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  • ‘Lichter der Welt’ während 1900 Jahren
    Der Wachtturm 1974 | 1. November
    • erfolgen. „Zu jener Zeit werden“, wie er sagte, „die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreiche ihres Vaters“ (Matth. 13:43).

      Während jener langen Zeitspanne von mehr als 1 900 Jahren seit Christi Himmelfahrt traf Gott also eine sorgfältige Auswahl. Er hat nicht versucht, die Welt zu retten. Die Rettung der Menschen, die Gottes Gebote gehorsam befolgen, wird während der tausend Jahre, in denen Christus über die Erde herrschen wird, erfolgen. Während der vergangenen 1 900 Jahre hat Gott diejenigen ausgewählt, die mit Christus Könige und Priester sein und während jener tausend Jahre regieren werden, um der Menschheit Segnungen zu vermitteln. Diese Gruppe königlicher Regenten wird sich im Himmel befinden und ist zahlenmäßig auf 144 000 Personen beschränkt (Offb. 7:1-8; 14:1-4; 20:4, 6). Um sie während einer Zeitspanne von 1 900 Jahren auszuwählen, bedurfte es bestimmt einer sorgfältigen Trennung. Die Auserwählten haben während jener 1 900 Jahre als Lichter für diejenigen gedient, die verständnisvoll auf sie hörten und in ihrem Herzen den starken Wunsch verspürten, Jehova Gott zu dienen. Die Verständigen wurden ihrerseits Glieder jener Gruppe von Auserwählten.

      Das Gleichnis von den „zehn Jungfrauen“ veranschaulicht die Handlungsweise derer, die wirklich „das Licht der Welt“ gewesen sind. Sie sind es gewesen, die die Verpflichtung auf sich nahmen, das zu tun, was Jesus mit den Worten zum Ausdruck brachte: „Laßt euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen“ (Matth. 5:16). Somit ist deutlich zu erkennen, wer die „zehn Jungfrauen“ des Gleichnisses aus Matthäus 25:1-12 sind.

      Da es z e h n „Jungfrauen“ sind — eine Zahl, die Vollkommenheit in bezug auf irdische Dinge versinnbildet —, stellen sie als Klasse alle Christen dar, die Aussicht haben oder die glauben, Aussicht zu haben, mit Jesus Christus das himmlische Königreich zu ererben. Das Gleichnis begann sich vom Pfingstfest des Jahres 33 u. Z. an zu erfüllen. Wieso? Weil damals die ersten dieser Klasse von Gottes Geist gezeugt wurden, wodurch sie „Erben Gottes“ und „Miterben mit Christus“ werden konnten (Röm. 8:17).

      Sie sind geistige Söhne, doch werden sie im Gleichnis als Jungfrauen dargestellt. Das geschieht deshalb, weil sie als Gruppe die Aussicht haben, die „Braut“ des großen Bräutigams, Jesus Christus, zu sein (Joh. 3:28-30; Offb. 19:7-9; 21:9-11; Eph. 5:23-27; vergleiche Matthäus 22:1-14). Das Gleichnis hat sich im Laufe der 1 900 Jahre bis zur Zeit der „Ernte“ und während dieser Zeit erfüllt.

      Fünf Jungfrauen waren „verständig“, und fünf waren „töricht“. Daß beide Gruppen gleich groß waren, deutet an, daß alle, die auszogen, die gleiche Gelegenheit hatten, und auch, daß die eine Gruppe nicht unbedingt größer sein würde als die andere. Die Tatsache, daß fünf Jungfrauen „töricht“ waren, zeigt jedoch, daß sich schließlich nicht alle, die als „Jungfrauen“ auszogen, als würdig erweisen würden, zum „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ zugelassen zu werden (Luk. 12:35-38).

      DIE „LAMPEN“ UND DAS „ÖL“

      Die Jungfrauen hatten Lampen (wie es in alten Zeiten bei Hochzeiten Brauch war). Sie wußten alle, daß sie diese Lampen bis zum Ende des Hochzeitszuges brennen lassen mußten, um erkannt zu werden und zum Hochzeitsfest Zutritt zu haben. Deshalb benötigten sie genügend Öl, das bis zum Erscheinen des Bräutigams ausreichen würde, was Stunden dauern konnte. Das bedeutet, daß Christi Jünger selbst wie lichtspendende Lampen wären. Sie sollten daran zu erkennen sein, daß sie eine echte christliche Persönlichkeit hatten und bewahrten und dadurch in dieser finsteren Welt wie ein Licht leuchteten (2. Kor. 4:4; Jes. 60:2). Der Apostel Paulus wies darauf hin, als er an Christen schrieb, die wie er Lichtträger waren: „Tut weiterhin alles ohne Murren und Widerreden, so daß ihr euch als untadelig und unschuldig erweist, Kinder Gottes ohne Makel inmitten einer verkehrten und verdrehten Generation, unter der ihr wie Lichtspender in der Welt leuchtet, indem ihr euch mit festem Griff an das Wort des Lebens klammert“ (Phil. 2:14-16).

      Was wurde durch das „Öl“ versinnbildet? Woher stammt denn das Licht, das Christen haben? Das „Öl“ stellt mehr dar als das „Wort des Lebens“, an das sie sich „mit festem Griff“ klammern sollten. „Dein Wort ist eine Leuchte meinem Fuß und ein Licht für meinen Pfad“, sagte der Psalmist (Ps. 119:105, 130). Das symbolische „Öl“ stellt auch den Geist Gottes dar, der zum Verständnis des Wortes Gottes unerläßlich ist. Ferner bringt Gottes heiliger Geist Früchte hervor, die Früchte des Geistes, wie zum Beispiel Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde und Selbstbeherrschung. Dieses geistige „Öl“ besitzt Leuchtkraft und fördert auch in anderen christliche Eigenschaften.

      Die verständigen Jungfrauen hatten sowohl in ihren Behältern als auch in ihren Lampen Öl. Sie wollten sichergehen, daß sie die Gelegenheit nicht verpaßten, den Hochzeitszug zu begleiten und zum Hochzeitsfest zugelassen zu werden, falls der Bräutigam länger als erwartet ausblieb. In der Erfüllung bedeutet dies, daß die für das „Königreich der Himmel“ bestimmte Klasse gewissermaßen einen Vorrat an Gottes Wort, ein Verständnis desselben sowie einen Vorrat an Gottes Geist besitzt. Die einzelnen Glieder der Klasse der Jungfrauen erhalten gemeinsam einen Vorrat. Damit sie in dieser Welt treu ausharren können, benötigen sie einen ausreichenden Vorrat, während sie ausziehen, um mit dem Bräutigam zusammenzutreffen. Sie sind mit Gottes erleuchtendem Wort und Gottes erleuchtendem Geist angefüllt. Dieses „Öl“, das sie so sehr benötigen, erhalten sie in reichem Maße, indem sie fortgesetzt mit den anderen Gliedern der „Jungfrauen“klasse studieren und zusammenkommen und indem sie mit Gottes Geist angefüllt werden. Sie setzen auch alles daran, eine christliche Persönlichkeit zu entwickeln, und beteiligen sich eifrig daran, die gute Botschaft vom Königreich anderen zu verkündigen. Diese „Verständigen“ sind es, die „dem Lamme [Jesus Christus] beständig folgen, ungeachtet, wohin er geht“ (Offb. 14:4).

      Daß sie mit diesem geistigen „Öl“ erfüllt sind und daß dieses „Öl“ die Kraft hat, einem Christen zu helfen, eine christusähnliche Persönlichkeit zu bewahren, wird heute durch Christen bezeugt, die eine himmlische Hoffnung haben. Einige von ihnen mußten jahrelang in Konzentrationslagern und Gefängnissen leiden, ja manche waren sogar viele Jahre lang in Einzelhaft. Andere hatten wieder andere Arten von Prüfungen zu erdulden. Sie haben treu ausgeharrt, in welcher Lage sie sich auch befanden. Was hielt sie geistig lebendig und gesund? Sie hatten die Gelegenheit genutzt, sich mit Gottes Wort und Geist anzufüllen, als sie noch frei waren und Gottes Wort studieren und mit seinem Volk zusammenkommen konnten. Ferner beteten sie beständig zu Gott, „mit Geist erfüllt“ zu werden, und Gott erhörte ihre Gebete (Eph. 5:18).

      „WÄHREND DER BRÄUTIGAM NOCH AUSBLIEB“

      Wie lange mußten die „Jungfrauen“ auf den Bräutigam warten? Einige mögen damit gerechnet haben, daß er früher erscheine. Tatsächlich ‘ermüdeten einige und ermatteten in ihren Seelen’, als sie in ihren persönlichen Erwartungen enttäuscht wurden (Hebr. 12:3). Der Bräutigam erschien nicht am Ende des jüdischen Systems der Dinge, als Jerusalem im Jahre 70 u. Z. von den Römern zerstört wurde. Und der betagte Apostel Johannes, der die Offenbarung um das Jahr 96 u. Z. schrieb, sagte darin abschließend: „Komm, Herr Jesus“ (Offb. 22:20). Aber die Apostel Johannes und Paulus hatten vorhergesagt, daß vor Jesu Gegenwart in Königsmacht der Antichrist, der „Mensch der Gesetzlosigkeit“, eine Zeitlang Gedeihen haben werde (1. Joh. 2:18; 2. Thess. 2:1-3, 7, 8).

      Es kam genauso, wie in dem Gleichnis von den zehn Jungfrauen vorhergesagt worden war: „Während der Bräutigam noch ausblieb, nickten sie alle ein und begannen zu schlafen“ (Matth. 25:5). Als der heuchlerische Konstantin der Große zum Christentum „bekehrt“ wurde, erhob er das sogenannte Christentum zur Staatsreligion des Römischen Reiches. Auf diese Weise wurde der Eindruck erweckt, daß Christus durch die Kirche regiere und die Rückkehr Christi daher nicht nötig sei. Die angeblich christlichen Bischöfe schliefen in bezug auf ihre Christenpflichten.

      Diese Situation auf religiösem Gebiet schien der Situation zu entsprechen, die Jesus im Gleichnis vom Weizen und Unkraut vorhergesagt hatte: „Das Königreich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, der vortrefflichen Samen auf sein Feld säte. Während die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut hinzu, mitten unter den Weizen, und ging davon“ (Matth. 13:24, 25).

      Dann beschrieb Jesus die Ernte, die zur Zeit seiner Wiederkunft stattfinden sollte. Heute führt Christus außer der Ernte der wahren „Söhne des Königreiches“ ein weiteres Werk durch, und zwar die Einsammlung einer großen Volksmenge „anderer Schafe“, die keine Könige im Himmel sein werden und nicht zum himmlischen Hochzeitsfest eingeladen sind. Diese werden auf der Erde bleiben als Grundlage der „neuen Erde“, der gerechten menschlichen Gesellschaft, und werden an den Segnungen teilhaben, die der Menschheit während der kommenden tausend Jahre zufließen. Viele Menschen können sich heute durch die wahren ‘Lichter der Welt’ erleuchten lassen und können zusammen mit der „großen Volksmenge“ eingesammelt werden (Joh. 10:16; Offb. 7:9-17).

  • Warum sich auf das verlassen, was andere sagen?
    Der Wachtturm 1974 | 1. November
    • Warum sich auf das verlassen, was andere sagen?

      Du hast die Behauptung bestimmt auch schon gehört: „Die Bibel ist voller Widersprüche und steht im Gegensatz zur heutigen Wissenschaft.“ Stimmt das? Verläßt du dich auf das, was andere zu solch bedeutenden Fragen sagen, oder hast du dich schon selbst damit auseinandergesetzt?

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