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Mein Lebensziel verfolgendDer Wachtturm 1957 | 1. Februar
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hatten sehr hart gearbeitet, um diese unter prüfungsreichen Verhältnissen aufzubauen. Wie Mose fühlten wir uns unfähig, die Aufgabe zu übernehmen, doch wissend, daß Jehova unsere Stärke ist, übernahmen wir die Verantwortlichkeiten gebetsvoll. Wir stellten bald fest, daß die Verkündiger willig waren und mithalfen, die Königreichsinteressen zu fördern, und so schrumpfte unser „Berg“ zu einem „Maulwurfshügel“ zusammen. Nach einem Jahr hatten wir eine weitere Zunahme zu verzeichnen, und wir freuten uns sehr, Gemeinschaft mit diesen „anderen Schafen“ zu haben, denen noch so manches mangelte, obwohl sie allmählich zur Reife heranwuchsen.
Meine Schwester, die über zehn Jahre mit mir zusammen war, befindet sich nun mit einem anderen Angehörigen unserer Familie, nämlich mit meinem Schwager, in einem anderen Gebiet; doch an ihrer Stelle kamen meine jüngere Schwester (die drei Jahre im Pionierdienst war) und ihr Mann (der seit fünf Jahren im Vollzeitdienst stand) nach der Provinz Quebeck. Das Vorrecht gehabt zu haben, auf diese Weise von Jehova gebraucht zu werden, hat mich sehr glücklich gemacht. Indem ich mein Lebensziel als Missionarin verfolgte, habe ich dies erfahren dürfen.
Nun verfolge ich mein Lebensziel in einer anderen Eigenschaft. Nachdem ich einige Zeit im Bethelheim in Toronto tätig war, heiratete ich und wurde ein Glied der Bethelfamilie in Brooklyn. Da bin ich nun und tue meinen Dienst als Frau C. A. Steele.
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Verfehle nicht, den Nachbesuch zu machen!Der Wachtturm 1957 | 1. Februar
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Verfehle nicht, den Nachbesuch zu machen!
EIN englischer Flieger erlangte eine Erkenntnis der Wahrheit und bezog dementsprechend Stellung. Er mußte dreimal vor Gericht erscheinen und wurde auf jeder Reise von demselben Militärpolizisten begleitet. Natürlich erklärte er den Grund, weshalb man ihn vor Gericht gestellt hatte, und gab ein gutes Zeugnis. Sein Begleiter bekundete beträchtliches Interesse, und es wurde ihm das Versprechen gegeben, daß sein Name der Versammlung eingesandt werde, damit die Brüder des Ortes Fühlung mit ihm nehmen könnten.
Der Polizist wartete geduldig einige Wochen darauf, daß der nächste Zeuge bei ihm in der Wohnung vorspreche. Während dieser Zeit gelang es ihm, auch Interesse bei seiner Frau zu erwecken, die dreißig Jahre lang ein Glied der Christadelphianer gewesen war. Die Zeit verging. Doch niemand kam vorbei, um die Verbindung mit dem Ehepaar aufzunehmen. Aber dieses sollte die Wahrheit trotzdem erhalten.
Etwa vier Monate später war die Weihnachtszeit da. Das Heim des Polizisten war mit bunten Papiergirlanden geschmückt, und der Christbaum stand in seinem Schmuck da. Die Tochter brachte eine ihrer Spielkameradinnen mit nach Hause, um ihn ihr zu zeigen. Die kleine Besucherin erwiderte auf die Frage der Tochter, welche Art Schmuck sie zu Hause hätten, geradeheraus, bei ihnen daheim gebe es nichts derartiges, denn dies sei heidnisch und nicht gemäß der Bibel; sie seien Jehovas Zeugen und gingen in den Königreichssaal. Als die Mutter dies hörte, schrieb sie sogleich einige Zeilen, die das Kind seiner Mutter überbringen sollte, mit denen sie anfragte, ob sie ihr die neuste Broschüre der Zeugen Jehovas und ein Liederbuch senden würde. Als die Schwester diese Zeilen empfing, schien es ihr eine sonderbare Bitte, und so ging sie hin, um zu sehen, was da los sei. Auf diese Weise kamen die Leute wieder mit der Wahrheit in Berührung.
Gerade in jener Woche besuchte ich anläßlich meines regulären Kreisbesuches die Ortsversammlung. Man berichtete mir von der Familie, und man hatte Anstalten getroffen, daß ich sie besuchen und den Mann sprechen konnte, der extra von seinem militärischen Standort herreiste, um diese Zeugen zu sehen, auf die er so lange gewartet hatte. Ich verbrachte zwei wunderbare Stunden mit ihnen, und als ich sie verließ, hatte ich ein regelrechtes Studium mit der Frau begonnen und den Mann mit Literatur versehen, die er mit ins Lager nehmen konnte, unter anderem auch mit dem Buche „Make Sure of All Things“, da er bereits den Feldgeistlichen „in Angriff genommen“ hatte. Sie waren voll Wißbegierde über die Wahrheit und bedauerten die verlorene Zeit, während der sie auf den Besuch der Zeugen gewartet hatten.
Vier Monate später hörte ich beim nächsten Besuch des Kreises, daß der Mann den Dienst in der Luftwaffe aufgegeben und damit begonnen hatte, sich zusammen mit seiner Frau an der regulären Predigttätigkeit zu beteiligen, und daß sie darauf warteten, bei der nächsten größeren Versammlung getauft zu werden. Dies alles wäre nicht eingetreten, wenn der Kontakt nicht wieder durch einen unserer kleineren Zeugen hergestellt worden wäre. Was mit dem Adreßzettel des Interessierten geschah, werden wir nie wissen, doch hebt dies bestimmt die dringende Notwendigkeit hervor, alle Namen von Interessierten, die wir nicht selbst betreuen können, zu melden (denn dies gehört zu unserer Verantwortung), das heißt diese Neuen nicht zu vergessen, bis wir sicher sind, daß andere Brüder mit ihnen Fühlung genommen haben und sie betreuen. — Bericht von einem reisenden Beauftragten der Watch Tower Society aus London.
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