-
Können Christen vom Hinduismus lernen?Der Wachtturm 1954 | 15. Januar
-
-
Woher haben die Puritaner diese Lehre? Aus der Bibel.
Der Kongreß der Vereinigten Staaten bewilligte im Jahre 1951 zwei Millionen Tonnen Weizen für das hungernde Indien, was vorübergehend Hilfe brachte. Dürfte aber, angesichts des Vorausgegangenen, nicht die Frage gestellt werden: Hungerte Indien wegen seines schlechten Wetters und der Insektenplagen oder wegen seiner schlechten Religion? Hätten daher nicht vielleicht zwei Millionen Bibeln mehr zur dauernden Besserung der Sachlage beigetragen als zwei Millionen Tonnen Weizen?
DIE ÜBERLEGENE WEISHEIT DER BIBEL
Lassen wir den Universalisten-Prediger, den römisch-katholischen Priester und den Universitätsprofessor der Weltreligion und Kirchengeschichte weiterhin zum Hinduismus aufblicken wegen seiner „tausendjährigen Weisheit“. Der Christ, der an die Bibel als an Gottes Wort glaubt und es versteht, wird nicht diesen Fehler machen. Er weiß, daß Jehova Gott der Quell des Lebens ist, daß Leben sein kostbarster Besitz, ein Segen und nicht ein Fluch ist. (Ps. 36:9; 118:17; Röm. 6:23) Er weiß, daß er dadurch, daß er einen weisen Lauf einschlägt, Jehovas Herz erfreut. — Spr. 27:11.
Er weiß, daß wahre Weisheit oder Wahrheit ihm nicht innewohnt oder von ihm selbst stammt, daß es ‚nicht beim Menschen steht, der wandelt, seinen Gang zu richten‘, sondern daß all dies in den Büchern gefunden werden kann, den 66 Büchern der Bibel. (Jer. 10:23; Joh. 17:17) Er weiß, daß die Bibel ein Licht ist für seinen Pfad. (Ps. 119:105) Aus ihr erkennt er, daß Gott alle Nationen aus einem Menschen gemacht hat, und daß er keine Kastenunterschiede anerkennt. (Apg. 10:34; 17:26) Er weiß, daß Gott dem Menschen, weit davon entfernt, irgendeines der Tiere als ihm überlegen zu betrachten, die Herrschaft über die Tiere gegeben hat, damit sie den Zwecken des Menschen dienen, damit er Freude habe im Umgang mit ihnen, damit er sie als Lasttiere und auch zu Nahrungs- und Kleidungszwecken gebrauche. (1. Mose 1:26; 3:21; 9:3) Er weiß, daß ein Mann seine Frau rücksichtsvoll behandeln und sie wie sich selbst lieben soll. (Eph. 5:28; 1. Pet. 3:7) Und er weiß, daß Fleiß und Wirtschaftlichkeit Gott wohlgefallen, und daß Faulenzerei und Vergeudung von ihm verurteilt werden. — Spr. 6:6; 18:9; 22:29.
Er weiß ferner, daß zur Neugestaltung seiner Persönlichkeit nicht „Verinnerlichung“ nötig ist, sondern das Umgestalten seines Sinns nach Gottes Gedanken, und dies mit Hilfe einer genauen Erkenntnis der Wahrheit. (Matth. 16:23; Röm. 12:2; Kol. 3:9, 10) Und die Aussicht, die ihn begeistert, ist nicht die totale Auslöschung oder ein Nirwana, sondern die Hoffnung auf ewiges Leben in Gottes neuer Welt der Gerechtigkeit. — Joh. 17:3; 2. Pet. 3:13; Off. 21:4.
-
-
Auf der Seite des Volkes Stellung nehmen?Der Wachtturm 1954 | 15. Januar
-
-
Auf der Seite des Volkes Stellung nehmen?
Die Einmischung in politische Angelegenheiten kann eine Religion ziemlich in Verlegenheit bringen. Man nehme als Beispiel einen Fall vor 143 Jahren, als der katholische Priester Miguel Hidalgo y Costilla den Unabhängigkeitskrieg für Mexiko führte. Spanien, von dem Mexiko befreit zu werden wünschte, war besonders katholisch, und die Hierarchie trat somit auf seine Seite. Vier Bischöfe verfluchten Hidalgo mit der Haupt-Exkommunikation im Kanon, Si quis suadente diabolo, und der Erzbischof unterstützte sie.
Hidalgo ist jetzt jedoch ein Nationalheld geworden und Mexiko feiert die zweite hundertjährige Wiederkehr seines Geburtstages in diesem Jahr. Katholische Autoritäten hat man aufgefordert, eine offizielle Erklärung darüber abzugeben, ob der Bann immer noch gelte. Katholische Schreiber haben zu erklären versucht, daß die Aktion der Bischöfe ungültig und die Exkommunikation niemals richtig in Kraft war, da sie gewisse technische Dinge übersehen hätten.
-