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Die zehnte Plage — die Tötung der ErstgeburtDer Wachtturm 1965 | 1. September
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zehnten Plage gehört. Eines der jüngsten Beispiele ist der Film, der zeigt, daß die gute Botschaft heute rund um die Welt gepredigt wird, und der die falsche, babylonische Religion bloßstellt. Dieser Film ist in der ganzen Welt bereits Millionen Menschen unentgeltlich vorgeführt worden. All das hat gezeigt, daß diese Geistlichen und Ordensleute in Wirklichkeit nicht die „Erstgeborenen“ Gottes, das heißt Gott und der wahren Religion in Wirklichkeit nicht geweiht und darum für seine reine Anbetung tot sind. Sie sind die Erstgeborenen des falschen Gottes dieser Welt, des gegenbildlichen Ägypten, das von Satan, dem Teufel, beherrscht wird, und gehören zu den „zur Vernichtung passendgemachten Gefäßen“. — Röm. 9:22.
6. (a) Was wird dadurch dargestellt, daß die zehnte Plage eine Gefahr für Israels Erstgeborene war? (b) Wer wird in unserer Zeit auch noch von der zehnten Plage heimgesucht?
6 In jeder israelitischen Familie, in der man den Anordnungen über die Durchführung des Passahs nicht nachgekommen war, starb der Erstgeborene. (2. Mose 11:7 bis 12:30) So sind auch heute alle, die sich als geistige Israeliten oder als Glieder des geistigen gesalbten Volkes Jehovas ausgeben, ihren Glauben an „Christus, unser Passah“, jedoch nicht beweisen und Jehova Gott nicht gehorchen und ihm nicht wirklich ergeben sind, in Jehovas Augen tot. (1. Kor. 5:7) Zu diesen toten „Erstgeborenen“ der geistigen Israeliten gehören alle, die sich nach ihrer Hingabe an Jehova Gott so sehr mit der Handelswelt eingelassen haben, daß sie wie in einem Meer versunken sind, und auch alle, die sich aus selbstsüchtigen Gründen von Jehovas Volk abgewandt haben. Auch sie sind in den Schriften der Watch Tower Society als solche bloßgestellt worden, die Jehova nicht treu ergeben geblieben sind. Ein Beispiel hierfür war der Wachtturm-Artikel, betitelt „Der verräterische ‚böse Sklave‘ und seine Vorbilder“. — Matth. 24:48-51.
7, 8. Welche weiteren Parallelen sind bei dem prophetischen Drama von den ägyptischen Plagen noch zu erkennen?
7 Jehovas ergebenes Volk hat heute das große Vorrecht, dazu beizutragen, daß die gegenbildlichen zehn Plagen über das neuzeitliche Ägypten kommen, und es wird weiter dazu beitragen, bis das religiöse Groß-Babylon vernichtet wird und die Schlacht von Harmagedon beginnt. So, wie Jehova Gott durch die Plagen, die über das alte Ägypten kamen, verherrlicht wurde, wird er auch durch die gegenbildlichen Plagen verherrlicht. Moses und Aaron mußten damals immer wieder vor dem Pharao erscheinen — allein in Verbindung mit den Plagen zwölfmal. Sie wußten aber von einer Plage zur anderen nicht, wie oft sie es noch tun müßten. Heute müssen die Diener Jehovas ebenfalls immer wieder durch ihre Gebiete gehen, ohne genau zu wissen, wie oft sie es noch tun müssen. Moses und Aaron fiel es bestimmt nicht leicht, vor Pharao, seinen Beamten, seinem Gefolge und seinen Soldaten zu erscheinen. Jehovas Dienern fällt es heute ebenfalls nicht leicht, mit diesen Botschaften zu den Menschen zu gehen und vor den Gerichten ihres Landes für ihr Recht zu kämpfen. Im alten Ägypten sprachen manche Ägypter wegen der Plagen nicht günstig über den Namen Jehovas. So sprechen auch heute wegen der plagenartigen Botschaften, die Jehovas Diener verkündigen, die meisten Menschen nicht günstig über Jehova.
8 Was haben diese zehn Plagen, die über das heutige, gegenbildliche Ägypten gekommen sind, bewirkt? Das gleiche wie damals. Sie haben einerseits die Herzen derer, die den Geist des gegenbildlichen Pharao, Satans, des Teufels, haben, verhärtet. Aufrichtiggesinnte, gerechtigkeitsliebende Menschen dagegen sind durch sie veranlaßt worden, sich zu demütigen. Damals im Jahre 1513 vor unserer Zeitrechnung, schloß sich dem Volk Jehovas „viel Mischvolk“ an und zog mit ihm aus Ägypten aus. (2. Mose 12:38) So ist es auch heute. Eine „große Volksmenge“ aus allen Nationen, Stämmen und Sprachen ist bereits gleichsam aus dem neuzeitlichen „Ägypten“ ausgezogen und hat sich den geistigen Israeliten, dem Überrest der noch auf der Erde lebenden gesalbten Christen, angeschlossen. (Offb. 7:9-17; 11:8) Nach dem Tod der Erstgeburt Ägyptens zogen die Israeliten und das „Mischvolk“ aus Ägypten aus. Heute ist Gottes Volk, von einem bestimmten Gesichtspunkt betrachtet, bereits aus dem gegenbildlichen Ägypten ausgezogen und befindet sich nun unterwegs in das Verheißene Land. Es muß aber noch durch das gegenbildliche Rote Meer, die Schlacht von Harmagedon, ziehen, in dem Pharaos Gegenstück, Satan, der Teufel, und sein Verfolgerheer „versinken“ werden. Die gegenbildlichen Erstgeborenen des neuzeitlichen „Ägypten“ werden dann alle buchstäblich vernichtet. (2. Mose 14:19 bis 15:19) Da die zehn Plagen zur Zeit aber immer noch über das neuzeitliche „Ägypten“ gebracht werden, kann, von einem anderen Gesichtspunkt betrachtet, gesagt werden, daß sich Gottes Volk immer noch im gegenbildlichen Ägypten oder, wie Jesus sagte, in der Welt befindet, aber kein Teil von ihr ist. — Joh. 17:15, 16.
9. Wie können wir heute die Anweisungen befolgen, die König Hiskia damals den Priestern und Leviten gab?
9 Jehovas Diener dürfen daher ihr Werk bis zu Gottes Vernichtung Groß-Babylons und seiner Schlacht von Harmagedon nicht aufgeben, ja sie dürfen es nicht einmal lässig betreiben. Jerusalems treuer König Hiskia sagte seinerzeit zu den Priestern und den Leviten: „Meine Söhne, seid nun nicht lässig [gebt euch nicht der Ruhe hin, NW]; denn euch hat Jehova erwählt, um vor ihm zu stehen, daß ihr ihm dienet, und um seine Diener ... zu sein.“ (2. Chron. 29:11) Möchten Jehovas Diener darum fortfahren, den Namen ihres Gottes bekanntzumachen und daran teilzuhaben, das neuzeitliche Ägypten, von dem das religiöse Groß-Babylon ein bedeutender Teil ist, mit den gegenbildlichen Plagen heimzusuchen. Sie sollten aber auch ihr friedliches, auferbauendes, zum Leben führendes Erziehungswerk nicht vergessen. Nehmen sie jede Gelegenheit wahr, die sich ihnen im gegenbildlichen Ägypten bietet, so haben sie an der Rechtfertigung des Namens Jehovas einen Anteil. Darüber hinaus tragen sie dazu bei, daß die Zahl derer, die zum „Mischvolk“ aus dem neuzeitlichen „Ägypten“ gehören, das sich auf die Seite Jehovas und seines Königreiches gestellt hat, unablässig zunimmt. Sie hegen die Hoffnung, von der Bedrückung durch den gegenbildlichen Pharao, Satan, den Teufel, und seine Weltorganisation endgültig befreit zu werden, sobald Jehova alle Feinde im gegenbildlichen Roten Meer, in der Schlacht von Harmagedon, vernichtet, und danach hoffen sie, in Jehovas neuer Ordnung der Dinge ewig in Glück und Frieden zu leben.
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Stirnrunzeln und WiderstandDer Wachtturm 1965 | 1. September
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Stirnrunzeln und Widerstand
● Wilkinson-Fox, ein Pfarrer der anglikanischen Kirche in Lincolnshire Village of Wragly, erklärte einem Reporter des Morning Herald von Sydney (Australien) nach seiner Amtsniederlegung, was ihn zu diesem Schritt bewogen habe. Er sagte: „Die Kirche gestattet mir nicht, das Werk zu tun, für das ich mich ihr zur Verfügung stellte ... Geistliche bekämpfen sich, sie suchen verzweifelt zu beweisen, daß sie gebraucht werden, indem sie sich mit tausenderlei Kleinigkeiten abgeben ... Mütterabende, Basare, endlose Komiteesitzungen! Immer wieder bat ich, etwas unternehmen zu dürfen, aber ich rief mit meinen Bitten nicht nur Stirnrunzeln hervor, sondern stieß damit sogar auf offenen Widerstand. Als Hilfsgeistlicher mit einem Jahresgehalt von 350 Pfund kaufte ich vor etlichen Jahren einen alten Wagen auf Abzahlung. Ich fuhr damit in der ganzen Gegend herum, um Konfirmanden abzuholen und um Menschen, die abgelegen wohnten, das Wort Gottes zu bringen. Ich hatte Erfolg. Als aber der Wagen reparaturbedürftig wurde, war es der Kirche zuviel, im Interesse des Werkes Gottes für ein Paar Federn aufzukommen.“
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