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    Der Wachtturm 1955 | 15. Juni
    • Lauterkeit bewahren

      „Der Fels, vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind Gerechtigkeit. Ein Gott der Treue, bei dem es keine Ungerechtigkeit gibt, gerecht und gerade ist er.“ — 5. Mose 32:4, NW.

      1. Was macht diejenigen, die Jehova kennen, glücklich, und was tun sie?

      WIE glücklich sind die Geschöpfe, die zur richtigen Erkenntnis Jehovas, des Höchsten, des Souveräns des ganzen Universums gelangen, dessen makelloses Verhalten das uneingeschränkte Lob alles Lebendigen hervorrufen sollte! Solche fühlen sich getrieben, so zu singen, wie der Psalmist vor alters: „Singet ihm ein neues Lied; spielet wohl mit Jubelschall! Denn gerade ist das Wort Jehovas, und all sein Werk ist Wahrheit. Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist voll der Güte Jehovas.“ (Ps. 33:3-5) Diesen dankbaren Geschöpfen ist es eine Lust, „zu verkünden, daß Jehova gerecht ist“, so daß große Scharen ihrer Mitgeschöpfe veranlaßt werden mögen, seinem heiligen Namen zu ihrem eigenen ewigen Wohl zu dienen und ihn anzubeten. — Ps. 92:15.

      2. Was sind Jehovas Charaktermerkmale, und warum werden intelligente Geschöpfe zu ihm hingezogen?

      2 An anderer Stelle bezeugt David: „Gütig und gerade ist Jehova.“ (Ps. 25:8) Davids inspirierte Schriften, zusammen mit allen anderen Schriften, widerstrahlen vereint für uns in wunderbarer Weise die Makellosigkeit und Vollkommenheit Jehovas. Er wird uns als ein heiliger Gott geoffenbart, der absolut rein, lauter, unverderblich, unbefleckbar, treu, beständig und der Gerechtigkeit gänzlich ergeben ist. Menschliche Worte sind ganz unzureichend, um seine Vortrefflichkeit zu beschreiben. Wenig verwunderlich also, daß seine herrliche, wiewohl unsichtbare Majestät demütiggesinnten Menschen eine heilige Scheu einflößt. Kein Wunder, daß sie sich getrieben fühlen, ihm zu nahen, indem sie ihr Leben den wunderbaren Grundsätzen und Gesetzen anzupassen suchen, die er für das Wirken seiner ganzen universellen Familie schuf. Er ist gleich einem gewaltigen Magnet, durch den sich seine gleichgesinnten Geschöpfe unwiderstehlich angezogen fühlen.

      3. In welch wichtiger Hinsicht steht er im Gegensatz zu den anderen sogenannten „Göttern“?

      3 Und wie ganz anders ist Jehova als alle anderen Götter, die durch ihre menschlichen Anbeter als solche dargestellt werden, die eine einsame, erhabene und selbstische Majestät bewahren wollen und sich in tiefes Geheimnis hüllen, indem sie ihre Anbeter in respektvoller Distanz halten, aus Furcht, ihr Trug werde entdeckt und bloßgestellt! Statt dessen hat Jehova Freude an denen, die sich fleißig bemühen, ihn zu erkennen, und die ihr Denken und Handeln nach dem seinigen umgestalten. Allen, die seine Kinder sein möchten, gebietet er: „Ihr sollt euch selbst als heilig erweisen, denn ich bin heilig.“ (3. Mose 11:44, NW) Dies bedeutet, daß seine wahren Anbeter sich bestreben müssen, seiner Geradheit nachzueifern; sie müssen in allen ihren Beziehungen zu ihm und ihren Mitgeschöpfen Lauterkeit oder, umfassender ausgedrückt, „Integrität“ bekunden [in Englisch integrity, was die Elberfelder Bibel meistens mit Lauterkeit oder Vollkommenheit wiedergibt].

      4. Erkläre den Ausdruck „Integrität“ und zeige, wie er sich auf Jehova und seine Kinder bezieht.

      4 Doch was ist Integrität? Und wie können wir diesen unerläßlichen Charakterzug der Geschöpfe, die zu Gottes universeller Familie gehören, erlangen und behalten? Websters International Dictionary [Internationales Wörterbuch] beschreibt es als Geradheit im Benehmen; Gesundheit in den moralischen Grundsätzen; Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit, Ganzheit, Unversehrtheit, Unverletztheit, Vollständigkeit. Wenn wir tiefer in die Zusammensetzung des Wortes Integrität eindringen, entdecken wir, daß seine Bestandteile folgende sind: In-, was Verneinung anzeigt, und -tegrität, was eine Form des lateinischen Zeitwortes tangere ist, das berühren oder „antasten“ bedeutet. Daraus entnehmen wir also, daß Integrität ein Zustand ist, in dem man unangetastet, unverderbt und unversehrt durch entzweiende, verderbliche Einflüsse erfunden wird. Wie wunderbar also tritt unser Gott Jehova als der Gott der Integrität, d. h. der „unantastbaren Lauterkeit“ hervor! Wie unerläßlich für uns, diese Eigenschaft zu pflegen, wenn wir ihm gleichen und uns als würdig erweisen möchten, seine Kinder zu sein!

      5. Womit stattete Gott die Menschen aus, und warum sollten sie passenderweise danach trachten, ihm gleich zu sein?

      5 Als Gott die Erschaffung des Menschengeschlechts zuerst ins Auge faßte, beschloß er großmütig, den Menschen mit den wunderbaren Fähigkeiten auszustatten, all seine Gerechtigkeit widerzuspiegeln, denn er erklärte: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes kriechende Tier, das auf der Erde kriecht.“ Wie passend also, daß der Mensch in seinem eigenen begrenzten Herrschaftsbereich sein Benehmen nach dem vollkommenen Beispiel des himmlischen Vaters richten sollte, von dem gesagt wird: „Jehova ist gerecht in allen seinen Wegen und gütig in allen seinen Taten.“ — 1. Mose 1:26, NW; Ps. 145:17.

      6. Warum gibt es so viel Streit und Unsittlichkeit, und was ist der Ursprung davon?

      6 Man stelle sich vor, in welche Verwirrung dieses Universum geraten wäre, in welchen Mischmasch sich widerstreitender Interessen und demoralisierender Einflüsse, ohne diesen großen und vollkommenen Schöpfer, der seiner Schöpfung Beständigkeit verleiht und sie zu einem geschlossenen Ganzen macht. Allein schon die ganze Zivilisation dieser Welt ist so verdorben und die Menschheit in ihrer Untertanentreue so entzweit und in ihrem Denken so verwirrt worden, daß der souveräne Gott der Integrität selbst in den Hintergrund geschoben wurde, und die Menschen haben sich um menschliche und von Dämonen inspirierte Pläne geschart in dem Versuch, ihre Zustände zu bessern. All dies hat seinen Anfang genommen, als das erste rebellische Geschöpf — nachdem es durch Begehrlichkeit und den aus ihm selbst kommenden, eigenen Stolz zuließ, daß seine geziemende Treue zu Jehova verletzt wurde — eine Schlange benutzte, um einschmeichelnd zur vollkommenen Eva zu sagen: „Hat Gott wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baume des Gartens? … Ihr werdet bestimmt nicht sterben, denn Gott weiß, daß am selben Tage, da ihr davon esset, euch die Augen aufgehen werden und ihr wie Gott werdet, erkennend Gutes und Böses.“ — 1. Mose 3:1-5, NW.

      7. Zeige kurz die Absicht des rebellischen Cherubs sowohl in Eden wie in den Tagen Hiobs.

      7 Hier bemerken wir vor allem den vorbedachten Schachzug, das erste Paar in seiner Integrität, seiner „unantastbaren Lauterkeit“ gegenüber ihrem Schöpfer zu erschüttern. Wenn man sie nur veranlassen könnte, sich von einer anderen Quelle unterrichten zu lassen, also auf eine andere „maßgebende“ Stimme zu hören, damit man so ihre Loyalität spalte und ihre Zuversicht, ihr Vertrauen in den Schöpfer zu einem Bruchteil dessen mache, was es einst war! Würden sie da dem verderblichen Einfluß Satans erliegen oder ihm mutig widerstehen und ihre Ergebenheit an den Einen, der ihr Schöpfer und Wohltäter war, unversehrt bewahren? Die damals in Eden aufgeworfene Streitfrage ist seither nicht erloschen, noch ist sie erledigt worden. In der Zeit Hiobs, vor etwa dreitausendfünfhundert Jahren, beschuldigte der prahlerische Rebell diesen Gerechten vor dem Thron Jehovas, daß er nur nach Begünstigung trachte, also eine Person sei, die sich Gottes Anordnungen nur der guten Dinge wegen füge, die Jehova ihr gebe.

      8, 9. (a) Welche Prüfung kam über Hiob? (b) Wie begegnete er ihr?

      8 So wurde Hiobs Integrität auf die Probe gestellt. Reichtum und Besitztümer wurden ihm genommen; seine Kinder und die Diener seines Hauses kamen um; sein Körper wurde von Kopf bis Fuß von einer widerlichen Hautkrankheit befallen, und seine eigene Frau und drei falsche Freunde verschworen sich, ihn zu veranlassen, seine Anbetung des einzig wahren Gottes aufzugeben. Offenbar bediente sich der Teufel dieser menschlichen Wortführer, um seine vernichtende Propaganda auszuposaunen: ‚Um allen deinen Nöten auf leichte Weise zu entkommen, mußt du nur Gott fluchen und sterben. Überdies verdient er deine Anbetung und Ergebenheit in Wirklichkeit gar nicht. Er ist ein unvernünftiger Diktator und hat keine wahre Liebe zu seinen eigenen Schöpfungen.‘

      9 Wie denkst du über Hiobs Integrität oder Unsträflichkeit? Ließ er zu, daß sich seine Untertanentreue spaltete, ließ er sich durch Zweifel, Argwohn und die kluge Spitzfindigkeit dieser Welt und ihres Gottes einnehmen und verderben? Nein! Statt dessen hören wir ihn mit Festigkeit erklären: „Bis ich verscheide, werde ich meine Unsträflichkeit [Integrität, AÜ] nicht von mir weichen lassen.“ „Tötet er mich, ich werde auf ihn warten [trauen, AÜ].“ (Hiob 27:5; 13:15) Schon ehe diese tiefgreifende Prüfung mit Hiob angestellt worden war, hatte er sich als ein treuer Diener Jehovas gekennzeichnet. Und nun, da er siegreich aus der Prüfung hervorging, wurde er in hervorragender Weise vom großen Geber jeder guten und vollkommenen Gabe gesegnet. Jehova liebt in Wahrheit alle, die bereit sind, für seinen Namen und um der Gerechtigkeit willen zu leiden, und er freut sich über sie. Der Lauf der Integrität, diese Ganzheit der Ergebenheit, des Vertrauens und Gehorsams gegen den Schöpfer, ist der Pfad der Weisheit, und Jehovas väterliche Ermahnung an seine Kinder lautet: „Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich Antwort geben könne meinem Schmäher [dem, der meiner spottet, AÜ].“ — Spr. 27:11.

      10. Wie geht Satan vor?

      10 Der große Spötter Satan ist beständig auf der Wacht und lauert auf die Abweichung der Geschöpfe vom Laufe der Geradheit, damit er noch weiteren Spott und weitere Schmach auf den Namen des Schöpfers häufen könne. Er selbst, der dargestellt wird durch das niedrigste der Geschöpfe, durch eine Schlange, die schlüpfrig über den Erdboden schleicht, möchte, daß alle Geschöpfe Gottes von der aufrechten Stellung der Anbetung und des Dienstes Jehovas weggeführt werden. Das ist sein schlauer Plan, und deshalb führt er jede hinterlistige Waffe wider die Knechte des Höchsten ins Treffen, da er wohl weiß, daß es ihm nur gelingen muß, einen leichten Zweifel in den Sinn eines unachtsamen Geschöpfes zu streuen, da dieser bestimmt wie die Kante eines Keiles wirkt, der schließlich die Ganzheit der Hingabe des Geschöpfes zu spalten vermag.

      11. Wie erwies sich Jehova als liebender Fürsorger für Menschen von Lauterkeit?

      11 Dagegen hat Jehova großes Wohlgefallen daran, jene zu beobachten, die eine unantastbar lautere Gesinnung bewahren und all die Schmach und Leiden, die diese Welt und ihr Gott über sie häufen mögen, auf sich nehmen und dennoch gleichwie Hiob in ungeteilter, unbefleckter Untertanentreue vor dem Souverän des Universums wandeln. Er ist der vollkommene Vater, der all seinen Söhnen und Töchtern das Beispiel der „unantastbaren Lauterkeit“ gibt. Mehr als dies, liebreich hat er durch sein Wort, die Heilige Schrift, eine Schatzkammer an Aufschlüssen über seine wunderbaren Eigenschaften und Grundsätze beschafft, so daß der Mann Gottes völlig ausgerüstet sein kann, die Angriffe des Feindes abzuwehren und für Geradheit und Wahrheit festzustehen. Und noch eine andere wunderbare Fürsorge zu demselben Zweck ist das makellose Beispiel seines eigenen geliebten Sohnes in Fleisch und Blut hier auf Erden gewesen. Man beachte, wie das Vertrauen des Vaters unzweideutig zum Ausdruck kam zur Zeit jener einzigartigen Taufe, die am Ufer des Jordans vollzogen wurde: „Dies ist mein Sohn, der geliebte, den ich anerkannt habe.“ (Matth. 3:17, NW) Ja, und viele Jahrhunderte vor dieser Begebenheit wurde die Verheißung des Lohns für die unantastbare Lauterkeit, der nun Christus Jesus zuteil wurde, auch vertrauensvoll dem Psalmisten zum Niederschreiben eingegeben: „Gerechtigkeit hast du geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt: darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Genossen.“ — Ps. 45:7.

      WAS ES HEUTE FÜR UNS BEDEUTET

      12. Warum ist es heute wichtig, den Bericht über die Menschen des Altertums zu betrachten, die ihre Lauterkeit bewahrten?

      12 Was aber bedeutet es für uns heute, in diesem Jahr 1955, die „unantastbare Lauterkeit“ zu bewahren? Die Antwort auf diese Frage wird klar, wenn wir die Aufzeichnungen über frühere Menschen von Integrität näher untersuchen. Gott hat diese besonders für uns aufbewahren lassen, die wir jetzt, in diesen Zeiten der größten Gefahr leben, wenn Gog von seinem unheilvollen Sitz der Tätigkeit aus in der Umgebung unserer Erde einen unvergleichlichen, unbarmherzigen Feldzug gegen die Menschen vorbereitet und lenkt, die ihre Lauterkeit vor Jehova Gott und seinem König, Christus Jesus, bewahren. Während wir kurz die Prüfungen der Menschen von früher betrachten, werden wir erkennen, wie genau ihre Verhältnisse denen entsprechen, in welchen wir uns heute befinden.

      13. Erkläre die Streitfrage der Zeit Abels und wie er Jehovas Gunst erhielt.

      13 Im Falle Abels können wir sehen, daß die reine Anbetung auf dem Spiele stand. Abel wußte, was von ihm in bezug auf ein Opfer, das Jehova Gott annehmbar wäre, gefordert wurde. Später wußte es auch Kain, zog es aber vor, nach eigenem Kopf zu handeln. Seine Mutter wollte ehrsüchtig so weise sein wie Gott, und Kain seinerseits stellte sein eigenes Urteil in dieser Sache der richtigen Anbetung dem Urteil Gottes voran. Was aber ist von Abel zu sagen, der inmitten einer solchen Umgebung, einer solchen Familie war? Er ließ nicht zu, daß seine gesunde Ergebenheit angesteckt wurde von der eigenwilligen, unabhängigen Haltung Kains. Er hielt an der rechten Anbetung fest, auch wenn es ihn das Leben kostete. — 1. Mose 4:1-15.

      14. Was wird in hervorragender Weise durch Henochs Verhalten hervorgehoben?

      14 Auch das Predigen trägt in besonderer Weise zu einer schließlich erfolgreichen Partitur auf dem Gebiet der „unantastbaren Lauterkeit“ bei. Wir finden dies im Bericht über Henoch, der gemäß dem inspirierten Worte Judas kühn und furchtlos gegen eine Generation redete, die wider Gott war. Daß er nicht im Einklang war mit der großen Mehrheit der Erdbevölkerung kümmerte ihn wenig. Seine Liebe zu dem, was wahr und recht war, bannte alle Furcht vor bloßen Geschöpfen und erhielt ihn im Werke, das Gott ihm zugewiesen hatte. (1. Mose 5:18-24; Jud. 14, 15) Auch wir stellen fest, daß wir eine verachtete und verhaßte Minderheit sind und denselben Predigtauftrag haben.

      15. Zeige, wie Noah seine „unantastbare Lauterkeit“ bewies und was ihn dazu befähigte.

      15 Demütig mit Jehova Gott wie mit einem verehrten Freund und Erzieher zu wandeln, sorgfältig bestrebt, immer mit ihm in Verbindung zu sein und von ihm seine Wege zu lernen, ist ein weiteres Merkmal des Bewahrens der Integrität, auf das man nicht verzichten kann. Man betrachte das Beispiel Noahs, von dem bezeugt wird, daß er ‚mit Gott wandelte‘. Und wie wunderbar belohnte Jehova diesen Treuen, der sich inmitten der gesamten Generation verderbter Zeitgenossen ‚als untadelig erwies‘! Indem er mit dem großen Lehrer wandelte und fleißig unter seiner Leitung studierte, wurde er gewappnet, dem schnellen Sittenniedergang jener Zeit standzuhalten, der zum Ende in der Vernichtung durch die Sintflut führte. — 1. Mose 6:8 bis 7:24.

      16. Was hat Gehorsam mit Integrität zu tun, wie dies aus den Erfahrungen Abrahams ersichtlich ist?

      16 Gehorsam ist ein weiteres Muß für solche, die ihre Lauterkeit bewahren wollen. Unwillkürlich fällt uns Abraham als hervorragendes Beispiel auf diesem Gebiet ein. Ohne Frage entsagte er dem Wohlleben und den Vergnügungen der volkreichen Stadt Ur im Lande der Chaldäer. Aber dies war nur der Anfang. Seine nachfolgenden Reisen waren alle genau im Einklang mit den Anweisungen hierzu, die Gott ihm gab, und brachten ihn in beständige Berührung mit gottlosen Stämmen und heidnischen Königreichen. Nie aber ließ er sich in seinem Gehorsam gegen seinen Gott erschüttern; nie zeigte er in geringster Weise, daß seine Integrität irgendwie verletzt worden wäre. Und die höchste Prüfung diente nur dazu, außer jeder Frage seine gesunde geistige Einstellung gegen Gott zu beweisen. Da stand er bereit, den einzigen Sohn zu töten, an dem er mit all seiner gottgefälligen Vaterliebe hing, demütig anerkennend, daß Gott das Recht und die Macht besitze, sowohl Leben zu geben als auch zu nehmen, wie auch die Toten zu ewigem Leben aufzuerwecken. — Heb. 11:19; 1. Mose 22:1-19.

      17. Welche Rolle spielte Sara im großen Drama der Lauterkeit?

      17 Auch Saras Beispiel zeigt eine weitere funkelnde Seite des Edelsteins der Lauterkeit. Wohl lachte sie, als ihr in ihrem Alter die Geburt eines Kindes verheißen wurde. Aber der inspirierte Schreiber bezeugt von ihr, daß sie stets die richtige Unterwürfigkeit ihrem Mann gegenüber bewahrte, und als sie daran erinnert wurde, daß es das Wort des Höchsten, des Souveräns, sei, das mit der Verheißung verknüpft war, da ‚fürchtete sie sich‘. Sie fürchtete Gott, und diese Furcht war die Grundlage für wahre Weisheit. Menschenweisheit, menschliche Vernünfteleien mußten weichen. Ihr Glaube wurde die siegende Macht in ihr, die über die Unfruchtbarkeit des hohen Alters triumphierte. — 1. Mose 18:1-15; 21:1-7; 1. Pet. 3:6.

      18. Welches Merkmal des Bewahrens der Lauterkeit hob Jakobus in Jakobus 5:10, 11 hervor?

      18 Ein weiteres Merkmal der „unantastbaren Lauterkeit“ ist Ausharren. Wie treffend wird dies hervorgehoben durch Jakobus in seinem Briefe an Mitchristen, wenn er sagt: „Brüder, nehmet als Vorbild im Erleiden von Ungemach und in der Geduld die Propheten, die im Namen Jehovas redeten … Ihr habt vom Ausharren Hiobs gehört.“ (Jak. 5:10, 11, NW) Und können wir auf den Quell hinweisen, der Hiob die Kraft zum Ausharren gab? Auf was anderes als die starke Hoffnung, die er durch die Erfüllung der reichen Verheißungen Gottes hegte? Man betrachte zum Beispiel folgende Worte von den Lippen eines Mannes, der fürchterliche Qualen erduldete: „O daß du in dem Scheol mich verstecktest, mich verbärgest, bis dein Zorn sich abwendete, mir eine Frist setztest und dann meiner gedächtest! (Wenn ein Mann stirbt, wird er wieder leben?)“ (Hiob 14:13, 14) Seine verbürgte Erwartung eines Lebens durch Auferstehung bewirkte Ausharren, und da er entschieden ausharrte, wurde dadurch wiederum seine Hoffnung gestärkt. Wir tun gut daran, ihn als das uns von Gott gutgeheißene Musterbild vor Augen zu halten.

      19. Welche besondere Haltung Moses verdient besondere Beachtung in diesem Zusammenhang?

      19 Wie leicht macht es der Teufel doch den Dienern Jehovas, nur einen kleinen Kompromiß zu machen oder ihren Ton und ihre Botschaft etwas abzuschwächen! Mose aber tat dies nicht. Trotz Gefahren und Schmach weigerte er sich, zur Seite zu treten oder seine Verantwortlichkeiten an den Nagel zu hängen. Er gab den Hof Pharaos mit all seinen blendenden Attraktionen auf, weil er fühlte, daß er, wenn er weiter dort bliebe, nach einer Lüge lebte, indem er nach außen hin Pharaos Politik und Bräuche unterstützte, während er innerlich der verachteten, verhaßten hebräischen Minderheit angehörte. Später, als er mit der Botschaft Gottes dem harten Monarchen unter die Augen treten mußte, nahm er kein Blatt vor den Mund, noch benutzte er für seine Botschaft einen Schalldämpfer, sondern er blieb Gott und seinem Auftrag ohne jeden Kompromiß treu. Er bewahrte seine Standhaftigkeit für das, was recht war. Er blieb ungeschwächt gegenüber den verderbten Einflüssen Ägyptens. — Heb. 11:23-29.

      20, 21. (a) Erkläre, wie Jesus der hervorragendste Mensch von „unantastbarer Lauterkeit“ wurde, (b) Wer lernte in Wahrheit von ihm, und mit welchem Ergebnis?

      20 Bei jedem der obenerwähnten Beispiele von Personen, die ihre Lauterkeit bewahrten, tritt ein besonderer Zug oder ein Merkmal hervor, als ob es unsere Aufmerksamkeit fesseln und auffallend die vielen Eigenschaften betonen sollte, die von jenem erwartet werden, der standhaft für Gerechtigkeit und wider Unrecht eintritt. Doch beachte jetzt, wie sich alle in dem wunderbaren Beispiel des Sohnes Gottes selbst vereinen, der keine andere Anbetung außer derjenigen Jehovas anerkannte, der fortwährend und furchtlos predigte und als der von seinem Vater Gesandte stets demütig blieb, der den Anweisungen des Vaters gehorchte und dies bis zum schimpflichen Tod am Pfahl, der unüberwindlichen Glauben an die Macht seines Vaters offenbarte und alles erduldete und keinen einzigen Augenblick mit der Seite des Teufels in der Frage der Lauterkeit Kompromisse schloß. Deshalb ist er ‚gesalbt worden mit dem Öl der Freude über seine Genossen‘. — Heb. 1:8, 9.

      21 Und jene, die in Wahrheit mit ihm lernten, als er auf Erden wandelte, bekundeten dieselbe geistige Haltung. Statt ihre Integrität aufzugeben, waren sie bereit, Bequemlichkeiten, Besitztum, alles, ja das Leben selbst, aufzugeben. An dieses erinnert uns Paulus in Hebräer 10:34 (NW): „Ihr habt sowohl Mitgefühl bekundet für jene, die im Gefängnis sind, als auch den Raub eurer Habe freudig hingenommen, wissend, daß ihr selbst einen besseren und bleibenden Besitz habt.“ Und Paulus selbst bezeugt, daß er, weil er würdig erachtet worden sei, ein Nachfolger Christi genannt zu werden, ‚den Verlust aller Dinge auf sich genommen und sie als eine Menge Unrat erachte‘. (Phil. 3:8, NW) Seine „Sorge um alle Versammlungen“ schloß einen fortwährenden Kampf gegen entzweiende und befleckende Einflüsse ein, die schon am Werke waren, um die Lauterkeit der jungen Christenorganisation zu zerstören. — 2. Kor. 11:28, NW.

      22. Inwiefern überraschte das Bewahren der Lauterkeit die Welt im ersten Jahrhundert?

      22 Gott segnete die selbstlose Mühe und Arbeit des Apostels Paulus und seiner Mitapostel reichlich. Tausende demütiger Personen wurden aus Liebe zur Gerechtigkeit durch die furchtlose Verkündigung des Königreiches in jenem ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung angezogen. Fleißig studierten sie die Heilige Schrift, erkannten Jehova, reiften im Glauben heran und betätigten sich im Predigtfeldzug. Welch ein Schauspiel waren sie für die verderbte, entartete Generation jener Tage! Ohne Wanken traten sie wilden Tieren und bestialischen menschlichen Verfolgern gegenüber, und viele gaben ihr Leben als Beweis ihrer unerschütterlichen Treue zu dem Gott der „unantastbaren Lauterkeit“ dahin. Die Ganzheit ihrer Hingabe war für Weltmenschen eine überaus rätselhafte Erscheinung und war eine Quelle der Überraschung für alle, die Zeugen davon wurden.

      23. Welchen tiefgreifenden Fragen sehen wir uns in diesen gefahrvollen Zeiten gegenübergestellt?

      23 Ebenso leben heute wahre Anbeter Jehovas inmitten einer feindseligen Generation, die durch den Gott dieser Welt verderbt und zur Ausschweifung verführt worden ist. Auch heute sind jene, die in der Lauterkeit ihres Herzens vor Jehova wandeln, ein Volk, über das man sich wundert, das mißverstanden, voll Haß bekämpft und verfolgt wird und dessen Gliedern man in gewissen Teilen der Erde gar den Tod androht. Bist du einer von ihnen, nur weil du es sagst oder weil du einen persönlichen Lauf der Lauterkeit eingeschlagen hast, der dich als einer von ihnen kennzeichnet? Denke daran: die „unantastbare Lauterkeit“ ist eine Sache des Sinnes und des Herzens. Ist dein Sinn nur auf Gott und Gerechtigkeit gerichtet? Ist dein Herz stark und rein, und veranlaßt es, daß durch dein inneres Ich fortwährend die himmlische Weisheit pulsiere, die ein Brunnen des ewigen Lebens wird? Wenn ja, dann hast du das Glück, zu Gottes Menschen von Lauterkeit zu zählen.

      WARNUNGEN VOR DEM VERFEHLEN, SIE ZU BEWAHREN

      24. Erkläre, wie einige verfehlten, gerecht und gerade zu bleiben?

      24 Auch vor dem Verfehlen, die Lauterkeit zu bewahren, wird andererseits in der Schrift durch Beispiele gewarnt. In jedem Fall ist ersichtlich, daß ein Versagen davon herrührte, daß das Geschöpf verfehlte, Rücksicht auf die Einheit und das Wohl aller anderen Glieder der universellen Organisation der Geschöpfe Gottes zu nehmen. Die Aufmerksamkeit wurde nach innen auf das Ich gelenkt. Der grundlegende, enge Zusammenhang zwischen den Wörtern verfehlen und irreführen unterstreicht die Tatsache, daß jeder verderbt Gewordene sich selbst zu dem Gedanken irreführen läßt, höher von sich zu denken, als sich zu denken gebührt und daher geringer von seinem Schöpfer und seinen Mitgeschöpfen zu denken als sich gebührt. Einmal auf den Pfad der Selbsttäuschung gelangt, war der nächste Schritt die Täuschung von Mitgeschöpfen.

      25. Wer verfehlte sich als erster, und warum?

      25 Die himmlischen Höfe waren Zeugen der ersten Verfehlung, als der unbändige Ehrgeiz eines mächtigen Cherubs diesen reizte, die sicheren Grenzen der Freiheit und der kostbaren Verantwortung, mit denen sein Schöpfer ihn umgeben hatte, zu überschreiten. Er kümmerte sich nicht darum, ob dieser Lauf die Lauterkeit der universellen Familie zerstören könnte. War er nicht klug, schön und mit großer Macht und Autorität ausgestattet? Warum sollte er nicht noch größer werden? Warum nicht der größte? Selbsttäuschung bestärkte ihn in seinem gesetzlosen Begehren, und die Begierde ihrerseits lockte ihn in das Gebiet ungesetzlicher Handlungen hinein. Er machte sich des Verrats und der Verschwörung schuldig, den Höchsten, den Souverän, zu verdrängen. — Hes. 28:13-18.

      26. Wo standen Adam und Eva in der Frage der Lauterkeit?

      26 In Eden förderte derselbe Rebell in boshafter Weise noch weitere Verfehlungen, was die Integrität betrifft. Zu Evas törichter Bereitwilligkeit, auf Verleumdungen über jemanden zu horchen, der sie mit guten Gaben unablässig gesegnet hatte, kam Adams willentliches Mitmachen in der Übertretung hinzu. Diese beiden vollkommenen Menschen gaben dem unheilvollen Einfluß des Teufels nach, als dieser sich vorsätzlich daranmachte, sie von Gottes glücklicher Organisation zu trennen und ihre Gedankengänge zu verderben. Anders als der treue Abraham wollte jener bevorrechtete „Urvater“ des Menschengeschlechts alle guten Dinge von seinem großen Wohltäter empfangen, aber nichts aufgeben. Wie verderbt müssen sie gewesen sein, daß sie die Unverderblichkeit ihres himmlischen Vaters so schnell aus den Augen verloren! — 1. Mose 3:1-12; Jes. 43:27.

      27. Waren Geistgeschöpfe in diese Streitfrage mit verwickelt, und unter welchen Verhältnissen?

      27 Dann erinnern wir uns daran, daß zur Zeit Noahs weitere Engelsöhne Gottes verfehlten, ihre Lauterkeit zu bewahren. Sie gaben ihren richtigen Platz des Dienstes in den himmlischen Höfen auf, um die Erde zu besuchen und unerlaubte Beziehungen mit den Töchtern der Menschen zu pflegen. Ihre eigenen selbstischen Begierden wurden für sie wichtiger als die ihnen aufgetragenen Pflichten in der himmlischen Organisation. Möglicherweise fanden sie auch eine Art Selbstrechtfertigung in dem Gedanken, sie könnten viel dazu beitragen, das Menschengeschlecht emporzuheben und seinen Lauf der Entartung aufzuhalten. Bestimmt diente es Satans Zweck, ihrem Sinn ein anscheinend so gerechtes Motiv vorzugaukeln. Eine Herrschaft des Terrors und der Gewalttat folgten auf Erden. Ihre Brut von Bastardgeschöpfen, tyrannischen Riesen, beherrschte den irdischen Schauplatz und förderte jede Art eines gottlosen Benehmens. Jehova beendete in seiner Barmherzigkeit jene Ära, die einem bösen Traume glich, durch die Sintflut und verbannte jene, die Ungerechtigkeit liebten, in die Finsternis der Welt Satans. Welch herrliches Erbe warfen sie weg durch ihr Handeln, durch das sie ihre Integrität verletzten! — 1. Mose 6:1-6; 2. Pet. 2:4, 5; Jud. 6.

      28. Was verursachte Sauls Sturz?

      28 Ein weiteres hervorragendes Beispiel einer verlorenen Integrität war der Fall Saul. Solange Saul klein und demütig blieb in seinen Augen, wurde er von Gott hoch begünstigt. Im Laufe der Zeit jedoch fing er an, von sich zu hoch zu denken. Er maßte sich an, sein eigenes Urteil dem Urteil Jehovas voranzustellen, wagte es, das deutliche Wort Gottes zu mißachten, das sein Verhalten als König und Führer der Heere Israels leiten sollte, und suchte dann unehrlicherweise seine Handlungen zu rechtfertigen. Das Urteil, das ihm durch Jehovas Boten ausgerichtet wurde, lautete: „Weil du das Wort Jehovas verworfen hast, so hat er dich verworfen, daß du nicht mehr König seiest.“ (1. Sam. 15:23) Das klargehaltene Urteil des Gottes der Wahrheit zerschnitt Sauls leere Ausflüchte und stellte ihn samt seinen Unterstützern direkt vor die Streitfrage. Die verderbliche Berührung mit dem satanischen Einfluß hatte den ersten menschlichen König Israels verderbt gemacht

      29. Welches Beispiel des Versagens in den Tagen Jeremias haben wir?

      29 Einer der Zeitgenossen Jeremias, der Prophet Urija, nahm teil am besonderen Werk der Ankündigung des Untergangs Jerusalems und seines gesetzlosen Königshauses. Stand Urija, als Androhungen von Strafmaßnahmen wider ihn ruchbar zu werden begannen, fest und furchtlos in der Kraft seines Gottes da? Legte er denselben unbezwinglichen Mut an den Tag wie Jeremia? Nein. Er wankte. Er ließ zu, daß Menschenfurcht seine Lauterkeit unterhöhlte. Er floh nach Ägypten. Aber auch dort war er nicht in Sicherheit, denn seine Feinde ließen ihn ausliefern und brachten ihn dann elendiglich zu Tode. Furcht kann heute dieselbe Wirkung auf Geschöpfe haben, die in ihrer eigenen Kraft dienen und verfehlen, die Waffenrüstung anzuziehen, die Gott zu ihrer Sicherheit gibt. — Jer. 26:20-24.

      30. Von welchem Wert ist der Bericht über Judas und sein Ende?

      30 Judas war ein weiteres auffallendes Beispiel solcher, die alles Gute von Jehova Gott empfangen — in seinem Fall das kostbare Vorrecht der Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus — und sich dennoch nicht nur als undankbar, sondern, was weit schlimmer ist, als verräterisch demjenigen gegenüber erweisen, der so durchaus freundlich und barmherzig ist. Ohne Zweifel entfachte Satan jede selbstische Veranlagung des Judas zu einer Flamme des Hasses, um dadurch den Hervorragendsten unter Jehovas Menschen von Integrität antasten zu können. Judas unheilvolles Ende, durch das alle Hoffnung ausgelöscht wurde, steht da als eine machtvolle, warnende Mahnung: „Behüte dein Herz mit aller Wachsamkeit, denn von da aus sind die Brunnen des Lebens.“ — Spr. 4:23, AÜ; Matth. 27:3-10.

  • Was uns vor dem Verlust der Lauterkeit bewahrt
    Der Wachtturm 1955 | 15. Juni
    • Was uns vor dem Verlust der Lauterkeit bewahrt

      1. Von welcher Wichtigkeit ist Gottes Wort um den Verlust der Lauterkeit zu verhüten?

      WARUM diese nicht wiedergutzumachenden Verfehlungen? Nun, im Falle Sauls ist es ganz offenbar, daß er verfehlte, sich streng an Gottes Anweisungen für Könige zu halten, wie sie in 5. Mose 17:18, 19 (NW) niedergeschrieben sind: „Wenn er den Thron seines Königreiches einnimmt, soll er für sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus dem, was die Priester, die Leviten, verwahren. Und es soll bei ihm bleiben, und er soll alle Tage seines Lebens darin lesen.“ Dies prägt uns den wichtigen Gedanken ein, daß wir jeden Tag gebetsvoll etwas aus Gottes Wort der Wahrheit betrachten sollen, und wenn es nur der Tagestext mit seinem Kommentar aus dem Jahrbuch wäre [siehe je die letzte Seite des Wachtturms]. Dies wird uns davor bewahren, unsere Wertschätzung und unsere Furcht vor Jehova zu verlieren. Es wird uns demütig erhalten und uns stets daran erinnern, daß uns selbst gewisse Grenzen gezogen und wir in allem völlig von unserem himmlischen Vater abhängig sind.

      2. Wahre Demut sollte welche segensreiche Wirkung auf uns haben?

      2 Demut wird uns von dem Versuch abhalten, allein gehen zu wollen, in dem törichten Gedanken, Jehova habe uns persönlich den Weg der Gunst und des Segens geoffenbart. Die Gabe der Erkenntnis über seine großartigen Vorsätze hat uns durch die Organisation des „Sklaven“ erreicht, die so wunderbar zu ehren es sein Wohlgefallen ist (Matth. 24:45-47), und wir können uns weiterhin freuen in dem fortwährend heller werdenden Licht der Wahrheit, doch nur, wenn wir demütig unser Los mit seinem Namensvolke teilen und uns fleißig mit diesem versammeln und durch die Gemeinschaft mit ihm den Mut und die Furchtlosigkeit zum Predigen erhalten, die Jehovas Zeugen in dieser alten Welt überall ausgezeichnet hat.

      3. Welche Rolle spielt das Gebet im Bewahren unserer Lauterkeit?

      3 Auch das Gebet ist eine weitere freundliche Vorkehrung unseres Gottes, wodurch uns geholfen werden kann, weiterhin ‚in der Lauterkeit unseres Herzens‘ zu wandeln. Nur der Demütige wird aufrichtig beten. Andere werden es schmerzvoll finden für ihren Stolz, so ihre eigene Hilflosigkeit und ihr Bedürfnis nach einem starken Beschützer zu bekennen. Die da aufrichtigen Herzens sind, werden darum beten, daß Gottes Geist ihr Leben erfülle und ihre Herzen gesund und unverletzt bewahre von den gesetzlosen Einflüssen, die beständig auf sie einstürmen; ferner werden sie um seinen Segen für seine ganze Organisation von Dienern beten. Für diese guten Dinge können wir beten, wobei wir keinen Augenblick daran zweifeln, daß unser Gebet beantwortet wird, denn diese Dinge sind in Übereinstimmung mit Gottes Willen. Ein ernstes Beharren im Gebet, das heißt eine beständige gebetsvolle Sinneseinstellung wird uns helfen, unser Herz gut zu behüten. — Phil. 4:6, 7; Kol. 4:2-4.

      4. In welcher Weise wird die Liebe uns behilflich sein, für Gerechtigkeit festzustehen?

      4 Wenn wir echte Liebe zu Gott und unseren Nächsten haben, werden wir nie in den Fehler Urijas verfallen und vor den Angriffen des Feindes fliehen. Statt dessen wird die Liebe zu Gott die Furcht vor dem schwachen Menschen und den verurteilten Dämonen austreiben. Liebe zu unseren Nächsten wird uns an den Pflichtposten drängen, an dem wir die Warnung vor der Gefahr und die Anweisungen, wie die Menschen der Vernichtung entgehen können, kundtun. So pflege denn Liebe! Sei liebreich, rücksichtsvoll, mitleidig und barmherzig in all deinem Handeln! (1. Pet. 3:8, 9, NW) Dein Verhältnis zu deinem Bruder muß so geregelt werden, daß es ihm in Wahrheit zum Segen gereiche. „Seid einander untertan“ — so sagt es Paulus in Epheser 5:21, NW.

      5. Wieso sind die Worte des Paulus in 2. Timotheus 4:5 für uns heute zutreffend?

      5 Herausgerufen aus den Massen der Erdbevölkerung, könnte man sagen, sind wir zu Empfängern der besonderen Voranzeige über Gottes Vorhaben, über das Ende dieses alten Systems der Dinge und das Kommen eines neuen geworden. Wie betrachten wir den Evangeliumsdienst, der uns dadurch angeboten worden ist? Als etwas, dem wir uns nur widmen, wenn wir einige Minuten von anderen Angelegenheiten dieses Lebens, seinen Vergnügen, seinen Begierden, seinen Karrieren erübrigen können? Nicht so, wenn wir den Verlust der Lauterkeit vermeiden möchten! Die Ermahnung des Apostels Paulus an Timotheus ist heute so zutreffend für uns: „Du aber bewahre in allen Dingen dein Gleichgewicht; erleide Ungemach, tue Missionararbeit, versieh dein Dienstamt gründlich.“ (2. Tim. 4:5, NW) Dies zeigt deutlich, daß wir heute unseren Auftrag als Prediger des Königreiches ganz ernst nehmen müssen. Tun wir es?

      LAUTERKEIT BEWEISEN

      6. Welches besondere Verhältnis zu Gott wird solchen bewahrt, die an ihrer Lauterkeit festhalten?

      6 Man betrachte nun einige der Beweise und der Früchte der „unantastbaren Lauterkeit“ in diesen Schlußtagen der alten Welt. Treue Anbeter Jehovas begnügen sich nicht damit, ihr Gewissen durch all die besänftigenden menschlichen Manöver in ein falsches Gefühl der Sicherheit und des Friedens zu lullen. Statt dessen haben sie „die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen“ gerichtet, und er hat ihre Bitte durch Erkenntnis und Glauben an seinen eigenen Sohn Christus Jesus gewährt. Und nachdem sie durch das Verdienst des Opfers Christi dieses Bewußtsein, daß ihre wider Gott begangenen Vergehungen vergeben sind, einmal erlangt haben, strengen sie sich an, dieses gute Gewissen zu behalten, das heißt in Frieden zu bleiben mit dem Höchsten, dem Souverän des Universums. Sie wissen, daß dies nur durch die Bewahrung der Lauterkeit geschehen kann. Aufrichtigkeit in der reinen Anbetung Jehovas ist ihre Hauptstütze. — 1. Pet. 3:21, NW.

      7. Wie veranschaulicht der Lebensweg des Soldaten den richtigen Lauf für uns?

      7 Ein weiterer starker Beweis der Lauterkeit zeigt sich heute in den soldatischen Eigenschaften der Stärke, des Mutes und der Ausdauer jener Diener Jehovas, die stets im Sinne behalten, daß sie in einem Kriegszuge stehen, nicht gegen Feinde von Fleisch und Blut, sondern gegen listige, übermenschliche, unsichtbare Feinde, die stets auf der Lauer sind, irgendeinen Augenblick wahrzunehmen, da man nicht auf der Hut ist. Wie wunderbar paßt die Waffenrüstung, die Gott beschafft, denen, die die Dringlichkeit, die Gefahr und die Forderung unserer Zeiten richtig erkennen! Gute Soldaten bleiben wachsam, gehen keine törichten Risiken ein, halten ihren Sinn auf den Kampf gerichtet und setzen alles darein, was sie haben, damit sie an den Früchten des Sieges teilhaben können. Kriegsleute Jehovas stehen ihnen in keiner Weise nach.

      8. Welcher weiteren Methode sollte in unserem Bemühen, uns von Satans Welt unbefleckt zu erhalten, gefolgt werden?

      8 Eine „unantastbare Lauterkeit“ kann sich auch zeigen im scharfen Getrenntsein von dieser alten Welt, die für alle charakteristisch ist, welche Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft geworden sind. In der Tat erinnerte der Apostel Paulus den Timotheus daran, als er ihm schrieb (2. Tim. 2:20, 21, NW), daß wir ‚reine Gefäße zu ehrenhafter Verwendung durch Jehova in der Organisation seines großen und glücklichen Hauses‘ sein können, indem wir uns rein erhalten von den unreinen Gefäßen, die nur zum Gebrauch durch die verderbte Welt und zur Vernichtung mit ihr zusammen taugen. Man beachte, wie klar die Warnung ertönt: „Es gibt in einem großen Haus … Gefäße … einige zu einem ehrenhaften Zweck, andere aber zu einem der Ehre ermangelnden Zweck. Wenn sich daher irgend jemand von den letzteren rein erhält, wird er ein Gefäß sein zu einem ehrenhaften Zweck, geheiligt, brauchbar für seinen Eigentümer, bereitet für jedes gute Werk.“

      9. Wie können wir in dem glücklichen Zustande des uns anvertrauten Dienstes für die Interessen der neuen Welt bleiben?

      9 Um in diesem glücklichen Zustande zu bleiben, müssen wir weiterhin das lieben, was recht ist, und das hassen, was unrecht ist. Wir können nicht irgend etwas, das gegen Gottes Willen und Weg ist, unterstützen, entschuldigen oder schützen. Der Apostel sagt, daß wir uns von denen ‚abwenden‘ sollen, die auf weltlichen Gewohnheiten, Sitten und Bräuchen beharren. Glücklich sind wir in der Tat, wenn wir niemals dem Rat der Gottlosen folgen, niemals den Weg der Sünder einschlagen, uns niemals der Gesellschaft der Spötter anschließen, sondern statt dessen Freude finden an Jehovas Gesetz, indem wir darüber nachsinnen bei jeder Gelegenheit, wie der Psalmist es empfiehlt. Unsere Gefährten unter solchen zu wählen, die sich der reinen Anbetung Jehovas hingeben, und unter Menschen guten Willens, deren Lust es ist, etwas über Gottes Vorhaben zu hören und zu reden, wird uns eine große Hilfe sein, unsere Integrität zu festigen. „Laßt euch nicht irreführen. Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten.“ (1. Kor. 15:33, NW) Haltet fest an guten Gewohnheiten des Studiums, Betens und Predigens.

      10. Nenne einige der alltäglichen Beziehungen, die Lauterkeit erfordern.

      10 Die Früchte der „unantastbaren Lauterkeit“ werden in unseren Beziehungen mit dem ganzen Haushalt des Glaubens bemerkt. Wenn wir in der Stellung von Dienern sind, werden wir mit Beharrlichkeit am Werke sein, um für die Menge der mit Schafen Verglichenen zu sorgen, sie zu stärken und zu schulen, über die der Gute Hirte uns die Aufsicht gegeben hat. Enttäuschungen, Rückschläge, anscheinend unüberwindliche Hindernisse werden uns nie so erschüttern, daß wir von unserem geduldigen Beharren im Gutestun ablassen. ‚Habet acht auf die Herde‘ und ‚hütet die Versammlung Gottes‘ — diesen Geboten werden wir mit Lust gehorchen. (Apg. 20:28; 1. Pet. 5:2) Wenn wir Verkündiger in einer Versammlung sind, offenbaren wir unsere Lauterkeit in der Bereitschaft, mit der wir uns bemühen, den Schwächeren beizustehen und wodurch wir allgemein der Handlungsweise folgen, die der Einheit, dem Frieden und der Wohlfahrt der Versammlung dient. — 1. Thess. 5:14, 15.

      11. In welchen verschiedenen Ständen des Lebens kann Integrität geoffenbart werden?

      11 Und dann offenbart sich die Lauterkeit noch in einer Menge anderer Beziehungen im Leben. Sie zeigt sich in der Weisheit des gottgefälligen Ehemanns, der in Übereinstimmung mit wahren christlichen Grundsätzen den Respekt und die liebende Zuneigung seiner Frau und Familie erntet; bei der Ehefrau, die sich bestrebt, ihrer Stellung als Gehilfin ihres Mannes völlig zu entsprechen, indem sie bereit ist, sich seiner Stellung als Haupt des Hauses zu unterziehen; bei den Eltern, die sich davon zurückhalten, ihre Kinder zu reizen und sie dagegen mit Freundlichkeit und Festigkeit auf Grund des autoritativen Rates Jehovas zu schulen suchen; beim Kinde, das, wenn es auch manchmal Dinge, die die Eltern von ihm verlangen, nicht gleich versteht, demütig an die größere Erfahrung und das reifere Urteil der Eltern denkt und daher ihrer Anordnung gehorcht. Ob wir aber die Stellung eines Ehegatten oder einer Frau oder eines Kindes oder eines Herrn oder Dieners bekleiden, erfreuen wir uns doch alle desselben gemeinsamen Standes, jenes eines Predigers. In dieser Stellung ist uns, wenn wir unserem wohlüberlegten Entschluß folgen, unser Leben dem Dienste Jehovas zu widmen, eine hohe Ehre zuteil geworden. Hier ist es, wo unsere Lauterkeit am hellsten hervorstrahlt! In diesem Dienste wird von uns verlangt, den Haß, die Gewalttaten, den Spott und die gottlosen Argumente einer ganzen Welt, die gegen unseren Gott ist, treulich zu ertragen. Doch gleich unserem Anführer und Gebieter Christus Jesus dürfen wir nie die Freude aus den Augen verlieren, die uns vorgesetzt ist: der Lohn für die geprüfte und unerschütterlich bewahrte Integrität. — Heb. 12:2, 3; Jes. 55:4.

      DER LOHN FÜR IHRE BEWAHRUNG

      12, 13. Wie wird der Lohn für „unantastbare Lauterkeit“ in der Schrift dargestellt, und was bedeutet dies?

      12 Und worin besteht dieser Lohn? Es ist der Lohn, der dargestellt wird durch das Hinaufsteigen auf den Berg Jehovas und durch das Stehen in seinem heiligen Tempel. Wie der Apostel es erklärt, habt ihr euch heute „nicht dem genaht [dem Berge Sinai], was betastet werden kann, und dem, was mit Feuer entzündet worden ist“, und dem sich ohne die Zustimmung und Gunst Jehovas kein lebendes Geschöpf in Sicherheit nahen konnte. Statt dessen seid ihr „hinzugetreten zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Myriaden von Engeln, in allgemeiner Versammlung“. (Heb. 12:18, 22, 23, NW) Hier wird die herrliche Universalorganisation Jehovas gekennzeichnet. Darin hervorragend zur Schau gestellt und den höchsten Punkt der Übersicht einnehmend, kann der „heilige Tempel für Jehova“ gesehen werden, „eine Stätte, wo Gott durch den Geist wohnt“. Wahrlich ein geweihtes und ewiges Heiligtum. — Eph. 2:21, 22, NW.

      13 So auf den Berg Jehovas zu steigen und dort in seinem heiligen Tempel zu stehen ist eng damit verwandt, unsere Würdigkeit, in die neue Welt einzugehen und ewig darin zu leben, zu beweisen. Diese Welt wird Zeuge sein von der Verwirklichung des seit langem bekanntgegebenen Vorhabens des großen Gottes der Lauterkeit, des universellen Trägers der Integrität, wie dies in Epheser 1:8-10 (NW) zum Ausdruck kommt: „Nach seinem Wohlgefallen, das er bei sich beschlossen hat für die Verwaltung an der vollen Grenze der bestimmten Zeiten, nämlich alle Dinge wieder zusammenzubringen in dem Christus, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf Erden.“ Dieser schließliche Zusammenschluß zu einem unversehrten Ganzen wird nur aus gesunden, reinen, unverderblichen Geschöpfen bestehen, die der Gerechtigkeit und Jehova, dem Quell alles Guten und Lauteren, völlig ergeben sind.

      14. Welch glückliches Los ist unser, wenn wir an unserer Lauterkeit festhalten?

      14 Glücklich in der Tat ist unser Los, wenn wir aus aufrichtigem Herzen so beten können, wie David betete: „Richte mich, Jehova! denn in meiner Lauterkeit habe ich gewandelt; und auf Jehova habe ich vertraut, ich werde nicht wanken. Prüfe mich, Jehova, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz [mein Herz und meinen Sinn, AS]! Ich aber wandle in meiner Lauterkeit. Erlöse mich und sei mir gnädig!“ (Ps. 26:1, 2, 11) Dann können wir wahrhaft auf Jehova vertrauen und die sichere Erwartung hegen, mit großen Scharen gleichgesinnter Menschen von Lauterkeit für immer in seiner neuen Welt zu wohnen. „Bewahret die Lauterkeit!“ ist der Rat an uns alle heute, und wenn wir es tun, werden wir glücklich und für immer in der universellen Familie des lauteren, heiligen Gottes, Jehovas, bleiben.

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1955 | 15. Juni
    • Fragen von Lesern

      ● Wird in Hiob 14:22 nicht auf eine Qual der Seele nach dem Tode des Körpers hingewiesen? — J. M., Vereinigte Staaten.

      In Hiob 14:20-22 lesen wir: „Du überwältigst ihn für immer, und er geht dahin; sein Angesicht entstellend, sendest du ihn hinweg. Seine Kinder kommen zu Ehren, und er weiß es nicht; und sie werden gering, und er achtet nicht auf sie. Nur um ihn selbst hat sein Fleisch Schmerz, und nur um ihn selbst empfindet seine Seele Trauer.“ Wohl stimmt es, daß die Verse 20 und 21 den Todeszustand beschreiben, doch nicht Vers 22. Dieser bezieht sich auf das zuvor von Hiob erwähnte Dasein voller Nöte, wonach die wenigen Tage des vom Weibe geborenen Menschen voll Unruhe sind. Gemäß den Ansichten derer, die an eine Qual für die Seele nach dem Tode des Körpers glauben, trennt sich die Seele vom Körper, und der Fleischesleib zerfällt. Man lehrt nicht die Unsterblichkeit des Körpers, noch daß der Körper in einem Feuersee lebe, um im Fleische gequält zu werden. Somit ist schon durch den Wortlaut dieses Verses an sich ausgeschlossen, daß er als Beweis für ewige Seelenqual gebraucht werden könnte, denn es wird darin gesagt, das Fleisch erleide Schmerz. Nun aber erleidet der Mensch während seines Lebens im Fleische Schmerzen oder ist dann fähig, Schmerz zu empfinden, und wenn der Vers weiter sagt, daß seine Seele in ihm Trauer empfinde, so drückt er bloß den allgemeinen Gedanken in einer Wiederholung, einer Parallele, aus. Es ist nur eine poetische Art zu sagen, daß die Person trauere. „Die Seele, welche sündigt, die soll sterben“, doch solange sie eine lebendige Seele oder ein belebter Körper von Blut und Fleisch ist, sind ihre Tage voll Unruhe und Schmerz. — Hes. 18:4.

  • Aus der Finsternis ans Licht
    Der Wachtturm 1955 | 15. Juni
    • Aus der Finsternis ans Licht

      Der Bezirksversammlung der Zeugen Jehovas, die in Richmond, Virginia [USA], abgehalten wurde, wohnte die Tochter eines Geistlichen bei, die Zeugin Jehovas geworden war, ferner ihr Mann, der zuerst dagegen war, daß sie Interesse bekundete, ehe auch er einsah, daß es die Wahrheit ist, und überdies ihr Vater, der Geistliche, selbst. Nachdem die Tochter und der Schwiegersohn die Botschaft von Gottes Königreich angenommen hatten, benutzten sie jede Gelegenheit, mit diesem Prediger über die neue Welt zu sprechen, wobei sie die neue Erde und ihre Segnungen hervorhoben. Beide, der Geistliche und seine Frau, begannen Interesse zu bekunden. Etwas von der Wahrheit floß in seine Predigten hinein, und die Zuhörerschaft wurde abweisend. Er fing an, regelmäßig zum Montagabend-Heimbibelstudium zu kommen und stellte seine Tätigkeit bei der „Christian Church“, einem Zweig der „Jünger Christi“, ein. Die ganze Familie ist nun getauft worden, hat also den Schritt der Hingabe ihres Lebens an Jehovas Dienst getan und freut sich in der Wahrheit. Der ehemalige Geistliche sagte: „Keiner ist so blind, wie jener, der nicht sehen w i l l. Keiner weiß, wie tief diese Finsternis sein kann, ausgenommen jener, der das Glück gehabt hat, daraus herauszukommen.“ Glücklicherweise tun Tausende Menschen aus allen Lebensschichten gerade dies heute.

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