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  • Eine gute Botschaft für die ganze Menschheit
    Der Wachtturm 1962 | 1. Mai
    • aber es erstreckte sich nur auf einige wenige. Die Botschaft dagegen, die er durch seine Lehr- und Predigttätigkeit verbreitete, vermittelte der ganzen Menschheit eine Hoffnung. Was war das für eine Botschaft?

      Nach Matthäus und den anderen Evangeliumsschreibern lehrte und predigte Jesus „die gute Botschaft vom Königreich“. (Matth. 9:35, NW) Indem Jesus Kranke heilte und Tote auferweckte, wollte er den Menschen zeigen, was unter dem Königreich Gottes noch in weit größerem Ausmaß auf der ganzen Erde geschehen wird. Seine Wundertaten sollten Gutgesinnten die Wichtigkeit dieses Reiches tief einprägen, denn durch dieses Reich werden alle gottesfürchtigen Menschen gesegnet werden.

      Deshalb machte Jesus Gottes Königreich zum Grundgedanken seiner Predigttätigkeit. Er forderte die Menschen auf, „zuerst nach dem Königreich und seiner Gerechtigkeit zu trachten“. (Matth. 6:33, NW) Er lehrte sie, um das Kommen dieses Reiches zu beten: „Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde.“ (Matth. 6:10, NW) Viele seiner Gleichnisse handelten vom Königreich. (Matth. 13:24-51) Jesus selbst verkündigte das Königreich unermüdlich. Er sagte: „Auch anderen Städten muß ich die gute Botschaft von Gottes Königreich verkündigen, denn dazu bin ich ausgesandt worden.“ (Luk. 4:43, NW) Er wurde als der König des Reiches Gottes begrüßt, als der, „der im Namen Jehovas als der König kommt“. (Luk. 19:38, NW) Als er seine Apostel aussandte, gebot er ihnen: „Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘“ (Matth. 10:7, NW) Als er seine siebzig Jünger aussandte, hieß er sie den Leuten sagen: „Das Königreich Gottes hat sich euch genaht.“ (Luk. 10:9, NW) In den vierzig Tagen nach seinem Tod und seiner Auferstehung redete er mit seinen Jüngern „von den Dingen über das Königreich Gottes“. (Apg. 1:3, NW) Also nicht der Sabbat und nicht die Auferstehung der Toten, nicht die Hölle und nicht der Himmel war Jesu Hauptthema, sondern Gottes Königreich — es war der Grundgedanke seiner Predigt und ist auch die Hauptlehre der Bibel.

      EINE HOFFNUNG FÜR DIE GANZE MENSCHHEIT

      Warum dem Königreich eine so große Bedeutung beigemessen und die Kunde davon als eine gute Botschaft bezeichnet wird, können wir nur verstehen, wenn wir wissen, welchem Zweck es dient. Erstens soll es Gottes Namen auf der ganzen Erde rechtfertigen und zweitens die Erde zu einem paradiesischen Garten machen, der von vollkommenen Menschen bewohnt wird. Dadurch erfüllt es alle biblischen Verheißungen und Prophezeiungen, die sich auf die Erde beziehen. Ist das nicht eine gute Botschaft?

      Du magst dich zum Beispiel fragen, wie Gottes Königreich mit den weltlichen Regierungen verfahre, die sich ihm widersetzten. Der Prophet Daniel antwortet: „Es wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber ewiglich bestehen.“ (Dan. 2:44) Es wird also nur eine Regierung über die Erde herrschen — Gottes himmlische Königreichsregierung.

      Solltest du wissen wollen, wer die Regenten dieses Reiches sein werden, dann antwortet dir der Prophet Jesaja: „Siehe, ein König wird regieren in Gerechtigkeit; und die Fürsten, sie werden nach Recht herrschen.“ (Jes. 32:1) Die Menschen werden sich über eine Regierung, die nach Recht herrschen wird, freuen.

      Wirst du von grausamen Herrschern bedrückt und ausgebeutet? Dann höre, was folgende Königreichsverheißung sagt: „O Gott, gib dem Könige deine Gerichte, und deine Gerechtigkeit dem Sohne des Königs! Er wird Recht schaffen den Elenden des Volkes; er wird retten die Kinder des Armen, und den Bedrücker wird er zertreten. In seinen Tagen wird der Gerechte blühen, und Fülle von Frieden wird sein, bis der Mond nicht mehr ist. Und er wird herrschen von Meer zu Meer, und vom Strome bis an die Enden der Erde.“ — Ps. 72:1, 4, 7, 8.

      Wohnst du in einer unfruchtbaren Gegend und wünschst du, daß du einmal bessere Ernten hättest und dich nicht mehr vor Kriegen zu fürchten brauchtest? Dann sind folgende Königreichsverheißungen für dich eine gute Botschaft: „Die Erde gibt ihren Ertrag; Gott, unser Gott, wird uns segnen.“ „Den Kriegen macht er ein Ende bis an die äußersten Grenzen der Erde.“ „Du tust deine Hand auf und sättigst alles Lebendige nach Begehr.“ — Ps. 67:6; 46:9, NW; 145:16.

      Die Bewohner der Erde werden nicht mehr leiden. Sie werden nie mehr in Tränen ausbrechen. Der Tod wird nicht mehr über sie herrschen. Glaubst du das? Höre: „Den Tod verschlingt er [Jehova] auf ewig, und der Herr, Jehova, wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht.“ „Siehe! das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ — Jes. 25:8; Off. 21:3, 4, NW.

      Gehörst du zu denen, die um einen lieben Verstorbenen trauern? Dann gilt dir folgende Königreichsverheißung: „Alle in den Gedächtnis­grüften … [werden] herauskommen.“ Denn es wird „eine Auferstehung sein …, sowohl der Gerechten als der Ungerechten“. (Joh. 5:28, 29, NW; Apg. 24:15) Jesus sagte zu Martha: „Wer Glauben an mich ausübt, wird, auch wenn er stirbt, zum Leben kommen; und jeder, der lebt und Glauben an mich ausübt, wird überhaupt nie sterben. Glaubst du das?“ Martha bejahte die Frage. Glaubst auch du den Worten Jesu? — Joh 11:25-27, NW.

      Bist du ein Tierfreund? Dann freust du dich sicher über die Verheißung: „Der Wolf wird bei dem Lamme weilen, und der Pardel bei dem Böcklein lagern; und das Kalb und der junge Löwe und das Mastvieh werden zusammen sein, und ein kleiner Knabe wird sie treiben.“ — Jes. 11:6-9; 65:25.

      Bist du körperbehindert, gebrechlich oder leidend? Dann hoffe auf das Königreich. Denn die Erfüllung der Prophezeiungen, die für die heutige Zeit eine geistige Heilung vorhersagen, gibt uns die Gewähr, daß die Menschen in Gottes neuer Welt auch buchstäblich geheilt werden. Der Prophet sagt: „Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden; dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und aufjauchzen wird die Zunge des Stummen.“ „Und kein Einwohner wird sagen: ‚Ich bin krank.‘“ — Jes. 35:5, 6; 33:24, NW.

      Hättest du gern ein eigenes Häuschen, und genössest du gern die Früchte dessen, was du pflanzt? Dann freust du dich bestimmt über die Königreichsverheißung: „Sie werden Häuser bauen und bewohnen, und Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen … meine Auserwählten werden das Werk ihrer Hände verbrauchen.“ — Jes. 65:21, 22.

      Für jedes dieser Probleme, die den Menschen heute Kummer bereiten, finden wir eine Königreichsverheißung. Kein Wunder, wenn Jesus in Gottes Königreich das Mittel zur Beseitigung der Weltbedrängnis sah und es als die einzige Hoffnung der Menschheit verkündigte. — Matth. 6:10, 33.

      DIE GROSSE FRAGE: WANN?

      Es ist ganz natürlich, daß Jesu Jünger wissen wollten, wann sich diese Verheißungen erfüllen würden. Sie hofften, daß Jesus ein irdisches Königreich aufrichten und Israel vom römischen Joch befreien würde, aber sein Tod zerstörte ihre Hoffnungen. (Luk. 24:21) Nach seinem Tod und seiner Auferstehung fragten ihn die Jünger, angeregt durch das, was er ihnen über das Königreich gesagt hatte: „Herr, stellst du in dieser Zeit dem Israel das Reich wieder her?“ (Apg. 1:3, 6) Jesus sagte ihnen, daß sie vorher seine Zeugen sein müßten, „sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde“, und ließ dadurch erkennen, daß die Aufrichtung des Königreiches Gottes noch in ferner Zukunft lag. — Apg. 1:8.

      Als ihm die Jünger bei einer anderen Gelegenheit eine ähnliche Frage stellten, antwortete er ihnen durch eine Prophezeiung, die sich erst viel später — erst in unserer Zeit — erfüllen sollte. Er sagte: „Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben an verschiedenen Orten. Alles dieses aber ist der Anfang der Wehen.“ (Matth. 24:7, 8) Ein Vergleich dieser Prophezeiung mit den heutigen Ereignissen zeigt, daß sie sich 1914 zu erfüllen begann. Zum erstenmal in der Geschichte führten die großen Nationen einen totalen Krieg — Nation erhob sich wider Nation und Königreich wider Königreich. Große Hungersnöte, Erdbeben und andere Wehen folgten. All das sei das Zeichen für das Ende „der bestimmten Zeiten der Nationen“, sagte Jesus, und ein Zeichen dafür, daß er seine Königsmacht im Himmel angetreten habe. Gottes Königreich ist eine himmlische Herrschaft, keine irdische. Jesus sagte: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt.“ „Die Welt wird mich nicht mehr sehen.“ — Luk. 21:24; Joh. 18:36; 14:19, NW.

      Wie die Offenbarung berichtet, soll jenes bedeutende Ereignis im Himmel großen Jubel ausgelöst und zu folgender Erklärung geführt haben: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird als König herrschen in alle Ewigkeit.“ Es sollte ferner durch eine Zeit der Drangsal auf der Erde gekennzeichnet sein — was auch der Fall war. Es heißt in dem Bericht weiter: „Wir danken dir, Jehova Gott, Allmächtiger, der da ist und der da war, weil du deine große Macht angenommen und als König zu herrschen begonnen hast. Doch die Nationen wurden zornig, und dein eigener Zorn kam und die bestimmte Zeit …, die zu verderben, die die Erde verderben.“ Diese Erklärung über das Königreich erfolgte zu der von Gott bestimmten Zeit, 1914, und damit erfüllte sich die biblische Prophezeiung. — Off. 11:15, 17, 18, NW.

      DIE WICHTIGSTE BOTSCHAFT UNSERER TAGE

      Die Aufrichtung des Königreiches Gottes im Himmel ist — weil eine unumstößliche Tatsache — das wichtigste Ereignis, von dem die Öffentlichkeit unterrichtet werden sollte. Ist sie davon unterrichtet worden? Jawohl, aber nicht durch die Nachrichtenbüros dieser Welt, denn sie glauben nicht an Gottes Königreich. Sie und ihre religiösen, politischen, kommerziellen und militärischen Unterstützer rufen gewissermaßen, wie die Führer der Juden in den Tagen Jesu: „Wir haben keinen König, als nur den Kaiser.“ (Joh. 19:15) Trotzdem wird das Königreich kundgemacht, wie Jesus es vorhersagte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird gepredigt werden auf der ganzen bewohnten Erde, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.“ — Matth. 24:14, NW.

      Über 950 000 Personen in 185 Ländern (zu denen auch einige Inseln gehören) wenden heute jedes erdenkliche Mittel an, um die Botschaft von Gottes Königreich in 158 Sprachen zu verbreiten. Menschen, die diese Botschaft beachten, beziehen Stellung für Gottes Königreich, bevor es Gott in seinem Krieg von Harmagedon gebraucht, um „die zu verderben, die die Erde verderben“. — Off. 11:18; 16:16, NW.

      Die Unterstützer des Königreiches Gottes wissen, daß es den Menschen nicht gelingt, eine bessere Welt zu schaffen, sie haben aber die Zusicherung des Wortes Gottes, daß Gottes Königreich Gelingen haben wird. Betest du um das Kommen des Reiches Gottes? Hoffst du auf eine gute Regierung? Dann freue dich, denn Gottes Königreich herrscht bereits im Himmel und wird bald die ganze Erde in Besitz nehmen. Das ist bestimmt eine gute Botschaft für gottesfürchtige Menschen! Eine Botschaft, die wert ist, beachtet und weitergesagt zu werden.

  • Christen sollten predigen
    Der Wachtturm 1962 | 1. Mai
    • Christen sollten predigen

      Pfarrer P. H. Jorgensen von Kongerslev, Dänemark, bestätigte, daß Christen nach der Bibel die Pflicht haben zu predigen. Der Priester sei, sagte er, „wie alle anderen in der Gemeinde Apostel, Abgesandter und Missionar, aber keineswegs mehr oder weniger als irgend jemand anders in der Gemeinde“. Er fügte noch hinzu, der Priester könne eine Hilfe sein, und durch seine Hilfe „sollte die Gemeinde besser ausgerüstet werden, um hinausziehen und Zeugnis ablegen zu können“. In wie vielen Kirchen geschieht das aber tatsächlich? — Kristeligt Dagblad, 27. September 1960.

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