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Entscheide dich heute für den richtigen WegDer Wachtturm 1980 | 1. Juni
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solch böser Nationen wie Ägypten, Philistäa, Moab, Ammon, Edom, Kedar und Elam abzuschließen (Jer. 46:1 bis 49:39; 25:15-33). Es war Jehovas Vorsatz, das „Schwert“ der Urteilsvollstreckung von den Babyloniern unter König Nebukadnezar gegen diese Nationen, die sich dem wahren Gott widersetzten, schwingen zu lassen. Deshalb inspirierte Jehova Jeremia dazu, hinsichtlich dieser Streitkräfte, die als Urteilsvollstrecker dienen sollten, zu sagen: „Verflucht sei, wer den Auftrag Jehovas nachlässig ausführt; und verflucht sei, wer sein Schwert vom Blut zurückhält!“ (Jer. 48:10). Weder die Babylonier noch ihr König Nebukadnezar kamen unter diesen Fluch, der sie getroffen hätte, wenn sie ihren von Gott stammenden „Auftrag“ nicht gründlich ausgeführt hätten.
21. (a) Wurden Jeremia und Baruch „verflucht“, weil sie kein metallenes „Schwert“ schwangen? (b) Werden Jehovas Zeugen diejenigen sein, die die Christenheit beseitigen, oder wer wird es sein?
21 Wie steht es aber mit uns heute? Könnten wir unter einen ähnlichen Fluch kommen, wenn wir unseren Auftrag vernachlässigen würden und hinsichtlich des „Schwertes“ zurückhaltend wären? Wir wissen natürlich, daß weder Jeremia noch Baruch ein metallenes Schwert gegen die feindlichen Nationen schwang. Damit waren sie nicht beauftragt worden. Diesen Auftrag hatten die Babylonier unter ihrem neuinthronisierten Reichsherrscher Nebukadnezar erhalten. Die Glieder der Jeremia-Klasse von heute werden als Zeugen Jehovas nicht gewaltsam gegen die Christenheit — das Gegenbild der abtrünnigen Stadt Jerusalem und ihres Landes — vorgehen. Die ehemaligen politischen Gefährten der Christenheit und andere gottlose Elemente werden sie ebenso mit Freude schonungslos beseitigen, wie sich die damaligen Nationen darüber freuten, die Stadt Jerusalem und ihr Königreich als Nachbarn loszuwerden (Offb. 17:12 bis 18).
22. Wer wird die Hoffnungen derer, die die gesamte organisierte Religion vernichtet haben werden, nicht teilen, und wie werden sie zu den neuen Herrschermächten eingestellt sein?
22 Was wird aber nach der Vernichtung der Christenheit und der übrigen Teile des Weltreiches der falschen Religion auf dem irdischen Schauplatz zurückbleiben? Religionslose politische Mächte, die die Herrschaft über die Einrichtungen der menschlichen Gesellschaft übernehmen werden. Sie werden mit großen Hoffnungen auf Erfolg und einem Gefühl der Erleichterung ans Werk gehen, weil ihnen die organisierte Religion nichts mehr vorschreiben kann. (Vergleiche Hesekiel, Kapitel 23.) Aber die Jeremia-Klasse und ihre gottesfürchtigen Gefährten werden diese Hoffnungen, die dem Willen Gottes widersprechen, nicht teilen, wenngleich sie den neuen Herrschermächten, den neuen „obrigkeitlichen Gewalten“, bedingt untertan sein werden (Röm. 13:1, 2).
23. Was wird im letzten Teil des „Tages der Rache Jehovas“ geschehen?
23 Der „Tag der Rache Jehovas“ wird dann bereits begonnen haben. Aber er wird mit der Vernichtung der organisierten Religion, des Weltreiches der falschen Religion, nicht zu Ende sein. Er wird so lange dauern, bis Jehova an allen Gegnern seiner universellen Souveränität „Rache“ genommen hat. Allerdings wird man zunächst versuchen, die Jeremia-Klasse und ihre loyalen Gefährten uneingeschränkt dem gottlosen System der Dinge gleichzuschalten, wie auch Jochanan und seine Anhänger Jeremia und Baruch verhafteten und sie zwangen, mit nach Ägypten zu ziehen. Die herrschenden Mächte werden aber dabei keinen Erfolg haben und deshalb einen Großangriff auf die kompromißlosen Anbeter Jehovas starten. Als internationale Scharen unter Gog vom Lande Magog werden sie versuchen, in das geistige Paradies des Überrestes und seiner Gefährten, die unzertrennlich mit ihm verbunden sind, einzudringen. Da sie auf diese Weise absolute Weltherrschaft beanspruchen, beweisen sie, daß Jehova zu Recht an ihnen Rache nimmt (Hes. 38:1 bis 39:20).
24. Wer wird dann einen Gegenangriff starten? Werden sie nachlässig und zurückhaltend sein und daher einen „Fluch“ verdienen?
24 Was wird geschehen? Aus Offenbarung 19:11-21 geht hervor, daß Jesus Christus — ein Eroberer, der größer ist als König Nebukadnezar — mit den himmlischen Heerscharen zum Gegenangriff übergehen wird. Sie werden ihren von Jehova stammenden Auftrag nicht nachlässig ausführen und daher nicht verflucht werden. Sie verdienen keinen Fluch, denn sie werden das Hinrichtungs„schwert“ nicht vom Feindesblut zurückhalten (Jer. 48:10). Sie werden für Jehova an den angreifenden Nationen Rache üben. Jehova wird ihnen deshalb einen glorreichen Sieg verleihen, durch den er auf ewig gerechtfertigt sein wird.
25. Was müssen Jehovas Zeugen tun, um das nachzuahmen, was Jeremia tat, nachdem er in das Land geschleppt worden war, gegen das er prophezeit hatte?
25 Seit 1914 leben wir in der „Zeit des Endes“ (Dan. 12:4). Die Jeremia-Klasse und ihre Gott hingegebenen Gefährten müssen daher die Aufmerksamkeit der Welt auf das drohende „Schwert“ lenken, durch das Jehova in der bevorstehenden „großen Drangsal“ das Urteil vollstrecken wird (Matth. 24:21). Sie müssen Jeremia nachahmen, der — nachdem er aus dem Land Juda weggeschleppt worden war — auf das „Schwert“ König Nebukadnezars aufmerksam machte, das Ägypten, das Land, in das er gebracht worden war, sowie Philistäa, Moab, Ammon, Edom und andere feindliche Länder bedrohte. Sie stehen heute, vor dem Beginn der „großen Drangsal“, unter dem göttlichen Gebot, „den Tag der Rache seitens unseres Gottes“, der über die organisierte Religion und alle weltlichen Nationen kommen wird, anzukündigen (Jer. 46:1 bis 49:39). Ihr „Auftrag“ besteht darin, die Warnung auszurufen: „Jehova hat einen Tag der Rache, ein Jahr der Vergeltungen für den Rechtsfall um Zion“ (Jes. 34:8).
26, 27. Welche Worte die Jehova an Hesekiel als einen Wächter richtete, muß die Jeremia-Klasse heute beherzigen?
26 Heute treffen Jesu prophetische Worte aus Lukas 21:22 zu: „Dies sind Tage, in denen nach dem Recht verfahren wird, damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht.“ Jetzt ist die Zeit, in der sich die Jeremia-Klasse besonders das zu Herzen nehmen sollte, was Jehova zu Hesekiel sagte, als dieser Prophet im Jahre 613 v. u. Z., sieben Jahre bevor Jeremia unfreiwillig nach Ägypten gebracht wurde, in Babylon zu prophezeien begann:
27 „‚Was nun den Wächter betrifft, falls er das Schwert kommen sieht und er tatsächlich nicht ins Horn stößt und das Volk selbst überhaupt keine Warnung erhält, und ein Schwert kommt und nimmt von ihnen eine Seele weg: Wegen ihrer eigenen Vergehung soll sie selbst weggenommen werden, doch ihr Blut werde ich von der Hand des Wächters selbst zurückfordern.‘ Was nun dich betrifft, o Menschensohn, zu einem Wächter habe ich dich für das Haus Israel gemacht, und aus meinem Munde sollst du das Wort hören und sie von mir aus warnen. Wenn ich zu einem Bösen spreche: ,O Böser, du wirst bestimmt sterben!‘, du aber nicht tatsächlich freiheraus redest, um den Bösen vor seinem Wege zu warnen, wird er selbst als Böser in seiner eigenen Vergehung sterben, aber sein Blut werde ich von deiner eigenen Hand zurückfordern. Was aber dich betrifft, falls du tatsächlich einen Bösen vor seinem Wege warnst, damit er davon umkehre, er aber tatsächlich nicht von seinem Wege umkehrt, wird er selbst in seiner eigenen Vergehung sterben, während du selbst bestimmt deine eigene Seele befreien wirst“ (Hes. 33:6-9; vergleiche Hesekiel 9:2-10).
28. Was wünschen die Glieder der Jeremia-Klasse und ihre Gefährten in dieser Hinsicht nicht, doch was könnte geschehen, und was würde das für sie bedeuten?
28 Die Jeremia-Klasse von heute und ihre hilfsbereiten Gefährten möchten keine Blutschuld auf sich laden. Doch diese Möglichkeit bestünde. Wenn sie sich aus Menschenfurcht davon zurückhalten ließen, alle Völker vor dem „Schwert“ des „Tages der Rache“ Jehovas zu warnen, und so ihrem Auftrag nicht nachkämen, würden sie Gottes Fluch verdienen. Das würde für sie bedeuten, daß sie wegen ihrer Pflichtvergessenheit nicht überleben würden.
29. Wofür müssen sich Personen, die ewig leben möchten, heute entscheiden, um nach der Vernichtung der falschen Religion nicht den Weg der gleichgültigen Menschen zu gehen?
29 Wenn die gesamte organisierte Religion in der mit Riesenschritten nahenden „großen Drangsal“ durch das „Schwert“ der göttlichen Rache fällt, werden die Menschen, die nicht auf die Jeremia-Klasse, den „Wächter“ Jehovas, gehört haben, bei den zum Untergang verurteilten politischen Elementen Zuflucht suchen, was zu ihrer sicheren Vernichtung im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, im Krieg von Har-Magedon, führen wird (Offb. 16:14, 16). Wer nicht mit ihnen in diese Richtung gehen möchte, muß sich heute für den richtigen Weg entscheiden, solange dieser noch offen ist. Jeder, der sich auf diesem Weg befindet, und seinen Kurs nicht ändert, kann ewiges Leben erlangen.
(Der letzte Artikel dieser Serie über die Prophezeiung Jeremias wird später veröffentlicht werden.)
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Die götzendienerische, machthungrige AthaljaDer Wachtturm 1980 | 1. Juni
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Die götzendienerische, machthungrige Athalja
DIE Redewendung „Wie die Mutter, so die Tochter“ kann man bestimmt auf Athalja, die Tochter Isebels und des israelitischen Königs Ahab, anwenden. Isebel schreckte nicht davor zurück, unschuldiges Blut zu vergießen, um ihre Absichten zu erreichen. Athalja handelte ebenso. Beide waren in Götzendienst verstrickt.
König Josaphat von Juda beging einen tragischen Fehler. Er verbündete sich mit König Ahab, indem er Athalja als Frau für seinen Sohn auswählte. Dieses Bündnis kostete Josaphat fast das Leben, als er König Ahab in einem gewagten Kriegszug gegen die Syrer begleitete. Zwar griff Jehova Gott ein, um das Leben Josaphats zu retten, aber er wies ihn mit folgenden Worten zurecht: „Muß dem Bösen Hilfe geleistet werden, und solltest du denen Liebe erweisen, die Jehova hassen?“ (2. Chron. 18:1-3, 30, 31; 19:1, 2).
Nach dem Tode Josaphats wurde durch diese Ehe die Königslinie Judas beinahe zerstört. Athaljas verderblicher Einfluß trug dazu bei, daß Joram der schlechten Handlungsweise des Hauses Ahabs folgte. Um seine Position zu sichern, ermordete er seine Brüder und einige der Fürsten. Da Jehova ihn wegen seiner Untreue verlassen hatte, sah er sich inneren und äußeren Schwierigkeiten gegenüber. Die Araber und die Philister fielen in Juda ein und nahmen alle Söhne Jorams gefangen mit Ausnahme Ahasjas (Jehoachas), des jüngsten. Die Plünderer, die mit den Arabern kamen, töteten dann alle seine älteren Söhne. Schließlich starb Joram an einer
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