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Unser geistiges Paradies bewahrenDer Wachtturm 1959 | 1. April
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Vortrag, den der damalige Präsident der Gesellschaft hielt. Am 5. September kündigte er bei dieser Hauptversammlung eine neue Veröffentlichung, die Zeitschrift The Golden Age [Das Goldene Zeitalter], an. „Gleich einer Stimme in der Wüste der Verwirrung hat sie die Aufgabe, das nahende Goldene Zeitalter anzukündigen“, so hieß es in dem Eingangsartikel ihrer ersten (englischen) Ausgabe vom 1. Oktober 1919.
35 Von da an nahm die Bevölkerung des geistigen Paradieses von Jahr zu Jahr zu, und zwar zuerst durch die Einsammlung der übrigen Glieder des geistlichen Überrests aus vielen Ländern. (Matth. 24:31) Das Jahrbuch der Gesellschaft, das seit dem Jahre 1927 erschienen ist, hat das Wachstum der Bevölkerung angezeigt. Allen neu Hinzugekommenen wurde die Aufgabe zuteil, im Felde mitzuarbeiten und das geistige Paradies zu hegen und zu pflegen. Besonders vom Jahre 1932 an wurden jene hinausgetan, die in dem Widerstand gegen unser Werk der Einsammlung führend gewesen waren, indem mit dem demokratischen System der Wahl von „Ältesten“ Schluß gemacht wurde. Im Interesse eines theokratischen Paradieses erfolgte eine Reinigung der Heiligtumsklasse Jehovas.
36, 37. (a) Wie ist das Werk des Bevölkerns seit jenem Jahre vorangeschritten, und welches Gebot des Rechten Hirten ist diesbezüglich immer noch in Kraft? (b) Wie wird in Offenbarung, Kapitel 22, dieses geistige Paradies beschrieben, und welche huldvolle Einladung ergeht weiterhin daraus?
36 Seither ist das Werk des Bevölkerns des geistigen Paradieses mit einer großen Menge der „anderen Schafe“ des Rechten Hirten in großartigem Maße vorangegangen, indem beachtenswerte Zunahmen erzielt wurden. Bis April des Jahres 1958 wuchs die Bevölkerung auf 798 326 Personen an. Alle diese arbeiten fleißig im „Garten Jehovas“. Den ‚Ersehnten‘ aus allen Nationen wird Hilfe geboten, zu Jehovas Haus zu gelangen, um es mit weiterer Herrlichkeit zu füllen. (Joh. 10:16; Hag. 2:7) Das Gebot des Rechten Hirten ist immer noch in Kraft: „Gehet daher hin und macht zu Jüngern Menschen aus allen Nationen, indem ihr sie tauft.“ (Matth. 28:19, 20, NW) Diesem Gebot gehorsam, müssen wir auf das erdenweite Wachstum der internationalen Bevölkerung des Paradieses hinwirken.
37 In schöner symbolischer Sprache beschreibt Offenbarung 22:1-3 das nun bestehende geistige Paradies, auf dem kein Fluch ruht. Aus ihm ergeht fortwährend die huldvolle Einladung des ‚Geistes und der Braut‘, die sagen: „Komm!“ „Ja, möge jeder, der [es] hört, sagen: ‚Komm!‘ Und jeder, den es dürstet, der komme, jeder, der es wünscht, empfange Wasser des Lebens umsonst.“ (Off. 22:17, NW) Mögen sie zu dem geistigen Paradiese kommen und von dem „Strom von Wasser des Lebens“ trinken, der klar ist „wie Kristall“; mögen sie von den blätterreichen, fruchttragenden Bäumen essen und ein Teil der glücklichen, gottesfürchtigen, schwerarbeitenden Bevölkerung werden! Mögen sie heute bei unserem König Jesus Christus in diesem geistigen Paradiese unter seinem Königreiche weilen!
38. Was wird mit diesem geistigen Paradiese in Harmagedon geschehen, und was aufzubauen, wird nach Harmagedon die rechte Zeit sein?
38 Indem wir so den göttlichen Willen bis zu dem universellen Krieg von Harmagedon erfüllen, wird unser geistiges Paradies bis zur Rechtfertigung der universellen Souveränität Jehovas blühen und gedeihen. Die Schlacht von Harmagedon wird diesen geistigen „Garten Jehovas“ nicht wegfegen, wie die Flut in den Tagen Noahs den Garten Eden wegfegte. Gemäß dem göttlichen Willen und unter Gottes Schutz wird unser geistiges Paradies durch Harmagedon hindurch in die gerechte, neue Welt der neuen Himmel und einer neuen Erde bewahrt werden, um dann die Erde für immer herrlich zu machen. Nach Harmagedon wird die rechte Zeit gekommen sein, das irdische Paradies als ewige Wohnstätte für die erlöste Menschheit aufzubauen.
39. (a) Mit wem werden die Harmagedon-Überlebenden zusammen sein und wo? (b) Um wen willkommen zu heißen, werden sie zugegen sein?
39 Auf diese wunderbare Weise werdet ihr alle, die ihr Harmagedon überleben werdet, mit dem König, Jesus Christus, in dem irdischen Paradiese sein, ja noch vor dem Übeltäter, der aus der Gedächtnisgruft auferstehen wird, in der er die Erfüllung der Verheißung abwartet, die ihm der sterbende Jesus gab. Indem ihr in eurer Lauterkeit wandelt und Gott innerhalb des geistigen Paradieses seiner Zeugen anbetet und ihm dient, werdet ihr in das Paradies der neuen Welt eingehen, ohne in den Scheol oder Hades sinken zu müssen. Ihr werdet da sein, um alle diejenigen willkommen zu heißen, die der König aus den Gedächtnisgrüften herausruft, damit sie in dieses ewige irdische Paradies der Vollkommenheit menschlichen Lebens eingehen können.
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Laßt uns unserer Entschließung, in Frieden und Einheit zu leben, nachkommenDer Wachtturm 1959 | 1. April
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Laßt uns unserer Entschließung, in Frieden und Einheit zu leben, nachkommen
DER internationale Kongreß 1958, der unter dem Leitwort „Göttlicher Wille“ stand, wird für sämtliche Anwesenden ein unvergeßliches Erlebnis bleiben. Und ohne Zweifel war für alle der spannenste Augenblick der, als am Freitagnachmittag (1. August) die Resolution verlesen und sie von den 194 418 anwesenden Zeugen Jehovas angenommen wurde. Sie dokumentierten damit ihre Stellung dem Worte Jehovas, seiner Oberhoheit und seinem Königreiche gegenüber. Sie erklärten, was sie von den Machenschaften Satans und der treulosen Geistlichkeit der Christenheit halten, und faßten den Entschluß, für immer in Frieden und Einheit zu leben.a
Da wir diese Resolution gefaßt und sie im Dezember 1958 in Form eines Traktats in 70 000 000 Exemplaren verbreitet haben, wollen wir nicht zögern, ihr nachzukommen. Doch wie können wir dies tun? In erster Linie dadurch, daß wir täglich für unsere Brüder beten, und zwar besonders für die, welche verantwortliche Stellungen bekleiden, für jene, die der Verfolgung ausgesetzt sind oder sich in besonderen Prüfungen befinden, sowie für die, die uns persönlich nahestehen. Wir können dies ferner dadurch tun, daß wir die vier göttlichen Eigenschaften, die uns unser himmlischer Vater verliehen hat — nämlich Macht oder Kraft, Weisheit, Gerechtigkeit und Liebe —, in ausgeglichener Weise anwenden.
Geistige und physische Kraft benötigen wir, um uns zu versammeln und uns bei den Zusammenkünften aktiv zu beteiligen, aber auch um an den verschiedenen Tätigkeiten, die der Förderung der Königreichsinteressen dienen, teilzunehmen. Weisheit hilft uns, in Frieden und Einheit zu leben, denn sie hilft uns, geschickt und taktvoll zu handeln. Wenn wir in Frieden und Einheit leben wollen, dann müssen wir auch gerecht handeln; wir müssen mit anderen so handeln, wie wir wünschen, daß sie mit uns handeln. Der Gerechtigkeitssinn veranlaßt uns auch, die theokratische Ordnung anzuerkennen. Vor allem aber hilft uns die Liebe, in Frieden und Einheit zu leben. Die Liebe zu Jehova hilft uns, unsere Lauterkeit zu bewahren, so daß wir uns nie auf Kompromisse mit der Organisation Satans einlassen. Und die Liebe zu unseren Brüdern schützt uns vor den zwietrachtstiftenden Einflüssen der Welt Satans und hilft uns, treu und loyal zu bleiben.
Ja, wenn wir die vier Eigenschaften, Kraft, Weisheit, Gerechtigkeit und Liebe, gut in ausgeglichener Weise anwenden, so wird uns dies helfen, unserer auf dem Kongreß gefaßten Entschließung, mit unseren Brüdern in der Neuen-Welt-Gesellschaft in Frieden und Einheit zu leben, nachzukommen.
[Fußnote]
a In Bezug auf Einzelheiten siehe den Wachtturm vom 1. Dezember 1958.
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Den Stempel der Echtheit tragenDer Wachtturm 1959 | 1. April
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Den Stempel der Echtheit tragend
Folgende Worte stammen von Sir Isaac Newton: „Die Bibel trägt viel mehr den Stempel der Echtheit als irgendwelche Weltgeschichte“.
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