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  • Ich lernte mein Augenlicht schätzen
    Erwachet! 1979 | 8. Januar
    • ich sehr dankbar, daß ich vorher fleißig in der Bibel gelesen und mir gute Kenntnisse erworben hatte. Die Frau, mit der ich die Bibel studierte, war früher etwas gleichgültig gewesen. Aber nachdem ich erblindet war, machte sie gute Fortschritte.

      Mein Gebet war erhört worden. Ich konnte Jehova weiterhin dienen und hatte dabei Gelingen und Freude.

      Mein Augenlicht kehrt zurück

      Etwa acht Monate lang sah ich nur einen grauen Nebel. Ich suchte verschiedene Ärzte auf und nahm auch die Mittel, die sie mir verschrieben, obschon es den Anschein hatte, sie würden nicht wirken. Aber etwa zwei Monate nachdem ich aufgehört hatte, die Mittel zu nehmen, fühlte ich mich etwas besser. Allmählich konnte ich undeutlich Umrisse erkennen, und der graue Nebel verschwand. Diese Verbesserung erleichterte mir das Waschen und Kochen, obschon immer noch alles weiß war.

      Ein Jahr verging. Obgleich ich nun einige Farben erkennen konnte, war mir oft zumute, als befände ich mich unter Wasser. Alles bewegte sich und verschwand dann. Meine Sehkraft war immer noch gering, aber wenn jemand ganz nahe vor mich hintrat, konnte ich ihn erkennen. Im 13. Monat meiner Krankheit konnte ich plötzlich die Aufschrift auf einer Keksdose wieder lesen. Mein Augenlicht war zurückgekehrt!

      So saß ich nun während des „Dankfestes“ mitten unter meinen Gästen und war Jehova für so vieles von Herzen dankbar. Natürlich war ich dankbar dafür, daß mein Augenlicht zurückgekehrt war. Ferner war ich dankbar für alles, was ich in der Zeit meiner Blindheit gelernt habe. Ich fühlte mich mit meinen christlichen Brüdern viel enger verbunden, weil sie mir in der Zeit, in der ich sie am meisten brauchte, große Liebe erwiesen haben. Kostbar war mir auch die innige Liebe, die uns, meinen Mann, meine Kinder und mich, miteinander verband. Durch meine Krankheit waren wir einander viel nähergekommen. Da ich mich noch stärker auf Jehova verlassen mußte, fühlte ich mich auch ihm näher. Ich merkte, daß mein Verhältnis zu ihm weit inniger geworden war. Außerdem war ich mir darüber klargeworden, daß es nichts Kostbareres gibt, als ihm dienen zu dürfen. (Eingesandt.)

  • Sauerkraut — mehr als eine Speise
    Erwachet! 1979 | 8. Januar
    • Sauerkraut — mehr als eine Speise

      WIR sind eingeladen zu einer festlichen Mahlzeit. Mitten auf dem Tisch prangt eine große Ananas. Sie ist ausgehöhlt und mit dem in kleine Stückchen geschnittenen Fruchtfleisch und etwas Weißem gefüllt. Kokosflocken? Nein — Sauerkraut! Erstaunt dich das? Nur wer mit der deutschen oder polnischen Küche nicht vertraut ist, wird darüber staunen.

      In Deutschland serviert man Sauerkraut nicht nur auf die übliche Weise, als Beilage zu einem Fleischgericht (besonders zu Wurst oder Speck), sondern auch als Salat mit Ananas, Trauben, Äpfeln oder Quitten. In Polen kocht man das Sauerkraut in Wein und gibt getrocknete Pilze oder Gewürzgurken dazu. Auch Sauerkrautsuppe ist sehr beliebt.

      Ist das so beliebte Sauerkraut besonders gesund? Wir möchten nur ein Beispiel erwähnen. Sauerkraut hat viel dazu beigetragen, Skorbut, die einst gefürchtete Krankheit der Seeleute, zu überwinden. Skorbut ist eine Vitamin-C-Mangel-Krankheit. Als der englische Kapitän James Cook zu einer seiner Weltreisen startete, nahm er auch 60 Faß Sauerkraut mit!

      Auch heute empfehlen die Ernährungsexperten rohes Sauerkraut wegen seines Gehalts an Vitaminen und Mineralien — 100 g Sauerkraut enthalten 20 mg Vitamin C.

      Wie wird Sauerkraut eingelegt? Kann man es selbst machen? Ja, und das Rezept ist ganz einfach: Man benötigt schöne große Weißkohlköpfe und ein 25 Kilogramm fassendes Gefäß aus Glas, Porzellan, Holz oder Steingut. Ein Metallgefäß eignet sich nicht dafür. Man entfernt die äußeren Blätter der Kohlköpfe, schneidet den Strunk heraus und hobelt sie. Besitzt man keinen Hobel, so schneidet man die Kohlköpfe mit dem Messer in etwa 3 mm dünne Streifen. Als erstes legt man auf den Boden des Gefäßes eine Lage gehobeltes Kraut und stampft es mit einem Stampfer (zum Stampfen darf man nichts nehmen, was scharfe Ränder hat) so fest, daß es Schaum oder Brühe zieht. Eine Lage soll ungefähr 10 cm hoch sein. Man kann einen Maßstab oder einen anderen Stab in den Topf stellen, auf dem 10 cm große Abstände markiert sind, so daß die Lagen gleichmäßig werden. Dann streut man etwa einen Eßlöffel Salz (man kann auch Kräutersalz nehmen) über die Schicht. Darauf folgt die nächste Schicht, die wieder mit Salz bestreut wird. Und so geht man vor, bis der Topf voll ist.

      Nachdem die letzte Lage mit Salz bestreut worden ist, bedeckt man das Kraut mit vier Blättern (oder einem sauberen Leintuch). Dann kommt ein mit dem Gefäß genau abschließender Holzdeckel darüber. Diesen beschwert man mit einem sauberen schweren Pflasterstein. Für einen 25 Kilogramm fassenden Steinguttopf muß er mindestens 5 Kilogramm schwer sein. Die erste Woche stellt man das Kraut zum Gären an einen warmen Ort, danach in den Keller.

      Und nun heißt es Geduld haben. Es erfordert etwa sechs Wochen, bis aus dem Kohl Sauerkohl geworden ist. Nach Ablauf dieser Zeit nimmt man die oberen Kohlblätter weg und schöpft den Schaum ab. Auch hebt man eine ungefähr einen Zentimeter dicke Lage ab (dieses Sauerkraut ist dunkler als das übrige). Im Topf hat man noch genug gutes Sauerkraut für viele Mahlzeiten.

      Für das Selbsteinlegen von Sauerkraut gibt es viele Rezepte. Außer Salz kann man auf jede Lage noch Kümmel, Wacholderbeeren, Senfkörner, Zwiebelringe, Weinblätter oder Apfelstückchen streuen. Selbst Knoblauch kann man dazugeben, doch sollte man damit sparsam sein.

      Das Selbsteinlegen von Sauerkraut ist kinderleicht, aber die Zahl der Rezepte für leckere Sauerkrautgerichte ist groß, und zudem ist Sauerkraut auch gesund. Warum sich seine Heilkraft nicht zunutze machen?

  • Bluttransfusionen — Warum viele jetzt darüber anders denken
    Erwachet! 1979 | 8. Januar
    • Bluttransfusionen — Warum viele jetzt darüber anders denken

      „AUFKLÄRUNG ÜBER BLUTTRANSFUSIONEN“ — so lautete die Überschrift eines Artikels, der in der Fachschrift Medical World News (28. November 1977) erschien und in dem Tausende von amerikanischen Ärzten über eine Aktion der Zeugen Jehovas wie folgt informiert wurden:

      „In diesem Monat wird 370 000 amerikanischen freipraktizierenden Ärzten und Fachärzten sowie Krankenhausärzten eine 64 Seiten umfassende Broschüre überreicht. Sie trägt die Überschrift Jehovas Zeugen und die Blutfrage. Auch einer Million diplomierter Krankenschwestern sowie 320 000 Rechtsanwälten und Richtern wird diese Broschüre von Zeugen Jehovas eigenhändig überbracht.“

      Aber nicht nur die amerikanischen Ärzte und Juristen erhielten diese Broschüre, sondern viele weitere, denn sie wurde auch in der Bundesrepublik Deutschland, in England, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Schweden und in vielen anderen Ländern verbreitet.

      Gesundheit, Gewissen und Grundrechte sind für jeden von uns von Interesse. Doch mag die Frage auftauchen: Warum wurde diese große Aktion unternommen? War sie wichtig? Wie reagierten die Ärzte und Juristen? Wie wirkte sich die Aktion aus?

      Wie in der Fachschrift Medical World News erwähnt wurde, handelte es sich um eine Aktion mit einer neuen Broschüre (und einem vierseitigen Faltblatt für die Patientenkartei), in der erklärt wird, warum Millionen Christen auf der ganzen Erde Bluttransfusionen ablehnen. In der Broschüre werden auch die damit zusammenhängenden

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