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  • Eine Auferstehung des Lebens und eine Auferstehung des Gerichts
    Der Wachtturm 1978 | 1. Dezember
    • hin, als er von einer „Auferstehung des Lebens“ und einer „Auferstehung des Gerichts“ sprach. Mit dem Wort „Leben“ meinte er in diesem Zusammenhang nicht das Maß an Leben, das die Betreffenden haben werden, wenn sie aus den Gedächtnisgrüften herauskommen, sonst hätten nicht nur diejenigen eine „Auferstehung des Lebens“, die Gutes getan haben, sondern auch diejenigen, die Schlechtes verübt haben, da sie ebenfalls lebendig gemacht werden müssen, um aus den Gedächtnisgrüften herauszukommen. Mit dem Wort „Leben“ in Johannes 5:29 ist also das vollkommene Leben gemeint, das diejenigen am Ende der Herrschaft Christi erlangen werden, die fortgesetzt Gutes tun, indem sie ihm, dem König und Richter, gehorchen.

      11. Was ist mit dem „Gericht“ in dem Ausdruck „Auferstehung des Gerichts“ gemeint?

      11 Ähnlich verhält es sich mit dem Wort „Gericht“. Es bezieht sich auf das, was anderen entweder während oder am Ende des Tausendjahr-Gerichtstages widerfährt. Mit dem Ausdruck „Gericht“ in Johannes 5:29 ist das Gegenteil von „Leben“ gemeint. Er bedeutet die Verurteilung derer, die Schlechtes getrieben haben, und zwar eine Verurteilung zu ewiger Vernichtung, einer Vernichtung von Seele und Leib in der Gehenna (Matth. 10:28).

      12. Zu welchen zwei unterschiedlichen Ergebnissen kann also die Auferweckung eines Menschen unter dem Königreich Christi führen?

      12 Demnach kann die Auferweckung eines Menschen unter dem Königreich Christi zu zwei unterschiedlichen Ergebnissen führen: entweder zu vollkommenem menschlichem Leben oder zu einer Verurteilung, die den Verlust des Lebens zur Folge hat. Die American Translation gibt Johannes 5:29 folgendermaßen wieder: „... werden herauskommen zur Auferstehung und zum Leben und ... zur Auferstehung und zum Gericht.“

      13, 14. (a) Was hört Jesus, bevor er und seine Mitrichter ein Urteil fällen? (b) Warum kann gegen ein Urteil, das Christus während der tausend Jahre fällt, kein Einspruch erhoben werden?

      13 Während der tausend Jahre werden Jesus Christus und seine Mitrichter die ganze Menschheit gerecht richten. Jesus sagte: „So, wie ich höre, richte ich“ (Joh. 5:30).

      14 Was Jesus von Jehova Gott, dem höchsten Richter, hört, berücksichtigt er bei seinem Urteil. Er wird als Richter der Beschreibung entsprechen, zu der sein himmlischer Vater den Propheten Jesaja inspirierte und die in Jesaja 11:1-5 zu finden ist. Seine 144 000 Mitrichter werden ihn beim Richten nachahmen. Auf diese Weise wird tatsächlich so gerichtet, wie Jehova richten würde, denn sein Sohn Jesus Christus wird sich stets bemühen, nicht seinen Willen, sondern den Willen seines Vaters zu tun. Daher gibt es keine höhere Instanz, bei der gegen ein solches von Jesus Christus gefälltes Urteil Einspruch erhoben werden könnte, und so kann er am Ende seiner tausendjährigen Amtszeit als Richter das Königreich dem höchsten Richter übergeben, ohne daß ihm irgendwelcher Amtsmißbrauch angelastet werden könnte (1. Kor. 15:24-28). Danach wird Jehova Gott eine entscheidende und endgültige Prüfung der ihm von seinem Sohn übergebenen Menschheit vornehmen (Offb. 20:7-15).

      DIE „GROSSE VOLKSMENGE“ UND DIE AUFERSTEHUNG

      15. Wen meinte Paulus mit den „Toten“, als er an Timotheus schrieb: „Ich gebiete dir feierlich vor ... Christus Jesus, der dazu bestimmt ist, die Lebenden und die Toten zu richten ...“?

      15 Mit dem herannahenden Tag des Gerichts muß die ganze Menschheit rechnen (Apg. 17:30, 31). Angesichts dieser Tatsache schrieb der Apostel Paulus an seinen ehemaligen Missionargefährten Timotheus: „Ich gebiete dir feierlich vor Gott und Christus Jesus, der dazu bestimmt ist, die Lebenden und die Toten zu richten ...“ (2. Tim. 4:1). Mit dem Ausdruck „die Toten“ bezog sich Paulus auf die, die „in den Gedächtnisgrüften“ und im Wasser begraben liegen. Doch wer sind die, die er „die Lebenden“ nannte?

      16. Wer vor allem sind die „Lebenden“?

      16 Es sind diejenigen, die die bevorstehende „große Drangsal“ und die Fesselung Satans, des Teufels, und seiner Dämonen überleben werden. Sie werden also noch auf der Erde leben, wenn Christus für tausend Jahre über seinen irdischen Herrschaftsbereich zu regieren beginnt. Sie, die dann seine Untertanen sein und die Aussicht haben werden, in einem irdischen Paradies zu leben, sind vor allem damit gemeint. Einige Glieder des gesalbten Überrestes der voraussichtlichen Miterben Christi werden ebenfalls überleben, aber ob sie auf der Erde zu richten beginnen, bevor sie in das himmlische Königreich versetzt werden, bleibt abzuwarten (1. Thess. 4:15-17; 2. Petr. 3:11-14). Jedenfalls wird eine „große Volksmenge“, bestehend aus „anderen Schafen“ Christi, in der „großen Drangsal“ beschützt werden und zusammen mit dem Überrest der geistigen Israeliten am Leben sein, wenn das tausendjährige Königreich beginnt. In Offenbarung 7:9-17 wird dies bestätigt.

      17. Wieso wissen wir, ob die Erde bei dem vollständigen Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge entvölkert werden wird oder nicht?

      17 All das beweist, daß unser Planet bei dem vollständigen Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge nicht völlig entvölkert werden wird. Die „anderen Schafe“ Christi, die die „große Volksmenge“ bilden, werden also die „Lebenden“ sein, wenn der Tausendjahr-Gerichtstag beginnt.

      18. Was ist das Erstaunliche an dieser „großen Volksmenge“, die die „Drangsal“ überleben wird, und warum?

      18 Erstaunlich ist, daß die Überlebenden der „großen Drangsal“ nie auferweckt zu werden brauchen. Da sie nie gestorben sind und ihr Körper nie zerfallen ist, braucht der König Jesus Christus sie nicht aus den Gedächtnisgrüften herauszurufen. Gestützt darauf, wie sich diese schafähnlichen Menschen in der Vergangenheit dem gesalbten Überrest der geistigen Brüder Christi gegenüber verhalten haben, werden sie vom König zu seiner Rechten gestellt, auf die Seite seiner Gunst, und zu ihnen sagt er zu Beginn seiner Tausendjahrherrschaft: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet worden seid, ererbt das Königreich, das von der Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist.“ Auf diese Weise gelangen sie auf den Weg, auf dem sie vollkommenes Leben auf einer paradiesischen Erde erlangen können (Matth. 25:31-46; Joh. 10:16). Es wird für sie ein großes Vorrecht sein, zu erleben, wie Jesus Christus, der regierende „Sohn des Menschen“, damit beginnt, die, die in den Gedächtnisgrüften sind, zu einer Auferstehung herauszurufen, die ihnen die Gelegenheit bietet, ewiges Leben auf der Erde zu erlangen.

  • „Ich werde ihn am letzten Tage zur Auferstehung bringen“
    Der Wachtturm 1978 | 1. Dezember
    • „Ich werde ihn am letzten Tage zur Auferstehung bringen“

      1. Auf welche Klasse heute lebender Personen beziehen sich Jesu Worte „Ich werde ihn am letzten Tage zur Auferstehung bringen“ nicht?

      DIESE bedeutsamen Worte aus Johannes 6:54 stammen von Jesus. Sie beziehen sich nicht auf die „große Volksmenge“, die die bevorstehende „große Drangsal“ überlebt (Offb. 7:9-17). An wen dachte denn Jesus, als er diese Worte vor 1 900 Jahren äußerte?

      2. Zu wem sprach Jesus diese Worte über die Auferstehung, und kurz vor welchem Fest der Juden, das mit ihm in Verbindung stand?

      2 Aus dem Begleittext geht hervor, daß Jesus diese Worte nicht an irgendeine Gruppe von Juden richtete, sondern daß sich unter seinen Zuhörern viele seiner Jünger, auch seine zwölf Apostel, befanden. Es war das Jahr 32 u. Z., und „das Fest der Juden“, das Passah, stand kurz bevor (Joh. 6:4). Zur Vorbereitung für dieses Fest gehörte, daß die Juden das Passahlamm im Tempel in Jerusalem schlachteten und die Priester das Blut in Schalen auffingen und es dann am Fuß des Altars ausgossen. (Siehe Lexikon zur Bibel, herausgegeben von Fritz Rienecker, Spalte 1041; ferner Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch

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