch erst Jahrhunderte später — nach dem Bibelbericht war es um die Zeit König Ahabs — wieder aufgebaut. Heute kann man zum Jordantal, zu den Ruinen der alten Stadt Jericho gehen und diese archäologischen Beweise für den Bibelbericht besichtigen.
7. In diesem Zusammenhang verdienen noch viele weitere Stätten unsere Aufmerksamkeit. Um welche handelt es sich dabei, und wo sind sie auf der großen Karte zu finden?
7 Wie die Ruinen von Jericho, so wurden auch die Ruinen von Hazor, einer weiteren von den Israeliten unter Josua eingenommenen Stadt, bei archäologischen Ausgrabungen gefunden. Eine der außerbiblischen Urkunden, die beweisen, daß die Israeliten tatsächlich im Lande Kanaan waren, ist das Nephtoach-Denkmal. (Josua 15:9) In der Liste der archäologischen Funde werden die Trümmer von Bethel (Ri. 1:22-25) aufgeführt, dann die Stätten gewisser Philisterstädte (Jer. 25:17, 20), die Ruinen von Gibea (1. Sam. 10:20-26) und die Stätte von Mikmas (1. Sam. 13:5, 23), ferner der Ort, wo David Goliath besiegte (1. Sam. 17:2, 3), die Ruinen von Beth-Schan und des Hauses der Astaroth oder Astoreth (1. Sam. 31:10), das in der nördlichen Ebene Jesreel gelegene Megiddo mit seinen großen Stallungen (1. Kö. 9:15), Ezeon-Geber mit seinen Kupfergruben und Schiffswerften (1. Kö. 9:26), die Stätte von Gebal (Hes. 27:9), die Festung Mizpa (1. Kö. 15:16, 22) und die Paläste Samarias mit ihren aus Elfenbein und anderem kostbaren Material hergestellten Möbeln (1. Kö. 22:39).
8. Gib den Bibelbericht über König Mesa wieder.
8 Im Buch des Wortes der Wahrheit heißt es in 2. Könige 1:1 (NW): „Und Moab begann sich nach dem Tode Ahabs gegen Israel aufzulehnen.“ In 2. Könige 3:4, 5 (NW) wird dies bestätigt: „Was Mesa, den König von Moab betrifft, wurde er ein Schafzüchter, und er zahlte dem König von Israel Tribut: hunderttausend Lämmer und hunderttausend ungeschorene männliche Schafe. Und es begab sich, sobald Ahab starb, daß der König von Moab sich gegen den König von Israel aufzulehnen begann.“ Aus den weiteren Versen dieses Kapitels erfahren wir, welche Schritte daraufhin König Joram gegen König Mesa von Moab unternahm. Die Moabiter wurden gedemütigt und vernichtend geschlagen.
9. Was hat die Archäologie zur Bestätigung des Bibelberichts über Mesa beigetragen?
9 Die Archäologie hat einen von König Mesa geschriebenen Bericht über diese Auflehnung zutage gefördert, den sogenannten Mesa-Stein. Der Bericht ist in einem dem biblischen Hebräisch eng verwandten Dialekt geschrieben und wurde von König Mesa unter anderem zur Erinnerung an seine Auflehnung erstellt. Dieser Stein wurde 1868 im Gebiet von Moab, östlich des Toten Meeres, etwas nördlich vom Arnon, gefunden. Der König von Moab gibt sich als Anbeter des Gottes Kamos oder Kemosch aus. In seinem Bericht erwähnt er Jehova, den Gott Israels. Der falsche Gott Kemosch konnte Moab nicht retten. Die Aufzeichnungen Mesas auf dem nach ihm benannten Stein konnten nicht verhindern, daß Jehovas Sieg über Moab bekannt wurde. Jeremia sagte: „Aus ist es mit dem Volk des Kamos.“ Und Zephanja sagte voraus: „Moab [soll] gewißlich wie Sodom, und die Kinder Ammon wie Gomorra werden.“ (Jer. 48:46, RSt; Zeph. 2:9) Das erfüllte sich an Mesa und seinem Volk, den Moabitern. Auf dem Mesa-Stein erscheinen das Tetragrammaton in hebräisch-phönizischen Schriftzeichen und die Namen von vierzehn im Bibelbericht erwähnten Orten. Dieser Stein steht der Bibelforschung schon lange zur Verfügung.
10. Wo liegen die Ruinen von Sodom und Gomorra, und wer bestätigt dies?
10 „Moab [soll] gewißlich wie Sodom, und die Kinder Ammon wie Gomorra werden“, sagte Zephanja. Welches Geschick widerfuhr Sodom und Gomorra und den umliegenden Städten dort in der Ebene? „Wir können heute mit Bestimmtheit sagen“, erklärt Werner Keller, „daß ... das Rätsel um den Untergang der beiden Städte ... gelöst werden [konnte].“ Die Trümmer dieser verderbten Städte der Ebene befinden sich nämlich in einem Gebiet, das heute von den Wassern des südlichen Endes des Toten Meeres überflutet ist, dessen Wasserstand heute höher ist als vor der Zerstörung dieser Städte. Es kann wirklich gesagt werden, daß „durch archäologische Funde und durch anderes Beweismaterial immer mehr Licht auf die biblische Überlieferung aus der Zeit, da Israel ... Palästina ... in Besitz nahm, geworfen wird“. „Zusammenfassend kann gesagt werden, daß wir die Bibel nun wiederum von Anfang bis Ende als zuverlässige Urkunde der Religionsgeschichte betrachten können“, sagt der Archäologe Albright.
11. Nenne die hier angeführten „Wunder“, und zeige, wo sie auf den hier abgedruckten Karten zu finden sind.
11 Ein Beweis dafür, daß sich Jehovas prophetische Aussprüche über die Vernichtung seiner Feinde, die damals in den verschiedenen Städten wohnten, erfüllten, sind die Ruinen dieser Städte. Diese Ruinen sind eine wunderbare Bestätigung für die Zuverlässigkeit der Aussprüche der Propheten Gottes. Zu diesen „Wundern“ gehören nach den Angaben eines maßgebenden Gelehrten die Städte Tyrus, Sidon, Bethel, Samaria, Jerusalem und Babylon, ferner die Ägypter, die Edomiter und die Philister. Schauplatz archäologischer Ausgrabungen waren unter anderem die Stätten von Hazor, Chorazin, Nazareth, Cäsarea, Samaria, Sichem, Silo, Bethel, Jericho, Gibeon, Gibea, Jerusalem, Qumran, Beth-Zur, Lachis, Debir und Ezeon-Geber, und das sind noch längst nicht alle.
12. Was waren Lachis und Aseka, wo lagen sie, und inwiefern bestätigen sie das Wort Gottes?
12 Auf der großen Karte in dieser Wachtturm-Ausgabe siehst du in der Schephela Lachis, in der Nähe von Aseka. Die Ruinen dieser beiden Städte sind ausgegraben worden. Diese Ausgrabungen haben archäologische Kostbarkeiten zutage gefördert, die eine Menge von Einzelheiten bestätigen, die in den Bibelberichten erwähnt werden. Im Jahre 1935 fand man in den Ruinen der Wachstube am Stadttor der Doppelmauer von Lachis achtzehn Tonscherben mit Inschriften. Wie es sich herausstellte, handelte es sich dabei um eine Sammlung von Briefen, die heute als die „Lachis-Briefe“ bekannt sind. Sie bestätigen die in Jeremia 6:1 (NW) erwähnten Feuersignale und zeigen, daß Lachis in der Nähe von Aseka lag, auf das in Jeremia 34:7 hingewiesen wird. Sie bestätigen die Bibel durch die Erwähnung, daß Lachis und Aseka die letzten beiden übriggebliebenen befestigten Städte gewesen seien. Ferner bestätigen sie, daß Juda entgegen dem Gebot Jehovas nach Ägypten hinabging, um Hilfe zu holen. Die „Lachis-Briefe“ enthalten die Aufzeichnungen dieses militärischen Vorpostens, der Nebukadnezar am längsten Widerstand leistete. Sie zeigen ferner, daß die Juden damals ohne weiteres den Namen Jehova gebrauchten, denn das Tetragrammaton, die vier hebräischen Buchstaben des Namens Gottes, Jehovas, erscheint in den „Lachis-Briefen“.
13. (a) Welche Stätten, die den Bibelbericht bestätigen, sind in Samaria heute noch zu sehen? (b) Welche weiteren Orte können Touristen heute besichtigen? Wo sind sie auf der Karte zu finden?
13 In Josua, Kapitel 8 heißt es, Josua habe auf dem Berg Ebal Jehova einen Altar gebaut und das ganze Volk Israel, seine Ältesten, Vorsteher, Richter, Priester, Leviten, Fremdlinge und Eingeborenen, habe sich vor dem Berg Ebal und dem Berg Gerisim versammelt. Dort wurden den Israeliten die Worte des Segens und des Fluches vorgelesen. Der Berg Gerisim und der Berg Ebal stehen heute noch. Du kannst dorthin gehen. Im Jahre 1963 besuchten Hunderte von Zeugen Jehovas diese und andere geographische Stätten des Verheißenen Landes, und viele von ihnen tranken — wie einst Jesus — dort, im Süden des Landes Samaria in der Nähe des Berges Gerisim und des Berges Ebal, aus Jakobs Quelle bei dem Dorf Sichar, deren kühles, erfrischendes Wasser immer noch aus der Erde hervorquillt. Der Jordan, das Galiläische Meer, die Städte Bethlehem und Hebron, das Tal Hinnom und viele, viele andere Örtlichkeiten existieren heute noch; du kannst dich selbst davon überzeugen. Ja, da man sie heute noch sehen kann, bestätigen sie das Wort der Wahrheit.
14. Was sah Jesus, als er auf dem Ölberg saß, und was sieht man heute von dort aus?
14 Was in Verbindung mit den zuletzt erwähnten Beispielen für die Genauigkeit der Bibel gesagt wurde, kann auch von dem Rahmen gesagt werden, in dem Jesus seine große Prophezeiung äußerte. In Markus 13:3 heißt es von Jesus: „Als er am Ölberg saß und den Tempel vor sich sah ...“ Der Ölberg steht heute noch. Von dort aus sieht man, wenn man nach Westen am Garten Gethsemane vorbei- und über das Kidrontal blickt, die Ostmauer der heutigen Stadt Jerusalem und den Ort, wo in den Tagen Jesu der prächtige Tempel stand, der auf dem von der Wachtturm-Gesellschaft herausgegebenen Kalender für 1968 abgebildet ist. An diesem Ort, wo früher der Tempel stand, steht heute der Felsendom, eine mohammedanische Moschee. Der Ort ist da, das Land ist da; die Geographie bestätigt somit Markus 13:3. Als Jesus auf dem Ölberg saß, konnte er den Tempel sehen, und heute kann man die Stätte des damaligen Tempels vom Ölberg aus immer noch sehen.
15. Was außer der Bibel beweist noch, daß Pontius Pilatus gelebt hat? Wo wurde dieser Fund gemacht?
15 Gegen Ende seiner Dienstzeit kam Jesus mit Pontius Pilatus in Berührung. Vor noch nicht allzu langer Zeit machte man in Cäsarea einen wertvollen archäologischen Fund Pontius Pilatus betreffend, der in den Tagen Christi Jesu römischer Statthalter von Jerusalem war. Pilatus war bis dahin nur aus dem Bibelbericht und aus den Schriften alter Geschichtsschreiber, besonders des Josephus, bekannt gewesen, der Archäologie war er aber noch unbekannt. Im Jahre 1961 fanden italienische Archäologen der Universität Mailand bei einer Expedition in der Nähe von Cäsarea jedoch einen 80 mal 60 Zentimeter großen Stein mit einer Inschrift, in der die lateinischen Namen des Pontius Pilatus und des Tiberius erscheinen. Dieser archäologische Fund beweist also, daß Pilatus existierte. Jehovas Zeugen wußten schon vorher, daß Pilatus existierte, weil die Bibel von ihm spricht. Was sagen aber wohl die Bibelkritiker zur Pontius-Pilatus-Inschrift?
16. Was nützen uns die Beweise, die die Archäologie zur Bestätigung der Bibel zutage gefördert hat?
16 Das Land liefert ständig neue Beweise, die das Wort der Wahrheit bestätigen. Wir haben hier nur einen kleinen Teil davon behandelt. Was sollte diese Erkenntnis bei uns bewirken? Was nützt sie uns? Was nützen uns die Beweise, die die Archäologie zur Bestätigung der Bibel zutage gefördert hat? Inwiefern ist uns das Verheißene Land, diese wunderbare Gabe Jehovas, zu dieser späten Stunde eine Hilfe? Unsere Bibelkenntnis und unsere Kenntnisse dieses Landes sowie die Beweise, die uns die Archäologie und das Land selbst zur Bestätigung der Bibel liefern, sollten unsere Wertschätzung für das Wort der Wahrheit erhöhen. Wie die Auffindung alter Handschriften dazu beigetragen hat, den reinen Grundtext der Bibel wiederherzustellen, so haben auch die Ausgrabungen, durch die unzählige Artefakte (das durch menschliches Können Geschaffene) zutage gefördert wurden, die überzeugende Bestätigung dafür geliefert, daß die geschichtlichen, geographischen und zeitlichen Angaben in der Bibel ganz genau stimmen.
17, 18. (a) Welche Ansicht veröffentlichten der Leiter der Bibliothek des Britischen Museums und (b) der Archäologe Glueck?
17 Die Archäologie bringt die Bibelkritiker daher in Verlegenheit. Ein bekannter englischer Gelehrter, langjähriger Direktor und Leiter der Bibliothek des Britischen Museums, sagte über die Bibel: „Die archäologischen Beweise [haben] dazu beigetragen ..., die Autorität jenes Teils [der Bibel] ... wieder zu festigen und auch seinen Wert zu erhöhen, indem er durch eine vollere Erkenntnis seines Hintergrundes und Rahmens verständlicher wird. Die Archäologie hat noch nicht ihr letztes Wort gesprochen; aber die bereits erzielten Ergebnisse bestätigen das, was der Glaube befürwortet, nämlich, daß die Bibel durch zunehmendes Wissen nur gewinnen kann.“
18 Der Archäologe Nelson Glueck schreibt in seinem Buch Rivers in the Desert (Ströme in der Wüste; 1959, S. 31): „Es kann jedoch entschieden gesagt werden, daß nichts von alledem, was die Archäologen gefunden haben, einer Aussage der Bibel widerspricht.“
19. (a) Was wird durch die Archäologie bestätigt? (b) Wie können wir das Verheißene Land besser kennenlernen?
19 Erwähnen wir nochmals im einzelnen, inwiefern die Archäologie durch ihre Funde der Wahrheit und dem Worte Gottes gedient hat. Die Archäologie bestätigt die Erzählungen der Patriarchen, die Herrschaft Sauls und die Regierung Davids; sie hilft uns herausfinden, wo gewisse Orte gelegen haben; sie ermöglicht es uns, festzustellen, wann sich gewisse in der Bibel erwähnte Ereignisse abgespielt haben; sie unterrichtet uns über die Sitten und Bräuche in biblischen Zeiten; sie vermittelt uns den geschichtlichen Hintergrund zur Bibel und hilft uns, die Bedeutung gewisser Bibelwörter zu verstehen. Es kann nicht bestritten werden, daß das Land des Wortes der Wahrheit existiert. Es ist da. Bemühen wir uns, es so gut wie möglich kennenzulernen? Suchen wir Orte und Gebiete, auf deren Namen wir beim Lesen des Bibelberichts oder bei unserem Studium des Wortes Gottes stoßen, auf der Karte in unserer Bibel oder auf irgendeiner anderen Karte nach? Möchten wir das, was wir in der Bibel lesen, besser verstehen? Ganz gewiß. Wenn wir uns das Land im Geiste vorstellen, können wir das geschriebene Wort besser verstehen (was auch unser Wunsch sein sollte). Wir lernen dadurch das Verheißene Land immer besser kennen und werden dadurch auch mit der Bibel immer besser vertraut.
20. Wozu sollten uns die beiden Gaben Jehovas, das Land und das Wort, veranlassen?
20 Das Land lobt seinen Schöpfer, und darüber freuen wir uns. Es ist eine Gabe, die ihren Geber rechtfertigt, und die Rechtfertigung Jehovas ist für uns ein Grund zur Freude. Wir lieben und schätzen auch seine andere Gabe, sein Wort. Wir sagen mit dem Psalmisten (Ps. 119:130, 140): „Die Eröffnung deines Wortes erleuchtet, gibt Einsicht den Einfältigen [Unerfahrenen, HSK]. Wohlgeläutert ist dein Wort, und dein Knecht hat es lieb.“ Wir sind Jehovas Diener oder Knechte. Wir lieben sein Wort der Wahrheit!
21. Von welcher Bedeutung sind für uns die Worte in Josua 23:14?
21 Im Lager der Kritiker und Gegner des Wortes Gottes findet man nichts als Unwahrheit, Zweifel, Verwirrung und Fehldeutung. Wir dagegen sind von der Wahrhaftigkeit der Worte Josuas überzeugt und sagen: „Wir wissen mit unserem ganzen Herzen und mit unserer ganzen Seele, daß nicht e i n Wort dahingefallen ist von all den guten Worten, die Jehova, unser Gott, über uns geredet hat: sie sind uns alle eingetroffen, nicht e i n Wort davon ist dahingefallen.“ — Josua 23:14.
[Karte auf Seite 753]
(Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)
MESOPOTAMIEN
SINEAR
Haran
Ninive
Kalach
Mari
Euphrat
Tigris
Babylon
Erek
Ur
Persischer Golf
[Bild auf Seite 754]
Der Mesa-Stein, auf dem der göttliche Name erscheint.
[Bild auf Seite 755]
Einer der „Lachis-Briefe“, in denen der Name „Jehova“ in der althebräischen Schriftform erscheint.
[Bild auf Seite 756]
Teil einer in Cäsarea gefundenen Inschrift, deren zweite Zeile lautet: „[Pon]tius Pilatus“.
-
-
Warum man es damit genau nehmen sollteDer Wachtturm 1968 | 15. Dezember
-
-
Warum man es damit genau nehmen sollte
„IM Kleinen steckt das Große.“ Dieses Sprichwort läßt sich auf viele Situationen anwenden. Kleine Dinge lassen oft den Herzenszustand eines Menschen erkennen, abgesehen davon, daß sie häufig zu großen Dingen führen.
Die Wahrheit dieses Sprichwortes kommt auch in dem vielsagenden von Jesus Christus,
-