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,Jehova vertrauend, achtet aufeinander‘Der Wachtturm 1955 | 15. Februar
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Unterweisung im Worte Gottes, beginnen wir, unser Leben zu verlieren. Wir müssen nach genauer Erkenntnis trachten, und diese Erkenntnis können wir nicht dadurch erlangen, daß wir privat eigene Philosophien und Ideen des Lebens für uns ausarbeiten. Wir müssen Jehova Gott suchen. (Spr. 3:5-7) Wir müssen uns zu seinem Worte hinwenden, müssen uns mit seiner Organisation verbinden. Wir müssen unseren Sinn auf die rechten Dinge gerichtet halten; auf diese Weise werden wir in der Lage sein, genaue Erkenntnis und wahres Verständnis zu erlangen. Es sollte das Verlangen eines jeden sein, sich mit genauer Erkenntnis, Weisheit und geistigem Unterscheidungsvermögen zu erfüllen, so daß ein jeder Jehovas würdig wandle und ihm so gefalle. Als Christ muß jeder Frucht tragen in jedem guten Werk, und während wir diese Frucht tragen, müssen wir an genauer Gotteserkenntnis zunehmen. Welch wunderbares Vorrecht ist es doch für eine gottergebene Person, in Jehovas Organisation Fortschritte zu machen, so daß sie sich als Evangeliumsdiener von rechter Art als tauglich erweist. Sie empfindet gleichwie der Apostel Paulus: „Dem Vater dankend, der euch tauglich gemacht hat für euren Anteil am Erbe der Heiligen im Licht.“ (Kol. 1:9-12, NW) Er war froh, zu sehen, wie andere Fortschritte machten und wie sie mit Gott mitarbeiteten, um sich als taugliche Diener zu erweisen, damit auch sie an diesem großen, in der ganzen Welt zu einem Zeugnis vor sich gehenden Werk der „Ankündigung des Königreiches Jehovas“ teilhaben könnten. — Matth. 24:14, NW.
DIE LAUTERKEIT BEWAHREN
15. Wie wird das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ heute praktisch angewandt?
15 Da ist kein Zweifel: als einzelne Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft müssen wir an uns allen interessiert sein. Jesus hatte gesagt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Matth. 22:39; Luk. 21:34-36, NW) Wir müssen beständig auf uns selbst achten, damit wir Leben in der neuen Welt erlangen. Persönlich müssen wir um unsere eigene Lauterkeit besorgt sein. Niemand kann irgend jemand von uns in die neue Welt mitnehmen, indem er ihn an der Hand führt und ihn durch die Schlacht von Harmagedon hindurchschleppt. Jeder Gott hingegebene christliche Zeuge Jehovas muß auf eigenen Füßen stehen. (Joel 2:7, 8; Phil. 2:12, 13) Er muß an der Unterweisung festhalten. Wie Jesus sagte, ist es die Annahme der Erkenntnis Jehovas, des allein wahren Gottes, und dessen, den er gesandt hat, Jesu Christi, die Leben bedeutet. Weisheit und ein Verständnis der Vorsätze Jehovas sind die wichtigen Erfordernisse, die eine Gewähr zum Überleben bieten. Doch denke daran: du kannst es nicht allein tun. Während du privat viel studieren magst, ist es doch sehr nötig, daß du mit der Versammlung zusammenkommst und dort eine öffentliche Erklärung deiner Hoffnung abgibst. Auch Jesus hat dies getan. (Heb. 2:12; Joh. 13:15-17) So handelnd, wirst du gleichwie Jesus andere zur Liebe und zu guten Werken anspornen und jene ermuntern, die es nicht versäumen, sich in diesen letzten Tagen mit ihren Brüdern zu versammeln. Erkenntnis, die du so gewinnst und weitergibst, zeigt, daß du an der Unterweisung festhältst und sicherlich ewiges Leben erwarten darfst.
16. Was bedeutet der Rat, ‚beständig achtzugeben auf sich selbst‘, für Geistlichgesinnte?
16 Paulus liebte den jungen Timotheus und gab ihm in mehreren Briefen viele Ratschläge. Einmal schrieb er ihm ausführlich und sagte dann zusammenfassend: „Sinne über diese Dinge nach, geh darin auf, damit dein Fortschritt allen Menschen offenbar werde. Gib beständig acht auf dich selbst und auf dein Lehren.“ (1. Tim. 4:15, 16, NW) Aus diesem geht klar hervor, daß jeder Christ innerhalb der Organisation Jehovas vorrücken und sich nie schämen sollte, diesen Fortschritt vor allen in der Versammlung kundwerden zu lassen. Wenn du voll Achtung sprichst und dich äußerst und andere sehen, daß du reifer und mehr und mehr geistlich gesinnt wirst, so macht das ihre Herzen froh, und es mag sie anspornen, demselben Wege zu folgen, denn sie sehen den Nutzen, den du aus dem Studium und aus den Antworten ziehst, die vor den Ohren deiner versammelten Brüder gegeben werden. Sie werden auch sehen, daß du beständig achtgibst auf dich selbst und immer bei allen Zusammenkünften anwesend bist und daß du darauf achtest, in den Felddienst zu gelangen, sowohl in deinem privaten Gebiet wie auch mit deinen Brüdern von einem Dienstzentrum aus. Sie mögen gar sehen, daß du bis zu dem Punkte vorrückst, da du den Pionierdienst aufnimmst und vielleicht schließlich die Gileadschule besuchst und weitergehst in ein ausländisches Missionargebiet oder in das Werk als Kreisdiener. Nicht daß du etwa versuchst, besser zu sein als irgend jemand anders, sondern einfach besser, als du bisher gewesen bist, weil du die große Verantwortung siehst, die Jehova Gott einem jeden auferlegt, der sich hingegeben hat, ihm zu dienen, eine Verantwortung, die fortwährend zunimmt. Du gibst beständig acht auf dich selbst und wünschst jetzt auch sicherlich, beständig achtzugeben auf dein Lehren.
17, 18. Was sind, zusammengefaßt, die wichtigsten Erfordernisse zur Bewahrung der Lauterkeit und zur furchtlosen Ergebenheit gegenüber Jehova?
17 Wir sehen, wie wichtig es ist, wenn wir die Lauterkeit bewahren wollen, mit der Versammlung zusammenzukommen, uns unter unsere Brüder zu mischen und uns in ihrer Mitte zu äußern, so daß wir stets sicher sein können, daß das, was wir lehren, was wir von Haus zu Haus und bei Bibelstudien sprechen, auch richtig ist. Durch den Besuch der Zusammenkünfte prüfen wir uns fortwährend, ob wir im Glauben sind, oder tun beständig dar, was wir selber sind. Die Ergebnisse eines solchen Verhaltens sind wunderbar und bringen unseren Herzen unablässig Fröhlichkeit und Freude. Paulus fügt bei: „Beharre bei diesen Dingen, denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst erretten als auch jene, die auf dich hören.“ (1. Tim. 4:16, NW) Ja, indem du Erkenntnis in dich aufnimmst, indem du festhältst an der Unterweisung, indem du dem ganzen Worte Gottes glaubst, kannst du dich retten. Indem du an der öffentlichen Erklärung deiner Hoffnung festhältst, kann denen geholfen werden, die dir in der Versammlung zuhören, und auch jenen, die dir zuhören, während du durch die alte Welt ziehst und die gute Botschaft vom Königreiche predigst.
18 Jehovas Zeugen finden sich bestimmt zu dieser Zeit in einer herrlichen Stellung. Sie fürchten sich nicht vor den Dingen, die in der alten Welt geschehen. Sie sind nicht beunruhigt über die zunehmende Finsternis, die sie umgebende Dunkelheit, die alle Nationen plagt und verwirrt. Sie fürchten sich nicht vor den Kriegen oder Kriegsgerüchten. Aus welchem Grunde? Sie haben eine Hoffnung. Sie kennen den Ausgang. Sie haben Gottes Wort gelesen, ja studiert, und fühlen sich daher zufrieden und zuversichtlich. Möge also jeder von uns, der an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung festhält, gleich dem Manne sein, von dem der Psalmist schrieb: „Nicht wird er sich fürchten vor böser Kunde; fest ist sein Herz, vertrauend auf Jehova.“ — Ps. 112:7.
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Der wahre ReichtumDer Wachtturm 1955 | 15. Februar
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Der wahre Reichtum
Paulus bezeichnete sich als arm, „aber viele reich machend; als nichts habend und alles besitzend“. (2. Kor. 6:10) Wie war das möglich? Wie konnte ein Mann, der arm war, alles besitzen und viele reich machen? Obwohl seine weltlichen Besitzungen beschränkt waren, konnte er das tun, weil er den größten Reichtum hatte — den Reichtum, den diese Welt oft ignoriert. Worin bestand er? In der Erkenntnis der Wahrheit und den Segnungen Jehova Gottes. Welcher Reichtum ist für d ic h wertvoll?
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