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Taufe zur Rettung und FeuertaufeDer Wachtturm 1952 | 15. Januar
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Nachfolger, die seine geistige „kleine Herde“ bilden. — Off. 19:7-9; 21:2, 9; Joh. 3:29; 2. Kor. 11:3; Eph. 5:21-32.
29. Wie lange hatte Noah sein Weib? Was ist die Parallele?
29 Noah hatte sein Weib schon mindestens hundert Jahre vor der Flut, denn ihr Sohn Japhet war der älteste und wurde etwa hundert Jahre vor der Flut geboren, denn Noah war fünfhundert Jahre alt, als er Vater wurde. Sem, ihr nächster Sohn, wurde achtundneunzig Jahre vor dem Beginn der Flut geboren. (1. Mose 5:32; 7:11; 10:21; 11:10; 9:22-25) Wie viele Jahre vor der Flut Noah, welcher sechshundert Jahre vor der Flut geboren wurde, dieses Weib genommen hatte, wissen wir nicht. Er war schon ziemlich lange vor dem Ende jener ungöttlichen Welt und möglicherweise lange vor der Geburt seiner drei Söhne mit ihr verbunden. Ebenso begann das Bilden der Braut Christi lange vor dem Ende dieser bösen Welt, nämlich vor neunzehnhundert Jahren, bei Beginn des christlichen Systems der Dinge. In der heutigen „Zeit des Endes“ ist sie auf Erden durch den Überrest seiner gesalbten kleinen Herde vertreten.
30. Was stellt die Vertrautheit des Weibes Noahs mit ihm dar?
30 Noahs Weib stand mit ihm als ihrem Mann in einem sehr vertrauten Verhältnis. Gleicherweise sind die Glieder der „Braut“-Klasse, die Überrestglieder von heute inbegriffen, in einer besonderen Weise durch heiligen Geist in den Noah der Neuzeit, in Christus Jesus, getauft. Dies bedeutet, dass sie zur Rechtfertigung des Königreiches Gottes Jehovas in Jesu Tod getauft sein müssen, damit sie schliesslich in der Gleichheit seiner Auferstehung auferweckt werden, das heisst in der ersten Auferstehung zu himmlischer „Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit“. Der Apostel Paulus fragt sie: „Wisset ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus getauft wurden, in seinen Tod getauft wurden? Also wurden wir mit ihm begraben durch unsere Taufe in seinen Tod, damit, gleichwie Christus aus den Toten auferweckt wurde durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln sollten. Denn wenn wir mit ihm vereint worden sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir gewisslich auch mit ihm vereint sein in der Gleichheit seiner Auferstehung.“ (Röm. 6:3-5, NW) Jehova Gott ist hier der grosse Täufer. In alter Zeit wirkte Noah zur Rettung seines Weibes, indem er seinen Glauben auf praktische Weise bekundete. Sie verliess ihn nicht. Sie folgte ihm in die Arche und starb nicht weg, sondern lebte noch einige Jahre ihres Lebens nach der Flut, wiewohl sie Noah keine weiteren Kinder gebar. Ebenso der Überrest jetzt.
SÖHNE UND SCHWIEGERTÖCHTER
31, 32. Wer entspricht den Söhnen Noahs und deren Frauen?
31 Wir kommen nun zur Betrachtung der drei Söhne Noahs und ihrer Frauen. Wer entspricht ihnen heute? Wir müssen ehrlich sein und den Tatsachen unserer Tage, der „Zeit des Endes“, ins Angesicht schauen. Froh erblicken heute unsere Augen eine grosse Menge Männer und Frauen, Jungens und Mädchen, die zur theokratischen Organisation Jehovas strömen und in seinem geistlichen Tempel heiligen Dienst aufnehmen. Sie sehen, dass in keiner der von Dämonen inspirierten, menschlichen Einrichtungen dieser verhängnisvollen Tage Rettung für sie zu finden ist. So wenden sie sich davon ab, den Willen der Menschen und dieser Welt zu tun und weihen sich gänzlich dem Tun des Willens Gottes. Sie schreiben alle Macht der Rettung Jehova Gott zu, der auf dem Throne sitzt, und seinem Sohne Jesus Christus, den der Vater als Opferlamm dahingab. Sie heissen ihn als Jehovas gesalbten König mit Palmzweigen willkommen, und sie folgen seiner Führung, weil er der Rechte Hirte ist. Er wird ihr „Ewigvater“ werden. (Jes. 9:6) An Zahl übertreffen diese nun den Überrest bei weitem, mit welchem zusammen der Hirte sie zu e i n e r Herde gemacht hat, und wir sehen, sie sind zur günstigen Zeit unter das neue System der Dinge gekommen, nämlich in der Zwischenzeit der Gunst zwischen dem Beginn- und Abschluss-Teil der „grossen Drangsal“ für Satans Welt. In Worten, wie oben erwähnt, wurden sie in Offenbarung 7:9-17 vorausgesagt.
32 Wir können sie daher vom Schauplatz des Endes der Welt nicht wegdenken. Wir können sie aus dem Bilde nicht ausschalten. Sie befinden sich mit dem Überrest der kleinen Herde in der Archen-Einrichtung. Folglich müssen sie eine Parallele bilden zu einigen von jenen, die während der Flut in Noahs Arche weilten. Es ist nur vernünftig zu schliessen, weil es den Tatsachen entspricht, dass sie Noahs drei Söhnen und ihren drei Frauen entsprechen.
33. Wer veranschaulichte in den Tagen Sodoms und Gomorras dieselbe Klasse?
33 Daran ist nichts Befremdendes oder Ungewöhnliches. Bereits haben wir bemerkt, dass im Roten Meer ein „Mischvolk“ zusammen mit den Israeliten in Mose getauft wurde, und dass diese schliesslich in das Verheissene Land eingingen. Als ferner Jesus die Tage seiner zweiten Gegenwart vor der Schlacht von Harmagedon mit den Tagen der alten Zeit verglich, als grosse Katastrophen eintraten und bemerkenswerte Befreiungsakte bewirkt wurden, zog er nicht nur Noahs Tage zum Vergleich heran, sondern auch die Tage Lots. Lot war ein Neffe Abrahams, in welchem alle Geschlechter der Erde gesegnet werden sollen. Lot hatte Wohnung in Sodom bezogen, das zur feurigen Vernichtung verurteilt war. Indem Jesus zeigte, dass Lot und seine zwei Töchter, die der feurigen Vernichtung entgingen, prophetische Darsteller kommender Personen waren, sagte er: „Gleicherweise, wie es geschah in den Tagen Lots: sie assen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten. An dem Tage aber, da Lot aus Sodom herauskam, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichtete sie alle. Ebenso wird es sein an dem Tage, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird. Denket an Lots Weib!“ (Luk. 17:28-30, 32, NW) Lot und seine Töchter, für deren Leben Abraham bei Jehovas Engel eintrat, veranschaulichen zweifellos dieselbe Klasse wie das Mischvolk der Tage Moses und wie Noahs drei Söhne und ihre Frauen. All dies stellt dar, dass nicht nur eine geistliche Klasse, der Überrest, wohlbehalten durch Harmagedon hindurch getragen wird, sondern auch eine irdische Klasse von Menschen guten Willens.
34. In welchem zahlenmässigen Verhältnis standen Noahs Söhne und Schwiegertöchter zu ihm und seinem Weibe, und was war ihr Vorrecht?
34 Noahs Söhne und Schwiegertöchter übertrafen ihn und sein Weib an Zahl im Verhältnis von drei zu eins, und nach der Flut waren sie es, die Gottes Auftrag ausführten: „Seid fruchtbar und mehret euch, und füllet die Erde.“ (1. Mose 9:1) Sie waren in Noah getauft worden, indem sie während all der Jahre des Erbauens der Arche treu mit ihm als dem Knecht Jehovas zusammenarbeiteten und schliesslich mit ihm in die Arche eingingen, wahrscheinlich je zwei und zwei, wie die männlichen und weiblichen Tiere. So kamen sie unter Jehovas Segnungen, die nach der Flut gespendet wurden, und damit unter einen Auftrag, welcher mit einem Teil des Auftrages übereinstimmte, der Adam und Eva in Eden gegeben worden war.
35. Wie sind sie so ein Bild von der „grossen Volksmenge“ von heute?
35 Welch treffendes Bild sind sie doch von der „grossen Menge“ der andern Schafe von heute! Auch diese werden in den grösseren Noah, in Christus Jesus, getauft. Doch nicht gleich wie der Überrest der „kleinen Herde“. Sie werden nicht in den Tod Christi getauft, denn in bezug auf sie ist dies nicht der Wille des grossen Täufers, Jehovas Gottes. Sein Wille ist, dass sie, nachdem sie die Schlacht von Harmagedon in der neuzeitlichen „Arche“ der Rettung überlebt haben, fruchtbar seien, indem sie in der gerechten neuen Welt Kinder hervorbringen und teilhaben am Aufbau des Paradieses auf der gereinigten Erde, und dass sie diese als vollkommene Menschen bewohnen, welche immerdar im Bild und Gleichnis Gottes sein werden. Somit sind sie nicht dem Überrest Christi gleich, der „begraben ist mit ihm durch die Taufe in seinen Tod“ oder „vereint mit ihm in der Gleichheit seines Todes“. Auch wenn einige der „andern Schafe“ in der noch verbleibenden Zeit vor der Schlacht von Harmagedon sterben mögen, opfern diese doch niemals ihre Aussicht auf vollkommenes Leben in dem irdischen Paradiese. Sie schlafen ein in der Hoffnung auf eine Auferstehung zu menschlichem Leben auf Erden unter dem Tausendjahrkönigreich Christi. So kommt es, dass sie — wenn sie die Stimme des Rechten Hirten heute die gute Botschaft vom Königreich auf der ganzen Erde als ein Zeugnis unter allen Nationen verkündigen hören und ihm dann als Gottes gesalbtem König mit Hingabe folgen — in den grösseren Noah getauft werden. Aus diesem Grunde führen sie ein verändertes Leben. Sie verschwenden keine Zeit mehr damit, die Lebensweise dieser Welt nachzuahmen, sondern leben gemäss dem neuen System der Dinge, der Arche der Sicherheit.
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Bitte an Gott um ein gutes GewissenDer Wachtturm 1952 | 15. Januar
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Bitte an Gott um ein gutes Gewissen
1. Wie wartete Gottes Geduld in den Tagen Noahs? Wie steht es jetzt?
DER Apostel Petrus erinnert uns daran, dass „die Geduld Gottes wartete in den Tagen Noahs, während die Arche gebaut wurde“. (1. Pet. 3:20, NW) Seit dem Jahre 1914 n. Chr. haben wir am ‚Tage des Rüstens Jehovas‘ gelebt, denn von 1914 bis zum universellen Krieg von Harmagedon läuft die „Zeit des Endes“ dieser Welt, „die Vollendung des Systems der Dinge“. (Nahum 2:3) Alle Umstände beweisen, dass unsere Tage den Tagen Noahs gleichen, und wiederum betätigt Jehova Gott seine Geduld durch Warten — Warten. Da die Anweisungen zur Errichtung der Arche Noah erteilt wurden, als seine Söhne verheiratet waren, muss Gott geduldig einige Jahrzehnte zugewartet haben. Dementsprechend sind seit 1914 von diesen Tagen der Gegenwart Christi Jesu im himmlischen Königreich schon mehr als drei Jahrzehnte verflossen. Wieviel länger Gottes Geduld noch zuwartet, bis er über diese Welt die Feuertaufe zu ihrer Vernichtung hereinbrechen lässt, wissen wir nicht, denn es ist uns nicht gewährt worden, den genauen Tag und die Stunde zu wissen.
2. Warum bedeutet Gottes Geduld nicht Langsamkeit hinsichtlich seiner Verheissung?
2 Wir dürfen dies nicht so auslegen, als ob es bedeute, dass Gott langsam sei hinsichtlich seiner Verheissung, die neue Welt der neuen Himmel und einer neuen Erde aufzurichten, um alle Geschlechter der Erde, die lebenden wie die verstorbenen, zu segnen. Er hat den Tag und die Stunde festgesetzt, und er wird sich an sein Zeitprogramm halten. Nichts, was Satan der Teufel schon getan hat oder noch tun kann, wird ihn veranlassen, den Tag und die Stunde hinauszuschieben und die feurige Taufe für diese Welt zu verzögern. Aus diesem Grunde sagt Petrus, dass jener „Tag Jehovas“ plötzlich, wie ein Dieb in der Nacht, über diese ungläubige, spottende, sorglose Welt kommen werde. Daher wollen wir uns nicht von der Wachsamkeit ablenken lassen, sondern wollen stets in der „Arche“ bleiben, um am furchtbaren Tage und zu seiner Stunde dort, in den grösseren Noah getauft, vorgefunden zu werden. Vom Standpunkt des Apostels Petrus aus gesehen, sollen wir ‚die Geduld unseres Herrn als Rettung erachten‘. Wir sollten erkennen, dass er Geduld hat mit uns, indem er uns Zeit gibt, unsere eigene Errettung mit Furcht und Zittern zu bewirken. Ein Teil dieser Arbeit besteht darin, so vielen „andern Schafen“ als möglich behilflich zu sein, zur Reue zu gelangen, damit sie Gottes schützenden Hafen suchen und vor der bevorstehenden Vernichtung errettet werden können. Gott will nicht, dass irgendwelche dieser Schafe vernichtet werden, sondern wünscht, dass sie alle zu der Reue gelangen, die zur Rettung in der Arche führt. Sie zu erziehen und sie in das ‚Archen‘-System-der-Dinge hineinzubringen, erfordert Zeit, und Jehova ist gütig genug gewesen, während einer genügenden Zeit Geduld zu haben. Diese Zeit eilt jedoch ihrem Ende entgegen, da dieses an dem Tag und zu der Stunde kommt, die er bestimmt hat. — 2. Pet. 3:9, 15.
3, 4. (a) Was hatten Noah und die Seinen auf Erden zu ertragen? (b) Was müssen wir ertragen, doch wer ist am duldsamsten?
3 Noahs Tage vor der Sintflut waren Tage, da Gewalttaten
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