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  • Die Bergpredigt — ‘Höre diese Worte, und handle danach’
    Der Wachtturm 1979 | 15. März
    • in Erstaunen. Es war nicht die Art der Belehrung, die sie von „ihren Schriftgelehrten“ gewohnt waren, die in der jüdischen mündlichen Überlieferung bewandert waren. Wenn die Schriftgelehrten etwas vertraten, sprachen sie „im Namen“ einer früheren Autorität. Diesbezüglich ist im Theologischen Wörterbuch zum Neuen Testament zu lesen:

      „Die Formel ... [mischschum, „im Namen von“] begegnet auch im jüdischen Traditionswesen: ,R[abbi] Meir sagt ein Gleichnis im Namen ... von Rabban Gamaliel‘ ... Wer im Lehrhaus etwas gehört hatte und es weitergab, war verpflichtet, die Autorität zu nennen, auf die er sich berief, in deren ,Namen‘ er Tradition weitergab. Eine der 48 Bedingungen, unter denen die Thora erworben wird, ist, daß man ,jedes Wort im Namen seines Urhebers ... ausspricht‘ (Ab[oth] 6, 6; vgl Meg[illa] 15a). Damit wird geklärt, welche oder wieviel Autorität einem Satz zukommt.“

      Aus einem rabbinischen Bericht geht hervor, daß Hillel der Große, der im ersten Jahrhundert u. Z. lebte, eine bestimmte Tradition korrekt vertrat. „Aber obgleich er diese Sache den ganzen Tag erörterte, nahmen sie seine Lehre nicht an, bis er schließlich sagte: So hörte ich von Schemaja und Abtaljon [Autoritäten vor Hillel].“

      Jesus lehrte nicht auf diese Weise. Der Sohn Gottes sprach nicht im Namen eines anderen Menschen, sondern sagte häufig: „Wahrlich, ich sage euch“ und: „Doch ich sage euch.“ (Siehe zum Beispiel Matthäus 5:18, 20, 22, 26, 28, 32, 34, 39, 44.) Er sprach wie „einer, der Gewalt hat“, einer, der Gott direkt vertrat, wie es bei den inspirierten Propheten in vorchristlicher Zeit der Fall war. (Vergleiche Matthäus 28:18.) Wir können Gott dafür dankbar sein, daß er es für richtig erachtete, diese berühmte Ansprache in sein inspiriertes Wort aufnehmen zu lassen.

  • Ein weiser Spruch
    Der Wachtturm 1979 | 15. März
    • Ein weiser Spruch

      „Die Lippen des Gerechten sind es, die fortwährend viele weiden, aber aus Mangel an Herz sterben die Törichten selbst fortgesetzt“ (Spr. 10:21).

      Zunächst mag es so erscheinen, als handle dieser Spruch vom Gebrauch der Zunge, doch er enthält in Wirklichkeit einen tieferen Gedanken. Es geht dabei darum, wie jemandes Herz ist und welcher Einfluß davon ausgeht.

      Wer seine geistigen Bedürfnisse erkennt und sich bemüht, sie zu befriedigen und entsprechend zu leben, ist ein Segen für seine Mitmenschen. Er schätzt den Rat und die Grundsätze Jehovas. Man erkennt es daran, wie und warum er seine Lippen gebraucht.

      Inwiefern ‘weidet der Gerechte fortwährend viele’? In der Übersetzung von Hans Bruns ist zu lesen: „Die Rede der Gerechten bringt viel Erquickung.“ Doch das hier gebrauchte hebräische Wort bedeutet mehr. Es hat auch die Bedeutung von „leiten“ in dem Sinn, wie sich zum Beispiel ein Hirte in alter Zeit um seine Schafe kümmerte (1. Sam. 16:11; Ps. 23:1-3; Hohesl. 1:7). Das trifft auf den Gerechten zu. Er leitet oder führt andere auf den Weg der Tugend und Gerechtigkeit, seine Worte nähren die Zuhörer. Demzufolge können sie ein glücklicheres, zufriedeneres Leben führen, und sie mögen ewiges Leben erlangen.

      In welchem Gegensatz dazu steht doch jemand mit einem „Mangel an Herz“! Er läßt erkennen, daß es ihm an guten Beweggründen mangelt oder daß er sich wenig um die Folgen seiner Handlungsweise kümmert. Kennen wir nicht viele, die ihre Einstellung zum Leben mit den Worten zum Ausdruck bringen: „Mir ist alles egal.“? Ein solcher Mensch tut einfach, was er möchte, und ist gegenüber den Folgen blind. Da er die Strafe für seine Handlungsweise außer acht läßt, hat er häufig darunter zu leiden. Während der Gerechte anderen hilft, am Leben zu bleiben, kann sich eine Person mit einem „Mangel an Herz“ nicht einmal selbst am Leben erhalten.

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