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  • Fortschritt im Zähmen der Zunge
    Der Wachtturm 1952 | 1. April
    • Bis solche Umwandlungen durch Studium und mit der Hilfe des Geistes Gottes völlig eintreten und ein vollständiges Zähmen der Zunge gestatten, werden alle von uns über dieses kleine Glied, die Zunge, sorgsam wachen müssen, indem jeder auf die seinige schaue und deren Feuer bezähme und beherrsche. Halte Mass mit den Worten und bleibe kühl, wenn die Umstände aufregend sind, wie uns geraten wird: „Bei der Menge der Worte fehlt Übertretung nicht; wer aber seine Lippen zurückhält, ist einsichtsvoll. Wer seinen Mund bewahrt, behütet seine Seele; wer seine Lippen aufreisst, dem wird’s zum Untergang. Wer seine Worte zurückhält, besitzt Erkenntnis [vernünftig der Mann, der seine Worte spart, Mo]; und wer kühlen Geistes ist, ist ein verständiger Mann. Wer seinen Mund und seine Zunge bewahrt, bewahrt vor Drangsalen seine Seele.“ (Spr. 10:19; 13:3; 17:27; 21:23) Bändige die Zunge und halte sie im Zaum, wenn dir das Temperament durchbrennen will, und wenn nötig, presse deine Hand auf deinen Mund. (Hiob 40:4; Ps. 39:1; Spr. 30:32) Wenn du zu schwach bist, um aus dir selbst Gelingen zu haben, so bete das Gebet des Psalmisten: „Setze, Jehova, eine Wache meinem Munde; behüte die Tür meiner Lippen!“ — Ps. 141:3.

      Die Zunge zu zähmen, ist deshalb so lebenswichtig, weil „Tod und Leben in der Gewalt der Zunge“ liegen. Wenn sie zu aufreizenden Ausbrüchen falsch angewandt wird, ist sie voll tödlichen Giftes; doch eine ‚gelinde Zunge ist ein Baum des Lebens‘. (Ps. 34:12-14; Spr. 15:4; 18:21) Mit ihr anerkennt man Gott und bekennt Christus und legt „eine öffentliche Erklärung zur Rettung“ ab. So lasst uns denn angesichts dieses glorreichen Dienstes und des Lebens, das uns in Aussicht steht, Fortschritte machen im Zähmen der Zunge, während wir zur Reife vorandrängen. — Röm. 10:10; 14:11; Phil. 2:11; Heb. 6:1, NW.

  • Hauptversammlungen in Frankfurt und Berlin
    Der Wachtturm 1952 | 1. April
    • Hauptversammlungen in Frankfurt und Berlin

      WIR setzen nun den Bericht über die Hauptversammlung „Reine Anbetung“ in Frankfurt, Deutschland, fort, worüber in unserer letzten Ausgabe ein Bericht bis zum Vorabend des Schlusstages veröffentlicht wurde. Der grosse Schlusstag der allzu kurzen Versammlung war der Sonntag, 26. August. Die Wolken zerteilten sich am Himmel, und Sonnenschein flutete über das Versammlungsgelände. Ein viertelstündiger Bericht über das Werk in den Vereinigten Staaten von einem der Sekretäre des Präsidenten erntete reichen Beifall und Ausrufe der Überraschung. Vier Ansprachen von andern Gliedern der Brooklyner Bethelfamilie folgten nun, drei davon in Deutsch. Somit sprachen vier von den amerikanischen Delegierten in der Sprache des Landes. Die Deutsch sprechenden Brüder wussten dies in der Tat zu schätzen.

      Der Nachmittag naht und die Stunde für den weit und breit angekündigten öffentlichen Vortrag. Das Stadion ist dicht besetzt, und Tausende sind dazu drüben in der Radrennbahn. Viele Sonnenschirme sind aufgespannt, um Damen vor der Sonne zu schützen. Das Orchester mit 150 Instrumenten erweist sich durch seine halbstündigen musikalischen Darbietungen und eine ausnehmend schöne Auswahl Melodien von Königreichsliedern als eine leistungsfähige Kapelle. Dann, einige Minuten nach 15 Uhr, führt der Vorsitzende, E. Frost, den Redner ein, der schon zu einer Anzahl von Zuhörerschaften über dieselbe grosse Frage gesprochen hat. Die Ansprache wird wieder mit Hilfe eines fähigen Übersetzers gehalten. Die Botschaft ist sozusagen eine doppelte Ladung wider falsche Religion, da sie in Englisch und Deutsch vermittelt wird. Die grosse Menge erreicht nun die hohe Zahl von 47 432. Trotz ihrer Grösse beweist sie sich nicht als zu schwerfällig, sich von den kräftigen Argumenten eines machtvollen Redners in Schwung bringen zu lassen. Achtzehn Mal wird er im Laufe derselben durch herzliches Beifallklatschen unterbrochen.

      Unter den Zuhörern ist auch der Oberbürgermeister von Frankfurt am Main, der droben auf dem mittleren Balkon der Stadiontribüne Platz genommen hat. Er ist einige Minuten später erschienen und konnte den Redner vorher nicht sehen und zu dieser mächtigsten Versammlung, die Frankfurt je gesehen hat, einige Worte des Willkomms und der Wertschätzung sprechen. Seine Miene bleibt regungslos, während er dem unverblümten Exposé über das falsche abgefallene Christentum folgt. Gegen Ende kommt der Assistent des Vorsitzenden, um ihn hinabzubegleiten und am Ende des Vortrages auf das Feld zu führen, damit er Bruder Knorr vorgestellt werden und einige Worte der Anerkennung an die Versammelten richten könne, sofern ihm noch darum zu tun ist. Aber die Zeit des Oberbürgermeisters ist knapp, und er muss sogleich weggehen, und so sendet er dem Präsidenten der Gesellschaft durch einen Boten seine Karte und drückt Bewunderung aus für die Organisation der Zeugen Jehovas und den Mut des Redners, diese harte Botschaft der alten Hebräischen Schriften auszurichten.

      Bruder Knorr schloss seinen öffentlichen Vortrag mit einem Aufruf an alle hierfür Interessierten, die Bibel persönlich zu studieren. Zu diesem Zwecke gab er bekannt, dass ein Exemplar des Wachtturms und der Broschüre Kannst du ewig in Glück auf Erden leben? jedem und allen Anwesenden gratis verabfolgt werde. Zehntausende von Händen klatschten, um ihrer Wertschätzung Ausdruck zu geben. Wenn wir die 47 432 Zuhörer dieses Tages zu denen hinzurechnen, welche diesen öffentlichen Vortrag des Präsidenten der Gesellschaft in London, Paris, Luxemburg, Brüssel und Rotterdam anhörten, so bringt dies die Zahl in Europa auf 106 587.

      Als der öffentliche Vortrag vorüber war, gab es kein Gedränge von Abreisenden. Die Zahl der Anwesenden im Stadion blieb sozusagen dieselbe auch für den Schluss der Versammlung, und alle Zurückgebliebenen wurden reich gesegnet. Ein Telegramm von Washington, USA., wurde verlesen, das von den 700 Vorkongressarbeitern unterzeichnet war, welche die Vorarbeiten für die Oktober-Zusammenkunft in jener Stadt besorgten. Die Berichte des Kongresskomitees durch den Kongressdiener H. Knöller und seinen Assistenten W. Becker erwiesen sich als sehr interessant. Es war gut, zu erfahren, dass die Kasse, die sonst gewöhnlich ein Sorgenkind ist, in Ordnung war, und dass genügend deutsche Mark beigesteuert worden waren, um alle Kongressausgaben zu decken. Der Kongress-Vorsitzende, E. Frost, folgte mit einer Ansprache über das Thema „Furchtlos bleiben bis zum vollendeten Ende“, und seine Rede war eine Herausforderung an die kommunistischen Behörden, unter deren Regime Hunderte von Zeugen, die von der Ostzone anwesend waren, ebenso geheim zurückkehren würden, als sie gekommen waren.

      Die Schlussansprache des Präsidenten verlieh allen weitere Kraft und Entschlossenheit, besonders jenen, die er im geteilten Deutschland zurücklassen musste. Er verriet herzliche Freude, als er vorerst ein ungewöhnliches Telegramm folgenden Inhalts vorlas: Siebzig Neue-Welt-Reisende, die nach Montreal heimkehren, senden vom Stratocruiser aus einer Höhe von gegen 5500 m ihre Grüsse. Ein ergänzendes Telegramm lautete ferner: Wohlbehalten angekommen. Grüsse aus Montreal. Mit 575 in Montreal teilen wir heute abend die guten Dinge von London und Paris. Dann gab

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