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  • Was geschieht mit den Preisen?
    Erwachet! 1980 | 22. April
    • Man darf nicht denken, diese Situation bestehe nur in ärmeren Ländern. Eine Frau in Atlanta (USA) arbeitet 40 Stunden in der Woche als Damenfrisöse und an den Wochenenden als Serviererin. Sie sagte: „Wenn ich nicht zwei Arbeitsplätze hätte, würde ich verhungern; ich habe keine andere Möglichkeit, meine Miete zu bezahlen.“ Auch ihre Situation ist durchaus nicht ungewöhnlich.

      Ein Bericht aus einem afrikanischen Land schreibt der dortigen Inflation folgende Erscheinungen zu: „Immer mehr Leute nehmen Zuflucht zu Diebstahl, Unterschlagung, zu Bestechung und anderen Methoden, um Geld für den Lebensunterhalt zu bekommen.“

      Im hochindustrialisierten Japan nahmen sich innerhalb von sieben Monaten fast 100 Leute das Leben, weil sie von „Kredithaien“ in Schwierigkeiten gebracht worden waren. Sie hatten sich in Schulden gestürzt und zu hohen Zinsen Geld geborgt, das sie aber nicht zurückzahlen konnten. Unfähig, das Leben zu meistern, begingen sie Selbstmord.

      Der Historiker Arthur M. Schlesinger jun. sagte über die Wirtschaftssituation: „Die besten Zeiten sind vorbei.“ Er meinte, der unvergleichliche Wohlstand, der bis vor kurzem manchenorts geherrscht habe, müsse nun gegen Disziplin, Opferbereitschaft und einen niedrigeren Lebensstandard eingetauscht werden.

      Ein Kommentator aus Frankreich erklärte: „Der Traum von einer ,neuen Überflußgesellschaft‘, die gegen Ende der 60er Jahre vorausgesagt und Anfang der 70er Jahre so gerühmt wurde, ist einer Inflation zum Opfer gefallen, die die Kaufkraft in Frankreich tödlich verwundet hat.“ In dem Jahrbuch Encyclopedia Americana Annual hieß es über das Jahr 1979: „Der Traum der Amerikaner — so sagte man — ist zum Alptraum geworden.“

      Citicorp, eine große Bank in den Vereinigten Staaten, schlußfolgerte: „Unerfreulich ist, daß die in den meisten Ländern herrschende hartnäckige Inflation, wenn man sie weiter gewähren läßt, letztlich Folgen haben wird, die den Rahmen unserer wirtschaftlichen Vorstellung weit übersteigen.“

      Ja, eine unkontrollierte Inflation muß nicht nur bedeuten, daß einige Leute weniger haben. Sie kann den ganzen Lebensstil einer Nation verändern. Dadurch sind in der Vergangenheit schon Wirtschaftssysteme vieler Nationen zerstört worden. Diesmal bedroht die Inflation die gesamte Welt, und das nicht nur in wirtschaftlicher, sondern zunehmend auch in politischer und sozialer Hinsicht.

      Wie weit ist denn die Inflation bereits fortgeschritten? Wie ist sie zustande gekommen? Was kannst du dagegen tun? Und wohin wird das Ganze führen?

  • Die Inflation verschärft sich
    Erwachet! 1980 | 22. April
    • Die Inflation verschärft sich

      „WIR müssen einsehen, daß wir uns in einem Krieg ... gegen die Inflation befinden“, wurde in dem Wirtschaftsmagazin Business Week erklärt. Es hieß weiter: „Diesen Krieg verlieren wir.“

      Der „Krieg“ gegen die Inflation ist insofern verloren, als sich die Inflation ungeachtet der bisher ergriffenen Maßnahmen weltweit verschärft hat.

      Demzufolge ist das Vertrauen zum Geld — besser gesagt, zum Papiergeld — geschwunden. Schon immer galt Gold in Krisenzeiten als das „Geld“ der letzten Zuflucht. Es ist also eine Art „Barometer“ der Wirtschaftslage. Vor weniger

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