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  • Besuch des Präsidenten in Australien und Indonesien
    Der Wachtturm 1956 | 1. September
    • Indem sie im Symbol von seinem Fleisch aßen und von seinem Blut tranken, nahmen sie am Gemeinschaftsopfer teil, das in den Hebräischen Schriften veranschaulicht wird. Der neue Tag nimmt in diesem Teile der Welt seinen Anfang, und so gehörten wahrscheinlich die Brüder in Djakarta zu den ersten, die am Tische Jehovas das Festmahl feierten, worauf in Asien und dann in Europa und schließlich in Nord- und Südamerika Tausende folgten, die alle dasselbe Abendmahl feierten. Hier in Djakarta waren 268 versammelt (dazu feierten Hunderttausende weiterer anderswo mit), aber nur ein einziger von dieser Gruppe genoß von den Symbolen. Alle anderen genossen nicht davon, was anzeigte, daß sie zu den „anderen Schafen“ gehören und einem vollkommenen irdischen Leben in der neuen Welt der Gerechtigkeit entgegenblicken, die unter dem Königreich des Himmels steht, daß sie aber zudem die wunderbare, von Christus Jesus getroffene Vorkehrung und ihn selbst als König anerkennen, auf dessen Schulter die Herrschaft ruht.

      Es gibt in Indonesien noch viel Arbeit zu tun. Dies ist sozusagen ein neues Land, das Unabhängigkeit, Freiheit und Selbstverwaltung erlangt hat. Ein großes Aufbauwerk muß dort fortgesetzt werden. Zusammen mit diesem Aufbauwerk in Indonesien müssen Jehovas Zeugen eine sehr wichtige Ankündigung ergehen lassen, daß nämlich Gottes Königreich die Hoffnung der ganzen Menschheit ist. Im Jahre 1947 gab es dort nur 13 Verkündiger. Heute sind es deren 261. Und diese müssen über 80 Millionen Einwohner bedienen, die mehr als 200 Dialekte sprechen. So steht denn den wenigen Verkündigern dort viel Arbeit bevor. Seitdem die Missionare im Jahre 1951 dort eintrafen, sind sie den wenigen Verkündigern im Lande eine große Hilfe gewesen. Aber heute ist das Kreis- und auch das Bezirksdienstwerk organisiert. Die Kreis- und Bezirksdiener reisen große Strecken weit, um den Versammlungen zu dienen, und die Gesellschaft freut sich, diese Ausgaben zahlen zu können, um Jehovas Zeugen auf all den Inseln die richtige Unterweisung und Trost zu vermitteln. Das Echo ist dort während einer Reihe von Jahren bis heute sehr gut gewesen, und sie haben nun eine neue Höchstzahl von 261 Verkündigern erreicht. Überall freuen sich Jehovas Zeugen, daß sie so gut voranrücken und so schnell zur Reife voranschreiten.

      Viele der indonesischen Brüder waren zum Flughafen gekommen, um den Brüdern Knorr und Adams Lebewohl zu sagen, als sie sich darauf vorbereiteten, nach Singapur weiterzufliegen. In zwei Stunden überflogen diese Brüder viele Inseln von Indonesien, und als sie im Flughafen landeten, standen dort wieder dreißig Brüder bereit, um sie in der angenehmen Stadt Singapur herzlich willkommen zu heißen.

  • Unsere Hoffnung in der Versammlung ohne Wanken kundtun
    Der Wachtturm 1956 | 1. September
    • Unsere Hoffnung in der Versammlung ohne Wanken kundtun

      EIN Mensch guten Willens nimmt die Wahrheit wie einen Trunk frischen Wassers an, wenn sie ihm an der Türe oder bei Rückbesuchen dargereicht wird. Während er an Erkenntnis und Verständnis zunimmt, beginnt er sich mittels eines Heimbibelstudiums zu nähren, doch immer noch nur mit Milch. Macht er weitere Fortschritte, so besucht er die Zusammenkünfte der Versammlung, wo er sich von weiterer, fester geistiger Speise ernährt. Wenn er sodann die Reife erreicht, bereitet er sich gut auf solche Versammlungen vor, damit er sich daran beteiligen und anderen helfen kann, ernährt zu werden. Wo paßt du in dieses Bild hinein?

      Paulus gab den Rat: „Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. Und laßt uns aufeinander achten, um uns zur Liebe und zu rechten Werken anzureizen, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Gewohnheit ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“ — Heb. 10:23-25, NW.a

      Ja, wir müssen mehr tun, als uns nur versammeln. Wir müssen eine „öffentliche Erklärung unserer Hoffnung“ in der Versammlung ablegen, indem wir einander zur Liebe und zu rechten Werken anreizen und einander ermuntern. Jesus tat ‚Gottes Namen seinen Brüdern kund und lobsang ihm inmitten der Versammlung‘. (Heb. 2:12, NW) Indem wir Kommentare geben, ermuntern wir uns gegenseitig.

      Indem wir Antworten geben, beherzigen wir auch das Gebot: „Untersucht beständig, ob ihr im Glauben seid, prüft fortwährend, was ihr selber seid.“ (2. Kor. 13:5, NW) Vielleicht denken wir, wir verständen etwas Bestimmtes, aber wir überzeugen uns erst davon, daß wir es verstehen, wenn wir es anderen zu erklären suchen. Man beachte auch den Rat, den Paulus dem Timotheus gab: „Sinne über diese Dinge nach, geh darin auf, damit deine Fortschritte allen Menschen offenbar werden.“ Wie können unsere Fortschritte in der Versammlung allen offenbar werden, wenn wir verfehlen, so wie sich die Gelegenheiten bieten, Antworten zu geben? — 1. Tim. 4:13-15, NW.

      Um unserer Hoffnung bei Versammlungen ohne Wanken Ausdruck zu geben und andere aufzuerbauen, müssen wir uns natürlich auf den betreffenden Lehrstoff vorbereiten. Nur dann werden wir etwas sagen können, wodurch andere Hilfe erhalten, und werden es mit Zuversicht sagen können. Laß dich nicht durch Furcht, Fehler zu begehen, vom Antworten abhalten. Sprich lieber frei heraus und laß dich korrigieren, als falsche Gedanken zu äußern, wenn du von Haus zu Haus predigst. Wenn du dich übst, wirst du im Antworten tüchtiger werden. Wie oft hast du in den vergangenen Monaten bei Zusammenkünften der Versammlung geantwortet? Tust du ohne Wanken deine Hoffnung in diesen Versammlungen bei jeder Gelegenheit kund?

      [Fußnote]

      a In bezug auf Einzelheiten siehe den Wachtturm vom 15. Februar 1956.

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1956 | 1. September
    • Fragen von Lesern

      ● Ist die Neue-Welt-Übersetzung der Christlichen Griechischen Schriften denn nicht etwas weitschweifig, wenn sie z. B. in der Stelle von 1. Johannes 5:16 sagt: „[in dem Moment] erblickt“, statt „sieht“ und „unverdiente Güte“ statt „Gnade“? — J. S., Vereinigte Staaten.

      Ob du das Koiné-Griechisch der Bibel studiert hast oder nicht, teilst du uns nicht mit. Wenn aber nicht, so mag dir, weil du nicht damit vertraut bist, die Art, wie das Neue-Welt-Übersetzungskomitee einige griechische Verben, Ausdrücke und Begriffe in Englisch (bzw. in der deutschen Übersetzung) wiedergibt, etwas erzwungen oder weitschweifig Vorkommen, doch nicht für jemand, der mit der griechischen Sprache vertraut ist. Das griechische Tätigkeitswort, das in der Neuen-Welt-Übersetzung mit „[in dem Moment] erblicken“ wiedergegeben ist, steht in einer besonderen Zeitform der griechischen Sprache, nämlich im Aorist, und bezieht sich nicht auf wiederholtes Tun oder fortgesetztes Handeln, sondern auf einen einmaligen Vorgang. Die Gegenwartsform des Verbs „sehen“, nämlich „sieht“, wie sie in der Elberfelder Bibel vorkommt, läßt die einzigartige Bedeutung des Verbs, das hier im Aorist steht, nicht erkennen, nämlich daß man eine Person erwischt, also sozusagen auf der Tat ertappt.

      Ebenso verhält es sich mit dem Ausdruck „unverdiente Güte“. Einzig und allein, weil man den Sinn dieses biblischen griechischen Wortes in seinen verschiedenen Anwendungen nicht erfaßt, hat das Neue-Welt-Übersetzungskomitee ihn unmißverständlich durch den Gebrauch des obigen Ausdrucks kenntlich gemacht. In Englisch kann das Wort „Gnade“ vierzehn oder noch mehr verschiedene Bedeutungen haben. Welche Bedeutung hat es denn z. B. in Johannes 1:14, wenn es dort heißt: „voller Gnade und Wahrheit“? Bedeutet es dort „Huld“ oder „Gunst“ oder „die Gewährung vorübergehender Vergünstigung“ oder was? Die Neue-Welt-Übersetzung läßt keinen Zweifel hinsichtlich des Sinns, sondern gibt das Wort mit „unverdiente Güte“ wieder, was in Übereinstimmung mit dem Zusammenhang bleibt, z. B. mit dem nachfolgenden Vers 17.

      So schätzen wir denn die Neue-Welt-Übersetzung, weil sie auf Einzelheiten aufmerksam macht und sich in bezug auf ursprüngliche Koiné-griechische Wörter aufrichtig bemüht, den genauen Sinn in entsprechender Schattierung wiederzugeben, statt eine nachlässige, mehrdeutige Übersetzung zu sein.

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