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Hast du dich Gott auf annehmbare Weise hingegeben?Der Wachtturm 1964 | 15. April
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darauf bedacht war, den Täuflingen klarzumachen, daß sie getauft werden, weil sie sich kurz zuvor oder vor längerer Zeit entschlossen haben, Jehova Gott zu gehören, und sich ihm deshalb im Glauben an Jesus Christus bewußt und nach reiflicher Überlegung hingegeben haben.
Es sollte daher niemand unsicher werden und denken, er habe vielleicht nicht richtig verstanden, worum es ging, als er sich untertauchen ließ. Wenn er sich schon mit den anderen Täuflingen zur Taufe begab, muß er sehr wahrscheinlich genügend Erkenntnis gehabt haben, um zu wissen, was er tat, und demnach müßten seine Hingabe und seine Taufe gültig gewesen sein.
Christen sollten mit der Zeit an Erkenntnis zunehmen und Gottes Vorhaben und seine Anforderungen immer besser verstehen. Es ist daher natürlich, daß sie bei ihrer Taufe noch nicht soviel wissen und verstehen wie einige Jahre später, wenn sie zur christlichen Reife herangewachsen sind. Selbst der Herr Jesus ging nach seiner Taufe im Jordan und nach seiner Salbung mit heiligem Geist in die Wüste Juda und blieb dort vierzig Tage, um die Bedeutung seiner Hingabe an Gott, die er durch die Taufe symbolisiert hatte, noch besser verstehen zu lernen. Obwohl er aber am Ende der vierzig Tage ein besseres Verständnis hatte, bedeutete das nicht, daß der Schritt seiner Hingabe an Jehova Gott nicht gültig gewesen wäre. Als Jesus seine Zimmermannswerkstatt in Nazareth verließ und zu Johannes dem Täufer an den Jordan ging, um seine Hingabe zu symbolisieren, wußte er genau, was er tat. Aber auch er nahm mit der Zeit an Erkenntnis und Verständnis zu.
Wir sollten dankbar sein, daß Gott uns durch seinen Geist, sein Wort und seine Organisation hilft, reifer zu werden und ein besseres Verständnis zu erlangen. Das trägt dazu bei, daß wir unser Hingabegelübde treu erfüllen können. Der Umstand, daß wir bei unserer Taufe noch verhältnismäßig wenig über die Bedeutung der Hingabe und der Taufe wußten im Vergleich zu heute, da wir ein besseres Verständnis haben, ist kein Grund zu denken, wir müßten uns nochmals taufen lassen. Wir sollten einmal in aller Ruhe daran denken, wieviel in den vergangenen Jahrzehnten schon geschrieben und gesagt wurde, um die Bedeutung der Hingabe und Taufe klarzumachen, und sollten uns nicht durch unser schwaches Gedächtnis beunruhigen lassen.
Wir sollten statt dessen die große Verantwortung, die wir durch unsere Hingabe an Gott übernommen haben, immer besser erkennen und unseren Entschluß, Jehova Gott, dem Höchsten, unser Gelübde zu bezahlen, immer wieder aufrichtig und allen Ernstes erneuern und auf diese Weise Gottes treuen Sohn Jesus Christus nachahmen. — 1. Petr. 2:21.
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Wenn Jesus wiederkämeDer Wachtturm 1964 | 15. April
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Wenn Jesus wiederkäme
Bei einem von der Kirchengemeinde veranstalteten Essen in Lauttasaari (Finnland) hielt die Schriftstellerin Eila Pennanen über das obige Thema eine Ansprache, die sie nach einem Bericht in der von klerikalen Kreisen unterstützten Zeitschrift Vartija, Nr. 5—6 1962, mit folgenden Worten beschloß: „Wie würden die Menschen heute auf Jesus reagieren? Die Leiter der Kirche würden ihn lächelnd ignorieren, die Pharisäer würden ihn in der Presse beschimpfen, die Schriftgelehrten würden die Bischofskonferenzen auffordern, ihn wegen Ketzerei zu bestrafen, die Sadduzäer würden ihn für einen ungebildeten, einfachen Menschen halten, und die weltliche Obrigkeit würde noch wirksamere Mittel als die Kreuzigung anwenden, um ihn mundtot zu machen. Man kann einen Menschen auch durch die Publizität umbringen. Wir wollen daher hoffen, daß Jesus nicht wiederkommt.“ Kein Wunder, daß diese Schriftstellerin so denkt; denn, was würde Jesus über die geistige Gleichgültigkeit, die ausgesprochene Habsucht, den Sittenverfall und die Kriege der Christenheit sagen? Was würde er über die religiösen Führer sagen, die mit den Politikern zusammen die Vereinten Nationen auf den Leuchter stellen statt Gottes Königreich?
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