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Schütze dich vor den „bösen Geistermächten“Der Wachtturm 1963 | 1. Januar
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Radiästhesie ist heute sehr verbreitet und wird von vielen als eine Art von Heilbehandlung betrachtet. Solche Heilbehandler, Occulto-Therapeuten, arbeiten nicht immer mit Geräten. So wie ein Hellseher durch ASW unterirdisches Wasser findet ohne Rute, können auch sie Diagnosen stellen ohne Pendel. „Einige Occulto-Therapeuten haben erstaunliche Heilerfolge erzielt“, erklärte eine bekannte Hellseherin. „Ich konnte gewisse Krankheiten schon erkennen, bevor sie offiziell diagnostiziert wurden. Zum Beispiel Krebs habe ich schon feststellen können, bevor die Ärzte ihn erkannt haben.“b Manche Occulto-Therapeuten verfallen in Trance, aber nicht alle. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß Mrs. Piper, bevor sie als Medium auftrat, einmal einen Occulto-Therapeuten aufsuchte. Bei ihrem zweiten Besuch bei ihm verfiel sie in einen Trancezustand, den sie später jederzeit von sich aus wieder herbeiführen konnte. Damit begann ihre jetzige Laufbahn.
Es ist bezeichnend, daß manche Radiästheten beim Suchen von Vermißten ähnlich vorgehen wie die Spiritisten und Psychometriker. Das zeigt der Fall von einem Mädchen, das vermißt wurde. Als der Radiästhet sein Pendel über eine Aufnahme der Vermißten hielt, sagte er, sie sei tot. Sie sei wahrscheinlich erdrosselt worden. Ihre Leiche liege im Luganersee, so und so viele Meter tief, so und so weit von S.s Haus entfernt. Er sei ihr Mörder. Später erklärte der Staatsanwalt auf einer Konferenz der Justizbehörde: „Ohne die Mitarbeit des Radiästheten K. wäre das Verbrechen niemals aufgedeckt worden.“ — The Extra-Sensory Mind.
Bei der Radiästhesie scheint also der „psychische“ Faktor vorzuherrschen. Doch wie verhält es sich mit der „Radionik“? Mit diesem Ausdruck bezeichnet man jenen Zweig der Radiästhesie, bei dem das Pendel durch ein kompliziertes Gerät ersetzt wird. Wozu diese Geräte? Sie werden angeblich auf die Strahlungen oder Wellenlängen der Krankheiten „eingestellt“. Manche Heilbehandler behaupten, damit erstaunliche Erfolge erzielt zu haben. Radiologen und andere Fachleute, die einige dieser Geräte geprüft haben, sagten jedoch, sie wüßten nicht, wieso sie eine Wirkung haben könnten. Ein Radiologe sagte, er habe bei einem dieser komplizierten Geräte „nicht die geringste Spur von Energie oder einer Schwingungsfrequenz feststellen können“. Die Presse hat auch schon des öfteren berichtet, daß die Behörden in den Vereinigten Staaten solche Geräte beschlagnahmt haben, da es unmöglich sei, damit Diagnosen zu stellen oder Krankheiten zu behandeln. In der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Electronic Industries erschien zum Beispiel folgende Notiz:
„Die Gesundheitsbehörde hat der elektronischen ‚Kurpfuscherei‘ einen neuen Schlag versetzt. Das Bundesgericht hat sieben Typen der elektronischen Diagnostizierungs- und Behandlungsgeräte, die unter hochtönenden Namen bekannt waren, aber nichts taugten, verboten ... Die imposanten Geräte, mit einer eindrucksvollen Reihe von Lichtern, unzähligen Schaltern, Kontrollknöpfen und Elektroden versehen, waren unter den Namen ‚Neurolinometer‘, ‚Elektron-O-Strahl 51‘ und ‚Radioklastisches Modell 40‘ bekannt. Untersuchungen haben ergeben, daß sie zur Behandlung von Krankheiten völlig nutzlos sind.“
Die Benutzer dieser Geräte behaupten zwar, sie beruhten auf wissenschaftlicher Grundlage; die Fachleute dagegen sagen, sie könnten nichts bewirken. Wer hat recht? Sind die Fachleute voreingenommen? Sind die Erfolge größtenteils nur auf psychologische Wirkungen zurückzuführen? Handelt es sich wirklich nur um Kurpfuscherei? Sind diese Heilbehandler, die angeblich erstaunliche Ergebnisse erzielen, besonders „begabt“ und andere nicht? Wir haben es hier mit einer viel umstrittenen Frage zu tun. Aus der Kontroverse lassen sich aber immer mehr Anzeichen erkennen, die auf den „psychischen“ Faktor hinweisen. Der führende englische Arzt Dr. Kenneth Walker schrieb nach einer Untersuchung der Radiästhesie folgendes:
„Was auch an den Behauptungen über die komplizierten Geräte, die in der ‚Radionik‘ angewandt werden, wahr sein mag, so muß man doch zweifellos annehmen, daß die Geisteskraft des Behandlers die Ergebnisse entscheidend beeinflußt ... Viele Leute sind deshalb der Ansicht, daß das Gerät lediglich eine Hilfe oder Wegleitung für das außersinnliche Wahrnehmungsvermögen des Behandlers sei ... Die meisten Radiästheten sehen es gern, wenn ihre Patienten persönlich erscheinen ... wenn nötig, werden sie aber auch ohne deren Anwesenheit fertig ... Der Radiästhet oder ‚Radioniker‘ verwendet dann einfach einen Tropfen Blut oder Speichel des betreffenden Patienten, um eine Verbindung mit ihm zu haben. Der ‚Radioniker‘ dreht zwar an den Hartgummiknöpfen eines komplizierten Geräts, um die ‚Wellenlänge‘ oder Frequenz dieses Blutstropfens einzustellen, in Wirklichkeit haben wir es dabei aber mit dem gleichen Grundsatz zu tun ... wie beim alten Sympathiezauber. Diese Diagnostizierungsmethode hat deshalb auch viel Ähnlichkeit mit der als Psychometrie bekannten Art von außersinnlicher Wahrnehmung.“ — The Extra-Sensory Mind.
Obwohl nicht von jedem „Radioniker“ gesagt werden kann, er habe ASW-Fähigkeiten, so scheint es doch bei einigen der Fall zu sein. Im Interesse ihrer Sicherheit wollen wahre Christen mit all diesen Dingen, denen eine nachweisbare wissenschaftliche Grundlage fehlt, die dagegen nachweisbar mit ASW in Verbindung stehen, nichts zu tun haben. Verleugne Jehovas Macht nicht durch Ungehorsam, und er wird dich vor den „bösen Geistermächten“ beschützen.
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„Unsere Hilfe ist im Namen Jehovas“Der Wachtturm 1963 | 1. Januar
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„Unsere Hilfe ist im Namen Jehovas“
Erzählt von August Peters
ES IST schon viel über die Verfolgung der Zeugen Jehovas in Nazi-Deutschland gesagt worden. Was in diesem Land damals über die Verkündiger der guten Botschaft hereinbrach, war eine Prüfung, in der sie sich durch ihre Gesinnung und ihre Haltung als echte Christen erweisen konnten. Christen erwarten, wie Jesus verfolgt zu werden. (Joh. 15:20) Du magst dich fragen: „Ob ich in einer schweren Prüfung wohl meine Lauterkeit bewahren könnte?“ Gottes Wort und die Erfahrungen unserer christlichen Brüder in Deutschland sollten dir helfen, diese Frage zuversichtlich mit Ja zu beantworten. Wir haben keinen Grund, daran zu zweifeln, daß uns Jehova in Zeiten großer Gefahr stärkt. Unsere entschiedene Stellungnahme auf der Seite seines Königreiches erwies sich in allen Fällen als das beste. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen.
VON DER GESTAPO VERHÖRT
Als der Sturm der Verfolgung hereinbrach, war ich gerade 43 Jahre alt und Vater von 4 Kindern. Das gewaltsame Herausreißen aus dem Familienkreis bedeutete an sich schon eine Prüfung. Im Polizeibüro wurde ich von einem kaum zwanzigjährigen Gestapo-Assistenten verhört. Ich war entschlossen, den „Philistern“ keine Einzelheiten über die Versammlung, deren Aufseher
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