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  • Wie die Demut uns schützen kann
    Der Wachtturm 1976 | 15. September
    • einen Finger zu rühren, um das, was sie von anderen verlangten, selbst zu tun (Matth. 23:3, 4). Sie sollten vielmehr Vorbilder sein. Sie sollten bereit sein, das, was sie von anderen verlangen, selbst zu tun. Sie sollten sich wie alle anderen Christen ‘mit Demut gürten’. Der Bedeutung des griechischen Wortes enkombóomai entsprechend, das in 1. Petrus 5:5 mit „gürtet euch“ wiedergegeben wird, sollten sie sich die Demut gewissermaßen fest „anknoten“. Wenn sie das tun, werden sie nie denken, es sei unter ihrer Würde, eine niedere Arbeit zu verrichten, zum Beispiel den Königreichssaal zu reinigen, oder an allen Zweigen der Predigttätigkeit der Christenversammlung teilzunehmen.

      24. Wie könnten Älteste über die Herde herrschen oder den Herrn über sie spielen?

      24 Auch werden diejenigen, die sich mit Demut „gürten“, keine besonderen Bequemlichkeiten oder Vorrechte für sich beanspruchen, so als ob sie etwas Besseres verdienten als andere. Würden zum Beispiel Älteste nicht über ihre Brüder herrschen oder den Herrn über sie spielen, wenn sie auf christlichen Kongressen dafür sorgten, daß sie besondere Mahlzeiten erhielten und ihnen die besten Arbeiten zugeteilt würden, während ihre Brüder bescheideneres Essen bekämen und die niedereren Arbeiten verrichten müßten? Oder wären sie ein Vorbild für die Herde, wenn sie sich in der Cafeteriaschlange vorn anstellen würden, um das Essen vor den anderen zu bekommen, die schon länger warten? Natürlich kann es Fälle geben, in denen jemand wegen einer dringenden Arbeit gezwungen ist, sich in der Cafeteriaschlange vorn anzustellen oder das Essen zu einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort einzunehmen. Doch man sollte sich dies gut überlegen. Warum?

      25. (a) Sind Personen, die besondere Fähigkeiten oder besondere Dienstvorrechte haben, etwas Besseres? (b) Welchen Rat sollten Christen daher unbedingt beachten?

      25 Personen, die Autorität haben, neigen besonders dazu zu denken, sie seien etwas Besseres und verdienten mehr Beachtung als andere. Ist diese Ansicht aber richtig? Solche Personen mögen zwar gewisse Fähigkeiten haben und deshalb als christliche Älteste geeignet und imstande sein, einen Kongreß zu organisieren, aber diese Fähigkeiten machen sie nicht zu etwas Besserem (1. Tim. 3:1-7). In den Augen Jehovas sind die Ältesten oder irgendwelche anderen Personen mit besonderen Fähigkeiten nicht besser als ihre Brüder. Sie sollten daher Gottes Rat, ‘in Demut die anderen höher zu achten als sich selbst’, unbedingt beachten (Phil. 2:3). Eine solch demütige Gesinnung schützt einen Christen vor dem furchtbaren „Sturz“, den Stolz zur Folge haben mag (Spr. 16:18; 18:12).

      26. Inwiefern kann ein Mangel an Demut bei den Ältesten für die Herde eine Gefahr sein?

      26 Die Demut der Ältesten ist auch ein Schutz für die Herde. Die „Schafe“ können leicht Anstoß nehmen und sich von der Christenversammlung abwenden, wenn die Ältesten besondere Vorrechte für sich beanspruchen, nach Ehre und Ansehen streben oder stolz und hochmütig sind. Gottes Wort sagt ausdrücklich: „In Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor“ (Röm. 12:10). Wie berührt es aber die Glieder der Herde, wenn sie sehen, daß die Ältesten, die ein Vorbild sein sollten, sich mit den besten Dingen beehren lassen und anmaßend und überheblich sind? Sie fühlen sich bestimmt verletzt. Dadurch werden die Leiden, die sie als Christen erdulden, noch vermehrt, und das könnte zu einer Katastrophe führen.

      27. Wie können Älteste besonnen bleiben und verhüten, daß der Teufel sie und die Herde verschlingt?

      27 Sollten wir uns also darüber wundern, daß der Apostel Petrus warnend sagte: „Bleibt besonnen, seid wachsam. Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht jemand zu verschlingen.“? Ein christlicher Ältester, der stolz und hochmütig ist, gibt dem Teufel Gelegenheit, ihn und möglicherweise auch andere Glieder der Herde zu „verschlingen“. Ihr Ältesten, bemüht euch deshalb, auch nicht den geringsten Anschein zu erwecken, eingebildet oder überheblich zu sein! Gürtet euch mit Demut. Seid zugänglich, freundlich, rücksichtsvoll und mitfühlend wie eine nährende Mutter, die ihre Kinder hegt und pflegt (Eph. 4:32; 1. Thess. 2:7, 8). Nehmt euch stets Jesus Christus zum Vorbild, beachtet seine Lehren, und tut euer Bestes, ihn nachzuahmen! (Phil. 2:5-8).

      28. Welche schöne Zukunftshoffnung haben wir, und wo erhalten wir davon schon einen Vorgeschmack?

      28 Wie schön wird es sein, wenn einmal alle Menschen demütig sind und einer den anderen höher achtet als sich selbst! Es wird eine wohltuende, friedliche Atmosphäre herrschen. Wir erhalten in der Christenversammlung heute schon einen Vorgeschmack von dem Segen, der zu verspüren ist, wenn man mit demütigen, selbstlosen Männern, Frauen und Kindern zusammen ist. Werden wir dadurch nicht ermuntert, uns mit Demut zu „gürten“? Es kann uns schützen und uns davor bewahren, vom Teufel „verschlungen“ zu werden, ja es kann uns helfen, die „große Drangsal“ zu überleben und dann in der gerechten neuen Ordnung, die Gott nun bald herbeiführen wird, ewig zu leben (Ps. 133:1-3; Offb. 7:9-14).

  • Tyrus — eine treulose Stadt
    Der Wachtturm 1976 | 15. September
    • Tyrus — eine treulose Stadt

      NUR wenige Städte in der Welt des Altertums waren so treulos wie Tyrus. Die Städte in den Nachbarländern Israels gaben nicht vor, freundschaftliche Beziehungen zu den Anbetern Jehovas zu unterhalten. Ganz anders verhielt es sich aber mit Tyrus, zumindest eine Zeitlang.

      Hiram, der König von Tyrus, pflegte beispielsweise freundschaftliche Beziehungen zu den judäischen Königen David und Salomo. Er unterstützte Salomo bei der Errichtung des prächtigen Tempels für Jehova in Jerusalem mit Baumaterialien und Arbeitskräften (1. Kö. 5:2-6; 2. Chron. 2:3-10). Später betrieben Hiram und Salomo ein umfangreiches Schiffahrtsunternehmen. Salomo hatte in Ezjon-Geber am Golf von Akaba eine Flotte gebaut. Diese Schiffe erhielten dann eine gemischte Besatzung, die aus Dienern Salomos und erfahrenen Seeleuten Hirams bestand (1. Kö. 9:26-28).

      Aber die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Tyrus und den Israeliten, dem Bundesvolk Gottes, hielten nicht an. In treuloser Weise verband sich Tyrus schließlich mit den Feinden Israels. Der inspirierte Psalmist schrieb: „Gegen dein Volk ersinnen sie listige Pläne und halten Rat gegen die, die sich bei dir bergen. Sie sagen: Wir wollen sie ausrotten als Volk; an den Namen Israel soll niemand mehr denken. Ja, sie halten einmütig Rat und schließen ein Bündnis gegen dich: Edoms Zelte und die Ismaeliter, Moab und die Hagariter, Gebal, Ammon und Amalek, das Philisterland und die Bewohner von Tyrus“ (Ps. 83:4-8, Einheitsübersetzung).

      Die Treulosigkeit der Stadt Tyrus ging so weit, daß man auf dem Sklavenmarkt der Stadt Israeliten an Griechen und Edomiter verkaufte. In der Bibel ist kein Hinweis darauf zu finden, daß zwischen Tyrus und Israel Krieg geführt wurde; die in die Sklaverei verkauften Israeliten mögen daher von anderen Völkern gefangengenommen und danach tyrischen Sklavenhändlern übergeben worden sein. Oder vielleicht machten die Tyrer aus israelitischen Flüchtlingen, die in Tyrus und Umgebung Zuflucht gesucht hatten, Sklaven.

      Wegen der Treulosigkeit dieser Stadt ließ Jehova durch seine Propheten Unheil über sie und ihre Bewohner voraussagen: „Ich [werde] eure Behandlung schnell, eilends auf euer Haupt zurückzahlen. Weil . . . ihr die Söhne Judas und die Söhne Jerusalems an die Söhne der Griechen verkauft habt“ (Joel 3:4-6). „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ,Wegen drei

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