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  • Wertschätzung für Unterscheidungsvermögen
    Der Wachtturm 1961 | 1. Juli
    • sie dies getan hatten, umschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz riß. Und sie winkten ihren Genossen in dem anderen Schiffe, daß sie kämen und ihnen hülfen; und sie kamen, und sie füllten beide Schiffe, so daß sie sanken [zu sinken begannen, NW]. Als aber Simon Petrus es sah, fiel er zu den Knieen Jesu nieder und sprach: Geh von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr. Denn Entsetzen [Staunen, NW] hatte ihn erfaßt und alle, die bei ihm waren, über den Fang der Fische … Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschen fangen. Und als sie die Schiffe ans Land gebracht hatten, verließen sie alles und folgten ihm nach.“ (Luk. 5:4-11) Können wir angesichts der Einladung Jesu heute diesen wichtigeren Grund, weshalb man das Wahrnehmungsvermögen wertschätzen und erwarten sollte, daß dieses durch Gottes Wort geschult werde, damit man zur Reife voranschreite, denn außer acht lassen?

      17. Welches ist also eines der ersten Erfordernisse, denen entsprochen werden muß, damit wir als Prediger unseren Auftrag erfüllen können, und weshalb ist das so?

      17 Wahre Christen von heute müssen ebenfalls Menschenfischer sein. Der Predigtdienst ist allen, die den Weg des Lebens betreten, deutlich als eine Berufung vorgeschrieben, und zwar ist er eine Vollzeit-Berufung, ob der Christ nun den ganzen Tag oder nur einen Teil des Tages damit verbringe, von Tür zu Tür zu predigen. Der Dienst verlangt, daß jemand alle Kräfte und Fähigkeiten einsetzt, um den Dienst zu einem Erfolg zu machen. Unser Wahrnehmungsvermögen zu üben verlangt ebenfalls Vollzeitdienst und ist eine der ersten Anforderungen, damit wir als Prediger unserem Auftrag nachkommen können. Wenn wir diese Tatsache verstehen, werden wir das Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch so fleißig üben, als ob unser Leben davon abhängig wäre, denn es ist tatsächlich davon abhängig.

  • Schule dein Wahrnehmungsvermögen!
    Der Wachtturm 1961 | 1. Juli
    • Schule dein Wahrnehmungsvermögen!

      1. Womit wurde der Beruf des christlichen Predigers in der Prophezeiung verglichen, und wie machte Jesus deren Sinn klar?

      JENE, die heute den Beruf eines wahren christlichen Predigers ausüben, wurden in der Prophezeiung mit Fischern und Jägern verglichen. Eine Zeit voraussagend, in der Gott ein Werk der Versöhnung durchführen würde, schrieb Jeremia: „Siehe, ich will zu vielen Fischern senden, spricht Jehova, daß sie sie fischen; und danach will ich zu vielen Jägern senden, daß sie sie jagen von jedem Berge und von jedem Hügel und aus den Felsenklüften.“ (Jer. 16:16) Der Sinn dieser Prophezeiung wurde klar, als Jesus seinen Jüngern sagte: „Folgt mir, und ich will euch zu Menschenfischern machen!“ — Matth. 4:19, NW.

      2. Weshalb ist die Schulung unseres Wahrnehmungsvermögens für den Predigtdienst so wichtig, und wie wird dies veranschaulicht?

      2 Wenn wir uns als kundige Jäger und Menschenfischer erweisen sollen, müssen wir Christus Jesus nachfolgen und ihn nachahmen. Vor allem müssen wir uns — wie Jesus es tat — eine genaue Erkenntnis des Wortes Gottes aneignen, müssen dessen vollen Sinn erfassen, damit wir fähig sind, den Ausgang unserer Handlungsweise klar zu erkennen. Dies bedeutet, daß wir uns ernstlich der Schulung unseres Wahrnehmungsvermögens zu dessen Gebrauch im Predigtdienste widmen müssen. Da wir aus der Welt herauskommen, sind wir in dieser Kunst Neulinge. Irgend jemand kann ein Gewehr in den Wald mitnehmen, doch macht ihn das noch nicht zu einem Jäger. Der geschickte Jäger ist auf sein Ziel bedacht, er hält Augen und Ohren offen und merkt sich jedes Anzeichen eines Wildes. Er weiß, daß er sonst vielleicht hungern müßte oder, was noch schlimmer wäre, in eine Löwengrube fallen oder auf eine giftige Natter treten könnte. Der erfolgreiche Jäger lernt jedes Anzeichen des Wildes erkennen; er lernt es, die Zeichen in ihrer Umgebung zu deuten, und lernt, die Anzeichen so zu deuten, daß sie ihn zum Wilde hinführen. Ähnlich wie die Geschicklichkeit eines Jägers durch tatsächliche Erfahrungen vervollkommnet wird — so wie Jesus den Gehorsam durch Leiden lernte —, bedeutet auch das Schulen unseres Unterscheidungs­vermögens im christlichen Predigtdienst nicht nur das rein theoretische Erfassen gewisser Gedanken. (Heb. 5:8) Wir müssen die auserlesene Weisheit, die wir aus der Höhe empfangen, im Felddienste anwenden, wenn sie für uns von praktischem Werte sein und uns zum vollen Erfolg führen soll. Nur auf diese Weise kann sie uns selbst und auch denen, die wir heraussuchen, zur Rettung gereichen. — 1. Tim. 4:16.

      3. Warum sind Zucht und eine genaue Zeiteinteilung zum Schulen unseres Wahrnehmungsvermögens von Wichtigkeit?

      3 Eine solche Handlungsweise erfordert beträchtliche Anstrengungen. „Allerdings scheint keine Zucht für die Gegenwart erfreulich zu sein, sondern betrüblich, nachher aber bringt sie für jene, die durch sie geschult worden sind, eine friedsame Frucht hervor, nämlich Gerechtigkeit.“ (Heb. 12:11, NW) Gerechtigkeit verlangt, daß wir einem rechten Laufe folgen, und wenn wir das unablässig tun wollen, müssen wir unser Wahrnehmungsvermögen durch die richtige Disziplinierung schulen. Dies bedeutet, daß wir unsere Zeit genau einteilen, um zu vermeiden, daß wir lässige Gewohnheiten entwickeln oder in den Strom der Gleichgültigkeit hineintreiben. Wer nach den verborgenen Schätzen des Wortes Gottes suchen und die Erkenntnis im Felde auf die wirkungsvollste Weise gebrauchen möchte, benötigt einen wachsam beobachtenden Sinn. Was meint ihr, welchen Erfolg der Jäger erzielen würde, wenn er, sein Gewehr an einen Baum gelehnt, im Schatten träumen wollte?

      4. Auf welche zwei Arten kann unser Unterscheidungsvermögen besonders geschult werden?

      4 Ein Spruch sagt: „Ein Weiser wird hören und mehr Belehrung in sich aufnehmen, und ein Verständiger ist der, der sich Geschicklichkeit im Lenken aneignet.“ (Spr. 1:5, NW) Da eine der ersten Anforderungen darin besteht, eine genaue Erkenntnis in sich aufzunehmen und deren Sinn zu erfassen, um unser Unterscheidungs­vermögen zu schulen, müssen wir uns dieser Kunst ernstlich widmen. Betrachten wir einmal zwei Arten, wie dies geschehen kann: durch Studium und durch Beobachtung. Der erfahrene Jäger erkennt, daß er für seinen Beruf in erster Linie wissen muß, wonach er auszublicken hat. Daher hat er gelernt, die verschiedenen Spuren der Tiere zu erkennen und voneinander

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