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  • Herodes Agrippa, ein Verfolger der Christen
    Der Wachtturm 1954 | 15. März
    • hinzufügte, so daß nun Herodes Agrippa I. König von ganz Palästina wurde, gleichwie sein Großvater Herodes der Große es gewesen war.

      Wie sein Großvater und die meisten seiner Onkel gab sich Agrippa I. der Bau-Liebhaberei hin, doch im Gegensatz zu ihnen bekannte er große Hingabe an das Judentum, nahm in religiöser Weise an den Zeremonien und Festlichkeiten teil und tat, was er nur konnte, um das auf den Juden lastende römische Joch zu erleichtern. Seine Aufrichtigkeit hierin könnte in Frage gezogen werden, denn es wird uns gesagt, er habe „heidnischen Sitten und Bräuchen beträchtliche Zugeständnisse gemacht“, und besonders weil er auf die Verfolgung der Christen drang, nur weil er sah, daß dies den Juden gefiel, wie Lukas es uns sagt. — Apg. 12:1-19.

      Einige Zeit nachdem er Jakobus, den Bruder des Johannes, umgebracht und nachdem der Engel den Apostel Petrus aus seinen Klauen befreit hatte, erschien Agrippa I. im Jahre 44 an einem Fest zu Ehren des Kaisers Klaudius. Laut Josephus war er in ein silberdurchwirktes Gewand gekleidet, das im Glanz der Morgensonne funkelte, so daß das Volk beim Klange seiner Stimme die in der Bibel wiedergegebenen Worte ausrief: „Eines Gottes Stimme und nicht eines Menschen.“ In diesem Augenblick aber „schlug ihn der Engel Jehovas, weil er den Ruhm nicht Gott gab, und er wurde von Würmern gefressen und verschied“. (Apg. 12:20-23, NW) Schon früh während seiner Regierung, noch in deren Blütezeit, wurde also König Herodes Agrippa I. gar ‚bald von seinem Schöpfer hinweggenommen‘, weil er im Geben schmeichlerischer Titel mitmachte. — Hiob 32:21, 22.

  • Herodes Agrippa II. widerstrebt der Bekehrung
    Der Wachtturm 1954 | 15. März
    • Herodes Agrippa II. widerstrebt der Bekehrung

      GEMÄSS Geschichtsberichten war der letzte der als Herodes bekannten Herrscher Herodes Agrippa II., der Sohn von Herodes Agrippa I. Wenn er auch nicht bekannte, dem Gesetz Moses ebenso ergeben zu sein wie sein Vater, so zeigt sich doch aus seiner Behandlung des Apostels Paulus, daß er weit mehr vom Geist dieses Gesetzes besaß, wie er in der „Goldenen Regel“ zum Ausdruck kommt: „Alles daher, was ihr wollt, daß Menschen euch tun, sollt ihr ihnen gleicherweise tun.“ — Matth. 7:12, NW.

      Zufolge der Tatsache, daß Agrippa II. erst 17 Jahre alt war, als sein Vater so plötzlich starb, wurde der römische Kaiser von seinen Ratgebern überredet, dem Jüngling nicht seines Vaters Herrschaft über ganz Palästina anzuvertrauen. Somit gab der Kaiser ihm nur die Herrschaft über das kleine Fürstentum Chalkis am Westabhang des Antilibanon-Gebirgszuges, zusammen mit der Oberaufsicht über den Tempel in Jerusalem und dem Recht, den Hohenpriester zu ernennen. Indes wurde ihm im Laufe der Jahre mehr Gebiet gegeben.

      In der Bibel wird unsere Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt wegen des Zeugnisses, das der Apostel Paulus ihm zur Zeit gab, da Agrippa II. und seine Schwester Bernice dem Statthalter Festus einen Höflichkeitsbesuch abstatteten. Paulus, der zu dieser Zeit ein Gefangener des Festus war (eine Last der Verantwortung, die Festus von seinem Vorläufer Felix übernommen hatte), sagte, er sei glücklich, seine Verteidigung vor jemand zu machen, der mit jüdischen Bräuchen so gut vertraut sei.

      Dem beredten Zeugnis des Paulus widerstrebend, sagte Agrippa zu Paulus: „In kurzem würdest du mich überreden, ein Christ zu werden.“ Paulus, der seine dringende Ermahnung fortsetzte, erwiderte: „Ich könnte vor Gott wünschen, daß über kurz oder lang nicht allein du, sondern auch alle, die mich heute hören, Menschen würden, wie auch ich bin, ausgenommen diese Bande.“ Der Vater Agrippas II. hätte Paulus wohl zur Bestrafung den Juden ausgeliefert; er aber erwiderte: „Dieser Mensch hätte freigelassen werden können, wenn er sich nicht auf den Cäsar berufen hätte.“ — Apg. 26:1-32, NW.

      Während der Lebenszeit Agrippas II. geschah es, daß der Aufstand der Juden gegen Rom schließlich zu ihrem nationalen Selbstmord führte. Josephus berichtet von einem vernünftigen, ernsten Appell, den Agrippa II. machte, indem er die Juden von ihrem rebellischen Lauf abzuhalten suchte. Er führte ihnen vor Augen, wie klein sie seien und wie groß Roms Macht sei. Aber seine Worte fielen auf taube Ohren. Da er ihnen ihren Plan nicht ausreden konnte, verließ Agrippa II. schließlich die Juden und hielt sich zu den Erobererheeren Roms und teilte die Früchte ihrer Siege, als die Juden die Erfüllung der Worte Jesu hinsichtlich der Vernichtung ihrer Nation erfuhren. — Luk. 19:41-44; 21:20-22.

      Dreißig Jahre nach jener Vernichtung, d. h. ums Jahr 100, starb Herodes Agrippa II., ohne Nachkommen zu haben, und das kennzeichnete das Ende der Herodesdynastie.

  • Kindererziehung in der Neuen-Welt-Gesellschaft
    Der Wachtturm 1954 | 15. März
    • Kindererziehung in der Neuen-Welt-Gesellschaft

      „Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen tatsächlich auf deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinem Sohne einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt, und wenn du auf dem Wege gehst, und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“ — 5. Mose 6:6, 7, NW.

      1. Worin sind die Ansichten der Menschen anders als das, was Jehova sagt?

      JEHOVA sagt, es stehe nicht beim Menschen, der da wandelt, seine Schritte zu leiten. Die Menschen sagen, der Mensch könne seine Schritte selbst leiten. So weisen sie die göttliche Leitung zurück, nehmen die menschliche an, rennen von einem Unglück ins andere hinein und beweisen damit, daß Gottes Wort wahrhaftig ist. Jehova sagt, es gebe einen Weg, der einem Menschen recht erscheine, aber sein Ende sei der Weg des Todes. Die Menschen haben lange Zeit den Weg eingeschlagen, der ihnen als recht erschienen ist, und er hat zu Krieg, Hungersnot, Krankheit und Tod geführt. Der Weg, der einem Menschen recht erscheint, ist vor Gott falsch. Der Weg, den ein Mensch wandelt, ist nicht der Weg, den Gott weist. — Spr. 14:12; Jer. 10:23.

      2. In welche Torheit verfallen Menschen der Neuzeit in bezug auf Kindererziehung?

      2 Wenn der Weg, der einem Menschen recht erscheint, mit dem Tode endet, wie kann der Weg, der einem Kinde recht erscheint, anderswo enden? Wenn der Mensch, der da wandelt, seine Schritte nicht selbst leiten kann, wie kann ein unsicher trippelndes Kind seine Schritte leiten? Und doch sagen die Menschen von heute, deren Schritte von Bedrängnis zu Bedrängnis führen und deren Weg schließlich in der Grube der Vernichtung endet, Kinder sollten heute ihre Schritte selbst lenken, sollten ihren Weg selbst wählen. Diese Methode wird [in den USA] „Selbstregelung“ genannt, und einer ihrer fanatischeren Befürworter schreibt: „Offensichtlich darf Selbstregelung nicht von elterlichem Stirnrunzeln oder ärgerlichen Worten begleitet sein. Man soll das Kleinkind stets und allezeit anerkennen … Des Kindes Hauptziel im Leben ist, geliebt zu werden, und jeder Schlag, jede Moralpredigt, jedes Stirnrunzeln bedeutet für das Kind, daß man es nicht liebt … Einem Kinde Furcht einzuflößen ist die unverzeihliche Sünde, und ich beeile mich zu sagen, daß Furchteinflößung nicht notwendigerweise Schläge oder Schelte bedeutet, denn selbst eine Mutter, die honigsüße Worte spricht, kann ihren Kindern Furcht einflößen durch einen mißbilligenden Blick.“ Man folgert, durch Disziplinierung bekomme das Kind Hemmungen, werde eingeschüchtert

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