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Ein Aufruf zur LobpreisungDer Wachtturm 1950 | 1. Mai
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12. Von wem wird er jetzt immer mehr gepriesen? Auf welche Weise?
12 Heute bringt eine „grosse Volksmenge“ von Menschen „aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen“ Gott auf rechte Weise Lobpreis dar, und ihre Reihen nehmen ständig zu. (Off 7:9-17) Mit Jehovas Zeugen erheben sie ihre Stimmen aus jeder Nation, indem sie die Worte des Psalmisten wiederholen: „Lobet Jehova! Lobe Jehova, meine Seele! Loben will ich Jehova mein Leben lang, will Psalmen singen meinem Gott, solange ich bin. Vertrauet nicht auf Fürsten, auf einen Menschensohn, bei welchem keine Rettung ist! Sein Geist geht aus, er kehrt wieder zu seiner Erde: an selbigem Tage gehen seine Pläne zu Grunde.“ (Ps. 146:1-4) Jehovas unwiderstehlicher Geist unterstützt uns im Lobgesang, und nichts kann diesen in seinem Mächtigerwerden anhalten. Auf sehr praktische Art, unter viel schwerer Arbeit im Wandern von Haus zu Haus und im wiederholten Besuchen der Menschen mit der Königreichsbotschaft geben Jehovas Zeugen und ihre Gefährten den Menschen Zeugnis vom Königreich und seinen Segnungen. Sie rufen die Menschen auf, sich ihnen in der Lobpreisung Gottes anzuschliessen, denn in dieser Streitfrage der Lobpreisung Gottes werden die Menschen jetzt gerichtet. So wie Jesus es vorausgesagt hat, ist jetzt überall unter den Menschen ein grosses Scheidungswerk im Gange. Solche, die in den Gesang zum Ruhme Gottes einstimmen, werden als „Schafe“ eingereiht, deren Erbe ewige Segnungen sein werden. Jene aber, die es ablehnen, Gott durch das Lobpreisen seines Namens anzuerkennen, stellen sich jetzt zu den „Böcken“, deren Ende ewige Vernichtung ist. (Matth. 25:32-46) Wo wirst du stehen? Wirst du sagen können, wie Jesus prophezeit hat: „Ich werde Jehova sehr preisen mit meinem Munde, und inmitten vieler werde ich ihn loben“? — Ps. 109:30.
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Unsere Lobpreisungen weltweit vereinenDer Wachtturm 1950 | 1. Mai
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Unsere Lobpreisungen weltweit vereinen
1. Welcher weltliche Lauf ist nicht nötig, um ihn lobpreisen zu lernen?
ANGENOMMEN nun, man habe die vorangehenden Tatsachen hinsichtlich der Wichtigkeit der Lobpreisung Gottes an diesem Ende der Welt in Betracht gezogen, habe den ernsten Wunsch, Gott zu suchen und strebe nach der Errettung und den von ihm verheissenen Segnungen. Was ist dann zu tun? Musst du in ein Religionsseminar eintreten und einen schwierigen Studienkurs beginnen, der dir Jahre deiner Zeit beansprucht, um dich vorzubereiten, damit du Gott auf eine Weise dienen kannst, die seine Errettung einträgt? Musst du vorerst ein Zeugnis vorweisen, das von deinem hohen Bildungsgang in Schulen dieser Welt Zeugnis gibt, ehe du hoffen kannst, für Gott ein Bekenntnis der Lobpreisung abzulegen? Wenn ja, könnten nicht viele Menschen hoffen, sich für jene Errettung tauglich zu erweisen, die Gott verheisst. Und wenn nur wenige fähig und geeignet sind, Gottes Lob auf rechte Art zu singen, wie können wir dann folgende Worte Jesu verstehen? „Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis (der ganzen bewohnten Erde, Reinhardt), allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.“ (Matth. 24:14) Wie wäre es möglich, gerade während dieser Generation unter allen Nationen ein Zeugnis zu geben, wie dies nach Jesu Worten geschehen soll, wenn nicht viele, viele Menschen Gott lobsängen? Nein, ein solch hoher weltlicher Bildungsgang ist für dich nicht nötig, um Gott dienen zu können. Darum ist es möglich, dass Jehova in diesen letzten Tagen eine „grosse Volksmenge“ aus allen Nationen herausruft.
2, 3. Wie ist uns dies durch das Beispiel Jesu gezeigt worden?
2 Wenn wir die biblischen Aufzeichnungen zu Rate ziehen, finden wir, dass Jesus selbst nicht zu den Füssen Gamaliels, eines Doktors der Rechte, in Jerusalem studiert hatte, noch sind irgendwelche Aufzeichnungen vorhanden, wonach er — als Vorbedingung für das Predigtwerk, das ihm Gott, sein Vater, verordnete — in irgendeiner höhern Schule Ausbildung empfangen hätte. Jehova Gott wusste, was das Volk brauchte: es brauchte die Wahrheit über ihn und sein Königreich der Errettung. Es brauchte diese Botschaft in reiner, unverfälschter Form, ohne weltliche Verschönerungen, unumwölkt von Menschenweisheit. Als daher Jesus in der Synagoge zu Nazareth erschien, kannte ihn das Volk weder als einen gelehrten Doktor der Theologie noch als einen Doktor der Literatur, sondern als Zimmermann, als Sohn eines Zimmermanns. Hielt dies Jesus aber etwa zurück, seine Absicht kundzutun, Gott zu lobpreisen, indem er ein Prediger des Wortes Jehovas wurde? Bestimmt nicht, denn er nahm die Heilige Schrift und las seinen Auftrag aus dem Buche des Propheten Jesaja vor: „Der Geist des Herrn [Jehovas] ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Befreiung auszurufen und Blinden das Gesicht, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen das angenehme Jahr des Herrn (Bedrückten Freiheit zu geben; eine Zeit der Annehmung beim Herrn auszurufen, Diaglott).“ — Luk. 4:16-21.
3 Jawohl, es machte Aufsehen unter dem Volke, dass Jesus dies tat, besonders weil man wusste, dass er gemäss den Massstäben der Menschen von jener Zeit dazu nicht tauglich war. „Da verwunderten sich die Juden und sagten: Wie besitzt dieser Gelehrsamkeit (woher ist dieser schriftkundig, Schmoller), da er doch nicht gelernt hat (da er nicht geschult ist, Lange)?“ (Joh. 7:15) Vielleicht war Jesus nicht geschult oder gelehrt in aller Weisheit seiner Tage, doch besass er die Wahrheit, nämlich das Wort Gottes. (Joh. 17:17) Er wusste, dass die Wahrheit das Volk frei machen und befähigen würde, miteinzustimmen in die Lobpreisung Gottes zur Errettung, und mit dieser Wahrheit aus Gottes Wort hatte er sein Herz erfüllt. (Joh. 8:32) So konnte Jesus denn nicht davon abstehen, das zu tun, wovon er wusste, dass es der Menschheit zum höchsten Wohle und, was noch wichtiger ist, Jehova Gott zum ewigen Ruhm und zur Rechtfertigung seines Namens gereicht. Der Wunsch, Gott zu lobpreisen, war in ihm wie brennendes Feuer, und er konnte nicht still bleiben. Jeremia musste gleich empfunden haben, denn er sagte: „[Sein
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