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Wir beobachten die WeltErwachet! 1974 | 8. Dezember
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Kisten verpackte Panzerabwehrraketen zu entwenden. Der Diebstahl — so berichtet die Schwäbische Zeitung — sei Ende August bei einer Routine-Inspektion entdeckt worden. Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, daß die Unbekannten das Schloß eines Betonbunkers aufgebrochen und die Kisten mit den Raketen vermutlich mit einem Fahrzeug abtransportiert haben.
Ein Bulle Vater von 10 000 Rindern
◆ Nicht jedem wird bekannt sein, wie weit der Mensch schon die Technik der künstlichen Besamung beherrscht. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Bericht des Landwirtschaftsministeriums in Baden-Württemberg, gemäß dem im Jahre 1974 mehr als 400 000 künstliche Besamungen an Rindern vorgenommen werden. Das sind 50 Prozent des gesamten Rinderbestandes im Land Baden-Württemberg. Wie das Landwirtschaftsministerium weiter berichtet, werden die besten Vererber unter der Rinderrasse zur künstlichen Besamung eingesetzt, denen dann etwa hundertmal mehr Nachkommen geboren werden als den anderen Bullen — jährlich bis zu 10 000. Die Tiefgefriertechnik, die hier angewendet wird, bietet sogar die Möglichkeit, Samen von guten Vererbern auch dann noch zu verwenden, wenn das Tier schon nicht mehr lebt. Wie weiter berichtet wird lagern in den Besamungsstationen des Landes Baden-Württemberg gegenwärtig rund 800 000 Portionen Bullensamen, die mit Hilfe von Stickstoff auf minus 196 Grad tiefgekühlt und so für viele Jahre haltbar gemacht werden.
Düstere Prognosen
◆ Der Kölner Kripo-Chef Hans Hamacher rechnet wie viele Fachleute mit dem „Einzug amerikanischer Verhältnisse in die deutsche Unterwelt“. Er kam, wie er selbst sagt, nach einer „fairen Schätzung“ zu dem Ergebnis, daß im Jahre 1980 allein in der Bundesrepublik täglich mit 11 Morden oder Tötungsversuchen gerechnet werden muß, stündlich mit einem Notzuchtverbrechen, alle zehn Minuten würde ein Raub verübt oder eine Erpressung versucht werden und die Diebstähle und Einbrüche würden sich wie eine Perlenkette nur noch in Sekundenabständen aneinanderreihen. Hamacher glaubt aber immer noch, daß dem immensen Ansteigen des Verbrechens in Deutschland Einhalt geboten werden kann, denn, so sagt er: „Die Zunahme der Verbrecherrate ist wirklich keine gottgewollte Geißel, und Besinnung im gesellschaftlichen und politischen Raum tut not!“
Jesus, der wünschte, daß seine treuen Nachfolger rechtzeitig erkennen könnten, wann dieses böse System zu Ende gehe, gab ihnen ein „Zeichen“, indem er ihnen viele unangenehme Ereignisse ankündigte, die sich in dieser Zeit gleichzeitig abspielen würden, und er nannte in diesem Zusammenhang auch die „zunehmende Gesetzlosigkeit“ (Matth. 24:12). Später gab auch der Apostel Paulus eine prophetische Erklärung zu diesem Thema ab, indem er seinem treuen Mitarbeiter Timotheus schrieb: „Dieses aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten dasein werden, mit denen man schwer fertig wird. Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen vor Stolz, die mehr Vergnügungen lieben als Gott die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen“ (2. Tim. 3:1-5).
Haustier-Explosion in den USA
◆ Trotz zunehmender Arbeitslosigkeit und Inflation erlebt Amerika jetzt eine Haustier-Explosion, denn nach jüngsten Schätzungen beherbergen die 220 Millionen Amerikaner rund 100 Millionen Hunde und Katzen in ihren Wohnungen. Dazu kommen Fische, Hamster, weiße Mäuse, Schlangen, Giftspinnen und auch Miniaturpferde, die nur 50 Zentimeter hoch werden. Etwa 40 Milliarden Mark werden jährlich für Haustiere ausgegeben. Die Futtermittelindustrie erreicht durch die Herstellung von Haustiernahrung ungefähr das Vierfache des Umsatzes, der mit präparierter Babynahrung erzielt wird. Millionen werden mit Mänteln, Pullovern, Schuhen und Hüten für Hunde verdient. In New York gibt es ein Restaurant nur für Hunde, und die Hundefriseuse Patrecia Peil verlangt 40 Mark, wenn sie einen „Kunden“ mit Eishampoo wäscht und sein Fell auskämmt.
„Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod“
◆ Daß die Sünde Adams und Evas, der Eltern des ganzen Menschengeschlechts, auch für ihre Nachkommen den Tod zur Folge hat, mußte kürzlich ein 66 Jahre alter Münchner Herzspezialist erfahren, der anläßlich eines Ärztekongresses in Villach (Kärnten) über das Thema „Herzinfarkt und seine Verhinderung“ sprechen wollte, aber schon bei seiner Wortmeldung tot zusammenbrach. Er hatte selbst einen Herzinfarkt erlitten, und keiner der auf dem internationalen Kongreß für Ganzheitsmedizin anwesenden Spezialisten konnte ihm helfen.
Paulus fügte aber den obigen Worten aus Römer 6:23 folgendes hinzu: „... die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.“
Hurrikan
◆ Die Wirbelsturmkatastrophe, die kürzlich Honduras heimsuchte und die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „ein Höllen-Inferno wie bei Dante“ genannt wurde und eine der schwersten in der Karibik war, hat viele Menschen in der Welt aufhorchen lassen. Viele fragten aber auch, wie diese Wirbelstürme, die im karibischen Raum Hurrikane, im Pazifik Taifune und im Indischen Ozean Zyklone genannt werden, entstehen.
Über die Entstehung tropischer Wirbelstürme wie des Hurrikans „Fifi“, der mit Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h über die mittelamerikanischen Staaten Honduras und El Salvador fegte und der schätzungsweise 10 000 Todesopfer forderte, hat die Wissenschaft noch keine zuverlässige Erklärung. Fest steht aber, daß sich diese Stürme nur in Hochsommermonaten entwickeln, wenn die Temperatur der tropischen Meere am höchsten ist. Besonders die Hurrikane erreichen Ausdehnungen von 400 bis 800 Kilometer Durchmesser und sind immer von schweren Regenfällen begleitet, so daß neben den Sturmschäden Hochwasser die Katastrophe vollständig macht. Es sind schon bis zu 1 000 Millimeter Niederschlag pro Tag bei solchen Katastrophen gemessen worden (etwa 150 Prozent einer Jahresniederschlagsmenge in Deutschland). Wenn dann solche gewaltigen Wassermassen, gepeitscht von den mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h dahinrasenden Stürmen, über die Menschen und ihre Behausungen herfallen, sind diese hilflos dieser Übermacht ausgesetzt. So wurde bekannt, daß in dem Dorf Olanchito (Honduras) der Aguan-Fluß von Leichen und Trümmern regelrecht verstopft wurde, während der Hurrikan „Fifi“ über diesen Ort hinwegbrauste. „Es war wie eine Höllen-Vision von Dante. Die Strömung wirbelte Menschenkörper — lebende und tote —, Tierkadaver, Häuserteile und Möbelstücke durcheinander“, während auf Baumwipfeln, Dächern und Flößen gestrandete Menschen auf Rettung warteten.
„Besonders wertvoll“
◆ Der in zahlreichen Kinos der Bundesrepublik angelaufene und sehr umstrittene amerikanische Spielfilm „Der Exorzist“, in dessen Mittelpunkt eine Teufelsaustreibung an einem zwölfjährigen Mädchen steht und bei dessen Vorführung in Amerika zahlreiche Frauen ohnmächtig wurden oder sich erbrechen mußten — in einem Fall soll sogar eine Fehlgeburt erfolgt sein —, hat von der Filmbewertungsstelle (FBW) der Bundesländer mit zwei zu zwei Stimmen das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten. Nach der Verfahrensordnung gilt das Prädikat damit als erteilt. Die Auszeichnung „besonders wertvoll“ bedeutet u. a. die Vergnügungssteuerfreiheit des Films in jenen Bundesländern, in denen noch die Vergnügungssteuer erhoben wird.
„Sicheres“ Europa
◆ Nach einer Darstellung des Nobelpreisträgers Hannes Alfvén lagern jetzt in Europa rund 10 000 Atombomben. Dazu erklärte der schwedische Astrophysiker in Baden bei Wien auf der 24. „Pugwash-Konferenz“, daß mit jeder einzelnen eine Stadt dem Erdboden gleichgemacht werden kann. — Armes Europa!
Wieder ein Wunder
◆ Während in Neapel wieder das „Blutwunder“ eintrat und der Erzbischof Corrado Ursi triumphierend das Glasgefäß mit dem Blut des im Jahre 304 bei Neapel enthaupteten Bischofs Januarius, des jetzigen Schutzpatrons der Stadt Neapel, hochhielt, weil sich angeblich das Blut wie in anderen Jahren auch dieses Jahr wieder verflüssigt hatte, geschah im Wallis, in der Schweiz, ein weiteres „Wunder“, das aber bald enträtselt werden konnte. Eine hölzerne Statue des Padre Pio, die in der Gemeinde Conthey in einem Privathaus steht, hatte plötzlich auf einem Auge zu blinzeln begonnen. Bald pilgerten zahlreiche Wundergläubige zu dieser Erscheinung. Schließlich stellte es sich aber heraus, daß dieses „Blinzeln“ nichts anderes war als die ausschlüpfende Larve eines Insekts.
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Wird dein Leben vom Schicksal gelenkt?Erwachet! 1974 | 8. Dezember
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Wird dein Leben vom Schicksal gelenkt?
Bist du der Meinung, man könne trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dem, was einem das Schicksal beschieden habe, nicht entgehen? Ist eine solche fatalistische Anschauung vernünftig? In dem Buch Ist mit dem jetzigen Leben alles vorbei? werden diese und andere, ähnliche Fragen behandelt. Darin wird die außerordentlich wichtige Antwort, die die Bibel auf diese Fragen gibt, besprochen. Auch wird die einzigartige Hoffnung dargelegt, die jeder hat, der dem Tod entgegengeht, oder die für Personen besteht, die schon eine Beute des Todes geworden sind. Das Verständnis, das du durch diesen Aufschluß erlangen kannst, wird viel dazu beitragen, daß du jetzt und in Zukunft glücklich bist und Herzensfrieden hast. Dieses Buch ist für 1 DM erhältlich.
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