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  • Wo bringt die „große Volksmenge“ heiligen Dienst dar?
    Der Wachtturm 1980 | 15. November
    • Sturm losbrechen, auf den eine Vision hindeutet, die der Apostel Johannes mit den Worten beschrieb: „Danach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen und die vier Winde der Erde festhalten, damit kein Wind über die Erde wehe oder über das Meer oder über irgendeinen Baum. Und ich sah einen anderen Engel [einen fünften] vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, und sagte: ,Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben‘“ (Offb. 7:1-4).

      16. Wieso erleiden die Glieder der „großen Volksmenge“, obgleich sie nicht versiegelt sind, durch den als Folge des Zornes des Lammes losgelassenen Sturm keinen Schaden?

      16 Es wird nicht gesagt, daß jemand von der „großen Volksmenge“ mit diesem „Siegel des lebendigen Gottes“ versiegelt wird. Das geschieht nur mit den 144 000 „Sklaven unseres Gottes“. Wie kommt es denn, daß kein Glied der „großen Volksmenge“ durch den gewaltigen Wirbelsturm zu Schaden kommen wird, der dadurch entsteht, daß die „vier Winde“ von den vier Ecken der Erde losgelassen werden? Und wieso verspürt die „große Volksmenge“, deren Glieder nicht versiegelt werden, nicht den „Zorn des Lammes“, wenn die Versiegelung der 144 000 abgeschlossen ist? Weil sie „ihre langen Gewänder gewaschen und sie in dem Blut des Lammes weiß gemacht“ haben (Offb. 7:14). Sie machen sich den Wert seines Loskaufsopfers zunutze und bemühen sich, durch sein sündensühnendes Blut gereinigt zu werden. Sie suchen nicht bei tief eingewurzelten, imposanten Einrichtungen der unbedeutenden Menschen Schutz, sondern bei Jehova Gott und seinem Sohn Jesus Christus, der mit einem Lamm verglichen wird. Deshalb rufen sie dankbar aus: „Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme“ (Offb. 7:9, 10).

      17. Welche Seite in der Streitfrage der universellen Herrschaft unterstützt die „große Volksmenge“ loyal, und wo bringt sie heiligen Dienst dar, und wem?

      17 Bis zur Klärung der überaus wichtigen Streitfrage der universellen Herrschaft stehen die Glieder der „großen Volksmenge“ loyal zu Jehovas Königreich unter Christus, dem Lamm. „Darum sind sie vor dem Throne Gottes; und Tag und Nacht bringen sie ihm in seinem Tempel [naós] heiligen Dienst [latre̱u̱ein, griechisches Verb] dar“ (Offb. 7:15). Dort sind sie mit den noch lebenden Gliedern des Überrests der 144 000 versiegelten „Sklaven Gottes“ verbunden.

      „AUS DER GROSSEN DRANGSAL“

      18. Woraus sollen die Glieder der „großen Volksmenge“ kommen, und welche Frage erhebt sich diesbezüglich?

      18 Die „Rettung“ dieser „großen Volksmenge“ schließt ein, daß sie das erlebt, was in Offenbarung 7:14 vorausgesagt ist: „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie in dem Blut des Lammes weiß gemacht.“ Die wortwörtliche Übersetzung des griechischen Ausdrucks lautet: „aus der Drangsal, der großen“ (Kingdom Interlinear Translation). Worum handelt es sich bei dieser „großen Drangsal“? In anderen Bibelübersetzungen erscheinen statt des Wortes „Drangsal“ die Begriffe „Verfolgung“a, „Bedrängnis“bc oder „Trübsal“. Aber in vielen weiteren Übersetzungen erscheint das Wort „Drangsal“.

      19, 20. (a) Was bedeutet das lateinische Wort, von dem das englische Wort für „Drangsal“ abgeleitet ist? (b) Was sagt der Kommentar von Robertson über dieses Wort aus Offenbarung 7:14, und wie wird dieses Wort in der Prophezeiung Jesu gebraucht?

      19 Das so verschieden wiedergegebene griechische Wort ist thlípsis. Es bezeichnet eine schlechte Erfahrung. Das englische Wort für „Drangsal“ (tribulation) ist von dem lateinischen tribulum abgeleitet, was „Dreschwagen, -gestell zum Ausdreschen der Körner“ bedeutet.

      20 Über den Ausdruck „die große Drangsal“ in Offenbarung 7:14 wird in dem Werk Word Pictures in the New Testament von Robertson (Band VI, Seite 352, 353) gesagt: „Offensichtlich wird eine große Krise erwartet (Matth. 13:19ff.; 24:21; Mark. 13:19), obwohl vielleicht die ganze Folge gemeint ist, die somit auf das endgültige Gericht hindeuten mag.“ Die Worte aus Matthäus 24:21 beziehen sich erstens auf die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u. Z. Sie lauten: „Denn dann wird große Drangsal [thlípsis] sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird.“ In Markus 13:19 heißt es: „Denn jene Tage werden Tage einer Drangsal [thlípsis] sein, wie es seit Anfang der Schöpfung, die Gott schuf, bis zu dieser Zeit keine gegeben hat und nicht wieder geben wird.“ Diese Drangsal sollte ein Teil des ‘Zeichens sein, wann alle diese Dinge zu einem Abschluß kommen sollen’ (Mark. 13:4). „Alle diese Dinge“ sollten die Vollendung des Versiegelns der 144 000 geistigen Israeliten einschließen (Offb. 7:1-8).

      21. Wie lautet das in der Septuaginta gebrauchte entsprechende griechische Wort in Daniel 12:1, und wer ist Michael?

      21 In der Septuaginta, der griechischen Übersetzung der Hebräischen Schriften, wird in Daniel 12:1, wo von demselben Ereignis die Rede ist, das Wort thlípsis gebraucht. Der Text lautet: „Und zu dieser Zeit wird Michael aufstehen, der große Fürst, der über den Kindern deines Volkes gewesen ist, und es wird eine Zeit der Drangsal [thlípsis] sein — eine Drangsal [thlípsis], wie sie nicht gewesen ist, weder seitdem es eine Nation auf der Erde gab noch bis zu dieser Zeit“ (The Septuagint Bible von Charles Thomson; The Septuagint Version, herausgegeben von Samuel Bagster and Sons Limited). Gemäß Offenbarung 12:7 ist Michael der verherrlichte Jesus Christus.

      22. Ist die „Drangsal“ ein Ausdruck des Mißfallens Gottes gegenüber der „großen Volksmenge“, und was bedeutet es, daß die „große Volksmenge“ aus der „großen Drangsal“ kommt?

      22 Aus den vorangegangenen Darlegungen ist zu ersehen, daß die „große Drangsal“ nicht etwa ein Ausdruck des Zornes oder Mißfallens Gottes gegenüber der „großen Volksmenge“ ist in der Absicht, sie zu züchtigen und sie von ihren Verbindungen zum gegenwärtigen verderbten System der Dinge zu reinigen. Unter der vorausgesagten „großen Drangsal“ ist vielmehr eine Zeit weltweiter Schwierigkeiten zu verstehen, die endgültige „Drangsal“, die über die zum Untergang verurteilte heutige Welt kommen wird. Es ist der sinnbildliche Sturm, der von den vier Engeln an den vier Ecken der Erde so lange zurückgehalten wird, bis die letzten der 144 000 geistigen Israeliten als das „erkaufte“ Eigentum Jehovas, die unverkäuflichen „Sklaven unseres Gottes“, versiegelt sind. Aus dieser „großen Drangsal“ zu kommen bedeutet für die „große Volksmenge“, daß sie sie überlebt.

      23. Was ist das Neue, wovon die gerettete „große Volksmenge“ den Anfang bildet, und welche Aussicht hat sie?

      23 Die Glieder der geretteten „großen Volksmenge“ werden dann das freudige Vorrecht haben, Gott „Tag und Nacht ... in seinem Tempel heiligen Dienst“ darzubringen, das heißt in den irdischen Vorhöfen seines großen Tempels. Die „neuen Himmel“ werden über ihnen aufgerichtet worden sein, und sie selbst werden den Anfang der „neuen Erde“ bilden, in der für immer Gerechtigkeit wohnen wird (2. Petr. 3:13). Auf der gereinigten Erde wird wieder ein Paradies erblühen. Es wird keinen Teufel darin geben, der versuchen würde, Menschen zu irgendeiner Ungerechtigkeit zu verführen. Ja, der „großen Volksmenge“, die den „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, den Krieg von Har-Magedon, überleben wird, steht eine glückliche Zukunft in Aussicht (Offb. 16:13-16).

  • Heiliger Dienst in der „Zeit des Endes“
    Der Wachtturm 1980 | 15. November
    • Heiliger Dienst in der „Zeit des Endes“

      1. Wieso wissen wir, daß wir in der „Zeit des Endes“ leben, und was wird in Daniel 12:4 über diese Zeit gesagt?

      IM Lichte der unverhüllten Prophezeiungen der Bibel sollte es für uns nicht schwierig sein, zu erkennen, daß wir in der vorhergesagten „Zeit des Endes“ leben. Über diese kritische Zeit wird in der Prophezeiung Daniels (12:4) gesagt: „Und du, Danijel, verbirg die Worte und versiegle das Buch bis auf die Zeit des Endes; es werden viele umherziehen, und die Erkenntnis sich mehren“ (Zunz; N. H. Tur-Sinai). In der Jerusalemer Bibel lautet dieser Text: „Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden hin und her irren, und ... [die Erkenntnis, Fußnote] wird wachsen“ (Theodotion; Vulgata; Peschitta). Die „große Volksmenge“, die im letzten Buch der Bibel beschrieben wird, hat aus dieser Zunahme biblischer Erkenntnis und biblischen Verständnisses Nutzen gezogen (Offb. 7:9-17).

      2. (a) Warum ist es von Bedeutung, wie die „große Volksmenge“ „heiligen Dienst“ darbringt? (b) Welcher Unterschied besteht zwischen dem griechischen Wort, das mit „dienen“ übersetzt wird, und dem Wort, das mit „heiliger Dienst“ wiedergegeben wird?

      2 Seit dem Beginn der Einsammlung dieser „großen Volksmenge“ im Jahre 1935 u. Z. haben ihre Glieder Jehova Gott „heiligen Dienst“ dargebracht. Wie sie das tun, ist von großer Bedeutung. Warum? Weil Jesus Christus in der letzten Nacht, in der er mit seinen 11 treuen Aposteln zusammen war, zu ihnen sagte: „Ich habe diese Dinge zu euch geredet, damit ihr nicht zum Straucheln gebracht werdet. Man wird euch aus der Synagoge ausschließen. Ja die Stunde kommt, da jeder, der euch tötet, meinen wird, er habe Gott einen heiligen Dienst erwiesen“ (Joh. 16:1, 2). Andere Übersetzungen sprechen nicht von „heiligem Dienst“, sondern von „Opferdienst“ (Sigge), „Gottesdienst“ (Elberfelder Bibel, Fußnote) oder „Huldigung“ (Karrer). Das so wiedergegebene griechische Wort ist latréia. Die Verbform dieses griechischen Hauptworts lautet latre̱u̱ein. Sie unterscheidet sich von dem griechischen Verb diakonéin, das „dienen“ oder „bedienen“ bedeutet und nicht nur in Verbindung mit heiligen Dingen, sondern auch in allgemeinem, gewöhnlichem, weltlichem Sinne gebraucht wird, wie zum Beispiel in Matthäus 8:15.

      3. Wieso dachten die Juden, die am Gesetzesbund festhielten, sie könnten nichts Verkehrtes tun, als sie Jesus töteten und seine Jünger verfolgten?

      3 Saulus von Tarsus (Kleinasien) war einst ein irregeleiteter Jude, der bis zu seiner Bekehrung die Christen verfolgte. Seine jüdischen Landsleute bezeichnete er als Israeliten, „denen die Annahme an Sohnes Statt gehört und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung

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