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  • Dem „König der Nationen“ dienen und überleben?
    Der Wachtturm 1980 | 1. Mai
    • seinem königlichen Herrn, aus Jerusalem zu entkommen. Er war ein Äthiopier, gehörte also zu denen, auf die Jeremia Bezug nahm, als er die Frage aufwarf: „Kann ein Kuschit [Aethiopier, Elberfelder Bibel, Fußnote] seine Haut ändern? Oder ein Leopard seine Flecken?“ (Jer. 13:23). Ebed-Melech war ein Schwarzera und wird in der Übersetzung von Byington „Ebed-Melech, der Neger“ genannt (Jer. 38:7, 12; 39:16, The Bible in Living English). Er brauchte nicht aus Jerusalem zu fliehen, um in Sicherheit zu sein. Der Gott Jeremias hatte verheißen, ihn zu bewahren. Was später über Ebed-Melech berichtet wird — nachdem gezeigt wurde, was Nebukadnezar hinsichtlich einiger armer Juden und hinsichtlich Jeremias anordnete —, ist daher im Anschluß an Jeremia 38:28 einzuordnen. In der Übersetzung von Moffatt (A New Translation of the Bible) erscheint Jeremia 39:15-18 gleich nach Jeremia 38:28, und so ist das Ganze als ununterbrochener Bericht zu lesen.

      15. (a) Wann erging das Wort Jehovas bezüglich Ebed-Melechs an Jeremia? (b) Was besagte dieses Wort über den Äthiopier?

      15 Die unten zitierten Verse beziehen sich also auf die Zeit vor der Einnahme Jerusalems durch die babylonischen Belagerer am 9. Tammuz des Jahres 607 v. u. Z., des 11. Jahres der Regierung König Zedekias:

      „Und an Jeremia erging das Wort Jehovas, gerade als er im ,Wachthof‘ eingeschlossen war [bevor die jüdischen Soldaten flohen, als Jerusalem eingenommen wurde], und es besagte: ,Geh, und du sollst zu Ebed-Melech, dem Äthiopier, sprechen: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ,Siehe, ich lasse meine Worte an dieser Stadt wahr werden zum Unglück und nicht zum Guten, und sie werden an jenem Tage gewißlich vor dir geschehen. Und ich will dich an jenem Tage befreien‘, ist der Ausspruch Jehovas, ,und du wirst nicht in die Hand der Männer gegeben werden, vor denen dir selbst bangt. Denn ich werde bestimmt für dein Entrinnen sorgen, und durch das Schwert [der Babylonier] wirst du nicht fallen; und deine Seele wird dir gewißlich zur Beute sein, weil du auf mich vertraut hast‘ ist der Ausspruch Jehovas“‘“ (Jer. 39:15-18).

      16. Worüber sollte sich also Ebed-Melech freuen wie jemand, der sich über Beute freut, und was ist von ihm verblieben, wenn auch nichts weiter über ihn berichtet wird?

      16 Als Jerusalem fiel, vertraute dieser Freund des Propheten daher auf die Hilfe Jehovas, des Gottes Jeremias. Die Bibel sagt nicht, ob er nach Babylon weggeführt wurde und dort eines natürlichen Todes starb oder ob er als einer der Armen des Landes unter dem Statthalter Gedalja in Juda zurückblieb. Jedenfalls fiel seine Seele nicht in die Hände der babylonischen Soldaten, sondern er durfte sie behalten und sich so darüber freuen wie jemand, der sich über Beute freut. Er blieb also am Leben und konnte den Gott anbeten, auf den er vertraut hatte, den Gott, dessen Propheten er in der belagerten Stadt Jerusalem vor dem Tod in einer schlammigen Zisterne bewahrt hatte. Zweifellos hatte er sich dadurch den Zorn der Fürsten zugezogen, die Jeremia ins Gefängnis geworfen hatten, damit er sterbe. Doch Ebed-Melech wurde ihnen nicht ausgeliefert, so daß sie sich hätten rächen können. Unter dem Schutz Jehovas brauchte er, keinerlei Vergeltungsmaßnahmen von ihnen zu befürchten. An dieser Stelle verschwindet er aus der biblischen Geschichte, doch nicht sein Name und auch nicht die an ihn ergangene Verheißung Gottes.

      DAS HEUTIGE GEGENBILD EBED-MELECHS

      17. Was bedeutet der Name des Äthiopiers, und in welchem Sinn traf diese Bedeutung auf ihn zu?

      17 Steht mit der neuzeitlichen Jeremia-Klasse eine gegenbildliche Ebed-Melech-Klasse in Verbindung? Ja. Wer bildet sie? Wie Ebed-Melech seinen Namen erhielt, wissen wir nicht. Die Bedeutung seines Namens lautet „Diener eines Königs“ oder „Königsdiener“. Als Eunuch war er wahrscheinlich entmanntb und konnte keine eigene Familie gründen. Doch entsprechend seinem Namen war er ein Bediensteter am judäischen Königshof. Darüber hinaus stand er aufgrund seines Vertrauens zu Jehova nicht nur im Dienste eines menschlichen Königs. Zedekia saß auf dem Königsthron in Jerusalem, der der „Thron Jehovas“ genannt wurde (1. Chron. 29:23). Folglich stand Ebed-Melech in Wirklichkeit im Dienste Jehovas, des „Königs der Nationen“. Daß er bei der Zerstörung der untreuen Stadt Jerusalem mit dem Leben davonkam, war für ihn eine reiche Belohnung für seinen Dienst im Interesse des Vorbildkönigreiches Jehovas im Lande Juda.

      18. Von welchem Zeitgenossen Jeremias wurde die in Offenbarung 7:14, 15 beschriebene „große Volksmenge“ vorgeschattet?

      18 Was das Überleben der „großen Drangsal“ der Christenheit betrifft, so heißt es in Offenbarung 7:14, 15 von der dort beschriebenen „großen Volksmenge“: „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie in dem Blut des Lammes weiß gemacht. Darum sind sie vor dem Throne Gottes; und Tag und Nacht bringen sie ihm in seinem Tempel heiligen Dienst dar.“ Diese „große Volksmenge“, die die Drangsal überleben wird, wurde als Klasse von Ebed-Melech vorgeschattet, der damals die Zerstörung Jerusalems überlebte.

      19. Wem möchte die Ebed-Melech-Klasse vor allem dienen, und was nimmt sie wegen der Jeremia-Klasse gern in Kauf?

      19 Die Glieder dieser Klasse lernen wirklich, Jehova zu fürchten und auf ihn zu vertrauen. Sie möchten vor allem dem universellen Souverän, dem „König der Nationen“, dienen und nicht den politischen Herrschern und Königen der von Menschen geschaffenen Regierungen. Sie sehen, daß machthungrige Herrscher wie Adolf Hitler, der im Jahre 1933 in Deutschland zur Macht kam, versucht haben und immer noch versuchen, den Überrest der Gesalbten Jehovas, der von dem Propheten Jeremia vorgeschattet wurde, auszurotten. Deshalb erhebt die Ebed-Melech-Klasse Einspruch und bemüht sich mutig, der Jeremia-Klasse beizustehen, obgleich dies bedeutet, daß sie sich den Haß der religiösen und politischen Feinde der Jeremia-Klasse zuzieht und von ihnen verfolgt wird.

      20, 21. (a) Besonders seit welchem Jahr ist die Ebed-Melech-Klasse in Erscheinung getreten? (b) Wie bemühte sich diese Klasse, den Ebed-Melech der Tage Jeremias nachzuahmen, und zu welchem Vorgehen hinsichtlich des Weltreiches der falschen Religion ermuntert sie alle Menschen?

      20 Diese Unterstützer des gesalbten Überrestes der Zeugen Jehovas sind besonders seit dem Jahre 1935 in Erscheinung getreten, als die „große Volksmenge“, die Überlebenden der „Drangsal“, kenntlich gemacht wurde.

      21 Ungeachtet dessen, ob die Ebed-Melech-Klasse Einfluß auf die Regierungen der Christenheit hat oder nicht, so hat sie doch zu keiner Zeit die religiös-politischen Bestrebungen unterstützt, die Jeremia-Klasse zu beseitigen oder sie in ihrem öffentlichen Dienst für Jehova so zu behindern, als wäre sie in einem Wachthaus in eine schlammige Zisterne hinabgelassen worden. Die politisch-religiösen Mächte haben ihrem Mißfallen auf furchterregende Weise Ausdruck verliehen. Trotzdem hat die Ebed-Melech-Klasse alles mögliche getan, um die Jeremia-Klasse sozusagen aus der schlammigen „Zisterne“ herauszuholen. Bis auf den heutigen Tag ist sie an der Seite der Jeremia-Klasse weltweit unerschrocken tätig und verkündet den Untergang der Christenheit und Groß-Babylons, des Weltreiches der falschen Religion. Sie ermuntert Menschen aller Arten, das zum Untergang verurteilte System der Dinge zu verlassen und auf der Seite der Hinrichtungsstreitkräfte Jehovas, die unter dem Befehl eines Feldherrn stehen, der größer ist als Nebukadnezar, nämlich Jesus Christus, standhaft Stellung zu beziehen. So beweist diese Klasse, daß sie ihr ganzes Vertrauen auf Jehova, den „König der Nationen“, setzt.

      22. Durch welches symbolische „Schwert“ wird diese Klasse nicht fallen?

      22 Jehova liebt die Glieder der Ebed-Melech-Klasse wegen ihrer unerschütterlichen Ergebenheit ihm und seiner neuzeitlichen Jeremia-Klasse gegenüber. Er hat verheißen, daß diese Klasse in dem herannahenden „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, in Har-Magedon, nicht durch das „Schwert“ fallen wird (Offb. 16:13-16).

      23. Was werden sie als Kriegsbeute erhalten, und inwiefern haben sie wie die in Jesu Gleichnis aus Matthäus 25:31-34 erwähnten „Schafe“ gehandelt?

      23 Jehova wird diese Menschen belohnen, indem er ihr Leben, ihre Seele, wie eine Kriegsbeute für sie bewahren wird; sie werden es zu Recht behalten. Wie die schafähnlichen Menschen in Jesu Gleichnis von den „Schafen“ und den „Böcken“ haben sie den Gliedern des Überrestes der geistigen Brüder Christi Gutes getan, indem sie sie heimlich oder offen besucht haben, wenn sie „im Gefängnis“, gewissermaßen in einer schlammigen „Zisterne“ oder einem Haus des Todes, waren, und indem sie zu ihrer Befreiung beigetragen haben, um es ihnen zu ermöglichen, sich weiter an Jehovas großem Schlußzeugnis zu beteiligen, das in dem zum Untergang verurteilten System der Dinge gegeben wird (Matth. 25:31-36, 46).

      24. Für die Dienste welcher Klasse dankt die Jeremia-Klasse heute Jehova, und welche gemeinsame Tätigkeit werden sie nach der „großen Drangsal“ fortsetzen?

      24 Möge es überall bekanntwerden, daß die Jeremia-Klasse Jehova dafür dankt, daß er die „große Volksmenge“ erweckt hat, die von dem äthiopischen Eunuchen Ebed-Melech vorgeschattet wurde, der die letzten Tage des untreuen Jerusalem, der Hauptstadt des Königreiches Juda, erlebte. Die Jeremia-Klasse wird sich unbeschreiblich freuen, an der Seite der Ebed-Melech-Klasse die „große Drangsal“ zu überleben. Schulter an Schulter werden dann beide Klassen in der neuen Ordnung zusammenarbeiten, die durch Christi Tausendjahrreich herbeigeführt werden wird. Ihr Eintritt in die glorreiche neue Ordnung wird der Lohn dafür sein, daß sie heute Jehova Gott, dem Souverän des Universums, dem „König der Nationen“, gedient haben.

      Die Artikelserie über die Prophezeiung Jeremias wird im „Wachtturm“ vom 1. Juni 1980 fortgesetzt.

  • Ein Glaube, der eine Umwandlung bewirkt
    Der Wachtturm 1980 | 1. Mai
    • Ein Glaube, der eine Umwandlung bewirkt

      Ein junger Ehemann aus Finnland war früher stark drogenabhängig. Mit 14 Jahren hatte er sich einer Gruppe Rauschgiftsüchtiger angeschlossen und wurde sogar zum Dieb, um seiner Sucht frönen zu können. Dafür landete er im Gefängnis. Schließlich lebte er mit einem Mädchen zusammen, das zur selben Gruppe gehörte. Im Jahre 1977 bemühte er sich, von der Drogensucht frei zu werden. Nachdem beide die Zeitschriften „Der Wachtturm“ und „Erwachet!“ gelesen hatten, besuchten sie einen christlichen Kongreß. Von der geistigen Reinheit, die sie dort beobachteten, waren sie tief beeindruckt. Sie waren gerührt, die glücklichen Familien zu sehen. Es regte sich ihr Gewissen, und sie erkannten, daß sie falsch handelten. Man begann mit ihnen ein Heimbibelstudium, und sie fingen an, christliche Zusammenkünfte zu besuchen. Im September 1977 löste die junge Frau ihre Bande zu Babylon der Großen, dem Weltreich der falschen Religion und sie ließen sich auch gesetzlich trauen. Danach beteiligten sie sich am Predigtdienst und verkündigten die Königreichsbotschaft anderen. Der Mann erinnert sich, daß er auf dem Bezirkskongreß im Jahre 1977 sehr ermuntert wurde, als ein Bekannter, der zuvor ebenfalls drogensüchtig war, ihm auf die Schulter klopfte und sagte: „Hast du Amphetamine genommen? Das habe ich auch einmal. Aber keine Angst! Du wirst genauso davon frei werden, wie ich es mit der Hilfe Jehovas wurde.“ Die Taufe dieses jungen Ehepaares auf dem internationalen Kongreß in Helsinki am 15. Juli 1978 war ein lebendiges Beispiel eines siegreichen Glaubens, eines Glaubens, der eine umwandelnde Kraft besitzt.

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