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Kämpfer gegen Gott verlieren die SchlachtDer Wachtturm 1978 | 15. März
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gegen Gott und führen deshalb einen aussichtslosen Kampf. Verzweifelt halten sie an der Idee fest, sie könnten die Oberhand über die kleine gesalbte Jeremia-Klasse und ihre treuen Gefährten gewinnen. Jehovas Wort versichert uns aber, daß ihnen dies nicht gelingen wird.
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„Sie werden gewißlich wider dich kämpfen“Der Wachtturm 1978 | 15. März
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„Sie werden gewißlich wider dich kämpfen“
1. Wie würden wir reagieren, wenn wir verheiratet wären und unsere Frau Ehebruch beginge?
WIE wäre uns wohl zumute, wenn wir verheiratet wären und unsere Frau auf schändliche Weise Ehebruch beginge? Oder angenommen, die Frau, die uns in ihrer Jugend angetraut worden ist, würde ihr Gelübde brechen, uns verlassen und der Prostitution nachgehen? Würde das nicht jedem von uns, sofern er ein treuer Ehemann wäre, sehr weh tun? Nachdem wir jede Hoffnung auf Versöhnung aufgegeben hätten, würden wir sie wahrscheinlich fortschicken und uns von ihr scheiden lassen. Wir würden sie ziemlich sicher nie mehr zurücknehmen wollen.
2. Über welchen Fall von Untreue, bei dem es um eine ganze Nation ging, wird in Jeremia 3:1, 2 berichtet?
2 Vor 2 600 Jahren, in den Tagen des Propheten Jeremia, war ein solcher Fall eingetreten, bei dem es allerdings um eine ganze Nation ging. Dieser Fall hat ein neuzeitliches Gegenstück und ist daher für uns von Interesse. Es lohnt sich, ihn näher zu prüfen, um festzustellen, was wir damit zu tun haben könnten. In Jeremias Bericht darüber lesen wir folgendes: „Es gibt einen Spruch: ,Wenn ein Mann seine Frau wegsenden sollte und sie tatsächlich von ihm weggehen und eines anderen Mannes werden würde, sollte er je wieder zu ihr zurückkehren?‘ ... ,Und du selbst hast Prostitution begangen mit vielen Gefährten; und sollte es eine Rückkehr zu mir geben?‘ ist der Ausspruch Jehovas. ,Erhebe deine Augen zu den gebahnten Pfaden und sieh. Wo bist du nicht vergewaltigt worden? An den Wegen hast du auf sie wartend gesessen wie ein Araber in der Wildnis; und du entweihst fortgesetzt das Land mit deinen Taten der Prostitution und mit deiner Schlechtigkeit‘“ (Jer. 3:1, 2).
3. Was gebietet Jehova den hier angesprochenen Abtrünnigen, und warum?
3 Diese Worte waren an die Nation Israel gerichtet. Wir lesen daher weiter: „‚„Kehre doch zurück, o Israel, du Abtrünnige“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚„Ich werde mein Angesicht nicht zürnend auf euch senken, denn ich bin loyal“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚„Ich werde nicht auf unabsehbare Zeit grollen. Nur nimm Kenntnis von deinem Vergehen, denn gegen Jehova, deinen Gott, hast du dich vergangen. Und du verstreutest deine Wege fortgesetzt an die Fremden unter jedem üppigen Baum, aber auf meine Stimme hörtet ihr nicht“ ist der Ausspruch Jehovas.‘“ „‚Kehrt zurück, o ihr abtrünnigen Söhne‘ ist der Ausspruch Jehovas. ,Denn ich selbst bin euer ehelicher Besitzer geworden; und ich will euch nehmen ..., und ich will euch nach Zion bringen‘“ (Jer. 3:12-14).
4. Wer entspricht heute dem abtrünnigen Israel, und welche Frage erhebt sich in Verbindung damit?
4 Das heutige Gegenstück des abtrünnigen Israel ist die Christenheit. Über 900 000 000 Personen sind heute noch mit der Christenheit verbunden, denn sie sind Mitglieder ihrer vielen Kirchen und Sekten. War Jehova Gott jemals der „eheliche Besitzer“ der Christenheit? Sie stellt den Namen Jehovas als unwichtig hin und rückt fast ausschließlich den Namen Jesu, des Sohnes Jehovas, in den Vordergrund. Über 1 800 Jahre vor der Gründung der Christenheit wurde Jehova ein „ehelicher Besitzer“ — der eheliche Besitzer der Nation Israel. Er wurde ihr Eigentümer, als er sie aus der ägyptischen Sklaverei befreite und mit ihr am Berg Sinai einen rechtsgültigen Vertrag schloß, wobei der Prophet Moses als Mittler zwischen Gott und Menschen diente (2. Mose 19:1 bis 24:8). Doch wie verhält es sich mit der Christenheit?
5. (a) Worin wurzelt die Christenheit? (b) Mit wem schloß Jehova im Jahre 33 u. Z. einen Ehebund, und wie?
5 In diesem Zusammenhang muß die heutige gesalbte Jeremia-Klasse die Christenheit auf etwas hinweisen, und der neuzeitliche Jeremia tut dies auch. Die Christenheit wurzelt im Christentum des ersten Jahrhunderts u. Z. Die wahre Christenversammlung kam zu Pfingsten des Jahres 33 u. Z. ins Dasein. Sie wurde für Jehova Gott „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz“ (1. Petr. 2:9). Das bedeutete, daß sein Ehebündnis mit dem natürlichen, beschnittenen Israel ungültig geworden oder aufgehoben worden war. Die Nation Israel war durch Scheidung entlassen worden. Jehova war von nun an der „eheliche Besitzer“ der neugeborenen „heiligen Nation“, des geistigen Israel. Diese „heilige Nation“ hatte er mit dem kostbaren Blut seines Sohnes Jesus Christus, des größeren Moses, erkauft. Mit dieser „Nation“ schloß er den „neuen Bund“, den Jeremia vorhergesagt hatte (Jer. 31:31-34). Jesus war der Mittler dieses neuen Bundes. Vom Herbst des Jahres 36 u. Z. an wurden auch gläubige Nichtjuden zur Taufe zugelassen und wurden Glieder des geistigen Israel.
6. Wozu führte der religiöse Abfall unter den Bekennern des Christentums im 4. Jahrhundert u. Z.?
6 Was geschah aber später? Nach dem Tod der von Christus ausgewählten Apostel, am Ende des ersten Jahrhunderts, begann in der Versammlung des geistigen Israel religiöse Auflehnung gegen ihren „ehelichen Besitzer“, Jehova Gott, Wurzeln zu schlagen (Matth. 13:24-28, 36-39). Dieser Abfall unter den Bekennern des Christentums wuchs ständig, bis der römische Kaiser Konstantin zu Beginn des vierten Jahrhunderts veranlaßt werden konnte, die Situation auszunutzen. Obwohl er noch nicht getauft und immer noch Pontifex maximus der heidnischen römischen Religion war, erklärte er das damalige angebliche Christentum zur Staatsreligion des Römischen Reiches. Dadurch entstand eine enge Verbindung zwischen dem abtrünnigen Christentum und dem Staat.
7. Auf welche Entartung müssen Jehovas christliche Zeugen die Christenheit gemäß Jeremia 2:20, 21 aufmerksam machen?
7 Jehovas christliche Zeugen sind verpflichtet, zur heutigen Christenheit genauso zu reden, wie Jeremia im 7. Jahrhundert v. u. Z. zu der abtrünnigen Nation Israel reden mußte. Wie lauteten die Worte Jehovas, die er ihr sagen mußte? „Auf jedem hohen Hügel und unter jedem üppigen Baum lagst du ausgespreizt, indem du dich der Prostitution hingabst. Und was mich betrifft, ich hatte dich als eine rote Edelrebe gepflanzt, alles davon ein echter Same. Wie also hast du dich mir gegenüber verwandelt in die entarteten Schößlinge eines fremdländischen Weinstocks?“ (Jer. 2:20, 21).
8. Mit welchen Worten wird in Jeremia 2:2, 3 gezeigt, daß sich Israel vor dem Abfall in einem ehrenhaften geistigen Zustand befand?
8 Jehova beschrieb auch den geistigen Zustand, in dem sich sein Bundesvolk Israel (und heute das angebliche Christentum) vor dem Abfall befand, indem er durch Jeremia sagen ließ: „Gut gedenke ich dir der liebenden Güte deiner Jugend, der Liebe während deiner Verlobungszeit, wie du mir in der Wildnis, in einem unbesäten Lande, nachgewandelt bist. Israel war Jehova etwas Heiliges, der Erstlingsertrag [die Erstlingsfrucht] für Ihn“ (Jer. 2:2, 3). Abgesehen von einem kleinen treuen Überrest, zu dem auch Jeremia gehörte, ließ das natürliche Israel dieses heilige Bundesverhältnis mit Jehova Gott außer acht. In ähnlicher Weise hat die Christenheit versäumt, ihrer Verpflichtung, Jehova Gott ausschließlich ergeben zu sein, richtig nachzukommen. Sie hat nicht in Übereinstimmung mit dem neuen Bund gelebt.
9, 10. Warum bezweifelt es die Christenheit, daß Jehovas christliche Zeugen befähigt sind, wie Jeremia vorzugehen?
9 Wer sind aber Jehovas christliche Zeugen, daß sie es wagen könnten, ähnlich wie Jeremia vorzugehen und die Christenheit zu beschuldigen,
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