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  • Geistlicher erklärt, die Schlange habe Eva die Wahrheit gesagt
    Der Wachtturm 1956 | 1. Juli
    • Geistlicher erklärt, die Schlange habe Eva die Wahrheit gesagt

      Zeit und Ort: Sonntag abend, 11. Dezember 1955, im Hause einer Familie von drei ehemaligen Methodisten in Cortland, New York, USA.

      Anlaß: Eine im voraus festgesetzte biblische Diskussion über das Thema „Dreieinigkeit“.

      Teilnehmer: Der erste Pastor der Methodistenkirche von Cortland an einem Ende des Eßzimmertisches und am anderen Ende ein Unterweiser der Wachtturm-Bibelschule Gilead.

      Zuschauer: Drei Familienglieder, die die Wahrheit der Bibel lieben, und vier Zeugen Jehovas vom Orte.

      Verlauf der Diskussion: Ein geistiges Duell, das eineinhalb Stunden dauerte. Der Geistliche bewies vielfach seinen großen Abfall vom Glauben, nachdem er einige Male in die Enge getrieben worden war und ihm der Unterweiser der Gileadschule die Ungereimtheit seiner Argumente nachgewiesen und gezeigt hatte, welche Konsequenzen sich daraus ergäben. Er sagte zum Beispiel, daß das Gesetz Moses unvollkommen sei, was dem Text in Römer 7:7, 14 widerspricht; ferner, daß Jesus laut Lukas 24:44 einen Fehler machte, wenn er Mose als den Schreiber der ersten fünf Bücher der Bibel erwähnte, und sagte überdies, daß die Bibel sich in verschiedenen Punkten widerspreche. Er gab zu, daß die Lehre von der „Unsterblichkeit des Menschen“ eher heidnisch-griechischen als biblischen Ursprungs sei. Ohne Scham gab er auch zu, daß der schillernde Weihnachtskram rein heidnisch sei; er rechtfertigte ihn jedoch mit der Begründung, er fördere „den Geist des Gebens“. Aber die Bloßstellung dieses Geistlichen als ‚Sohn seines wirklichen Vaters‘ (Joh. 8:44) gipfelte in den offenen Worten, daß Satan Eva die Wahrheit erklärt hätte, als er ihr sagte, sie würde nach dem Essen der Frucht des Baumes keineswegs sterben. (1. Mose 3:1-5) Dies hieße in anderen Worten ausgedrückt, daß Jehova als Lügner und Satan als „Engel des Lichts“ angesehen werden sollte. — 2. Kor. 11:14.

      Ergebnis: Schließlich ergriff der Geistliche die Flucht, weil er sich fortwährend in Widersprüche verwickelte. Die Familie, ehemalige Methodisten, war überzeugt, daß Jehovas Zeugen die wahre, biblische Religion besitzen und in deren Licht wandeln. Der Methodismus hatte sich als falsch erwiesen.

      Busenfreunde des Geistlichen: Man beachte die folgende „Erklärung“, die ein Geistlicher, höherer Textkritiker, über das dritte Kapitel des ersten Buches Mose abgab, was die teuflische Denkweise des Geistlichen bestätigt. „Aber ein gottfeindlicher Dämon, die Schlange, sagte den Menschen die Wahrheit. Er war also kein heimtückischer Versucher, sondern, zum mindesten was seine Absicht betraf, ein Wohltäter des Menschengeschlechts. Der Mensch, der so aufgeklärt war, aß von dem Baume und wurde wie Gott, erkennend Gutes und Böses. Die Möglichkeit, Gottes Oberherrschaft zu gefährden, war somit zur Tatsache geworden. Entschlossen handelte Gott sogleich, indem er ihn aus dem Garten austrieb, damit er nicht seine Hand ausstrecke und auch von dem Baume des Lebens nehme und esse und so die Gefahr zu einer ständigen mache.“ — Band I, The Interpreter’s Bible, 1952, Seite 501.

      Der biblische Rat: „So widerstehen auch diese weiterhin der Wahrheit, Menschen mit vollständig verderbtem Sinn, unbewährt hinsichtlich des Glaubens … von diesen wende dich weg.“ — 2. Tim. 3:8, 5, NW.

  • Die Hölle abstoßend, der Himmel langweilig
    Der Wachtturm 1956 | 1. Juli
    • Die Hölle abstoßend, der Himmel langweilig

      Die Geistlichen der Christenheit, die den Kirchengemeindegliedern entweder „Himmel oder Hölle“ anbieten, sind oft selbst nicht sehr begeistert über die geistigen Dinge, die sie austeilen. So lockt zum Beispiel einen Geistlichen in England, der den traditionellen Begriff von der Hölle verabscheut, auch nicht mehr der traditionelle Begriff vom Himmel. Als der Domherr J. S. Bezzant, Dekan vom St. Johannes-College in Cambridge, anläßlich der Konferenz der Kirchenleute der Neuzeit in Oxford, England, sprach, sagte er, die traditionelle, bildhafte Beschreibung des Himmels scheine nicht mehr wünschenswert zu sein. Was die Hölle betreffe, so sagte er, müßten die gräßlichen Bilder einem ungesunden, krankhaften Sinn entsprungen sein. Dieser Kleriker erklärte:

      „Das Fegefeuer und die Hölle sind nun von den Reformern sozusagen abgetan worden, und wir bleiben mit wenig mehr zurück als mit einer sentimentalen Vorstellung, daß alle, die sterben, danach im Paradiese oder Himmel seien. Dies schließt eine Auffassung über Gott ein, die im allgemeinen so tolerant ist, daß sie zur sittlichen Gleichgültigkeit führt und die Unsterblichkeitshoffnung entstellt, indem sie sie von einem sittlichen und geistigen Anregungsmittel in ein Narkotikum verwandelt … Es besteht kein Grund, anzunehmen, daß wir über das Leben nach dem Tode mehr wüßten, als eine Raupe auf einem Blatt weiß, was es bedeutet, durch die Luft zu fliegen … Wenn die Hölle abstoßend ist, so ist der Himmel langweilig.“ — New York Post, 29. Juli 1955.

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