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Irdische Untertanen des Königreiches GottesDer Wachtturm 1975 | 1. Februar
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beistehen. Die „Schafe“ fragen: „Wann sahen wir dich ...?“, wodurch angedeutet wird, daß Christus während seiner Gegenwart unsichtbar ist und daß er sie nicht aufgrund dessen richtet, was sie für ihn persönlich tun, denn als himmlischer König ist er bestimmt nicht auf ihre irdische Unterstützung angewiesen. Doch sie können Christi „Brüder“ sehen, und diese Brüder Christi, die sich noch auf der Erde befinden, sind oft in Not.
Warum helfen jene schafähnlichen Menschen den geistigen Brüdern Christi? Ist es lediglich darauf zurückzuführen, daß sie wohltätig und hilfsbereit sind? Es gibt in der Welt viele hilfsbereite Menschen, die Bedürftigen Hilfe leisten. Das ist eine gute, lobenswerte Eigenschaft. Anders verhält es sich jedoch, wenn es darum geht, den „Brüdern“ Christi, die „Gesandte“ Christi sind, zu helfen oder beizustehen (2. Kor. 5:20). Diese Gesandten, die Gottes bevorstehende Urteilsvollstreckung an dieser Welt ankündigen, sind im allgemeinen nicht beliebt. Oft werden sie verfolgt. Viele hilfsbereite Menschen werden unter solchen Umständen furchtsam, manchmal werden sie sogar zu Gegnern und lehnen es ab, Beistand zu leisten.
Auch diejenigen, die Jesus als „Schafe“ bezeichnet, helfen gern jedem, dem sie helfen können; doch besonders setzen sie ihre Kraft dafür ein, den „Brüdern“ Christi mit jedem verfügbaren Mittel beizustehen. Sie tun es wissentlich und willentlich, weil sie sie als Diener Gottes anerkennen. Deshalb sind sie in den Augen Christi besonders wertvoll, was mit dem von ihm selbst aufgestellten Grundsatz übereinstimmt: „Wer irgend euch aufgrund dessen, daß ihr Christus angehört, einen Becher Wasser zu trinken gibt, wahrlich, ich sage euch: Er wird seines Lohnes keineswegs verlustig gehen“ (Mark. 9:41). „Wer irgendeinem dieser Kleinen nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch, er wird seines Lohnes keinesfalls verlustig gehen“ (Matth. 10:42).
Die „Schafe“ stehen den geistigen Brüdern Jesu Christi nicht nur in körperlicher und materieller Hinsicht bei. Diese schafähnlichen Menschen erkennen, welche Arbeit die wenigen auf Erden verbliebenen „Brüder“ Christi leisten, und sie beteiligen sich mit ihnen daran, indem sie sogar mit ihnen Verfolgung erdulden. Tatsächlich verrichten sie heute den größten Teil des Predigtwerkes, da sie zahlenmäßig überwiegen. Mit anderen Worten: Sie wirken Seite an Seite mit den „Gesandten“ Christi, indem sie sich mit ihnen in ihren Versammlungen verbunden haben; viele bekleiden verantwortliche Stellen, weil viele der „Brüder“ Christi aufgrund ihres vorgerückten Alters oder wegen gesundheitlicher Probleme daran gehindert sind.
DU KANNST EINES DER „SCHAFE“ WERDEN
Diese schafähnlichen Menschen kommen gegenwärtig aus „vielen Nationen“, aus 207 Ländern und Inselgebieten, und ihre Zahl beträgt ein Vielfaches von 144 000, der Gesamtzahl derer, die mit Christus im Himmel regieren werden. Sie geben sich Gott hin und werden nicht nur im Namen des Sohnes getauft, sondern auch im Namen des Vaters, Jehovas (Matth. 28:18-20).
Wie diese Klasse schafähnlicher Menschen handelt, wird aber nicht nur in diesem Gleichnis beschrieben. Vor langer Zeit sagte der Prophet Sacharja ihr Auftreten mit den Worten voraus: „Es wird noch sein, daß Völker und die Bewohner vieler Städte kommen werden; und die Bewohner einer Stadt werden gewißlich zu denen einer anderen gehen und sprechen: ,Laßt uns allen Ernstes hingehen, um das Angesicht Jehovas zu besänftigen und Jehova der Heerscharen zu suchen. Ich selbst will auch gehen.‘ ... Es wird in jenen Tagen sein, daß zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen ergreifen, ja sie werden tatsächlich den Rocksaum eines Mannes ergreifen, der ein Jude ist, indem sie sprechen: ,Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, daß Gott mit euch ist‘“ (Sach. 8:20-23).
In der Erfüllung dieser Prophezeiung ist der Mann, dessen Rocksaum ergriffen wird, ein geistiger Jude, einer der 144 000 geistigen Brüder Christi (Röm. 2:28, 29). Die Männer „aus allen Sprachen der Nationen“, die mit ihm gehen, werden in Offenbarung 7:9-17 unmittelbar nach der Einsammlung der 144 000 beschrieben.
Auch der Prophet Jesaja sagte voraus: „Es soll geschehen im Schlußteil der Tage, daß der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge, und er wird gewißlich erhaben sein über die Hügel; und zu ihm sollen alle Nationen strömen. Und viele Völker werden gewißlich hingehen und sagen: ,Kommt, und laßt uns hinaufziehen zum Berge Jehovas, zum Hause des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln‘“ (Jes. 2:2, 3).
Biblische Hinweise und greifbare Tatsachen zeigen, daß wir in den „letzten Tagen“ dieses Systems der Dinge leben. Durch seinen inthronisierten König läßt Jehova seinen Namen und seine Souveränität bekanntmachen. Vom himmlischen Jerusalem geht das Gesetz aus, und dorthin versammeln sich die Menschen aus allen Nationen (Gal. 4:26). So, wie der Tempel Jehovas in Jerusalem an einer erhöhten Stelle stand, wird auch heute die wahre Anbetung durch die weltweite Verkündigung der Königreichsbotschaft erhöht. Viele Menschen vernehmen sie und sagen bereitwillig: „Auch ich will gehen.“
Auf diese Weise dehnt sich die wahre Gottesanbetung unter denjenigen auf Erden aus, die das Leben schätzen und ewig leben möchten. Du wirst feststellen, daß man nirgendwo anders dieser Hoffnung Ausdruck verleiht. Dennoch handelt es sich um eine wohlbegründete Hoffnung, eine zuverlässige Hoffnung, die sich auf das Wort des ewigen Gottes stützt. Die schafähnlichen Menschen, die in dem Gleichnis vorhergesagt sind, sowie der Überrest der „Brüder“ Christi sind die einzigen Menschen auf der Erde, die die Hoffnung haben, die Vernichtung dieses Systems der Dinge zu überleben.
Bist du mit den „Brüdern“ des Königs oder zumindest mit ihren Gefährten, den schafähnlichen Menschen, die sich ebenfalls daran beteiligen, die gute Botschaft vom Königreich zu verkündigen und zu lehren, in Verbindung gekommen? Wenn du sie als Jünger Christi anerkennst und mit ihnen in ihrem Königreichssaal zusammenkommst, die biblischen Wahrheiten, die sie darlegen, kennenlernst und sie in ihrem Werk unterstützt, wirst du großen Segen empfangen.
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Wie würdest du einen Gesandten behandeln?Der Wachtturm 1975 | 1. Februar
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Wie würdest du einen Gesandten behandeln?
IN LETZTER Zeit war viel von Überfällen auf Botschaftsgebäude zu hören. Es wird davon berichtet, daß Botschafter entführt oder sogar ermordet werden, weil Menschen über ein bestimmtes Land ungehalten sind oder dessen Politik mißbilligen. In vergangenen Zeiten hingegen, als die Nationen noch verhältnismäßig friedlich miteinander auskamen, wurden Botschafter und Gesandte im allgemeinen gut behandelt.
In einem Fall jedoch widerfuhr den königlichen „Boten“ oder Bevollmächtigten einer friedlichen Nation des Altertums eine schmachvolle Behandlung. König David von Israel erwies
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