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Mit dem Neuen überlebenDer Wachtturm 1959 | 15. März
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seiner Regierung wurde Jerusalem von neuem von dem König von Babylon und seinen Heeren belagert. Weil Jeremia weiterhin davor warnte, daß Jerusalem verbrannt und niedergerissen werde, wurde er verhaftet, des Aufruhrs angeklagt und in eine Zisterne hinabgelassen, wo er in den Schlamm sank. Den Fürsten zum Trotz kam ihm nicht etwa ein beschnittener Israelit, sondern ein entmannter Äthiopier, ein Eunuch namens Ebedmelech, zu Hilfe. Er verurteilte das, was die Fürsten dem Propheten Jehovas angetan hatten. Auf die Anweisung des Königs Zedekia hin nahm er sicherheitshalber und zu seiner Hilfe dreißig Mann mit sich und holte Jeremia aus dem Schlamm des Todesloches heraus. Dank dieser Tat Ebedmelechs ‚wohnte danach Jeremia im Hofe der Wache‘.
21. Was geschah mit vielen Bewohnern Jerusalems während der Belagerung, doch was wurde Jeremia geheißen, Ebedmelech zu sagen?
21 Während jener Zeit des Belagerungszustandes Jerusalems kochten Mütter ihre eigenen Kinder, um Nahrung zu haben und nicht Hungers zu sterben. Viele kamen um durch die Pest, viele durch die Schwerter der Babylonier. Doch was geschah mit Ebedmelech, der sich im Hause des Königs Zedekia befand? Jehova gebot Jeremia in dem Hofe der Wache, seinem Befreier Ebedmelech zu sagen: „Ich werde dich an jenem Tage erretten, spricht Jehova, und du wirst nicht in die Hand der Männer gegeben werden, vor welchen du dich fürchtest. Denn ich werde dich gewißlich entrinnen lassen, und du wirst nicht durch das Schwert fallen; und du sollst deine Seele zur Beute haben, weil du auf mich vertraut hast, spricht Jehova.“ — Jer. 39:15-18.
22. Wer hat heute, gleich Ebedmelech, sein Vertrauen in Jehova gesetzt, und wie haben diese den Beweis dieses Vertrauens erbracht?
22 Heute, kurz vor der Vernichtung der Christenheit in Harmagedon, hat eine schafähnliche Klasse, gleich Ebedmelech, ihr Vertrauen in den Gott Jeremias gesetzt. Sie hat Beweise dieses Vertrauens erbracht, indem sie ihre Bereitschaft zeigte, den Tod durch die Hände der Fürsten der Christenheit in Kauf zu nehmen, um dem gegenbildlichen Jeremia von heute zu Hilfe zu kommen. „Insoweit ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan“, sagte der König Jesus Christus in seinem Gleichnis von den Schafen und Böcken, im letzten Teil seiner Prophezeiung über das Ende der Welt, zu den „anderen Schafen“. — Matth. 25:40, NW.
23. Was wird die vom König an die Schafe ergehende Einladung, herzuzukommen und das Reich zu ererben, bedeuten, und welcher Verheißung wird sich also Jehova dann erinnern, um sie zu erfüllen?
23 An diesem Tage des Gerichts der Nationen wendet sich nun der König Jesus Christus, der auf seinem himmlischen Thron zu Gericht sitzt, zu diesen Schafen zu seiner Rechten und spricht zu ihnen: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, ererbt das Königreich, das von Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist … Ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir.“ Seit dem Jahre 1914 ist das himmlische Königreich hier, und die Erde mit ihrer Pflanzenwelt ist sein Reich. Die mit Schafen verglichenen Menschen von der Art Ebedmelechs müssen nicht mehr sterben und auferweckt werden, damit sie in das Herrschaftsgebiet jenes Reiches Gottes der neuen Welt eingehen. Sie leben bereits in dem irdischen Herrschaftsbereich des Königreiches. Dies ist das Reich, das sie ererben sollen, und sie werden nicht aus diesem irdischen Erbteil vertrieben werden. Die Christenheit steht unter einem Fluche. Aber diese Schafe erhalten den Segen Jehovas, des Vaters des Königs. Die Christenheit wird samt ihren Böcken vernichtet werden, denn sie hat keinen Platz in diesem irdischen Herrschaftsgebiet des Königreiches. Jehova aber, der Vater des Königs, wird sich an seine Verheißung erinnern, die an Ebedmelech zur Zeit der Zerstörung Jerusalems ergangen war. Somit werden die gesegneten, schafähnlichen Christen nicht durch das Schwert des Urteilsvollstreckers in der Schlacht von Harmagedon fallen.
24. Wie wird es möglich sein, daß diese Schafe nie von der Erde, die ihr Erbteil ist, hinwegsterben?
24 In jener Schlacht werden sie bestimmt ihre eigenen Seelen, ihr Leben, als Siegesbeute davontragen. Dies ist eine Gewähr dafür, daß sie den Zusammenbruch der Christenheit und ihrer Religionstempel überleben und in den Genuß ihres irdischen Erbes in der ewigen neuen Welt gelangen werden. Weil sie ihrem Hirten und König so gehorsam folgen wie Schafe, werden sie niemals von der Erde, ihrem Erbteil, hinwegsterben. Die Böcke „werden in die ewige Abschneidung gehen, die Gerechten aber in das ewige Leben“, so hat es Jesus, der Richter, gesagt. — Matth. 25:31-46.
25. Welches Werkes wegen erleiden wir Schmach, sollten uns aber so wie Jeremia verhalten, wenn uns gleiche Schmähungen treffen?
25 So wie es Jeremia erging, ergeht es heute dem gesalbten Überrest und seinen Gefährten, diesen mit Schafen verglichenen Gerechten. Schwer lasten die Schmähungen auf ihnen, die sie wegen ihres Werkes zu ertragen haben, des Werkes nämlich, durch das die alte Welt ‚niedergerissen, zerstört und abgebrochen‘ wird, indem sie den Tag der Rache Jehovas verkündigen. Aber sollten wir deswegen aufhören, uns mit Jehovas Wort zu füllen, und ablassen, seine harte Botschaft zu predigen? Nein, das dürfen wir nicht, wie schon Jeremia sagte, er könne es nicht. „Erkenne, daß ich um deinetwillen Schmach trage. Deine Worte waren vorhanden, und ich habe sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens; denn ich bin nach deinem Namen genannt, Jehova, Gott der Heerscharen.“ — Jer. 15:10, 15, 16.
26. Von wem werden wir bekämpft, und wer legt uns selbst wegen unseres aufbauenden Werkes Hindernisse in den Weg, doch wie verhalten wir uns ähnlich wie Jeremia, wenn es darauf ankommt, daß wir aufhören sollten, so zu reden?
26 Wiewohl wir ein Werk des Bauens und Pflanzens zugunsten der neuen Welt Gottes durchführen, bekämpfen uns die Leute, die die alte Welt lieben und unterstützen, und suchen uns zur Einstellung unseres Werkes zu zwingen. Aber können wir aufhören zu reden, während uns Gottes Wort dermaßen anfeuert? Jeremia sagte: „Das Wort Jehovas ist mir zur Verhöhnung und zum Spott geworden den ganzen Tag. Und spreche ich: Ich will ihn nicht mehr erwähnen, noch in seinem Namen reden, so ist es in meinem Herzen wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich werde müde, es auszuhalten, und vermag es nicht. Singet Jehova, preiset Jehova! denn er hat die Seele des Armen errettet aus der Hand der Übeltäter.“ — Jer. 20:8, 9, 13.
27. Wie stärkt uns Jehova, damit wir uns vor den Gesichtern der Feinde nicht fürchten, während wir dem Thema unserer Predigttätigkeit gemäß handeln, und was wird Jehova in Einklang mit der Befreiung tun, die er zur Zeit gewährte, als das alte Jerusalem zugrunde ging?
27 Daher sagen wir gemäß den Worten unseres Predigtthemas: Nieder mit der alten Welt, hoch die neue Welt! Der allmächtige Gott der neuen Welt heißt uns, uns nicht vor den Gesichtern der Feinde zu fürchten. „Sie werden gegen dich streiten, aber dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir, spricht Jehova, um dich zu retten.“ (Jer. 1:19) Gemäß seiner Verheißung befreite er Jeremia, die Rekabiter und Ebedmelech, als Jerusalem zugrunde ging. Dem prophetischen Bilde entsprechend wird Jehova der Heerscharen auch uns, den Überrest und die anderen Schafe, befreien, wenn er in Harmagedon das erfüllt, was wir gepredigt haben, indem er die alte Welt niederreißt und seine gerechte, neue Welt aufrichtet.
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Entspannung!Der Wachtturm 1959 | 15. März
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Entspannung!
● In Richardson, Texas, hat Pfarrer Mark B. Herberner von der „Messiah-Lutheran Church“ angekündigt, daß die Zahl der Anwesenden in der Sonntagsschulklasse um 100 Prozent gestiegen sei. Er erklärte, daß man nun Kaffee und Zigaretten serviere. „Wir finden nichts in der Bibel“, sagte der Pfarrer, „das eine heimelige, entspannte Atmosphäre verbieten würde.“
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