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Unversehrt bleiben, während Tausende fallenDer Wachtturm 1975 | 15. März
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wäre, spricht der Psalmist davon, daß „zehntausend zu deiner Rechten“ fallen würden. Wie bei Gott, dem Allmächtigen, ist die Rechte auch hier ein Sinnbild der Hand oder der Seite, die stärker ist (Ps. 98:1). Das würde bedeuten, daß die religiös besonders Starken, denen wir größeren geistigen Widerstand entgegensetzen müssen, fallen, weil sie gegen Weltlichkeit, Modernismus, religionsfeindliche Propaganda, populäre theologische Ansichten und gegen die von Dämonen inspirierten religiösen Lehren und Bräuche nicht gefeit sind. Sie sind durch den Geist Gottes nicht immun gemacht worden.
28. Wie ist es tatsächlich so gekommen, daß zehntausend zur Rechten des gesalbten Überrestes gefallen sind, und wen hat Gott als Gefährten des Überrestes erweckt?
28 Wenn wir heute die Zahl derer, die zum gesalbten Überrest des geistigen Israel gehören (ungefähr zehntausend), mit den Milliarden Angehörigen des religiösen Groß-Babylon vergleichen, können wir erkennen, daß es tatsächlich so gekommen ist, daß „zehntausend“ zur Rechten dieses Überrestes des „Samens“ des „Weibes“ Gottes gefallen sind (Offb. 12:17). Doch anstelle dieser Zehntausende, die zur Rechten des Überrestes dem geistigen Tod zum Opfer gefallen sind, hat Jehova Gott eine „große Volksmenge“ erweckt, bestehend aus schafähnlichen Gläubigen, die sich ihm durch Jesus Christus, den vortrefflichen Hirten, hingegeben haben (Offb. 7:9-17; Joh. 10:16; Matth. 25:31-46). Besonders seit dem Jahr 1935 hat Jehova die Klasse dieser Gefährten des Überrestes erweckt. Heute geht ihre Zahl in die Hunderttausende, ja gegenwärtig gibt es über zwei Millionen christliche Zeugen Jehovas, die Gottes Königreich verkündigen.
29. Wem hat sich der glaubenzerstörende Einfluß der Welt „genaht“, und wem nicht?
29 Denen, die dem geistigen Tod zum Opfer gefallen sind, hat sich der glaubenzerstörende Einfluß der Welt „genaht“. Von denen dagegen, die unter Gottes geistigem Schutz stehen, heißt es: „Dir wird es nicht nahen.“ Der Überrest hat sich seit dem Nachkriegsjahr 1919 von Jehova Gott, dem großen Arzt, in geistiger Hinsicht heilen lassen (Ps. 103:1-3). Die Christenheit hat jedoch, den Prophezeiungen aus Jesaja 6:9-12 und Matthäus 13:14, 15 entsprechend, diese Heilung nicht angenommen. Darum sind ihre über eine Milliarde zählenden Angehörigen dem auf den Geist verderblich wirkenden Einfluß der kranken Welt erlegen. Der Überrest und seine christlichen Gefährten, die „große Volksmenge“, dagegen sind von Gott immun gemacht worden, und er läßt nicht zu, daß der verderbliche Einfluß der Welt ihnen dahin naht, wo sie geistige Immunität genießen. Da sie gehorsam unter Gottes „Schirm“ bleiben, sind sie sicher und geborgen.
30, 31. (a) Wer empfängt jetzt vor den Augen derer, die unter dem „Schirm des Höchsten“ wohnen, die verdiente Vergeltung? (b) Wie und warum empfangen sie diese Vergeltung?
30 Der gesalbte Überrest der geistigen Israeliten und auch ihre Mitzeugen, die „große Volksmenge“, haben nun schon jahrelang voll Vertrauen unter dem „Schirm des Höchsten“ gewohnt und haben die folgenden Worte des inspirierten Psalmisten bestätigt gefunden: „Nur mit deinen Augen wirst du zuschauen und die Vergeltung selbst an den Bösen sehen“ (Ps. 91:8).
31 Es ist ganz klar, daß Gott, der Höchste, die unter seinem „Schirm“ Wohnenden hier nicht zu den „Bösen“ rechnet, die sich außerhalb befinden und die zur gegenwärtigen bösen Welt gehören. Personen, die an der Lebensweise dieser bösen Welt Gefallen gefunden haben, ernten besonders jetzt, kurz vor dem Ende dieses zum Untergang verurteilten Systems der Dinge, als Vergeltung die Früchte ihrer Handlungsweise. Sie empfangen die verdiente Strafe, denn ihre politischen, wirtschaftlichen, sittlichen, sozialen und religiösen Probleme häufen sich zusehends. Sie ernten, was sie gesät haben. Die heutige willfährige Gesellschaft mit ihrer sogenannten „neuen Moral“ und ihrer „Sex-Revolution“ kann nicht verhindern, daß geschlechtlich entartete Personen an sich selbst ‘die volle Vergeltung empfangen, die ihnen für ihre Verirrung gebührt’ (Röm. 1:27; Luk. 21:25, 26).
32. Zwischen wem sehen die unter dem „Schirm des Höchsten“ Wohnenden schon vor der „großen Drangsal“ einen Unterschied?
32 Die Weltweisen fallen ihren eigenen Plänen zum Opfer. Diejenigen, die die Weisheit des Wortes Gottes verwerfen und sich den Machenschaften Satans aussetzen, erliegen „jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden“ (2. Thess. 2:9, 10). Schon vor der herannahenden „großen Drangsal“ schauen die von Jehova Behüteten mit ihren Augen zu und sehen „den Unterschied zwischen einem Gerechten und einem Bösen ..., zwischen einem, der Gott dient, und einem, der ihm nicht gedient hat“ (Mal. 3:18).
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Warum es sich lohnt, unter Gottes Schutz zu stehenDer Wachtturm 1975 | 15. März
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Warum es sich lohnt, unter Gottes Schutz zu stehen
1. Wer ist vor den Gefahren der ziellos dahintreibenden Welt sicher?
HEUTE ist es um die materielle, physische Sicherheit der Menschheit schlecht bestellt. Unter Gottes Schutz ist man jedoch vor den sittlichen, sozialen, politischen und religiösen Gefahren der ziellos dahintreibenden Welt sicher. Unter diesem Schutz befinden sich alle, die den geistigen Dingen, die in Gottes heiligem Wort dargelegt werden, den Vorrang geben. Sie wissen, daß Gott für die Befriedigung all ihrer anderen Bedürfnisse sorgen wird.
2, 3. Inwiefern haben der Überrest und die „große Volksmenge“ Jehova wirklich zu ihrer „Zuflucht“ gemacht?
2 Der inspirierte Schreiber des 91. Psalms vermittelt denen, die Gott den ersten Platz in ihrem Leben einräumen, auch durch seine weiteren Worte ein Gefühl der Sicherheit, indem er sagt: „Denn du hast gesagt: ,Jehova ist meine Zuflucht‘, den Höchsten selbst hast du zu deiner Wohnung gemacht; kein Unglück wird dir widerfahren, und auch keine Plage wird deinem Zelte nahen“ (Ps. 91:9, 10).
3 Welch ein wunderbarer Gedanke: Wir können Gott, den Höchsten, ‘zu unserer Wohnung machen’! Das tun wir, indem wir nicht nur zu Jehova sagen: „Du bist meine Zuflucht“, sondern indem wir auch wirklich bei ihm Schutz suchen. Der gesalbte Überrest des geistigen Israels Gottes hat besonders vom Jahr 1925 an furchtlos in aller Öffentlichkeit verkündet, daß er Jehova zu seiner Zuflucht gemacht hat. Die „große Volksmenge“, die sich in jüngster Zeit dem Überrest in der Anbetung Jehovas Gottes angeschlossen hat, folgt dem Beispiel des Überrestes und verkündet ebenfalls, daß sie Jehova zu ihrer Zuflucht und somit zu ihrer „Wohnung“ gemacht hat.
4. In bezug auf welche alles überragende Streitfrage haben diese beiden Gruppen vereint gehandelt?
4 Vereint haben diese beiden Gruppen Jehova, den Höchsten, als den Souverän des ganzen Universums ausgerufen. Sie haben in der zwischen Gott und den Menschen bestehenden Streitfrage um die Herrschaft über die Erde für Jehovas Souveränität Stellung bezogen. Sie machen unaufhörlich auf der ganzen Erde bekannt, daß Gottes messianisches Königreich unter seinem Sohn Jesus Christus die einzige Hoffnung für die bedrängte Menschheit ist. Jehova, bei dem allein Schutz und Sicherheit zu finden sind, ist ihre Wohnung. Bei ihm sind ihre ewigen Interessen jetzt und auch in der Zukunft sicher.
5. Welche Art von Unglück widerfährt denen nicht, die Gott zu ihrer Zuflucht gemacht haben?
5 Diese böse Welt wird nicht nur auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet, sondern auch auf sittlichem, sozialem und religiösem Gebiet von einem „Unglück“ nach dem anderen
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