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  • ‚Erweist euch als meine Jünger‘
    Der Wachtturm 1960 | 1. März
    • jene allererste, echte Art von Zeugen der biblischen Zeiten auf Erden fortpflanzte. Zufolge dieser geistigen Fortpflanzung gibt es heute hier auf Erden immer noch biblische Zeugen, so sicher, wie wir die natürlichen Kinder und das physische Bild unseres Vorfahren Adam oder von seiner „Art“ sind! Notwendigerweise müssen daher die Führer der falschen Religion, sowohl derjenigen der Vergangenheit wie derjenigen von heute, in Übereinstimmung mit demselben Gesetz der Reproduktion die Worte Jesu auf sich beziehen: „Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! denn ihr reist über das Meer und das trockene Land, um einen einzigen Proselyten zu machen; und wenn er es geworden ist, so macht ihr ihn zu einem Untertan der Gehenna, doppelt so schlimm wie ihr selbst.“ — Matth. 23:15, NW.

      15. (a) Warum könnten Jehovas Zeugen niemals die Arbeitsmethoden der Geistlichkeit anwenden? (b) Was wird durch ihr Predigtwerk schließlich heraufbeschworen?

      15 „Das Königreich Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt“, sagte Jesus zu den Schriftgelehrten und Pharisäern. Zu seinen Nachfolgern aber sagte er: „Dadurch wird mein Vater verherrlicht, daß ihr fortwährend viel Frucht bringt und euch als meine Jünger erweist.“ Jehovas Zeugen haben das sehnliche Verlangen, die Nation zu sein, welche die Früchte des Königreiches Gottes hervorbringt, und könnten daher niemals die nachlässigen Arbeitsmethoden der Kirchen der Christenheit anwenden. Sie müssen beweisen, daß sie Nachfolger Christi sind, und das können sie nur mittels der Früchte tun, die sie hervorbringen, sowohl was deren Qualität als was deren Quantität betrifft. Unbekümmert also, was sonst jemand tun mag, müssen sie weiterhin sorgfältig in Jesu Fußstapfen wandeln und ihr Werk des Zeugenmachens genauso durchführen, wie er sie gelehrt hat, indem sie zuerst nach würdigen Personen suchen, dann wieder bei ihnen vorsprechen, um Gottes Wort mit ihnen zu studieren und ihren Sinn neu zu gestalten und so gleiche christliche Zeugen hervorzubringen, wie Christus Jesus und seine Apostel es gemacht hatten. Über den schließlichen Ausgang eines solchen Vorgehens läßt die biblische Prophezeiung keinen Zweifel. Durch die Anwesenheit so vieler wahrer Christen in der Welt, die alle Gottes Königreich als des Menschen einzige Hoffnung predigen, wird eine Auseinandersetzung heraufbeschworen, in der Jehova, Gott, mit allen faulen Früchten der falschen Religion aufräumen wird. — Matth. 21:43; Joh. 15:8; Matth. 7:15-20, NW.

  • Berichte aus dem Jahrbuch 1960 der Zeugen Jehovas
    Der Wachtturm 1960 | 1. März
    • Berichte aus dem Jahrbuch 1960 der Zeugen Jehovas

      WESTDEUTSCHLAND

      Verkündiger-Höchstzahl: Bevölkerung: Verhältnis:

      65 631 53 339 000 1 zu 812

      Jehovas Zeugen in Westdeutschland haben im vergangenen Jahr sehr viel Freude erlebt, und dank dem Umstande, daß ein großer Teil ihres Gebiets gründlich bearbeitet wird, haben die Brüder Gelegenheit gehabt, in abgelegene Orte und sogar in andere Länder zu ziehen. Sie haben wirklich den dem Volke Gottes eigenen Fleiß bekundet, und das erinnert uns an die Worte des Paulus: „Aber wir wünschen, daß ein jeder von euch denselben Fleiß beweise, um die volle Gewißheit der Hoffnung bis ans Ende zu haben, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer seid, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.“ (Heb. 6:11, 12, NW) Unsere deutschen Brüder haben sehr viel getan, um in Gebiete zu ziehen, in denen Hilfe dringend not tut. Sie haben neue Gebiete erschlossen und so, zusammen mit allen ihren Brüdern in Westdeutschland, dazu beigetragen, daß ein ausgezeichnetes Zeugnis gegeben wurde. Der Zweigdiener teilt uns einige ihrer Erfahrungen mit.

      Groß war die Begeisterung, als die Brüder in Westdeutschland vernahmen, daß die in New York gefaßte Resolution in der deutschen Sprache in einer Auflage von 7 000 000 zur Verbreitung bereitlag. Unter den 63 908 Verkündigern, die am Ende dieses denkwürdigen Monats über ihren Dienst Bericht erstatteten, waren viele, die das erstemal ausgezogen waren. Damit erreichten wir eine Zunahme von 11,6 Prozent. In den folgenden Wochen und Monaten machten 1396 Personen von dem Angebot Gebrauch und ließen sich die Broschüre Gottes Königreich herrscht — ist das Ende der Welt nahe? zusenden. Viele wünschten dringend, besucht zu werden. Eine Menge neuer Heimbibelstudien konnte eingerichtet werden, und nach acht Wochen stand schon die erste Person, die im Dezember mit der Wahrheit in Berührung kam, im Dienst.

      Die Frau eines Kreisdieners berichtete von einer alleinstehenden jungen Frau, die sogleich großes Interesse für eine gerechte Regierung bekundete, als ihr die Resolution ausgehändigt wurde. Weil sie noch mehr zu wissen wünschte, abonnierte sie die beiden Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!. Beim ersten Nachbesuch konnte bereits ein Heimbibelstudium eingerichtet werden. Von da an besuchte diese Frau regelmäßig das Wachtturm-Studium und gab auch Antworten. Sie verstand sofort, daß Jehovas Zeugen keine stummen Zeugen sind, und erzählte überall von der Hoffnung, die sie nun so glücklich macht. Bei einer Konfirmation, zu der sie eingeladen wurde, benutzte sie die Gelegenheit und sprach drei Stunden über das, was sie in der kurzen Zeit gelernt hatte. Jetzt ist sie ein eifriger Verkündiger.

      Hervorzuheben ist auch, daß der von Monat zu Monat anschwellende Ruf, zu helfen, wo Hilfe dringend not tut, viele Brüder veranlaßte, einen Wechsel ihres Wohnortes ernstlich in Erwägung zu ziehen. Vierundsechzig Brüder, bzw. Familien, meldeten sich für den Dienst im Ausland. Elf Familien konnten ihren Vorsatz schon ausführen, während sich die anderen noch um die notwendigen Papiere und Arbeitsverträge bemühen. Vier Sonderpioniere und ein Versammlungsverkündiger gingen nach Island. Sechs Sonderpioniere erhielten eine Arbeitszuteilung in Österreich. 251 Verkündiger waren teils als Ferienpioniere einige Wochen in Österreich tätig, und mindestens fünf Familien ziehen jetzt ganz dort hin. Schließlich waren 110 Verkündiger von sechs Versammlungen an Wochenenden in Österreich tätig. Weitere zweiundfünfzig arbeiteten einige Zeit teils als Ferienpioniere in der Schweiz.

      Aber auch im Inland gibt es noch eine Anzahl Gebiete, wo Hilfe dringend not tut. Bis jetzt haben sich 291 Brüder gemeldet, die ihren Wohnsitz verändern wollen, achtundsiebzig von ihnen, darunter z. T. ganze Familien, sind schon umgezogen. Wie glücklich sie sind, diese Entscheidung getroffen zu haben, geht aus ihren Berichten hervor. So schreibt ein Bruder: „Wie Ihr aus der Anschrift erkennen werdet, befinde ich mich mit meiner Familie im neuen Gebiet und habe am Sonntag den Dienst hier mit viel Freude aufgenommen, da ich schon ein neues Heimbibelstudium beginnen konnte. Wohnungsmäßig haben wir es hier wunderbar angetroffen, und wir sind Jehova für diese Wegleitung von Herzen dankbar. Nehmt bitte an unserer Freude teil und seid in Liebe gegrüßt.“

      Ein anderer Bruder schreibt: „Am Donnerstag, dem 11. September, kam ich hier an; am Freitag, dem 12. September, hatte ich schon Arbeit, und am Sonnabend, dem 13. September, eine möblierte Zweizimmerwohnung.“

      OSTDEUTSCHLAND

      Die Berlin-Krise zwischen dem Osten und dem Westen hat überall Beunruhigung hervorgerufen. Aber Jehovas Zeugen in West Berlin und im kommunistischen Ostdeutschland — also mitten im Gefahrenherd — ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Sie predigten die Königreichsbotschaft auch im vergangenen Dienstjahr unentwegt weiter. Angesichts der kommunistischen Drohungen gegen die Stadt schien es den Verkündigern in West-Berlin mitunter, daß sie bald selbst der gleichen heftigen Verfolgung ausgesetzt sein könnten, die ihre Glaubensbrüder in Ostdeutschland erleiden. Sie stellten ihre Tätigkeit jedoch nicht ein und zogen sich nicht zurück, obwohl es für sie ein leichtes wäre, rechtzeitig nach Westdeutschland zu entkommen. Sie haben statt dessen Kraft geschöpft aus den ermutigenden Worten des Apostels Paulus, die wir in Hebräer 10:34-39 (NW) lesen: „Ihr habt sowohl Mitgefühl bekundet für jene, die im Gefängnis sind, als auch den Raub eurer Habe freudig hingenommen, wissend, daß ihr selbst einen besseren bleibenden Besitz habt. Werft darum euren Freimut der Rede nicht weg, der eine große Belohnung einträgt. Denn ihr bedürft des Ausharrens, damit euch, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Erfüllung der Verheißung zuteil werde … Wir nun sind nicht solche, die sich zum Verderben zurückziehen, sondern solche, die Glauben besitzen, der dazu gereicht, die Seele am Leben zu erhalten.“

      Obwohl die kommunistischen Behörden alles Erdenkliche tun, um die Verkündigung des Königreiches Gottes zu unterdrücken, sind im kommunistischen Ostdeutschland viele neue Verkündiger in die Wahrheit gekommen. Da sind keine liebenswürdigen Reden über eine friedliche Koexistenz zu hören gewesen! Im Gegenteil, Jehovas Volk in Ostdeutschland wurde im vergangenen Dienstjahr noch mehr unter Druck gesetzt. Im vorangegangenen Jahr waren 77 Verkündiger wegen ihrer christlichen Tätigkeit verhaftet und zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden; doch dieses Jahr wurden 128 solche Fälle registriert.

      Hier folgen einige Streiflichter, die den Kampf unserer Brüder in Ostdeutschland etwas näher beleuchten. Die Anklagen, die man gegen sie erhebt, werden immer lächerlicher. Als die Verkündiger in Ostdeutschland zum Beispiel die Adressen der Regierungsbeamten, Richter und anderer führender Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sammelten, um ihnen den Resolutionstraktat zuzustellen, wie das in allen übrigen Ländern geschah, wurde das von kommunistischer Seite als Spionage und Einziehen von geheimen Informationen bezeichnet. Man ging so weit, daß man Tausende von Verkündigern durch bezahlte Spitzel ständig überwachen ließ. Hunderte von denen, die man als aktive Prediger verdächtigte, wurden vorgeladen und langen Verhören unterzogen, in denen man sie entweder durch Freundlichkeit oder durch Zwang für den Kommunismus zu gewinnen und zu veranlassen suchte, ihre Brüder zu verraten. Der SSD (kommunistischer Staatssicherheitsdienst) organisierte sogar, unterstützt durch seine Helfershelfer, einen

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