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Erwachet! 1980
g80 22. 1. S. 12

Vom „Heiligen Pillendreher“ zum Düngerexperten

Vom „Awake!“-Korrespondenten in Südafrika

ÜBERALL gibt es Millionen von Käfern in großer Vielfalt. Doch welches Insekt hat schon eine ungewöhnlichere Geschichte als der Pillendreher alias Kotkäfer?

Im alten Ägypten bewegte sich dieser Käfer in den höchsten Kreisen, und in Latein heißt er Scarabaeus sacer — „Heiliger Pillendreher“. Bei den Ägyptern war er das Symbol für Wiedergeburt und ewiges Leben. Seine Kotbällchen wurden mit der Sonne verglichen. Die Hörner am vorderen Teil des Kopfes stellten die Strahlen des Sonnengottes dar, und die 30 Körpersegmente versinnbildeten die 30 Tage des Monats. Die Ägypter glaubten, der Pillendreher sei dem Sonnengott heilig. Man hat ihn sogar schon als Mumie gefunden. Im Britischen Museum befindet sich eine Granitskulptur des Pillendrehers, die wahrscheinlich aus Heliopolis stammt.

Man findet ihn auch sehr häufig auf alten ägyptischen Gemälden und Skulpturen sowie auf Siegeln und Broschen dargestellt. Viele tragen Inschriften von Königsnamen und vermitteln dadurch Einzelheiten über die ägyptischen Dynastien.

Eine ungewöhnliche Nahrungsquelle

Die Familie der Kotkäfer ist sehr groß, denn sie umfaßt über 20 000 Arten und ist in den meisten Teilen der Welt verbreitet. Wie der Name andeutet, besteht die Nahrung hauptsächlich aus Kot. In Südafrika ernähren sich diese Käfer vom Kot der Rinder, Schafe, Pferde u. a. Na ja, über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten.

Der Kotkäfer hat einen schaufelförmigen Kopf; Mund und Rüssel sind nach unten gerichtet. Die Kiefer sind hart und hornig, und seine Antennen enden in einer Schaufel oder einem Fächer von drei oder mehr flachen Gliedern, die übereinandergelegt werden können. Wenn der Käfer Nahrung wittert, streckt er diese verzweigten Antennen ganz aus, um sich in der Richtung zu vergewissern. Dann rast er davon, und die Arbeit kann beginnen.

Der Körper des Käfers eignet sich gut für die ungewöhnliche Arbeit. Er ist kurz und abgerundet und hat kurze ledrige Flügeldecken. Das vordere Paar der sechs Beine ist kurz und äußerst stark zum Graben; die beiden mittleren, ebenfalls robusten Beine sind länger, und die hinteren beiden sind leicht gebogen — sie müssen am Kotbällchen „Hand anlegen“.

Sobald der Käfer frischen Kot ausfindig gemacht hat, beginnt er zu arbeiten. Er arbeitet hart und schnell. Rasch formt er ein Bällchen in der Größe einer Murmel, vergrößert es (bis zur Größe eines Apfels bei manchen Kotkäferarten) und rollt es mit den Hinterbeinen an eine Stelle, wo der Boden weich ist. Dann gräbt er ein Loch, in dem er sein Bällchen als Nahrungsvorrat versteckt. Da Exkremente Krankheiten und schädliche Parasiten übertragen können und Fliegen anlocken, leistet unser demütiger Freund einen unschätzbaren Beitrag zur Reinerhaltung der Erdoberfläche. Viele dieser Kotvorräte werden zwar nicht gebraucht, aber sie düngen den Boden. Unser kleiner Freund ist also ein „Düngerexperte“, den die Landwirte sehr schätzen.

Die in Australien heimischen Kotkäferarten benötigten vor Jahren Hilfe. Bevor die europäischen Siedler kamen, die dort Rinder und Schafe einführten, hatten sich die Kotkäfer immer von Känguruhkot ernährt. Sie waren nicht in der Lage, die andersartigen Kotablagerungen von Millionen von Rindern zu beseitigen. Deshalb importierte man aus Südafrika verschiedene Kotkäferarten, die jetzt den Rinderkot verarbeiten.

Obwohl sich der Kotkäfer nicht mehr in der „gehobenen Gesellschaft“ von Göttern und Königen bewegt, geht er weiterhin seinem wirklich nützlichen, etwas mehr erdverbundenen Beruf nach, für den er geschaffen wurde.

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