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  • Das Vatikanische Konzil bestätigt erneut „die Tatsächlichkeit der Hölle“
    Der Wachtturm 1965 | 15. März
    • Man könnte mit Recht fragen: Was für eine Sünde würde überhaupt ewige Qual als Strafe verdienen? Selbst menschliche Einrichtungen verbieten grausame und ungewöhnlich harte Strafen. Ist der Mensch liebevoller und gerechter als Gott? Schon der göttliche Grundsatz, Auge um Auge, Leben um Leben, läßt eine ewige Qual nicht zu. Was für eine Sünde könnte als Strafe ewige Peinigung verdienen? Was würde oder könnte eine solche Strafe überhaupt nützen? Man könnte die Vernichtung der Bösen oder Frevler mit der Beseitigung unbrauchbarer Abfälle vergleichen, doch was würde es nützen, würden die Sünder am Leben erhalten und ewig gequält? — 5. Mose 32:4; 1. Joh. 4:8.

      Die Bibel berichtet uns darüber hinaus: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Wenn auch die Hölle ein buchstäblicher Ort wäre, warum lesen wir dann nichts von ihrer Erschaffung? Und wenn sie erschaffen worden wäre, wann wäre das dann geschehen? Bevor Adam sündigte? — 1. Mose 1:1.

      Jemand mag jedoch fragen: „Spricht die Heilige Schrift nicht selbst von einer Bestrafung durch Feuer?“ Doch, Jesus spricht in seinen Gleichnissen oder Veranschaulichungen davon, und auch das Buch der Offenbarung erwähnt sie. Beachten wir jedoch, daß in all diesen Fällen eine hoch symbolische Sprache gebraucht wird. Im Gleichnis vom reichen Mann und von Lazarus wird Lazarus in den Schoß Abrahams getragen. Buchstäblich? Natürlich nicht! Ebensowenig sind die Feuerqualen des Reichen buchstäblich. Dasselbe trifft auch auf die Worte Jesu zu: „Wenn dein Auge dir zum Ärgernis wird, so reiß es aus. Es ist besser für dich, du gehst mit einem Auge ins Reich Gottes, als daß du mit zwei Augen in die Hölle geworfen wirst, wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.“ Jesus wollte damit nicht sagen, wir müßten unsere Augen buchstäblich ausreißen, und so sprach er auch von der „Hölle“ in symbolischem Sinn. — Mark. 9:46, 47; Luk. 16:19-31.

      Warum gebrauchte aber Jesus diese Veranschaulichung? Als er die in Markus 9:46, 47 aufgezeichneten Worte sprach, bezog er sich auf das unter dem Namen Gehenna bekannte Tal, und dieser griechische Ausdruck wird hier mit „Hölle“ wiedergegeben. In dieses Tal wurde der Unrat der Stadt hinabgeworfen; und nach einigen Quellen sollen auch die Leichen oder sterblichen Überreste von Verbrechern, von denen man dachte, sie seien eines anständigen Begräbnisses und einer Auferstehung nicht würdig, dorthin geworfen worden sein. In die feurige Gehenna geworfen zu werden bedeutete also, für immer vernichtet zu werden und keine Hoffnung auf eine Auferstehung zu haben. Einen den Worten Jesu ähnelnden Ausspruch, der zeigt, daß die „Leichen“ eine Beute der „Würmer“ und eines „unauslöschlichen Feuers“ sein werden, finden wir in Jesaja 66:24: „Denn ihr Wurm wird nicht sterben. Ihr Feuer wird nicht erlöschen.“

      BERUHT AUF EINER IRRLEHRE

      In Wirklichkeit ist es so, daß die Irrlehre von der ewigen Qual auf einer anderen Irrlehre beruht, nämlich auf der, daß der Mensch eine unsterbliche Seele habe. Die Bibel sagt: „Da bildete Gott der Herr den Menschen aus dem Staub der Erde und hauchte ihm den Odem des Lebens ins Angesicht. So wurde der Mensch zu einem lebenden Wesen“ oder einer lebenden Seele. (1. Mose 2:7) Folglich ist der Mensch eine Seele; und daß eine Seele sterben kann, geht aus Hesekiel 18:4 deutlich hervor, wo uns gesagt wird: „Die Seele, die sündigt, soll sterben.“ Da der Mensch also eine Seele ist, und da, wenn der Mensch stirbt, die Seele stirbt, kann der Mensch nach dem Tod nicht ewig gequält werden, denn es ist unmöglich, einen Toten zu quälen.b Prediger 9:5 sagt: „Die Toten ... haben kein Wissen mehr. Kein Lohn steht ihnen zu hoffen.“ Wenn sie kein Wissen mehr haben, können sie kein „völlig sinnloses, elendes Leben führen“. Die Heilige Schrift berichtet uns auch von einigen Menschen, die starben und wieder aus dem Grab zurückkehrten, aber keiner von ihnen berichtete etwas über seine Erlebnisse, was sie bestimmt getan hätten, wenn sie nach dem Tode bei Bewußtsein gewesen wären!

      Wir sehen also, daß die Lehre von der „Tatsächlichkeit der Hölle“ als einem Ort ewiger Qual keine biblische Lehre ist, obwohl das Vatikanische Konzil sie erneut bestätigt hat. Darüber hinaus ist diese Lehre weder mit der Vernunft noch mit der Gerechtigkeit, noch mit der Liebe zu vereinbaren, mit den Eigenschaften, die Gott gemäß der Bibel alle verkörpert!

  • Hochzeiten weltlicher Bekannter
    Der Wachtturm 1965 | 15. März
    • Hochzeiten weltlicher Bekannter

      HIN und wieder werden Christen eingeladen, Hochzeiten weltlicher Verwandter oder Bekannter beizuwohnen oder gar unmittelbar an dem damit verbundenen Zeremoniell teilzunehmen, das in einem der falschen Anbetung geweihten Gebäude stattfinden mag. Was tust du in einem solchen Fall? Folgst du der Einladung, oder folgst du ihr nicht? Ist es verkehrt, an einer solchen Trauungszeremonie teilzunehmen? Wie würdest du die Frage entscheiden?

      Christen haben erkannt, daß die Bibel einen deutlichen Unterschied zwischen der wahren und der falschen Anbetung macht. Sie wissen, daß Gott religiöse Organisationen, die sich nicht streng an die Lehren seines Wortes halten, nicht gutheißt. Daher beteiligen sie sich in keiner Weise am Gottesdienst solcher Organisationen. Sie befolgen den Rat der Bibel: „Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Genossenschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? ... Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? ... ‚Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren.‘“ — 2. Kor. 6:14-17.

      In den meisten Ländern hat die Trauungszeremonie vorwiegend zivilen Charakter, obwohl sie oft von einem Geistlichen durchgeführt wird. Der Geistliche, der die Ehe rechtskräftig macht, empfängt die Vollmacht, Trauungen zu vollziehen, vom Staat. Ein Christ könnte daher folgern, es gebe kein biblisches Gebot, das es ihm ausdrücklich verbiete, einer Trauung beizuwohnen oder gar an der damit verbundenen Zeremonie teilzunehmen, ob sie nun im Gebäude einer falschen Religion stattfinde oder nicht. Das stimmt; es gibt jedoch noch andere Faktoren, die ein Christ erwägen sollte.

      DIE VERBINDUNGEN ZUR RELIGION

      Wird eine Trauung in einem kirchlichen Gebäude unter der Aufsicht eines Geistlichen vollzogen, so ist sie gewöhnlich sehr eng mit der Gottesanbetung der betreffenden Religion verknüpft. Es wird vielleicht zum Beispiel gesungen und gebetet, und in manchen Fällen wird von den Anwesenden erwartet, daß sie niederknien oder andere Kulthandlungen mitmachen. Angesichts dessen, was die Bibel sagt, könnte sich ein Christ nicht mit gutem Gewissen einem Gebet anschließen, das an einen dreieinigen Gott gerichtet wird, oder sich an den Religionsübungen

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